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Segelbilder

Container on the Rocks! Grounding beim Maxi Yacht Rolex Cup!

Die Trophäenjagd bei der Mini Maxi Rolex Weltmeisterschaft vor dem italienischen Porto Cervo hat für die „Container“ ein abruptes Ende genommen. Die von Harm Müller-Spreer (Hamburg) gechartete 20-Meter-Yacht lief am vorletzten Regattatag (Freitag, 10. September) auf einen Felsen auf und musste in die Werft. In zwei weiteren Wertungsgruppen des Maxi Yacht Rolex Cup liegen norddeutsche Segelyachten dagegen aussichtsreich im Rennen. Mit einem Tagessieg und einem vierten Platz darf die Crew der „Y3K“ von Claus-Peter Offen (Norddeutscher Regatta Verein) den Schampus für einen Erfolg bei den Wally-Yachten schon kalt stellen, und die „Visione“ von Hasso Plattner (Kieler Yacht-Club) liegt bei den Super-Maxis punktgleich mit der führenden „Hetairos“ (Cayman-Islands) auf Rang zwei.

Gedrückte Stimmung herrschte bei der „Container“-Crew, nachdem sie nach der Havarie immerhin aus eigener Kraft wieder den Hafen erreicht hatte. „In unserer GPS-Karte war an der Stelle kein Felsen eingezeichnet“, berichtete der verärgerte Skipper Harm Müller-Spreer, der miterleben musste, wie die Yacht bei leichten Winden und neun bis zehn Knoten Geschwindigkeit auf den Felsen auflief und ausgebremst wurde. „Fast 20 Minuten saßen wir fest, erst dann haben wir entschieden, den Kiel hochzukurbeln“, erzählte Crew-Mitglied Dirk Neumann. „Wir hatten befürchtet, dass die Finne verbogen ist und wir uns beim Aufholen des Kiels die Struktur beschädigen würde. Das war zum Glück nicht der Fall“, sagte Neumann. Weitere Schäden an der Yacht und Verletzungen der Crewmitglieder gab es nicht. Gleichwohl wurde die Yacht nach Olbia in die Werft gebracht und wird am Sonnabend, 11. September auch nicht mehr an den weiteren Wettfahrten teilnehmen können. An der Spitze der WM-Wertung liegt souverän die britische „Alegre“ von Andy Soriano.

Ganz anders war die Stimmungslage bei der „Y3K“-Crew. Taktiker Thomas Jungblut konnte nach der Ankunft im mondänen Hafen von Porto Cervo ein entspanntes Pläuschchen vor dem Medienzelt halten. „Das erste Rennen heute war vom Start an perfekt“, freute sich der Hamburger über den ersten Tagessieg in der Serie. Im Anschluss verfiel die „Y3K“ aber wieder in die Schwächen der ersten Tage, legte erneut einen Frühstart hin. „Danach hatten wir auch noch eine Berührung, mussten zusätzlich einen Kringel fahren und dem Feld hinterher jagen“, berichtete Jungblut von der Aufholjagd, die auf Platz vier endete. „In der Mannschaft ist ein unglaublicher Spirit. Gerade wenn Fehler passieren, können die Jungs richtig beißen. Wir haben vorher nicht damit gerechnet, so gut dabei zu sein. Aber in den drei Tagen Training vor der Regatta haben wir das Bootshandling sehr gut hinbekommen. Wenn wir jetzt noch die Fehlerquote reduzieren, wäre es topp.“ Aber auch so dominiert die Mannschaft der 30,50 Meter langen Yacht aus Hamburg das Geschehen in der Wally-Division. Lediglich die direkte Verfolgerin, die britische „Magic Carpet²“ von Lindsay Owen Jones, könnte der „Y3K“ noch den Gesamtsieg streitig machen, müsste dazu das letzte Rennen am Sonnabend aber unbedingt gewinnen.

