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Regatten

“White Squall” trifft die Teilnehmer der Sail Melbourne

Da hat es ja mal ganz königlich gekachalt! Ab 6:13 min im Video seht ihr auch schön die Audi-Ringe mit dem Wind kämpfen. Was bleibt ist die Erkenntnis, dass Hollywood doch nicht immer lügt (siehe White Squall). Laut Pressetext ist ein 2,4mR untergegangen, RS:X Bretter haben Schaden genommen und einige Segler musste sich medizinisch behandeln lassen. Regattaleiter Ross Wilson wies darauf hin, dass das Wetter rund um den Kurs ständig überwacht wird, aber keiner der Messepunkte im Vorfeld irgendeinen Hinweis auf dieses Wetterphänomen geliefert hat.

Zur Erklärung:

Eine Weiße Bö (engl. white squall) ist eine extrem starke, ohne Vorwarnung aufkommende Fallbö, die teilweise von Nebel, Sturzregen oder sogar Schnee begleitet wird.
Weiße Böen sind ein seltenes und in der Seefahrt gefürchtetes Wetterphänomen auf hoher See. Ohne die sonst üblichen Anzeichen bestimmter Sturmwolken wird die See infolge der plötzlichen Windböen weiß (Schaumkronen auf den Wellen); manchmal baut sich bei sonst klarem Himmel extrem schnell eine aufsteigende weiße Wolke auf. Diese Begleiterscheinungen – weiße Schaumkronen, Nebel, die Wolke und in bestimmten Breiten auch Schnee – gaben dem Phänomen den Namen.
Ursache dieser Erscheinung sind wahrscheinlich starke Veränderungen wie Luftdruck-Einbrüche in Wolkenschichten der oberen Atmosphäre, die quasi eine stoßartige Luftlawine von Orkanstärke auslösen und zu extremen Turbulenzen wie in Hurrikanen bis auf Seeniveau führen. Das Geschehen dauert meist nur wenige Sekunden bis einige zehn Minuten. Besonders gefährlich wird dieses Phänomen Segelschiffen, da es nur sehr schwer früh genug erkennbar ist und damit keine Möglichkeit für Gegenmaßnahmen – wie Reduktion der Segelfläche und Kurskorrektur – lässt.

Quelle: Wikipedia

Ob es jetzt wirklich wie beschrieben eine “weiße Bö” war weiß ich nicht. Da die Definition aber recht schwammig ist, behaupte ich zugunsten der Dramaturgie einfach das es eine war! =)

Bericht von Anke Helbig:

Auch für den heutigen Tag waren 3 Rennen geplant, die Windvorhersage versprach gute Bedingungen mit bis zu 18kn. Aber es kommt ja bekanntlich immer anders als man denkt.

Gegen 1300 verließ ich den Hafen, um zum Regattagebiet auszulaufen. Ich segelte mich bei sehr unkonstanten Bedingungen ein und stellte fest, dass der Wind sowohl in seiner Richtung, aber auch in seiner Stärke stark pendelte. Mit einem soliden Start konnte ich meinen taktischen Plan, Streckbug segeln und eher rechts orientiert, gut durchsetzen. Vor der Tonne kam es dann aber von links nochmal ordentlich, sodass ich nur mit Anschluss an die erste Marke kam. Leider erwischte ich einen schlechten ersten Downwind, ich fand meinen Rhythmus nicht und kam nicht richtig ins fahren. Die zweite Kreuz war dann eine solide, bei der ich sowohl taktisch als auch Geschwindigkeitstechnisch etwas Meter und Plätze gutmachen konnte. Und auch beim 2.Vorwind fand ich nach Anlaufschwierigkeiten meinen Rhythmus und konnte einige gute Surf´s mitnehmen. Im Ziel steht dennoch wieder nur ein 21.Platz zur Buche. Also sollte im 2. Rennen alles besser werden…

 

Kurz vor dem 2. Start des Männerfleets kam dann das, was unseren 5. Wettkampftag enden ließ. Eine Front zog über die gesamte Bucht, mit Regen und bis zu 40kn Wind befand sich fast das gesamte Laserfeld auf ihren gekenterten Booten und warteten auf ein Ende. Dies war aber nicht wirklich in Sicht und so entschied die Wettfahrtleitung uns alle in den Hafen zu schicken, mit der Option nocheinmal auf´s Wasser zu gehen! Aber dazu kam es nicht mehr, sodass wir auch heute wieder nicht alle Rennen fahren konnten.

