Ich muss ja ehrlich zugeben, dass ich die Route du Rhum nicht wirklich verfolgt habe. Prinzipiell bin ich schon jemand der Offshore-Regatten verfolgt, auch welche die sonst kaum jemand interessieren, aber irgendwie ist das Ding so ein bisschen an mir vorbei gegangen. Auch die Tatsache, dass mit Jörg Riechers und Axel Strauß gleich 2 deutsche Teilnehmer dabei waren, hat daran nix geändert. Ich finde das aber auch gerade gar nicht schlimm, denn der Film fasst die Regatta hervorragend zusammen.
Nach genau 18 Tagen, 15 Stunden, 1 Minute und 32 Sekunden hat der Hamburger Jörg Riechers das Rennen in der Class40 auf Rang 6 beendet. Wir gratulieren zu dieser Leistung. Auf seinem Blog kommentierte er das Rennen wie folgt:
“Als erstes muss ich Thomas* zu seiner grandiosen Leistung gratulieren. Er hat absolut verdient gewonnen. Aber auch Nicolas**, Yvan und Sam haben ein tolles Rennen gezeigt, vor allem das Finish um den dritten Platz war sooo spannnend. Mittlerweile habe ich mich mit meinem sechsten Platz versöhnt. Ja, bin jetzt doch stolz auf meine Leistung. Hätte mir vor der Regatta jemand gesagt, Jörg, Du wirst Sechster, hätte ich es ihm bestimmt nicht geglaubt.”
( *Thomas Ruyant **Nicolas Troussel, Yvan Noblet und Samuel Manuard )
Der 2. deutsche Teilnehmer, der Darmstädter[rss-cut] Axel Strauß, beendete das Rennen auf Rang 13 von 44 – dafür zollen wir ihm nicht weniger Respekt als Herrn Riechers – Herzlichen Glückwunsch! Axel Strauß hat sich in den letzten Stunden vor der Zieleinfahrt noch ein Rennen um Meter und Minuten mit Marc Lepesqueux geliefert und das nach einer Atlantiküberquerung. Class 40 fetzt! Den Bericht dazu findet ihr hier.
Ich hatte im Vorfeld ja bereits meinen Messebesuch in Hamburg angekündigt. Aus gesundheitlichen Gründen musste ich diesen aber leider vorzeitig abbrechen. Ganz besonders bitter war dabei für mich, dass ich auch auf die Fabrik-Party und den Dimension Polyant Nightcup verzichten musste. Bis auf die im Vorfeld vereinbarten Termine, habe ich also nicht viel von der Messe gesehen. Als Ersatz zeige ich euch einen Messerundgang mit Bastian Hauck. Bastian Hauck ist der Autor von “Raus ins Blaue”. In dem Buch berichtet er über seine Reise auf einem Folkeboot nach St. Petersburg.
(Wenn ihr das Bild anklickt findet ihr das Buch bei Amazon)
Das ist doch mal wieder ein schöner Film zum Sonntag! Johannes Erdmann, der nicht der Sohn von Wilfried E. ist, hat sich nach dem Abitur aufgemacht, um mit einer 36 Jahre alten Fellowship 27 über den Atlantik zu segeln. Der Trip hat ihm in der deutschen Segelszene sehr viel Respekt eingebracht. Ich freue mich euch nach “Klein, breit und bunt” auch diesen Segelfilm vollständig präsentieren zu können.
Wie bereits im „2 Jahre Yachtblick.de“ Artikel erwähnt, war ich mit Carsten von segelreporter.com und Jochen von segel-filme.de in Greifswald, um die beiden Varianta-Modelle dem vielleicht einzigen unabhängigen Test in der deutschen Medienlandschaft zu unterziehen. Wer Yachtblick schon länger kennt, weiß, dass die Hanse Gruppe hier in der Vergangenheit nicht immer gut weg gekommen ist. Es ist anzunehmen, dass man mich nur auf den Hof gelassen hat, weil ich mit den beiden anderen da war und man mich nicht direkt einzuordnen wusste.