Ein extrem spannendes Finale verspricht das Abschlussrennen der Super-Maxis am Sonnabend. Nach dem Tagessieg ist die „Hetairos“ in der Gesamtwertung bei Punktgleichheit an der „Visione“ von Hasso Plattner (Kiel) vorbeigezogen. „Wir müssen der ,Hetairos’ einfach zu viel vergüten. Dagegen können wir bei den schwachen Winden kaum ansegeln. Aber zum Abschluss ist noch einmal alles möglich“, berichtete Walter Meyer-Kothe von der „Visione“, der sich an dem Privatduell mit der Hamburger „Saudade“ von Albert Büll begeistern konnte. „Das war ein tolles Rennen mit wechselnden Führungen, am Ende lag die ,Saudade’ zwar knapp vor uns, nach berechneter Zeit hatten wir aber einen denkbar knappen Vorsprung von drei Sekunden.“

An Bord der „Saudade“ war man trotz dieser Niederlage sehr zufrieden. Nachdem die Crew das 45-Meter-Schiff im schweren Wetter der ersten Tage noch nicht wie gewünscht in Fahrt gebracht hatte, lief das Zusammenspiel der 24 Crewmitglieder bei den schwächeren Winden sehr gut, so dass man der Konkurrenz Paroli bieten konnte. In der gemeinsamen Wertung mit den J-Class-Yachten müssen die Super-Maxis allerdings den J-Yachten den Vortritt lassen. Hier führt weiterhin die „Ranger“ unter der Flagge der Cayman Islands vor der „Velsheda“ (Großbritannien).

Der Maxi Yacht Rolex Cup 2010 geht am Sonnabend (11. September) zu Ende. Wie am Freitag sind erneut schwächere und drehende Winde vorhergesagt.

Varianta 44 gesichtet! Bilder!

Kurz bevor ich gestern Abend aufgebrochen bin, um die Hanse Sail 2010 der jährlichen Bierpreiskontrolle zu unterziehen, rief mein Kumpel Rico an und erzählte mir, dass sein Vater Bilder von einer “Varianta 44″ gemacht hat. Rico aka “Kühli” hat hier auch schon einen Artikel veröffentlicht. Ich danke seinem Vater Olaf Kühlewind für die Bilder! Segler mit dem Nachnamen “Kühlewind” – mehr geht nicht!

Das durchaus sportliche Schiff wurde in den letzten Tagen in Stralsund gesichtet,also unweit von Greifswald, der Firmenzentrale von Hanse Yachts. Wie bekannt sein dürfte, gehört Dehler seit einiger Zeit zum Hanse Konzern.

Yacht.de erfuhr auf Anfrage in Greifswald, dass die Werft das Boot als Technologieträger und Ideenfinder einsetzt. Ob die Yacht so auf den Markt kommt und ob es dann wirklich eine Varianta sein wird, steht also angeblich noch nicht ganz fest, so die offiziellen Informationen. Allerdings glaube ich nicht, dass man die Yacht dick als “Varianta 44″ brandet, um sie dann als Dehler oder Hanse zu verkaufen.

Die “branchenfernen”-Medien werden ja nicht müde den Preis von Megayachten mit 1 Million pro laufenden Meter abzuschätzen – was gelinde gesagt Unsinn und überholt ist. Dennoch möchte ich diesen Gedanken einmal aufgreifen und nachrechnen. Die Varianta 18 ist, wie der Namen schon sagt, 18 Fuß lang und kostet etwa 10.000 €. Die Varianta 44 müsste dieser Logik folgend also 24.444,44 € kosten! Das Video verrät euch, dass “Schmiddel” ein 68iger war – wenn er die Yachtwelt jetzt mit einer schnellen 44 Fuß Yacht  für knappe 25.ooo € beglückt, dann werde ich doch noch ein Fan von Hanse Yachts! ;-)


Artemis gewinnt, Audi A1 hat Rote Laterne an Bord!

Mit einem Rennen am letzten Tag der Camper Regatta Camper – Conde de Godeo Trophy in Barcelona segelte Artemis (SWE) weiter auf der Erfolgsspur. In einem spannenden Finish konnte das schwedische Team nach der letzten Wende von siebter Position kommend  auf Platz 2 das Rennen beenden. Nach einer durchweg guten Leistung in Barcelona hat Artemis mit zwei Punkten Vorsprung vor Emirates New Zealand (NZL) die Regatta der TP52 Serie gewonnen.