Für mich steht im Moment ein 22. Rang auf der Ergebnisliste. Ich bin ein wenig enttäuscht aufgrund des heutigen Rennens und den vielen kleinen vermeidbaren Fehlern im Laufe der gesamten Woche. Morgen steht noch ein Rennen für uns aus und ich hoffe, dass ich nocheinmal einen versöhnlichen Abschluss für mich zu Stande bringe, auch fürs Ego.

Ich schick euch liebe Grüße aus Melbourne

Anke

Dokumentation zur Route du Rhum!

Ich muss ja ehrlich zugeben, dass ich die Route du Rhum nicht wirklich verfolgt habe. Prinzipiell bin ich schon jemand der Offshore-Regatten verfolgt, auch welche die sonst kaum jemand interessieren, aber irgendwie ist das Ding so ein bisschen an mir vorbei gegangen. Auch die Tatsache, dass mit Jörg Riechers und Axel Strauß gleich 2 deutsche Teilnehmer dabei waren, hat daran nix geändert. Ich finde das aber auch gerade gar nicht schlimm, denn der Film fasst die Regatta hervorragend zusammen.

Nach genau 18 Tagen, 15 Stunden, 1 Minute und 32 Sekunden hat der Hamburger Jörg Riechers das Rennen in der Class40 auf Rang 6 beendet. Wir gratulieren zu dieser Leistung. Auf seinem Blog kommentierte er das Rennen wie folgt:

“Als erstes muss ich Thomas* zu seiner grandiosen Leistung gratulieren. Er hat absolut verdient gewonnen. Aber auch Nicolas**, Yvan und Sam haben ein tolles Rennen gezeigt, vor allem das Finish um den dritten Platz war sooo spannnend. Mittlerweile habe ich mich mit meinem sechsten Platz versöhnt. Ja, bin jetzt doch stolz auf meine Leistung. Hätte mir vor der Regatta jemand gesagt, Jörg, Du wirst Sechster, hätte ich es ihm bestimmt nicht geglaubt.”

( *Thomas Ruyant **Nicolas Troussel, Yvan Noblet und Samuel Manuard )

Der 2. deutsche Teilnehmer, der Darmstädter[rss-cut] Axel Strauß, beendete das Rennen auf Rang 13 von 44 – dafür zollen wir ihm nicht weniger Respekt als Herrn Riechers – Herzlichen Glückwunsch! Axel Strauß hat sich in den letzten Stunden vor der Zieleinfahrt  noch ein Rennen um Meter und Minuten mit Marc Lepesqueux geliefert und das nach einer Atlantiküberquerung. Class 40 fetzt! Den Bericht dazu findet ihr hier.

“Warnefornien” – unser erstes T-Shirt für Segler ist da!

Heute ist ein großer Tag für Yachtblick, denn heute präsentiere ich Euch hier unser erstes T-Shirt. Ich ärgere mich schon länger über die Typen, die in rosa Polos oder Rugbyshirts mit Aufschriften wie „Sailing Team“ oder  „Offshore Sailing Crew“ in den Innenstädten rumtucken und einen auf Segler machen. Gut, die meisten Typen können gar nichts dafür, denn das rosa Nicki hat wahrscheinlich die blondierte Schnitte an ihrer Seite gekauft, weil Sie es für stylisch hält und hofft, dass ihr weichgespülter Banker dadurch wie ein Seemann aussieht!

