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Regatten

Halbzeit beim Maxi Yacht Rolex Cup!

Zur Halbzeit des Maxi Yacht Rolex Cup im italienischen Porto Cervo liegen in zwei von fünf Wertungsgruppen norddeutsche Segelyachten an der Spitze. Hasso Plattners „Visione“ vom Kieler Yacht-Club gewann am Mittwoch (8. September) das dritte Rennen der Super-Maxis dicht gefolgt von der „Hetairos“ mit Otto Happel, die auch in der Gesamtwertung Zweite ist. Der Hamburger Claus-Peter Offen verteidigte mit der „Y3K“ (Norddeutscher Regatta Verein) die Führung bei den Wally-Yachten erneut durch einen zweiten Rang, den dritten in Folge. Nur Harm Müller-Spreer (ebenfalls Hamburg) war mit Platz fünf seiner gecharterten „Container“, die auch Platz fünf im Zwischenklassement der Mini Maxi Rolex Weltmeisterschaft bedeutet, nicht zufrieden. Hier führt weiter die britische „Alegre“ von Andy Soriano.

Ausgelassene Stimmung herrschte abends auf der äußersten Pier in der mondänen Marina der sardischen Idylle Porto Cervo, wo die größten, schnellsten und schönsten Regattayachten der Welt für eine Woche festgemacht haben. Eingeladen hatte der Reeder und Hochseeenthusiast Claus-Peter Offen. Mit vielen gegnerischen, aber befreundeten Mannschaften feierte er zehn Jahre „Y3K“-Crew. Was im Jahr 2000 mit dem erfolgreichen Vorgängerboot „Y2K“ begann, hat bis heute 15 Segler als Stammcrew bei der Stange gehalten. „Wir segeln ambitioniert und hochmotiviert, aber nicht verbissen“, erklärt der Eigner und Steuermann, der auch Vorsitzender der Internationalen Maxi-Klassenvereinigung IMA ist, „und das macht allen offenbar anhaltend Spaß.“

Nicht zuletzt gibt der Erfolg ihm Recht. Im Vorjahr gewann die neue 30,50 Meter lange Wally 100 „Y3K“ den Maxi Yacht Rolex Cup und führt nun nach drei von fünf Rennen die Gesamtwertung wieder an. Drei Punkte zurück folgt die „Magic Carpet²“ von Lindsay Owen Jones aus Großbritannien. Zum ersten Tagessieg hatte es für die Deutschen zwar wieder nicht gereicht. Der gebührte der kleineren „Gibian“ aus Großbritannien berechnet mit 24 Sekunden Vorsprung. Doch es zählt ja bekanntlich, was unterm Strich herauskommt.

„Wir hatten erneut einen Frühstart und waren danach eingeklemmt, so dass wir erst mit einer Verspätung von drei Minuten und 45 Sekunden auf die Strecke gingen“, berichtete Taktiker Thomas Jungblut. Der Hamburger Segelmacher krönte die Aufholjagd mit einer idealen Vorsegelwahl im zweiten Teil des Rennens. Jungblut: „Damit sind wir nur so an den Konkurrenten vorbeigerauscht.“

Genau diese „Waffe“ fehlte der 20-Meter-Yacht „Container“, die auf der langen Startkreuz brilliert hatte und nach berechneter Zeit überraschend in Führung lag. „Danach fehlte uns für die frische Brise um 20 Knoten ein spezieller A0-Spinnaker, der bei einem Windeinfallswinkel von 110 bis 120 Grad unschlagbar ist“, erklärte Steuermann Harm Müller-Spreer, der die Mitbewerber praktisch ohne Gegenwehr vorbeiwinken musste. Den Tagessieg holte sich ausgerechnet die „Bellamente“ von Hap Fauth aus den USA, die dadurch die „Container“ um einen Punkt auch vom Gesamtrang vier verdrängte.

Strahlende Gesichter gab es dagegen an Bord der „Visione“. Als mit Abstand schnellstes Schiff der Division Super-Maxi auf dem Wasser zeigte Plattner mit seiner professionellen Crew, was ein sicheres Zusammenspiel von Bootshandling, Taktik und Trimm ausmacht, nachdem es nach dem Durchzug einer Gewitterfront erst mit dreistündiger Verzögerung auf die Regattabahn gegangen war. Dass die J-Class-Yacht „Ranger“ unter der Flagge der Cayman Islands, mit der es auch zusätzlich noch eine gemeinsame Wertungsgruppe gibt, berechnet trotzdem sogar dreieinhalb Minuten Vorsprung hatte, tat der herausragenden Leistung keinen Abbruch. Das gilt auch für die klassische, deutliche schwerere „Hetairos“, deren Potential Happel mit seiner Mannschaft ausschöpft. In der Gemeinschaftswertung mit den führenden J-Class-Yachten (Zweite ist die „Velsheda“/Großbritannien) ist die „Hetairos“ daher auch punktgleich mit der „Visione“ beste Verfolgerin.