Für Audi A1 powerded by ALL4ONE endete die Woche in Barcelona mit einem letzten Platz. Das deutsch-französische Team schien nie so richtig in die Regatta gekommen zu sein. Jochen Schümann, Skipper: „Im letzten Rennen hatten wir nicht mehr Glück als den Rest der Woche. Wir hatten hier so viel Pech mit gebrochenem Großsegel, drei geplatzte Spinnaker und auch sonst sind wir mit dem Wind nicht so gut umgegangen. Wir sind in Cascais Zweiter und in Marseille Dritter geworden und wir hatten uns vorgenommen aufs Podium oder zumindest in die Nähe zu kommen. Aber am Beispiel Artemis sieht man, dass das nichts zu bedeuten hat. In Marseille sind sie Letzter geworden und haben hier in Barcelona die Regatta gewonnen. Da sieht man wie eng die Boote beieinander liegen. Jeder kann hier ein einzelnes Rennen oder auch ein Event gewinnen.” Bei der nächsten Regatta in Cartagena will Audi A1 powered by ALL4ONE wieder zur alten Leistung zurückkehren.

Regatta Camper – Conde de Gody Trophy in Barcelona:

1. ARTEMIS – 33 Punkte
2. EMIRATES TEAM NEW ZEALAND – 35 Punkte
3. QUANTUM RACING – 44 Punkte
4. BRIBON – 58 Punkte
5. CRISTABELLA – 62 Punkte
6. TEAMORIGIN 1851 – 63 Punkte
7. MATADOR – 67 Punkte
8. BIGAMIST 7 – 70 Punkte
9. LUNA ROSSA – 73 Punkte
10. SYNERGY – 73 Punkte
11. AUDI A1 POWERED BY ALL4ONE – 84 Punkte

Die nächste Termine:

Caja Mediterráneo Region of Murcia Trophy
Cartagena (Spain), August 24-29

Region of Sardinia Trophy
Cagliari (Sardinia, Italy), September 20-25

Artemis in Führung beim Med Cup Barcelona!

Keine gute Woche für Audi 1 powered by ALL4ONE in Barcelona. Im ersten Rennen startete das deutsch-französische Team von der letzten Position, da sie zuvor zu früh die Startlinie überquerten. So mussten sie zurückkommen und am Ende des Fleets mit Quantum Racing sowie TeamOrigin erneut starten. Auch wenn Audi A1 powered by ALL4ONE den Rückstand aufholen konnten und zwischenzeitlich auf Platz 7 lagen, so haben sie die gutgemachten Plätze dennoch wieder verloren und belgeten am Ende den 11. Platz. Das zweite Rennen stand ebenfalls unter keinem guten Stern. Zwischenzeitlich auf einen guten 4. Platz gesegelt, ist während eines Manövers der Spinnaker gerissen. Somit hat die Crew um Jochen Schümann als letztes Team die Ziellinie überquert. Im dritten und letzten Rennen des Tages belegte Audi A1 powered by ALL4ONE den 9. Platz.

Für Artemis lief es dagegen wesentlich besser. Mit zwei Siegen sowie einem 5. Platz konnte das schwedische Team nach neun Rennen in Barcelona die Führung bei der Regatta Camper – Trofeo Conde de Godó übernehmen. Mit einem Punkt führen sie jetzt vor Emirates Team New Zealand (NZL) und mit sieben Punkten vor Quantum Racing (USA).

1. Artemis – 31 Punkte
2. Emirates Team New Zealand – 32 Punkte
3. Quantum Racing – 38 Punkte
4. Cristabella – 54 Punkte
5. TeamOrigin 1851 – 54 Punkte
6. Bribon – 57 Punkte
7. Synergy – 61 Punkte
8. Matador – 63 Punkte
9. Bigamist – 63 Punkte
10. Luna Rossa – 68 Punkte
11. Audi A1 powered by ALL4ONE – 74 Punkte

Gelungener Trainigsauftakt für Schümi beim MedCup Barcelona!