Das erste T-Shirt dieser Serie stammt von dem Rostocker Grafikdesigner Friedemann Ohse. Für die Blitzmerker – Warnefornien setzt sich zusammen aus Warnemünde + Kalifornien. Die ganze Welt läuft in T-Shirts mit der Aufschrift „California“ herum. Auch wenn der Vergleich zwischen dem beschaulichen Fischerdörfchen und dem bevölkerungsreichsten Staat der USA vielleicht ein bisschen hinkt, gibt es seit diesem T-Shirt keinen Grund mehr nicht auch ein bisschen sommerlichen Lokalpatriotismus auf der Brust zu tragen. Der Jahreszeit angemessen gibt es das Motiv natürlich auch auf einem muggelig warmen Kapuzenpullover.

Ich finde der Grafiker hat das wirklich gut hinbekommen – danke Friedemann!

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Varianta 44 – Der Test

Wie bereits im „2 Jahre Yachtblick.de“ Artikel erwähnt, war ich mit Carsten von segelreporter.com und Jochen von segel-filme.de in Greifswald, um die beiden Varianta-Modelle dem vielleicht einzigen unabhängigen Test in der deutschen Medienlandschaft zu unterziehen. Wer Yachtblick schon länger kennt, weiß, dass die Hanse Gruppe hier in der Vergangenheit nicht immer gut weg gekommen ist. Es ist anzunehmen, dass man mich nur auf den Hof gelassen hat, weil ich mit den beiden anderen da war und man mich nicht direkt einzuordnen wusste.

Wenn die 18er mir noch Raum für konstruktive Kritik lässt (Artikel folgt), so fühlt sich die große 44er an wie ein erhörtes Gebet! Am Steg umweht das Schiff eine kraftvolle Aura, die hohe Seitenlinie hat etwas Gewaltiges. Das Cockpit aufgeräumt, das Deck clean und ohne überflüssigen Firlefanz! Wo sich sonst bei Yachten dieser Größenordnung das Vorsegel als Wurst um die Rollfockanlage wickelt, präsentiert die Varianta blanken Stahl – Stagreiter  – geil – Männersegeln! Über Rollgroßanlagen brauchen wir gar nicht erst diskutieren und so praktisch Lazy-Jacks auch sein mögen, ohne sieht eine Yacht einfach schicker aus. Ok – Vorsegel zusammenlegen und Großsegel auftuchen nerven schon – aber gelernt ist auch gelernt und allerspätestens hier trennt sich dann die Seglerspreu vom Weizen.

Ich möchte das Konzept mal großspurig als „reduce to the max“ bezeichnen, denn das Interieur der Varianta kommt ebenso clean wie das Deck. Das Design von Ikea, die Ausführung vom Tischlermeister um die Ecke – so könnte man es ungefähr beschreiben. Die letzten Kleingeister möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass Ikea hier nicht negativ zu besetzen ist!

Die Varianta 44 ist ein Schiff, das bei einem kleinen Blogger große Gefühle ausgelöst hat! Ich glaub ich bin verliebt! Ich habe jetzt schon Angst davor, irgendwann eine gebrauchte Varianta zu betreten und einen an die Wand geschraubten Messinghaken vorzufinden oder schlimmer noch klassische Chronometer und Holzintarsien … würg!

Wie sie sich segelt? Ein gefühlt leichtes Schiff mit recht viel Segelfläche, die sich gut reffen lässt. Dank des blanken Vorstags könnte das Sturmsegel hier mal wieder ein Revival erleben. Das große Steuerrad gibt erstaunlich gute Rückmeldung und unterstreicht den sportlichen Anspruch. Vielleicht habe ich den besagten sportlichen Anspruch auch nur empfunden, aber dass jeder Segler in der Varianta das sehen kann was er will, ist sicher auch Teil des Konzeptes.