Wenn die 18er mir noch Raum für konstruktive Kritik lässt (Artikel folgt), so fühlt sich die große 44er an wie ein erhörtes Gebet! Am Steg umweht das Schiff eine kraftvolle Aura, die hohe Seitenlinie hat etwas Gewaltiges. Das Cockpit aufgeräumt, das Deck clean und ohne überflüssigen Firlefanz! Wo sich sonst bei Yachten dieser Größenordnung das Vorsegel als Wurst um die Rollfockanlage wickelt, präsentiert die Varianta blanken Stahl - Stagreiter – geil – Männersegeln! Über Rollgroßanlagen brauchen wir gar nicht erst diskutieren und so praktisch Lazy-Jacks auch sein mögen, ohne sieht eine Yacht einfach schicker aus. Ok – Vorsegel zusammenlegen und Großsegel auftuchen nerven schon – aber gelernt ist auch gelernt und allerspätestens hier trennt sich dann die Seglerspreu vom Weizen.
Ich möchte das Konzept mal großspurig als „reduce to the max“ bezeichnen, denn das Interieur der Varianta kommt ebenso clean wie das Deck. Das Design von Ikea, die Ausführung vom Tischlermeister um die Ecke – so könnte man es ungefähr beschreiben. Die letzten Kleingeister möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass Ikea hier nicht negativ zu besetzen ist!
Die Varianta 44 ist ein Schiff, das bei einem kleinen Blogger große Gefühle ausgelöst hat! Ich glaub ich bin verliebt! Ich habe jetzt schon Angst davor, irgendwann eine gebrauchte Varianta zu betreten und einen an die Wand geschraubten Messinghaken vorzufinden oder schlimmer noch klassische Chronometer und Holzintarsien … würg!
Wie sie sich segelt? Ein gefühlt leichtes Schiff mit recht viel Segelfläche, die sich gut reffen lässt. Dank des blanken Vorstags könnte das Sturmsegel hier mal wieder ein Revival erleben. Das große Steuerrad gibt erstaunlich gute Rückmeldung und unterstreicht den sportlichen Anspruch. Vielleicht habe ich den besagten sportlichen Anspruch auch nur empfunden, aber dass jeder Segler in der Varianta das sehen kann was er will, ist sicher auch Teil des Konzeptes.
P.S. Ich habe es, anders als das ein oder andere gedruckte Magazin, nicht nötig hier rum zu schleimen. Nachdem die Hanse-Jungs (und Katja) mitbekommen haben dass ich der Blogger aus Rostock bin, der für Artikel wie „Pupsi die Innenraumbelüftung“ oder „Nicht mal eine Hüpfburg“ verantwortlich ist, war man erstaunlich wenig nachtragend.
In den zwei Dreh- und Testtagen habe ich so einiges an Hanse-Crew kennen gelernt – alle durchweg nett und entspannt – das hat wirklich Spaß gemacht in HGW. Am Ende hatte ich sogar so etwas wie einen hausinternen Spitznamen.
Carsten Kemmling war kurz bevor er mit uns zum Testen in Greifswald war (Bericht folgt), als Taktiker der Trivia beim Baresso Coffee Meter Cup in Kopenhagen unterwegs. Da 12er natürlich wunderschöne und telegene Boote sind, war es quasi Pflicht eine Kamera mitzunehmen.
Da ist er! Der Film zur “Opti-Offshore-Challenge”! Auch wenn das Jahr noch nicht ganz vorbei ist, gehe ich davon aus, dass das mein Lieblingsfilm 2010 sein wird! Ich danke Jochen für den Schnitt, der Film ist toll geworden! Die letzten Bilder dieser Aktion möchte ich euch natürlich auch nicht vorenthalten! Die Windhose auf den Bildern lässt die Kritiker sicherlich verstummen! =)
Ich möchte an dieser Stelle noch einmal der Crew danken! Es war ein super lustiges Wochenende und ich freue mich auf das nächste Jahr!