Der Audi MedCup, eine der weltweit populärsten Segelregatten, macht Station in Barcelona. Wie zu erwarten gab es am heutigen Trainingstag in der am Mittelmeer gelegenen Hauptstadt Kataloniens nur leichte Winde mit nicht mehr als 10-11 Knoten.

Audi A1 powered by ALL4ONE kann mit ihren Trainingsauftakt zufrieden sein. Das deutsch-französische Team belegte nach dem TeamOrigin und Emirates Team New Zealand den 3. Platz des Trainingsrennen. Die Crew rund um Jochen Schümann und Stephan Kandler ist für die anstehenden fünf Wettkampftage gut vorbereitet. „Für die nächsten Tage erwarten wir momentan eine Leichtwindwoche mit vielen Drehern und vielen Windwechseln”, so Skipper und sportlicher Direktor Jochen Schümann. „Heute war ein guter Tag für uns. Wir haben den 3. Patz im Training Race belegt und haben vom Start weg gute Leistungen geboten. Für die kommenden Rennen bin ich guten Mutes und hoffe, dass wir unseren bisherigen 2. Platz weiter verteidigen können. Das wäre natürlich perfekt!”

Von Mittwoch, 21. Juli bis Sonntag, 25. Juli 2010 finden die Wettkampftage zur Camper Regatta – Conde de Godó Trophy in Barcelona statt. Täglich werden die Rennen live bei uns übertragen.

Die Platzierungen nach den ersten zwei Regatten des Audi MedCups in Cascais und Marseille:

1. EMIRATES TEAM NEW ZEALAND
2. AUDI A1 POWERED BY ALL4ONE
3. QUANTUM RACING
4. MATADOR
5. TEAMORIGIN 1851
6. SYNERGY
7. CRISTABELLA
8. ARTEMIS
9. LUNA ROSSA
10. BRIBON
11. BIGAMIST 7

Wind – es gibt ihn doch!

Aktuell findet vor Den Haag die Weltmeisterschaft der 470er statt. Neben unkonventionellen Startzeiten (19 Uhr) hatten die Herren und Damen der 470er Szene gestern vor allem eines – Wind! Glaubt man dem offiziellen Videobericht, lagen gute 30 kn an! Sehr empfehlenswert sind zu dieser Regatta auch die “neuen Klassenregeln”, welche die deutsche Teilnehmerin Kathrin Kadelbach, in ihrem groll auf der Facebook-Fanseite von segelreporter.com hinterlassen hat!

Auszug: “1. Es wird nur dort gesegelt, wo es kalt ist, auch wenn in Europa die Hitzewelle tobt. [...] 3. Ab 30 Knoten werden die Damen vor den Männern & vor der Wettfahrtleitung rausgeschickt.

Ganz ähnliche Bedingungen waren auch bei der “Cork Week 2010″ zu finden – allerdings sind die Boot da etwas größer.

Bilder vom Westward Cup … es geht nur um die Bilder!

Man muss ja jetzt nicht über jede Dorf-Regatta vom anderen Ende der Welt schreiben! Wenn das andere Ende der Welt aber Cowes auf der Isle of Wright ist und damit eine der Geburtsstätten des Segelsports und wenn dann noch der altehrwürdige Royal Yacht Squadron eingeladen hat, dann kann man sich zumindest die Bilder ansehen, auch wenn man die Segler nicht kennt.

Namensgeber für diese Veranstaltung ist der Segelschoner “Westward”, gezeichnet vom erfolgreichsten Cup-Konstrukteur aller Zeiten. Nathanael Herreshoff hat zwischen 1893 und 1920 insgesamt 5 siegreiche Cupper gezeichnet (6 Siege)!

Besagter Schoner hätte in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiern können – wäre er nicht versenkt worden! Grund genug für den Eigner der “Eleonora”, dem Nachbau der “Westward”, eine Regatta für klassische Segelyachten zu initiieren.

So sehr mir die Vorstellung, dass diese Yachten aus einer Zeit stammen, als der Segelsport noch den gekrönten und privilegierten Häuptern vorbehalten war auch widerstrebt, so muss man eindeutig sagen, dass die Bilder, die auf solchen Regatten entstehen, die der Einheitsklassen um Längen übertreffen. Die schwarz-weiß Bilder zeigen die “Westward” im Jahre 1929 bei einer Regatta!