P.S. Ich habe es, anders als das ein oder andere gedruckte Magazin, nicht nötig hier rum zu schleimen. Nachdem die Hanse-Jungs (und Katja) mitbekommen haben dass ich der Blogger aus Rostock bin, der für Artikel wie „Pupsi die Innenraumbelüftung“ oder „Nicht mal eine Hüpfburg“ verantwortlich ist, war man erstaunlich wenig nachtragend.

In den zwei Dreh- und Testtagen habe ich so einiges an Hanse-Crew kennen gelernt – alle durchweg nett und entspannt – das hat wirklich Spaß gemacht in HGW. Am Ende hatte ich sogar so etwas wie einen hausinternen Spitznamen.

Es grüßt die „Hüpfburg“!

Baresso Coffee Meter Cup – 12er vor Kopenhagen! Segelfilm!

Carsten Kemmling war kurz bevor er mit uns zum Testen in Greifswald war (Bericht folgt), als Taktiker der Trivia beim Baresso Coffee Meter Cup in Kopenhagen unterwegs. Da 12er natürlich wunderschöne und telegene Boote sind, war es quasi Pflicht eine Kamera mitzunehmen.

NRV Champions Week endet mit Flaute!

Frederik Loof & Max Salminen gewinnen die NRV Champions Week 2010, in deren Rahmen die Eastern Hemisphere Championship der olympischen Starboote vor der Weißen Wiek ausgetragen wurde. Bester deutscher ist Frithjof Kleen als Vorschoter des Brasilianers Robert Scheidt, die die Silbermedaille überreicht bekamen. Die Berliner Brüder Robert und Philipp Stanjek (NRV) sicherten sich Bronze.

“Aufgrund der Leichtwindvorhersage des Deutschen Wetterdienstes hat die Wettfahrtleitung entschieden, den Start auf 10.00  Uhr vorzuverlegen. Leider ist die befürchtete Flaute schon früher eingetreten und der Wind brach völlig zusammen. Es konnten heute keine Rennen gestartet werden”, berichtete Wettfahrtleiter Hans-Herbert Hoffmann, als er um 11.30 Uhr am heutigen Vormittag entschied, die Segler an Land zu schicken. Sieger der Eastern Hemisphere ist demnach der seit gestern auf Platz eins stehende Schwede Frederik Loof mit Max Salminen. Nach einer Disqulifikation in der vierten Wettfahrt aufgrund eines Frühstarts fiel das Schwedische Duo auf Rang acht des 37 Teilnehmer starken Gesamtklassements zurück. “Gestern sind wir mit einem fünften und einem dritten Platz sehr konstant gesegelt. Der Streicher brachte uns dann zusätzlich nach vorne. Wir sind sehr glücklich”, freute sich Steuermann Loof bei der anschließenden Siegerehrung. Das Brasilianisch/Deutsche Team Robert Scheidt & Frithjof Kleen (NRV) bleiben auf dem Silberrang. Die Berliner Brüder Robert & Philipp Stanjek erkämpften sich mit einer konsequenten Aufholjagd (Platz eins und zwei) am gestrigen Wettfahrttag, den dritten Platz. Auf den Rängen vier, fünf und sechs folgen die deutschen Teams Johannes Babendererde & Timo Jacobs (beide NRV); Johannes Polgar & Markus Koy (beide NRV) und Alexander Schlonski & Matthias Bohn (NRV & WSC). Damit platzierten sich vier deutsche Teams in den Top Ten.

Guter Tag für die Brüder Stanjek! NRV Champions Week!

Die Berliner Robert und Philipp Stanjek (NRV) kämpfen sich bei der NRV Champions Week 2010 vor der Weißen Wiek in Boltenhagen nach sechs Rennen auf den dritten Platz. Weiterhin geht das deutsche Team mit Johannes Babendererde & Timo Jacobs; Johannes Polgar & Markus Koy und Alexander Schlonski & Matthias Bohn auf den Rängen vier, fünf, und sechs in einen aussichtsreichen Finaltag. Der erste Startschuss fällt morgen bereits um 10.00 Uhr.