Am Donnerstag (9. September) ist Ruhetag (Donnerstag) beim Maxi Yacht Rolex Cup. Er wird am Freitag fortgesetzt und geht am Sonnabend (11. September) zu Ende.

CPO’s “Y3K” in Führung beim Maxi Yacht Rolex Cup!

Trotz eines Frühstarts in der zweiten Wettfahrt hat die Hamburger Hochseesegelyacht „Y3K“ von Claus-Peter Offen heute (7. September) beim Maxi Yacht Rolex Cup in Porto Cervo die Gesamtführung in der Wally-Division übernommen. Der Titelverteidigerin reichte ein zweiter Rang hinter der „Magic Carpet²“ von Lindsay Owen Jones aus Großbritannien, die zwei Punkte zurück liegt. Die vom Hamburger Harm Müller-Spreer gecharterte „Container“ verbesserte sich bei der Mini Maxi Rolex-Weltmeisterschaft auf den vierten Rang. An der Spitze blieb die „Alegre“ (Andy Soriano/Großbritannien) ungefährdet.

Bei auffrischendem Wind bis Stärke fünf entfalteten die imposanten Maxi-Yachten vor der Smaragdküste Sardiniens ihr enormes Geschwindigkeitspotential. Für den 36 Seemeilen langen Kurs durch die Inselwelt brauchte die „Esimit Europa 2“, eine 30-Meter-Hightech-Rennziege von Igor Simcic aus Slowenien, als Schnellste nur zwei Stunden, 52 Minuten und 17 Sekunden. Nach drei Stunden und gut fünf Minuten folgte die 44,09 Meter lange „Visione“ von Hasso Plattner (Kieler Yacht-Club), die Albert Bülls noch 1,10 Meter längere „Saudade“ auf der letzten Kreuzstrecke überholte und rund drei Minuten abnahm.

„Wir sind gut gestartet und waren sehr schnell unterwegs“, berichtete der Hamburger Eigner und Steuermann Büll, „haben an der ersten Wendemarke geführt und auch lange Zeit danach noch.“ Doch SAP-Boss Plattner am Ruder seiner Baltic 147 holte Schlag und Schlag auf. „Jedes Rennen ist wie ein Matchrace zwischen uns“, so Büll, „das kennen wir schon und macht Spaß.“

In der Gesamtwertung lief beiden jedoch ein anderer deutscher Wirtschaftsmagnat den Rang ab. Otto Happel (früher Metallgesellschaft/mg Technologies) zeigte mit seiner klassischen „Hetairos“ ein bravouröses Rennen und schlug nach berechneter Zeit in der offenen Supermaxi-Wertung sogar die J-Class-Yacht „Velsheda“ aus Großbritannien. Nur die zweite J-Class, „Ranger“, wie die „Hetairos“ unter der Flagge der Cayman Islands am Start, war erneut nicht zu schlagen. Die beiden J-Class-Klassiker führen auch in der Gesamtwertung vor der „Hamilton II“ (ebenfalls Großbritannien). Die Verfolgerrollen gebühren einen Punkt dahinter Happel sowie Plattner und Büll, jeweils einen weiteren Zähler zurück.

Bereits vor der Startlinie knisterte die Spannung, und die Giganten kämpften um die günstigste Ausgangssituation. Beinahe wäre es zur Kollision der Wally 100 „Y3K“ mit der fast gleichgroßen britischen „Gibian“ gekommen. In der Hektik der Vermeidung ging das Timing an Bord der Deutschen verloren, und Offen steuerte sein Schiff zu früh über die Linie. Der Re-Start kostete gut und gerne drei Minuten – aber nicht die Motivation, das Feld von hinten aufzurollen. „Die Crew hat geackert wie verrückt und wollte es der Konkurrenz zeigen“, beschrieb Taktiker Thomas Jungblut aus Hamburg den Teamspirit, der sich auszahlte.