Ich danke den Jungs von Kos Pictures dafür, dass sie mir die Bilder überlassen haben.

Rund Bornholm 2010! “Glashäger” First Ship Home!

Gestern abend (DI 06.07.) um 20.55 Uhr kreuzte die Ocean Race Yacht “GLASHÄGER” (Illbruck) nach knapp 32 Stunden als erstes der 46 Teilnehmerboote der Traditionsregatta “Rund Bornholm 2010″ die Ziellinie in Warnemünde.

Zum Rekord fehlten einmal mehr fast 4 Stunden. “Allein 3 Stunden standen wir vor Darsser Ort in der Flaute. Sooo viel hat eigentlich gar nicht gefehlt…”, meinte ein glücklicher Skipper Matthias Huhn nach dem Zieldurchgang. “Wir haben hart gefightet und offensichtlich ging die kurzfristig geänderte Strategie, “falsch rum” (also gegen den Uhrzeiger) um Bornholm zu fahren voll auf. … Danke an mein Team – jetzt stoßen wir erstmal an … !”

Rund Bornholm bei gutem Wind gestartet – Warnemünder Woche!

Passend zum Start der Langstreckenregatta „Rund Bornholm“ am Montagmittag frischte der Wind auf und beflügelte die 46 Teilnehmer auf ihrem Kurs Richtung dänische Ferieninsel. Die olympische Bootsklasse 470er, die 420er sowie H-Boot und BIC Techno beendeten ihren diesjährigen Warnemünder Woche Auftritt. Im Laser Europa Cup bleibt es spannend bis zum letzten Tag: Punktgleich in Führung liegt der Deutsche Malte Kamrath mit dem Dänen Michael Hansen. Heute fällt hier die Entscheidung.

„Der Wind nimmt zu und wir erwarten die ersten Yachten Mittwochmorgen zurück in Warnemünde – die kleineren Schiffe werden im Laufe des Tages und spätestens am Mittwochabend da sein“, erklärte Wettfahrtleiter Uwe Wenzel nach dem Start der Langstreckenregatta „Rund Bornholm“ am Montagmittag. Insgesamt starteten 46 Schiffe der Wertungsklassen ORC I, II und III zur 270 Seemeilen-Regatta. Erstes Schiff über der Linie und größtes am Start ist dabei der Volvo Ocean Racer „Glashäger“ mit einer Länge von 19,50 Meter. Zu den kleinsten teilnehmenden Schiffen gehört die „Hawesta“, eine Pogo mit gerade mal 6,50 Meter Länge. Gesteuert wird sie von Einhand-Segler Hanjo Thamm. „Der Start lief reibungslos, die Schiffe mussten klassisch gegen den Wind den Neuen Strom rauskreuzen“, resümierte Wenzel. Interessierte Offshorefans können die genauen Standorte einiger Yachten live über ein Trackingsystem im Internet verfolgen (www.tripcom.de)

Noch während für die „Rund Bornholmer“ das Startsignal ertönte, begannen die Laser-Segler emsig mit dem Fein-Tuning ihrer olympischen Sportgeräte. Im Kampf um den Europa Cup bleibt es dabei weiterhin spannend: der deutsche Spitzen-Segler Malte Kamrath liefert sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit seinem dänischen Kontrahenten Michael Hansen. Nach der fünften Wettfahrt liegt Kamrath punktgleich vor Hansen auf dem ersten Platz. Auch das Team um Wettfahrtleiter Egbert Swensson hatte alle Hände voll zu tun: 208 Laser radial und 4.7 wollten starten! Zu viele Winddreher und später einsetzende Flaute verhinderten jedoch überhaupt ein Rennen am dritten Tag des Laser Europa Cup. Vor den entscheidenden heutigen Wettfahrten führt bei den Frauen im olympischen Laser radial Dana Gur aus Israel dicht gefolgt von ihrer Landsfrau Oren Jacob.

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Rolex Baltic Week – Bilder und Ergebnisse!