“Mast und Schotbruch” soll sprichwörtlich Glück und seglerischen Erfolg bringen. Doch was tun, wenn dieser Fall tatsächlich mitten in einem Rennen eintritt? Das Dänische Team Flemming Soerensen & Niels Thrysoe legte heute einen Formel 1 reifen Boxenstop hin und machte es vor: trotz Mastbruch im ersten Rennen des Tages, fanden sie sich, auch dank der kurzen Wege vor der Weißen Wiek, pünktlich zum zweiten Startschuss wieder an der Linie ein. Vollgas gaben heute auch die Berliner Brüder Robert und Philipp Stanjek (NRV): mit einem ersten und einem zweiten Platz machten sie zwei Plätze gut und schoben sich auf den Bronzerang. “Heute hat einfach Vieles zusammengepasst – wir waren einfach richtig schnell”, freute sich Vorschoter Philipp beim anschließenden Nachwiegen im Race Office. Nach einer Disqualifikation aufgrund eines Frühstarts rutschte der schwedische Olympia-Dritte Frederik Loof mit Max Salminen gestern auf Rang acht des 37 Teilnehmer starken Gesamtklassements. Mit der heutigen Möglichkeit das bisher schlechteste Ergebnis zu streichen, einem fünften und einem dritten Platz setzte er sich, mit drei Punkten Vorsprung vor dem Brasilianisch/Deutschen Duo Robert Scheidt & Frithjof Kleen (NRV), erneut an die Spitze.

Robert Scheidt & Frithjof Kleen vor Boltenhagen in Führung

Die deutschen Starboot-Crews starten auch am zweiten Tag der NRV Champions Week in der Weißen Wiek durch. Allen voran: Frithjof Kleen, der gemeinsam mit seinem brasilianischen Steuermann Robert Scheidt die Pole Position sichert.

Die beiden zweiten Plätze in den gestrigen Auftaktrennen bescherten dem Deutschen Vorschoter Frithjof Kleen (NRV) und seinem brasilianischen Steuermann Robert Scheidt bereits einen aussichtsreichen Silberrang, der viel Spiel nach oben ließ. Beflügelt durch Sonne und traumhafte Windbedingungen bei 13-15 Knoten aus südlicher Richtung, sagte das Duo den bis heute führenden Schweden Frederik Loof & Max Saliminen den Kampf an und setzte sich nach der vierten Wettfahrt an die Spitze des 37 Teams starken Gesamtteilnehmerfeldes. Höchstleistung erbrachte auch der Deutsche Vorschoter Markus Koy, der weiterhin mit Grippeviren ringt. Tapfer und mit purem Ehrgeiz fuhr der Europameister und Deutsche Meister 2010 mit seinem Steuermann Johannes Polgar (beide NRV) auf die Ränge zehn und zwei und positioniert sich auf dem Silberrang im Gesamtklassement. Kleen/Scheidt gehen mit einem zwei Punkte-Polster in das morgige Rennen. Ein Höhepunkt jagte den anderen: Bestes Deutsches Team in beiden Tagesrennen waren die beiden Warnemünder Alexander Schlonski und Matthias Bohn (NRV & WSC) mit Platz sechs und eins. „Nachdem wir gestern beim Start Probleme hatten, lief es heute hervorragend für uns“, erklärte NRV Olympic Team Segler Alexander Schlonski, der nun mit seinem neuen Vorschoter Matthias Bohn als Bronze-Aspirant in den morgigen dritten Wettfahrttag startet. Aber auch die Berliner Robert und Philipp Stanjek (beide NRV) liebäugeln noch mit einem Treppchenplatz. Nur fünf Punkte trennen die Brüder vom dritten Platz. Dank der vielversprechenden Ausgangspositionen für die kommenden Rennen lässt sich heute Abend auch beruhigt feiern: Die Sea Cloud Cruises GmbH lädt zur Sailors Night in der Event Hall der Weißen Wiek ein. Schauen Sie vorbei!

