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Knierim B60 by Luca Brenta Design

Das Video von der bei Knierim in Kiel gebauten B60 war kürzlich Thema auf der Facebook Fanseite von segel-filme.de. Vereinzelte Kritiker stellten die Seetüchtigkeit des flachen Hecks in Frage. Schaut man sich moderne Offshore Rennyachten an, die mittlerweile durch die Bank weg alle breite flache Hintern haben, wird schnell klar, dass diese Diskussion bestenfalls unter “Seglerlatein” zu verbuchen ist.

Ein paar Tage später habe ich mich dann mit unserem Kumpel Jensi über das Schiff unterhalten, natürlich über das Internet, da sich Jens derzeit auf der MS Turanor/PlanetSolar Expedition befindet. Genau wie die Turanor, ist auch die B60 bei Knierim entstanden, daher habe ich Jens gebeten, kurz ein paar Zeilen zu dem Schiff zu schreiben.

Hallo Yachtblick

Wenn ich mich an die Bauzeit der “Almost Nothing” zurück erinnere, fällt mir spontan ein, wie beeindruckt wir seinerzeit von dem damals neuartigen Luca Brenta Riss, seinen schönen Lienen und dem eleganten Design waren. Das Boot ist ein Daysailer Konzept, dass heißt, es wird mehr Wert auf Tagestörns und Wochenendtrips gelegt und es gilt dabei maximalen Segelspaß zu erreichen. Durch die Negativbauweise und die Verwendung hochwertiger Prepreg-Karbonfaser in Sandwich-Bauweise, konnte ein sehr niedriges Gewicht bei einem Höchstmaß an Steifigkeit erreicht werden. Das Interieur Design ist typisch Luca Brenta – klare Linien und sehr aufgeräumt. Für den Innenausbau wurden, dem Leichtbau entsprechend, Aluminiumwaben mit Holzfurnier überzogen. Spätestens bei diesem Produktionsschritt wurde deutlich, wie viel Wert darauf gelegt wurde, durch optimierte Gewichtsverteilung das Geschwindigkeitspotential der Yacht zu optimieren.

Der erste Segeltag nach der Fertigstellung hatte unsere Erwartungen nochmals übertroffen. Wir wussten, dass die Yacht “anspringen” würde, aber das die Kiste so losrast, war der absolute Wahnsinn! Der kleinste Windstoß reicht, um die Yacht leicht zu krängen und dabei einen ruckartigen Sprung nach vorn zu machen.

Beste Grüße von den Marquises Islands
Jens

Als die Yacht seinerzeit auf den Markt kam, hatte ich irgendwo einen Artikel gelesen, den ich jetzt auf die schnelle nicht wieder finden konnte. In diesem Bericht wurde der Aufwand beschrieben, den man betrieben hat, um die Weißtöne aufeinander abzustimmen. Wenn ich mich richtig erinnere, musste man bei den Segeltuchen auch durchaus etwas suchen, bis man die richtige Farbe gefunden hatte. Klingt erstmal übertrieben, aber wenn man sieht wie sich die Diva durch die Sonne dreht, scheint es aller Mühen wert gewesen zu sein.

Ich glaube, ich bin ein bisschen verliebt … hach!

Ich habe gerade mal ein bisschen in der Datenbank vom Boatshop24 rumgewühlt und gesehen, dass mit einer Maxi Dolphin ein anderer Luca Brenta Entwurf zum Verkauf steht. Diese Maxi Dolphin ist zwar nicht weiß und mit 1,4 Millionen € auch nicht gerade geschenkt, aber sie zeigt, dass es Luca Brenta einfach auch ein bisschen besser als andere zu verstehen weiß, wie man “Emotionen” zu konstruieren hat.

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