Anfang August fand der “1851 Cup” statt, eine Art Freundschaftsspiel zwischen BMW Oracle und dem Britischen Team Origin. Zwei der jüngsten und talentiertesten Skipper im Segelsport – Jimmy Spithill und Ben Ainslie – trafen bei dieser Regatta aufeinander. Gesegelt wurde auf IACC Yachten, den guten alten Bleitransportern, vor historischer Kulisse. Im Verlauf der fünftägigen Regatta standen sich die beiden Crews an insgesamt vier Tagen beim Match Racing auf dem Solent gegenüber. Am Donnerstag trugen sie ein Rennen rund um die Isle of Wight aus und ließen so das berühmte Rennen von 1851 wieder aufleben, das die Wiege des America’s Cup darstellt.
BMW Oracle konnte zwar das Rennen rund um die Isle of Wight gewinnen, beim Match Race auf dem Solent war das US-Syndikat den Briten aber deutlich unterlegen. BMW Oracle hat ja in mehreren Jahren Louis Vuitton Trophy bereits bewiesen, dass sie die IACC Yachten nicht sonderlich mögen!
Was die Medienarbeit angeht, haben die Briten eines der besten Segelteams der Welt, was sie mit dieser Doku ein weiteres mal unter Beweis stellen.
Ich habe vor kurzem das Buch “Die Zunge Europas” von Heinz Strunk gelesen! Das Buch ist ganz nett, die Geschichte plätschert so vor sich hin, gekauft habe ich es aufgrund des einen Satzes auf der Rückseite: “Mein größter und in Wirklichkeit einziger Wunsch: Mit nacktem Oberkörper Holz hacken ohne dass es Scheiße aussieht!” Back to the Roots! Man studiert, ist fleißig, plant eine Karriere als Schiffbauer im Yachtbereich … aber eigentlich will ich nur eine kleine Holzbootwerft haben in der ich kleine schicke Schiffe zusammen bauen kann! Knietief in Holzspänen stehen und Farbe an den Händen haben – studieren um Handwerker zu werden – ist zugegeben nicht der klassische Weg. Heute und morgen wäre mir das auch noch zu langweilig, deshalb gehört dieser Gedanke in die Schublade: “Wenn ich mal alt bin”!
Das war ein kurzer Exkurs in meine Traumwelten und was ich euch damit eigentlich nur sagen will ist, dass ich eine Reportage über einen Bootsbauer vom Darß gefunden habe! Viel Spaß! =)
Die Jungs von segel-filme.de haben ein neues Projekt in Arbeit, mit dem Titel “Zum Goldenen Anker – die virtuelle Hafenkneipe”! Das ganze ist eine Art soziales Netzwerk für Segler, das vor allem in Sachen Video- und Bildverarbeitung weitreichende technische Möglichkeiten bietet. Ihr könnt hier zum Beispiel eure eigenen Filme hochladen und diese dann wieder als “Channel” auf euren Webseiten einbinden!
Um das ganze für den Anfang ein wenig interessanter zu gestalten, haben die Jungs keine Kosten und Mühen gescheut und verschenken drei Panasonic HD-Camcorder. Die Ausschreibung des Wettbewerbs lässt sehr viel Raum für Kreativität und stellt keinen großen Anspruch an eure Fähigkeiten als Kameramann.
Der Text:
Wir suchen den Segelfilm 2010!
Gewinnt einen von 3 Panasonic Camcordern!
Wie ? Ganz einfach. Ladet eure Filme, egal ob Handy Video, Törnfilm oder Regattavideo hier in ZumGoldenenAnker.net hoch. Zum Ende der Segelsaison 2010 werden dann mit eurer Hilfe die 3 besten Filme prämiert. Technische Fragen werden übrigens in unserer FAQ Sektion beantwortet. Solltet ihr dort keine Antwort finden, dann einfach eine eMail an kontakt@segel-filme.de. Wir freuen uns auf eure Filme
Von uns gibt es für diese Aktion einen dicken Daumen und unser Film vom Absegeln 2009 ist auch schon hochgeladen – allerdings dürfen wir als “Insider” des Segelnetzwerk wohl nicht teilnehmen =(