Anfang August fand der “1851 Cup” statt, eine Art Freundschaftsspiel zwischen BMW Oracle und dem Britischen Team Origin. Zwei der jüngsten und talentiertesten Skipper im Segelsport – Jimmy Spithill und Ben Ainslie – trafen bei dieser Regatta aufeinander. Gesegelt wurde auf IACC Yachten, den guten alten Bleitransportern, vor historischer Kulisse. Im Verlauf der fünftägigen Regatta standen sich die beiden Crews an insgesamt vier Tagen beim Match Racing auf dem Solent gegenüber. Am Donnerstag trugen sie ein Rennen rund um die Isle of Wight aus und ließen so das berühmte Rennen von 1851 wieder aufleben, das die Wiege des America’s Cup darstellt.
BMW Oracle konnte zwar das Rennen rund um die Isle of Wight gewinnen, beim Match Race auf dem Solent war das US-Syndikat den Briten aber deutlich unterlegen. BMW Oracle hat ja in mehreren Jahren Louis Vuitton Trophy bereits bewiesen, dass sie die IACC Yachten nicht sonderlich mögen!
Was die Medienarbeit angeht, haben die Briten eines der besten Segelteams der Welt, was sie mit dieser Doku ein weiteres mal unter Beweis stellen.
Ich habe vor kurzem das Buch “Die Zunge Europas” von Heinz Strunk gelesen! Das Buch ist ganz nett, die Geschichte plätschert so vor sich hin, gekauft habe ich es aufgrund des einen Satzes auf der Rückseite: “Mein größter und in Wirklichkeit einziger Wunsch: Mit nacktem Oberkörper Holz hacken ohne dass es Scheiße aussieht!” Back to the Roots! Man studiert, ist fleißig, plant eine Karriere als Schiffbauer im Yachtbereich … aber eigentlich will ich nur eine kleine Holzbootwerft haben in der ich kleine schicke Schiffe zusammen bauen kann! Knietief in Holzspänen stehen und Farbe an den Händen haben – studieren um Handwerker zu werden – ist zugegeben nicht der klassische Weg. Heute und morgen wäre mir das auch noch zu langweilig, deshalb gehört dieser Gedanke in die Schublade: “Wenn ich mal alt bin”!
Das war ein kurzer Exkurs in meine Traumwelten und was ich euch damit eigentlich nur sagen will ist, dass ich eine Reportage über einen Bootsbauer vom Darß gefunden habe! Viel Spaß! =)
Die Jungs von segel-filme.de haben ein neues Projekt in Arbeit, mit dem Titel “Zum Goldenen Anker – die virtuelle Hafenkneipe”! Das ganze ist eine Art soziales Netzwerk für Segler, das vor allem in Sachen Video- und Bildverarbeitung weitreichende technische Möglichkeiten bietet. Ihr könnt hier zum Beispiel eure eigenen Filme hochladen und diese dann wieder als “Channel” auf euren Webseiten einbinden!
Um das ganze für den Anfang ein wenig interessanter zu gestalten, haben die Jungs keine Kosten und Mühen gescheut und verschenken drei Panasonic HD-Camcorder. Die Ausschreibung des Wettbewerbs lässt sehr viel Raum für Kreativität und stellt keinen großen Anspruch an eure Fähigkeiten als Kameramann.
Der Text:
Wir suchen den Segelfilm 2010!
Gewinnt einen von 3 Panasonic Camcordern!
Wie ? Ganz einfach. Ladet eure Filme, egal ob Handy Video, Törnfilm oder Regattavideo hier in ZumGoldenenAnker.net hoch. Zum Ende der Segelsaison 2010 werden dann mit eurer Hilfe die 3 besten Filme prämiert. Technische Fragen werden übrigens in unserer FAQ Sektion beantwortet. Solltet ihr dort keine Antwort finden, dann einfach eine eMail an kontakt@segel-filme.de. Wir freuen uns auf eure Filme
Von uns gibt es für diese Aktion einen dicken Daumen und unser Film vom Absegeln 2009 ist auch schon hochgeladen – allerdings dürfen wir als “Insider” des Segelnetzwerk wohl nicht teilnehmen =(
Der dritte Teil dieser Serie beschäftigt sich mit den Vor- und Nachteilen von Membransegeln und ihrer Entwicklung vom 3DL zum Membransegel für den Freizeitskipper.
Robin William Knox-Johnston wurde am 17. März 1939 in London geboren, dass heißt, er ist im Moment stolze 71 Jahre. Das Video ist sicher schon ein paar Jahre alt, aber dennoch scheint Segeln ziemlich fit zu halten! Es muss die Segelei gewesen sein, die ihn bis ins hohe Alter so fit hält. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass dies an seinem „Whiskey Sponsor“ liegen könnte. Ich habe mal einen Screenshot von seiner Website gemacht und Sir Robin hat wirklich einen hochprozentigen Sponsor! Sportler hin oder her, für so viel Coolness muss es einen dicken Daumen geben!