Im Ziel lag Großreeder Offen wieder ganz vorne, jedoch nur 30 Sekunden vor seinem härtesten Widersacher, dem L’Oreal-Chef Owen Jones. Das waren nach berechneter Zeit für den Tagessieg 14 Sekunden zu wenig. „Zwei Zweite machen uns auch glücklich“, sagte der Eigner, der nun auf Kurs Cupverteidigung eingeschwenkt ist, zumal die Vortagessiegerin „J One“ (Jean-Charles Decaux) nur Fünfte wurde. Noch härter erwischte es Deutschlands erfolgreichsten Segler aller Zeiten, Jochen Schümann, als Taktiker der englischen „Dark Shadow“. Das Team musste das Rennen mit Großsegelproblemen aufgeben.

Wie hart umkämpft die Krone bei der Mini Maxi Rolex-WM ist, zeigte allein die fünfte Wettfahrt, die von der überragenden „Alegre“ mit einer einzigen Sekunde nach berechneter Zeit vor der „Ran“ von Skype-Erfinder Niklas Zennström (Großbritannien) gewonnen wurde, wodurch der Rückstand im Gesamtklassement auf fünf Punkt anwuchs. Mit 17 Zählern ist die „Shockwave“ (Neville Crichton/Neuseeland) Dritte vor der deutschen „Container“ (20), die sich mit zwei dritten und einem vierten Tagesrang im Vergleich zum Auftakt besser behauptete.

Am Mittwoch (8. September) sollen alle Klassen eine Küstenwettfahrt um feste Seezeichen und Landmarken herum starten. Vorgesagt sind wieder etwas leichtere Winde, bevor es am Ruhetag (Donnerstag) zu einem Mistral-Sturm kommen könnte Der Maxi Yacht Rolex Cup dauert noch bis Sonnabend (11. September).

Der kleine America’s Cup! Ergebnisse und Bilder!

Das Finale des kleinen AC wurde zwischen dem kanadischen Titelverteidiger “Canaan” und dem australischen Boot “Alpha” ausgetragen. Fred Eaton und Magnus Clarke verteidigten damit ihren Titel aus dem Jahr 2007. Die in der Segelszene nicht so ganz unbekannten Australier, James Spithills und Glenn Ashbys, mussten sich dem Verteidiger Duo mit 4:1 geschlagen geben. Interessanterweise segelten der BMW-Oracle Steuermann und der A-Cat Weltmeister auf dem Boot, mit dem die Kanadier 2007 ihren Titel gegen Steve Clark gewonnen hatten. Platz 3 belegte das britische Team Paul Larsen und Gordon Kaiser auf ihrem Katamaran “Invictus”. Die Briten haben wohl den größten Aufwand bei der Entwicklung des Bootes betrieben und sind auch mit dem neuesten Modell an den Start gegangen. Dennoch reichte es nur für Bronze, was den One-Design Verfechtern im Segelsport zeigen sollte, dass auch bei den offenen Klassen nicht nur die Technik über Sieg und Niederlage entscheidet.

Die Bilder wurden mir freundlicherweise von Christoph Launay www.sealaunay.com zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Auftakt zum St. Moritz Match Race!

Mit einem phantastischen Segeltag hat das 8. St. Moritz Match Race begonnen. Bei strahlendem Sonnenschein und idealen Windbedingungen konnten 10 Rennserien absolviert werden. Für das Deutschschweizer Boot Eric Monnin fiel die Bilanz durchzogen aus. Mit zwei Siegen und drei Niederlagen bleiben die Chancen für eine Viertelfinal-Qualifikation jedoch intakt.

Die Schweizer zeigten sich selbstkritisch. „Wir haben die Rennen beim Start verloren“, bilanzierte Eric Monnin nach dem langen Renntag. „Wenn der Start nicht optimal verläuft, ist man weg vom Fenster.“ Gegen den amtierenden Match Race Weltmeister Adam Minoprio seien auch die Manöver nicht gut gewesen.

Mit grosser Spannung wurde das Duell der beiden Engländer Ian Williams gegen den dreifachen Olympiasieger Ben Ainslie erwartet. Williams rettete einen knappen Vorsprung ins Ziel, obschon er noch einen Strafkringel fahren musste; er konnte so das erste Prestige-Duell der beiden Landsleute zu seinen Gunsten entscheiden. Der Sieger des St. Moritz Match Race aus dem Jahr 2007 könnte erneut Engadiner Bergkönig werden.