Container on the Rocks! Grounding beim Maxi Yacht Rolex Cup!

Die Trophäenjagd bei der Mini Maxi Rolex Weltmeisterschaft vor dem italienischen Porto Cervo hat für die „Container“ ein abruptes Ende genommen. Die von Harm Müller-Spreer (Hamburg) gechartete 20-Meter-Yacht lief am vorletzten Regattatag (Freitag, 10. September) auf einen Felsen auf und musste in die Werft. In zwei weiteren Wertungsgruppen des Maxi Yacht Rolex Cup liegen norddeutsche Segelyachten dagegen aussichtsreich im Rennen. Mit einem Tagessieg und einem vierten Platz darf die Crew der „Y3K“ von Claus-Peter Offen (Norddeutscher Regatta Verein) den Schampus für einen Erfolg bei den Wally-Yachten schon kalt stellen, und die „Visione“ von Hasso Plattner (Kieler Yacht-Club) liegt bei den Super-Maxis punktgleich mit der führenden „Hetairos“ (Cayman-Islands) auf Rang zwei.

Gedrückte Stimmung herrschte bei der „Container“-Crew, nachdem sie nach der Havarie immerhin aus eigener Kraft wieder den Hafen erreicht hatte. „In unserer GPS-Karte war an der Stelle kein Felsen eingezeichnet“, berichtete der verärgerte Skipper Harm Müller-Spreer, der miterleben musste, wie die Yacht bei leichten Winden und neun bis zehn Knoten Geschwindigkeit auf den Felsen auflief und ausgebremst wurde. „Fast 20 Minuten saßen wir fest, erst dann haben wir entschieden, den Kiel hochzukurbeln“, erzählte Crew-Mitglied Dirk Neumann. „Wir hatten befürchtet, dass die Finne verbogen ist und wir uns beim Aufholen des Kiels die Struktur beschädigen würde. Das war zum Glück nicht der Fall“, sagte Neumann. Weitere Schäden an der Yacht und Verletzungen der Crewmitglieder gab es nicht. Gleichwohl wurde die Yacht nach Olbia in die Werft gebracht und wird am Sonnabend, 11. September auch nicht mehr an den weiteren Wettfahrten teilnehmen können. An der Spitze der WM-Wertung liegt souverän die britische „Alegre“ von Andy Soriano.

Ganz anders war die Stimmungslage bei der „Y3K“-Crew. Taktiker Thomas Jungblut konnte nach der Ankunft im mondänen Hafen von Porto Cervo ein entspanntes Pläuschchen vor dem Medienzelt halten. „Das erste Rennen heute war vom Start an perfekt“, freute sich der Hamburger über den ersten Tagessieg in der Serie. Im Anschluss verfiel die „Y3K“ aber wieder in die Schwächen der ersten Tage, legte erneut einen Frühstart hin. „Danach hatten wir auch noch eine Berührung, mussten zusätzlich einen Kringel fahren und dem Feld hinterher jagen“, berichtete Jungblut von der Aufholjagd, die auf Platz vier endete. „In der Mannschaft ist ein unglaublicher Spirit. Gerade wenn Fehler passieren, können die Jungs richtig beißen. Wir haben vorher nicht damit gerechnet, so gut dabei zu sein. Aber in den drei Tagen Training vor der Regatta haben wir das Bootshandling sehr gut hinbekommen. Wenn wir jetzt noch die Fehlerquote reduzieren, wäre es topp.“ Aber auch so dominiert die Mannschaft der 30,50 Meter langen Yacht aus Hamburg das Geschehen in der Wally-Division. Lediglich die direkte Verfolgerin, die britische „Magic Carpet²“ von Lindsay Owen Jones, könnte der „Y3K“ noch den Gesamtsieg streitig machen, müsste dazu das letzte Rennen am Sonnabend aber unbedingt gewinnen.