Den Titel „Sir“ bekam Knox-Johnston 1995 von der Queen verliehen, da er der Sieger des Sunday Times Golden Globe Race war und damit keine geringere Leistung vollbracht hat, als der erste Einhand-Nonstop-Weltumsegler zu sein! Der Erste – nicht der Jüngste, nicht der Grünste und nicht der Einäugigste – der Erste!
Am 22. April 1969 lief er nach 30.123 Seemeilen und 312 Tagen in den Hafen von Falmouth (Cornwall) ein und legte damit den Grundstein für den Stoff, aus dem noch heute die Vendée-Globe-Helden gemacht werden! Seine Yacht, die „Suhaili“, ist ein 32 Fuß langer Teakholzbau, dessen Linien an die legendären Rettungsboote des großen Colin Archer angelehnt sind. Die Yacht existiert bis heute!
Ich weiß nicht wie oft er in der Zwischenzeit um die Welt gesegelt ist, aber ich weiß, dass er es 1994 noch einmal in die Geschichtsbücher schaffte, indem er an der Seite von Sir Peter Blake († 2001 bei einem Piratenüberfall) die Jules Vernes Trophy für die schnellste Weltumrundung unter Segeln gewann! An der Seite von Blake, dessen Leben hier auch irgendwann noch einmal ausführlich Erwähnung findet, segelte Knox-Johnston in 74 Tagen 22 Stunden und 17 Minuten zum damaligen Rekord. Zum Vergleich: der aktuelle Rekord von Franck Cammas Groupama 3 liegt bei 48 Tagen 7 Stunden und 44 Minuten.
Neben vielen anderen Ehrungen wie Yachtsmann of XXXX oder Sailor of XXXX war er der erste Segler, der 2008 in die ISAF Hall of Fame aufgenommen wurde. Also ein gutes Jahr nachdem er beim „Velux 5 Oceans“ seine bis dato letzte Weltumsegelungsregatta bestritten und auf Platz 4 beendet hat! Nicht beendet, also in der Liste hinter Sir Robin, waren bei dieser Regatta so „unbekannte“ Segler wie Alex Thomson (Hugo Boss) und Mike Golding (Ecover)!
Wir ziehen unseren Hut vor dieser Lebensleistung! Ich für meinen Teil würde mit „Sir Robin“ zu gern einmal segeln gehen oder auch nur ein Bier trinken, denn ich glaube, der Mann kann Geschichten erzählen, die mehrere Yachtblogs füllen würden!
Mike Horn ist ein Extremsportler, ein Abenteurer, ein Typ, der das macht, was wir eigentlich auch gerne den ganzen Tag machen würden – uns aber nicht trauen! Dieses “nicht trauen”, ist begründet und berechtigt, denn die Anzahl benötigter Weltretter ist begrenzt – also weiter arbeiten und am Wochenende segeln gehen!
Der in Südafrika geborene Wahlschweizer, war früher Soldat, ist dann den Amazonas entlang geschwommen, hat ohne motorisierte Hilfsmittel den Äquator umrundet, ist den Nordpolarkreis allein entlang gewandert und war im Winter (Polarnacht) am Pol! Seit 2008 ist er nun mit der “Pangaea” unterwegs um Kinder für den Umweltschutz zu sensibilisieren. Quasi Lüchtis großes Vorbild! =)
Bei dem Schiff handelt es sich um eine 35 m Alu-Ketsch, die mit diversem Forschungsequipment, Windgeneratoren, Mercedes Benz Blue Tec Maschinen und einer ganzen Menge Solar Panels ausgestattet ist. Wenn ich das richtig verstehe, gibt es auch ein Netz, ähnlich dem eines Fischtrawlers, um Kunststoffflaschen aus den Ozeanen zu fischen.
Das interessanteste an diesem Schiff ist aber sicherlich seine Entstehungsgeschichte! Sein damaliges Budget von etwa 3 Millionen Euro, ist betrachtet auf die Schiffsgröße und die Ausstattung natürlich sehr knapp. Der eng gesteckte Zeitplan von 12 Monaten für den Bau, machte das Projekt für etablierte Werften natürlich auch nicht interessanter! Also errichtete Mike Horn kurzerhand eine provisorische Werft in einem Slum in Sao Paulo (Brasilien) und ließ die Yacht von mehr oder weniger ungelernten Schiffbauern zusammen braten! Nach eigener Aussage, hat das Projekt in dieser Zeit etwa 200 Familien ernährt! Allerdings bewerte ich diese Aussage nicht unbedingt als humanitäre Meisterleistung, denn die Kinder die in Indien unter menschenunwürdigen Bedingungen T-Shirts und Fußbälle zusammen nähen, ernähren sich schließlich auch davon und keiner der westlichen Konzerne darf sich dafür auf die Schulter klopfen!
Herr Horn hat angekündigt, sollte er für die Yacht nach dem Ende der 4-jährigen Reise keine neue Bestimmung finden, möchte er die Pangaea komplett recyclen! Ja nee ist klar! 35 m Alu-Ketsch mit Eisklasse und einem Neupreis von ca. 3 Millionen Euro – wird bestimmt total schwer, dafür einen neuen Eigner zu finden!