Nach dem ersten Tag haben alle Teams mindestens einen Sieg errungen – mit Ausnahme des Westschweizers Jerome Clerc, der wie erwartet Lehrgeld bezahlen muss. Die Romands zeigten jedoch im ersten Rennen eine ausgezeichnete Leistung, indem sie gegen Williams lange Zeit in Führung lagen.

Neben Williams weisen auch der Schwede Björn Hansen und der Neuseeländer Minoprio vier Siege bei je einer Niederlage auf. Aus diesem Trio wird wohl der Gewinner der Round Robin (jeder gegen jeden) kommen, der dann direkt für den Halbfinal qualifiziert ist. Die Ränge 2 bis 7 segeln um die drei anderen Halbfinal-Plätze. Die restlichen fünf Teams scheiden aus.

St. Moritz Match Race, provisorisches Klassement nach 10 Flights:

(Klassement, Name des Teams, Anzahl der verlorenen Matches / gewonnenen Matches, Punkte)

1) Adam Minoprio (NZL) ETNZ/BlackMatch Racing 1/4 – 4 points

1)Ian Williams (GBR) Team GAC Pindar 1/4 – 4 points

1) Björn Hansen (SWE) Hansen Global Team 1/4 – 4 points

4) Ben Ainslie (GBR) TEAMORIGIN 2/3 – 3 points

4) Mathieu Richard (FRA) French Match Racing Team 2/3 – 3 points

4) Bertrand Pacé (FRA) Aleph Sailing Team 2/3 – 3 points

7) Eric Monnin (SUI) Swiss Match Racing team 3/2 – 2 points

7) Damien Iehl (FRA) French Match racing Team 3/2 – 2 points

7) Francesco Bruni (ITA) Azzurra 3/2 – 2 points

7) Torvar Mirsky (AUS) Mirsky Racing Team 3/2 – 2 points

11) Johnie Berntsson (SWE) Berntsson Sailing team 4/1 – 1 point

12) Jérôme Clerc (SUI) Team CER Genève 5/0 – 0 point

Fast verpasst! Deutsche Meisterschaft der Star-Boote!

Auf Grund der vielen großen Regatten, die Moment laufen, habe ich doch fast eine aus dem Blick verloren.

Dieser Tage findet in Berlin die internationale deutsche Meisterschaft der Starboote statt. Mit dabei auch das neu formierte Team um Alexander Schlonski, der nun die zweite Regatta mit seinem vielleicht neuen Vorschoter Mathias Bohn segelt.

Matze hat während seiner seglerischen Laufbahn schon einiges gesehen, nicht nur als ambitionierter Finn Segler, sondern auch als Crewmitglied der in Kiel gebauten „Container“ hat er sich schon auf fast allen Weltmeeren getummelt. Vielleicht ist das die große Chance, sich einen Traum von Olympia zu erfüllen.

Wir werden weiterhin verfolgen, wie sich dieses Duo entwickelt. Sie liegen im Moment auf Platz drei, vor ihnen liegen mit einem halben Punkt Vorsprung Hagen/Hasche und auf Platz eins die Europameister von 2010 mit vier Punkten Vorsprung Polgar/Koy.

Ergebnisse findet ihr auf den Seiten des VSAW, oder unter folgendem Link!

Wer wird Bergkönig!