Die Segel-Fotos wurden wieder von Nico Kraus geschossen!

Die Gewinner der Rolex Baltic Week 2010 heißen „Trivia“, „YQuem II“ und „Sleipnir II“. Bei traumhaften, mediterranen Segelbedingungen auf der Kieler Förde fiel die letzte Entscheidung am Sonntag (4. Juli) im letzten Rennen des Robbe & Berking 12mR Sterling Cups, den die „Trivia“ des Hamburgers Wilfried Beeck hauchdünn für sich entschied. Beim Euro Cup der Achter siegte Jean Fabre, Eigner der modernen 8mR-Yacht „YQuem II“ aus Genf/Schweiz. Und der Robbe & Berking 6mR Sterling Cup bleibt bei Andreas Krause von der „Sleipnir II“ in Kiel.

23 klassische Yachten, eine schöner als die andere, schmückten für fünf Tage den alten Olympiahafen Düsternbroock vor dem gastgebenden Kieler Yacht-Club. Und am letzten Wettfahrttag segelten alle drei Bootsklassen auf der Innenbahn mit einer Wendemarke direkt vor der Hafenmole, so dass die teils fast hundertjährigen Legenden einzigartiger Bootsbaukunst von Kiels Schokoladenseite, dem Hindenburgufer in Aktion zu bewundern waren. Und nicht nur die Boote und Kiel, sondern auch das Wetter präsentierte sich in Höchstform. Sonne, Wärme, Wind – Karibikfeeling im Norden. Da gerieten die Manöver auf den kraftvollen Yachten zur Schwerstarbeit. Denn besonders bei den Zwölfern galt es, im Kampf um die Spitze keinen Millimeter zu verschenken. Und bis zum letzten Zieldurchgang der neun Rennen war der Ausgang völlig offen.

Die „Anitra“ von Josef Martin (Flensburg), die „Sphinx“ der Flensburger Eignergemeinschaft Gorm Gondesen und Jochen Frank sowie die „Trivia“ lieferten sich mit der dänischen Crew von Patrick Howaldt aus Kopenhagen auf der „Vanity V“ einen tagelangen Vierkampf um den Sieg beim Robbe & Berking 12mR Sterling Cup. Nachdem die Dänen um den von Weltrennen erfahrenen Taktiker Stig Westergaard mit einem Doppelsieg am ersten Tag vorlegte, schlug das deutsche Trio in den folgenden Tagen zurück. „Vanity V“ musste mehrere dritte und sogar einen fünften Rang verkraften, lag vor dem Finaltag lediglich in Lauerposition hinter der „Trivia“, die sich mit Carsten Kemmling einen matchraceerfahrenen Taktiker an Bord geholt hatte.

Das erste Rennen des Sonntags trieb die Spannung dann auf die Spitze. „Vanity V“ gelang mit einem Tagessieg der Sprung zurück an die Spitze, „Trivia“ patzte mit Platz vier, und die „Sphinx“ schob sich mit einem zweiten Platz noch in die Position, in den Titelkampf eingreifen zu können, während sich die „Anitra“ aus dem Rennen um die Spitze verabschiedete. In Matchrace-Manier hatten sich die „Trivia“ und die „Vanity V“ zum Finalrennen auf den Kurs begeben, mit Vorteil für die deutsche Crew an der ersten Tonne. „Im Vergleich zur ,Vanity‘ sah das sehr gut aus, aber plötzlich wurden wir von der ,Anitra’ bedrängt und mussten unsere Taktik umstellen“, berichtete „Trivia“-Steuermann Beeck. Denn an der Spitze des Feldes hatte sich die „Sphinx“ abgesetzt, womit die „Trivia“ als Renndritte noch auf Gesamtrang zwei hätte zurückfallen können. „Wir mussten nun zweigleisig fahren: Die ,Anitra’ hinter uns bringen und aufpassen, dass die ,Vanity’ nicht durchrutscht. Das ist uns gut gelungen, und mit Platz zwei durften wir den Gesamtsieg feiern“, freute sich Beeck, der sich über die fünf Tage wie in der Südsee wähnte.

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