Der Film berichtet von der Fehmarn Rund Regatta im Rahmen der Flens Super Sail Tour! Passend zum Thema, präsentiere ich euch auch noch den Regattabericht von der deutschen Antwort auf Loick Peyron, unser “Mr. Multithull” und amtierender Tornado Weltmeister Roland Gäbler (P.S. Nahid Gäbler sei hier natürlich als amtierende Weltmeisterin ebenfalls erwähnt)!
Exakt 4 Stunden, 49 Minuten und 52 Sekunden haben wir gebraucht um die Insel Fehmarn zu umrunden. Der Start erfolgte bei sehr leichten Winden vor Heiligenhafen und herrlichem Sonnenschein. Bis zur ersten Wendemarke lieferten wir uns spannende Duelle mit einem A-Cat und einem Nacra Inter 20. Doch als wir den Gennacker nach 10 Seemeilen auf unserem Tornado setzen konnten, zogen wir Meter und Meter davon und bauten unseren Vorsprung kontinuierlich mit den zunehmenden Wind aus.
Speziell auf der östlichen Seite von Fehmarn auf dem Weg zurück konnten wir unseren Tornado optimal im flachen Wasser ausfahren. Kurz vor der Fehmarn Sund Brücke frischte der Wind erneut auf und bevorteilte uns auf dem Kreuzkurs, so dass wir deutlich vor den restlichen 70 Multihulls aus 5 Nationen im Ziel einliefen.
Auf Platz 2. kam der ultraleichte 20-Fuss Spezialbau „Exploder 20“ aus Polen mit Lojciech Kalishi/Yerzy Bialek an Bord. Diese hatten sich im Laufe des Rennens konstant nach vorne gesegelt und kamen uns immer näher mit Ihrem neuen Design. Trotzdem reichte es nicht ganz uns zu schlagen. Sie ersegelten die Zeit von 05:01:20. Auf Platz 3. folgte ein Nacra Inter 20 mit dem Team Jan Kreye/Henning Wollschläger mit der Zeit 05:21:06.
Für uns war es die erste Teilnahme an diesem legendären Rennen. Und es war ein besonderes Erlebnis mit all diesen unterschiedlichen Booten ein Rennen zu segeln. Dass wir auch nach berechneter Zeit gewonnen hatten, zeigt uns dass wir auch solche Langstrecken Regatten mit einem Tornado gewinnen konnten. Dabei überholten wir auch alle Einrumpf-Yachten und alle Offshore Multihulls, die eine Stunde vor uns gestartet waren.
Nach dem Gewinn des Blauen Bandes vom Balaton mit einem M2 Katamaran Anfang Juli in Ungarn, folgte nun der Gewinn des zweiten Blauen Bandes in diesem Jahr. Und das mit einem Tornado auf Deutschen Gewässern.
Nach der Tornado WM auf der Lübecker Bucht und den spektakulären Speedsailing Rennen in der Trave Segel Arena war es mal schön eine ganz andere Art von Rennen mit einem Tornado zu segeln.
Fehmarn Rund und der Startort Heiligenhafen zeigte sich von seiner besten Seite. Es hat echt Spaß gemacht um diese schöne Ostsee Insel zu segeln. Es war ein Abenteuer der besonderen Art.
Nächstes Wochenende segeln wir die Mövenstein Regatta vor dem Strand von Travemünde. Und dann folgt der Deutsche Event in der Extreme40 Klasse vor Kiel vom 26.-29. August.
Seit Gestern segeln die schnellen Extreme 40 Katamarane im Solent bei der Cowes Week 2010. Nach einer Kollision zwischen Yann Guichard’s Groupe Edmond de Rothschild und Franck Cammas’ Groupama 40, verlor letzterer sein Ruder und rauschte mit hoher Geschwindigkeit auf die Küstenbefestigung zu. Die Crew konnte sich nur noch durch einen beherzten Sprung ins Wasser retten. Es sieht nach einer arbeitsreichen Nacht für die Groupama Jungs aus! Wir wünschen ihnen, dass Sie alles wieder repariert bekommen, um morgen wieder an den Start gehen zu können.
Wir haben euch hier ja in den letzten Tagen regelmäßig die Bilder vom Med Cup Barcelona gezeigt – für alle Hardcore-Schümi-Fans und Lesefaulen gibt es hier noch einen kleinen Videobericht!
die förmliche Anrede lässt schon darauf schließen, dass es heute etwas besonders gibt und in der Tat freue ich mich euch diesen grandiosen Film präsentieren zu dürfen. Henrik Masekowitz hat 2007 erfolgreich das Mini-Transat beendet! Eine großartige Leistung!
Ich möchte euch diesen Film ganz besonders empfehlen, denn er ist definitiv nicht wie jedes x-beliebige Segelvideo! “Klein, breit und bunt” lebt von seinem Hauptdarsteller! Wenn Henrik nur zur hälfte so ist wie im Video, ist er definitiv ein Typ mit dem man gerne mal ein Bier trinken würde! Der Film liefert in erster Linie Emotionen und erzählt eine interessante Geschichte. So wird schon diese Stunde Film für jeden Zuschauer zum persönlichen Transat-Erlebniss!