Wer wird der neue Bergkönig von St. Moritz?
Heute startete das St. Moritz Match Race, die sechste Etappe der Match Race WM des Internationalen Segelverbandes ISAF. Zwölf der besten Match Racer haben den Weg nach St. Moritz gefunden. Sie haben gestern auf dem St. Moritzer See bei Sonnenschein aber kalten Temperaturen Trainingseinheiten absolviert. Von der prächtigen Bergkulisse mit den leicht verschneiten Gipfeln waren vor allem die ausländischen Segler beeindruckt. Der Neuseeländer und Vorjahressieger Adam Minoprio und der Führende in der World Match Racing Tour, der Franzose Mathieu Richard äusserten sich begeistert über das ungewohnte Revier. Adam Minoprio, Skipper Black Match Racing: “Das St. Moritz Match Race ist ein sehr spezielles Event, es unterscheidet sich von allen anderen Regatten. Es ist kalt hier oben, und gestern, bei unserer Ankunft, hat es sogar geschneit! Diese speziellen Bedingungen bringen eine neue Dimension, was ich sehr schätze. Der Wind kann sehr wechselhaft und sehr rauh sein. Aber das ergibt auch spannende Situationen.”
Mathieu Richard, Skipper des französischen French Match Racing Team: “Zwei Monate haben wir in der Match Racing Tour nicht gesegelt. Doch wir hatten einige sehr gute Trainings-Sessionen. Ich denke wir sind bereit. Es ist eine grosse Regatta, ich schätze sie, weil sie so anders ist. Die Boote sind auch technisch sehr anspruchsvoll.”
Am Start sind auch zwei Schweizer Teams, mit unterschiedlichen Erwartungen. Während Eric Monnin zu den erfahrensten St. Moritz Startern gehört, ist Jérôme Clerc Neuling im Engadin.
Eric Monnin, Skipper des Swiss Match Racing Team: “Wir haben vor kurzem sehr gute Resultate erreicht, und wir kennen die blu26 sehr gut. Wir sind die Lokalmatadoren, wir haben also gute Voraussetzungen, um gut zu segeln. Falls es unsere Gegner zulassen…”
Jérôme Clerc, Team CER Genève: «Wir sind hier um zu lernen. Für uns ist das St. Moritz Match Race eine hervorragende Gelegenheit. Doch wir müssen bescheiden bleiben, wir sind uns unserer schwierigen Aufgabe bewusst.

2. Bericht von Jan Kurfeld aus San Francisco!

Hallo, kurzer Bericht zu heute (Dienstag):
Beim Rausfahren hatten wir noch mit circa 12 kn moderaten Wind, der dann quasi stündlich um 5 kn zunahm. Also die erste Wettfahrt bei 12-17kn Wind. Ich hatte einen guten Start mitte-links und bin dann auf die linke Seite der Kreuz gefahren, das sah erst richtig gut aus, aber dann drehte der Wind um circa 20° nach rechts und ich musste von hinten so weit wie möglich aufholen. Im Ziel konnte ich noch bis auf Platz 43 vorfahren.

Die 2.Wettfahrt war dann schon bei 22-25 kn Wind. Ich hatte wieder einen guten Start auf der rechten Seite und bin dann auch gleich mit dem Feld nach rechts gefahren. Die ganze Wettfahrt war ich dann auf einem Platz zwischen 20 und 30 und konnte einen 26.Platz ins Ziel bringen. Morgen geht es mit 2 Rennen weiter, ich hoffe, ich kann mich dort noch weiter verbessern.

Drückt die Daumen!

Viele Grüße aus SF, Jan

Jan Kurfeld berichtet vom Gold Cup in San Francisco!

Nachdem ich die Warnemünder und Travemünder Woche gegen zum Teil auch starke internationale Konkurrenz gewinnen konnte, lief es beim Weltcupfinale auf dem olympischen Revier von 2012 im englischen Weymouth nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte. Mit Platz 26 konnte ich natürlich nicht zufrieden sein. Auf diesem anspruchsvollen Revier brauche ich sicherlich noch eine Menge Trainingsstunden und Wettkämpfe, um meine Leistung dort zu verbessern. Leider hatte ich mir kurz vor Beginn der Regatta auf meinem Laptop einen Virus (Trojaner) eingefangen und konnte von England aus nicht selber berichten. Ich bitte dies zu entschuldigen.

Heute (Samstag) habe ich die Vermessung hinter mich gebracht und am Abend findet die Eröffnungsfeier im ausrichtenden St. Francis Yachtclub, unweit der Golden Gate Bridge, statt. Die circa 100 Finns sind auf der nordöstlichen Seite der Bucht in einer Marina untergebracht. Diese Marina ist eher ein öffentlicher Park mit einer Launching Ramp und einem umzäunten Parkplatz, auf dem die Boote stehen. Nebenan sind mehrere Yachtclubs. Das Segelrevier ist quasi direkt vor der Haustür, aber das bedeutet leider auch, dass man San Francisco und die Golden Gate nur am Horizont sieht. Durch die geringe Wassertiefe von 3 bis 4 Metern und den vorherrschenden starken Winden, entsteht eine sehr kurze und steile Welle. Im Training hatten wir die letzten Tage immer Sonnenschein und 15 bis 25 kn Wind. Gleiches Wetter wird auch für den Gold Cup erwartet, der am Montag mit 2 Rennen beginnt. Der Amerikaner würde sagen: „It always blows in San Francisco.“ Grund für das “Wetterphänomen“ ist die Temperaturdifferenz zwischen dem kalten Pazifikwasser, das aus Alaska strömt und der heißen Wüste, die circa 30 km hinter der Bucht von San Francisco beginnt. Heute machen wir unseren Layday, um uns etwas zu erholen und werden dann gleich Richtung City aufbrechen, weil wir eine Tour zur Insel Alcatraz gebucht haben. Am Sonntag um 14 Uhr Ortszeit findet das Practice Race statt.

Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden.

Viele Grüße aus Kalifornien

Jan

3. Bericht vom Weltcup-Finale in Weymouth! Anke Helbig!

Diesmal bin ich ein wenig schreibfaul, was wohl auch daran liegt, dass es irgendwie nicht läuft. Heute ist der zweite und letzte Finaltag, bevor dann morgen die besten 10 Teams jeder Bootsklasse im Medalrace die Sieger aussegeln. Und wir sind weit davon entfernt.

Wir hatten gestern echt schönes Segelwetter, Sonne und um die 13kn Wind, eigentlich perfekt, aber nur eigentlich. Der Tag gestern erreichte seinen traurigen Höhepunkte, als ich im letzten Rennen nach einer Kreuz und einem Vorwind letzte war. Ich versuchte dann noch das Beste draus zu machen und landete wie im ersten Rennen noch auf Platz31. Aber wieso kann ich nicht von Beginn der Wettfahrt ordentlich segeln.

Das soll die Aufgabe für die heutigen Rennen sein. Zum Abschluss würde ich gerne nochmal mit einem guten Gefühl vom Wasser kommen, also heisst es für heute nochmal RESET und los gehts auf ein Neues.

Viele Grüße aus England

Anke

Halbzeit beim Weltcup-Finale in Weymouth

Nach den ersten drei Tagen liegen zwei Teams des Audi Sailing Team Germany auf Medaillenkurs bei der Skandia Sail for Gold Regatta im englischen Weymouth, dem Finale des ISAF Worldcup 2010. Die amtierenden Europameister im Star, Johannes Polgar und Markus Koy liegen nach fünf Rennen auf Platz fünf mit nur einem Punkt Abstand zur Bronzemedaille; Jens Kroker mit seiner Crew Siegfried Mainka und Robert Prem liegen nach sechs Wettfahrten auf Platz Drei in der Sonar-Klasse.

Bei bis zu 30 Knoten Wind, niedrigen Temperaturen, teils heftigem Regen und einer hohen, extrem kurzen Welle – verursacht durch die starke Gezeitenströmung im Englischen Kanal – blieben auch die Deutschen Crews von Kenterungen und Materialschäden nicht verschont. So mussten die 470er-Segler Ferdinand Gerz und Tobias Bolduan nach Mastbruch aufgeben. Von ihren Kenterungen nicht aus der Ruhe bringen ließen sich die Laser-Asse Philipp Buhl und Simon Grotelüschen und setzten sich mit beeindruckenden Leistungen in den Top Ten fest.

Moderate Bedingungen und Sonnenschein am gestrigen Mittwoch bescherten den deutschen Teams zwar nur mittelmäßige Tagesergebnisse, dafür aber wichtige Erfahrungen auf dem Olympia-Revier 2012. „Wir haben heute versucht ein System zu erkennen und waren auch der Meinung eines erkannt zu haben, aber am Ende stellte sich heraus, dass es kein System gab“, sagt Jens Kroker, Goldmedaillengewinner der Paralympischen Spiele von 2008.

Die 470er-Damen des Audi Sailing Team Germany erlebten am Mittwoch einen schwarzen Tag. Nach einem guten ersten Rennen mit einem achten Platz vom Team Tina Lutz / Susann Beucke folgte für sie und das Team Annina Wagner / Marlene Steinherr ein Frühstart mit Black Flag (Disqualifikation) im zweiten Rennen. Ebenfalls unglücklich und äußerst knapp hat Silke Hahlbrock mit Ihrer Schwester Maren und Kerstin Schult den Einzug ins Finale des Damen Matchrace verpasst. „Wir haben wirklich gut gesegelt, sogar zeitweise unsere Gegnerinnen kontrolliert und haben trotzdem einige Rennen um maximal einen halben Meter verloren. Das ist ärgerlich, aber wir können mit unserer Performance trotzdem zufrieden sein. Trotz dieses Ergebnisses sind wir auf dem richtigen Weg.“