Ein extrem spannendes Finale verspricht das Abschlussrennen der Super-Maxis am Sonnabend. Nach dem Tagessieg ist die „Hetairos“ in der Gesamtwertung bei Punktgleichheit an der „Visione“ von Hasso Plattner (Kiel) vorbeigezogen. „Wir müssen der ,Hetairos’ einfach zu viel vergüten. Dagegen können wir bei den schwachen Winden kaum ansegeln. Aber zum Abschluss ist noch einmal alles möglich“, berichtete Walter Meyer-Kothe von der „Visione“, der sich an dem Privatduell mit der Hamburger „Saudade“ von Albert Büll begeistern konnte. „Das war ein tolles Rennen mit wechselnden Führungen, am Ende lag die ,Saudade’ zwar knapp vor uns, nach berechneter Zeit hatten wir aber einen denkbar knappen Vorsprung von drei Sekunden.“

An Bord der „Saudade“ war man trotz dieser Niederlage sehr zufrieden. Nachdem die Crew das 45-Meter-Schiff im schweren Wetter der ersten Tage noch nicht wie gewünscht in Fahrt gebracht hatte, lief das Zusammenspiel der 24 Crewmitglieder bei den schwächeren Winden sehr gut, so dass man der Konkurrenz Paroli bieten konnte. In der gemeinsamen Wertung mit den J-Class-Yachten müssen die Super-Maxis allerdings den J-Yachten den Vortritt lassen. Hier führt weiterhin die „Ranger“ unter der Flagge der Cayman Islands vor der „Velsheda“ (Großbritannien).

Der Maxi Yacht Rolex Cup 2010 geht am Sonnabend (11. September) zu Ende. Wie am Freitag sind erneut schwächere und drehende Winde vorhergesagt.

Eastern Hemisphere Championship der Stare in Boltenhagen!

Um genau 12:30 Uhr fiel, vor der Weißen Wiek in Boltenhagen, der erste Startschuss der NRV Champions Week 2010, in deren Rahmen die Eastern Hemisphere Championship der olympischen Starboot-Klasse noch bis Sonntag ausgetragen wird. Derzeit führt der schwedische Olympiadritte Frederik Loof mit Max Salminen. Bestes deutsches Team ist Johannes Babendererde & Timo Jacobs auf Rang drei.

„Wir müssen noch mal übers Wetter reden“, erklärte Ralf Weidner, Jurymitglied der Veranstaltung, als er heute Nachmittag wieder in das warme Race Office kam. Kühle 12 Grad, Regen und Wind um 10 Knoten begleiteten und forderten 37 Top-Teams aus 13 Nationen, die Wettfahrtleitung und das Jury-Team. Die Bilanz: Schweden vor Brasilien und Deutschland! Nach zwei Wettfahrten verwies Frederik Loof mit Max Salminen das Jahrhunderttalent Robert Scheidt, der mit dem deutschen Vorschoter Frithjof Kleen (NRV) segelt, auf Rang zwei. Auf einem aussichtsreichen dritten Platz positionierten sich die Lübecker Johannes Babendererde & Timo Jacobs (beide NRV). Dicht gefolgt von dem deutschen „Starminator“ der Segelsaison 2010, Johannes Polgar & Markus Koy (beide NRV), die in diesem Jahr bereits den Europameister und den Deutschen Meister Titel einfuhren: „Das ist eine sehr gute Ausgangsposition für die kommenden Tage. Allerdings ist Markus durch einen grippalen Infekt geschwächt und wir müssen sehen, ob es ihm in den nächsten Tagen besser geht“, erklärte Steuermann Polgar bei Würstchen und Bier im direkten Anschluss der beiden Rennen. Insgesamt gehen 17 deutsche Teams an den Start.