Yachtblick Rotating Header Image

Wingsail

P28 – der bessere Flügel

Über das Ziel dieses Projektes muss nicht viel gesagt werden – schnell segeln, bei wenig Wind! Das “fliegen” cool und schnell ist wissen wir seit der Motte  und der 3-stufige-Hydrofoil hätte mich alleine auch noch gar nicht vom Hocker gerissen. Wie die drei Stufen das “Abwassern” erleichtern ist selbsterklärend.

Eine wirklich interessante Geschichte ist das Rigg. Während der ersten Experimente mit großen Flügeln beim AC mussten die Crews teilweise an Bord schlafen, um des Nachts das Rigg immer wieder so in den Wind zu drehen, dass nichts passiert. Die Masten der AC45 müssen jedes mal nach dem segeln gelegt werden, was bei allem Geschwindigkeitspotential eine Übertragung in die “zivile” Segelei praktisch unmöglich macht.

Beim Mast des P28 sind die Spanten des Flügels so angelegt, dass Sie über ein Fall am Mast hoch gezogen werden können (so versteh ich zumindest die Bilder). Der Flügel der sich im Hafen bergen lässt. Dieser Ansatz macht den Einsatz der Flügel-Technologie auch bei konventionellen Yachten “möglicher”.

Die Variabilität des Profils wurde bei den letzten Cuppern noch über Klappen am Achterliek gelöst. Beim Flügel des P28 ändern die Spanten ihre Form und ermöglichen so ein asymetrisch optimales Flügelprofil auf beiden Schoten. Ein Prinzip das sich am ehesten noch mit vorgespannten Segellatten vergleichen lässt.

Wenn die Schot “nur” am Unterliek befestigt ist und die Spanten jeder für sich nur mit dem Segeltuch verbunden sind, stellt das natürlich besondere Anforderung an das Tuch und den Schnitt des Segels, um die Kräfte bis ins Top zu übertragen.

So viel für den Moment! Mit dem Projekt muss ich mich noch einmal genauer beschäftigen und wenn es die Zeit erlaubt, würde ich die Jungs im Frühjahr gern mal mit einer Kamera besuchen.

Mehr Informationen: www.p28foiler.com

Photos: www.myimage.ch

Wing is King II

Bei den verschiedenen Optionen sein Boot für die Clubregatta zu optimieren, bieten sich verschiedene Möglichkeiten: Das Boot ausräumen ist für Anfänger. Ein neues Boot eher was für Segler mit Geld (wo gibt’s das schon?). Alternativen für Bastler sind ein Hydro-Foil oder ein Wingsegel. Ich möchte mal kurz erklären, was das Wing-Segel eigentlich so interessant macht.

Beim Foil ist es so, dass ein horizontal, am unteren Ende des Schwertes angebrachtes Flügelprofil für einen Auftrieb unter Wasser sorgt. Dadurch wird das Boot aus dem Wasser gehoben, die benetzte Fläche verkleinert sich und der Widerstand sinkt – man segelt schneller. Ähnlich zu den Foils lernen Schiffe fliegen- mal wieder.

Spätestens seit dem Americas Cup 2010 bzw. 1988, greift ein neues/altes Phänomen um sich: das Wingsegel kurz Wing.

Bei dem Wing handelt es sich um ein starres Großsegel. Doch was genau ist der Wing, was kann er und was soll das ganze überhaupt? ... weiterlesen

Neue Vestas Sailrocket

kein Design das sich in den Charter-Bereich übertragen lässt

Speedfreak Paul Larson erklärt im Video sein neues Boot. Ziel der ganzen Arbeit ist der 500 m Sailspeed Record, der in den letzten Jahren doch mehrfach seinen Halter gewechselt hat. Aktuell hält ihn der US-Amerikaner Rob Douglas, der in Luderitz 55,65 Knoten mit seinem Kite gefahren ist. Kiter mit Booten zu vergleichen finde ich aber prinzipiell völlig unsinnig. Der Vergleich zwischen Hydroptère und Sailrocket ist da schon interessanter.

... weiterlesen

Little America’s Cup! C-Class Catamaran Championship!


Watch live video from onthewateranarchy on Justin.tv

Für den heutigen Tag ist das erste Rennen beim “Little America’s” Cup” angesetzt – der Internationalen Meisterschaft der C-Class Katamarane! In dieser recht offenen und kleinen Klasse treten nur 6 Boote an – eine weitere Meldung musste zurück gezogen werden, weil das Boot nicht rechtzeitig fertig geworden ist.

Die C-Class Katamarane sind, wie ich finde, schon so ein kleines Highlight in diesem Segeljahr!

Die Teilnehmer:

Boat Sail # Helm Crew
Canaan CAN 009 Fred Eaton Magnus Clarke
Aethon USA 002 Steve Clark Oliver Moore
Invictus GBR 001 Paul Larsen Helena Darvelid
Patient Lady VI FRA 002 Antoine Koch Jérémie Lagarrigue
Alpha CAN 004 Glenn Ashby Jimmy Spithill
Orion CAN 002 Dan Cunningham Rob Paterson

Die Boote:

Das Klassenvorschriften für diese Katamarane sind durchaus überschaubar gestaltet. Ich fasse die 7 Punkte für euch mal mit meinen eigenen Worten grob zusammen:

1. Ein Katamaran ist definiert als ein Boot mit 2 identischen (oder gespiegelt) Rümpfen die parallel zueinander stehen.

2. Die Segelfläche darf nicht größer sein als 27,868 m² (300 square feet).

3. Die Kats dürfen maximal 7.62 Meter (25 feet) lang sein.

4. Mit Auslegern darf der Kat nicht breiter als 14 Fuß werden, er muss von 2 Leute in normalen Trapezen gesegelt werden.

5. Das Klassenzeichen muss geführt werden.

Diese wenigen Vorgaben lassen den Designern natürlich viel Spiel um das Maximum aus den Booten herauszuholen. Dieser Fakt macht diese Veranstaltung so interessant und sorgt dafür, dass das “who is who” der Design und Segelszene angetreten ist.