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Opti-Offshore-Challenge

Opti Offshore Challenge – Reaktionen!

Die Reaktionen auf unsere kleine Opti-Reise waren überwältigend. Nahezu alle Seiten die sich mit dem Opti beschäftigen haben von der Aktion berichtet. Der Film ist auf mehreren Seiten eingebunden und wurde aktuell schon fast 10.000 mal gesehen.

Glücklicherweise blieb auch das (leider im Segelsport so übliche) “klugscheißen” der Kaffee- und Kuchenkapitäne aus. So wie das alles gelaufen ist, geht man natürlich top motiviert in die Vorbereitung für das nächste Jahr.

Die beste Reaktion auf diese Geschichte kam von Frau Sabine Boysen-Honsel von Far-East-Boote. Initiativ erreichte mich ein Paket indem 3 Auftriebskörper für den Opti zu finden waren! In anbetracht der Tatsache, dass so ein Auftriebskörper auch 29 Euro kostet, sage ich auch im Namen der gesamten Opti-Crew: Vielen Dank!

Wir hatten im Vorfeld einen Sponsor für die ganze Sache gesucht und keinen gefunden! Für den Titelsponsor waren 500 € veranschlagt, bei der Reichweite ein ganz klares Schnäppchen! Pech gehabt liebe Unternehmer!

Mit dem Opti von Gedser nach Rostock! Der Film!


Da ist er! Der Film zur “Opti-Offshore-Challenge”! Auch wenn das Jahr noch nicht ganz vorbei ist, gehe ich davon aus, dass das mein Lieblingsfilm 2010 sein wird! Ich danke Jochen für den Schnitt, der Film ist toll geworden! Die letzten Bilder dieser Aktion möchte ich euch natürlich auch nicht vorenthalten! Die Windhose auf den Bildern lässt die Kritiker sicherlich verstummen! =)

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal der Crew danken! Es war ein super lustiges Wochenende und ich freue mich auf das nächste Jahr!

Mit dem Opti von Gedser nach Rostock! Teil 2! Bericht + Bildgalerie!

Die „Opti-Offshore-Challenge“ begann am Samstag dem 28. August um 5:30 mit einem wunderbaren Kaffee mit Milchschaum … dank Sandra und dem Wohnwagen waren wir ja bestens ausgerüstet. In den nächsten 2 Stunden wurde der Opti fertig ausgerüstet – Dreifarbenlaterne, Motorradbatterien für das bereits eingebaute Lenzsystem, Kompass, Wasserflaschen, eine Notlampe für die Nacht und eine wasserdichte Tonne mit „Stullen“. Der Adenauer wurde auf dem Ruder montiert und die Gastlandflagge mittels Blöcken so angebracht, dass sie aus dem Cockpit heraus bedient werden konnte. Liebe zum Detail oder Wahnsinn?

Johannes wurde eher mit klassischen Accessoires ausgestattet, Neoprenanzug, Ölhose, Schwimmweste und wasserdichtem Funkgerät!

Nach all diesem Gebastel war Johannes dann endlich um 8:00 Uhr auf dem Wasser und schon im Hafen war der Opti unerwartet schnell unterwegs, was zu spontanen Sprints durch den Hafen führte, um ein paar gute Bilder vom Opti in der Hafeneinfahrt zu bekommen! Die Erkenntnis – Jochen (segel-filme.de) ist fitter als ich =)

Bis wir uns und die Bora dann endlich klariert hatten, um aus dem Hafen von Gedser auszulaufen, war der Opti schon außer Sichtweite. Der erste Funkspruch von Hannes hatte uns allerdings schon erreicht! Sinngemäß widergegeben: „Schon ein wenig gewöhnungsbedürftig mit den Enten auf Augenhöhe zu schwimmen“!

Nach dem wir das Flach vor der Hafenausfahrt von Gedser hinter uns gelassen hatten, konnten wir auf Johannes Kurs gehen und neben ihm her fahren. Die „Bora“ über Stunden neben dem nicht gerade kursstabilen Opti zu halten, erforderte einiges an Konzentration und war auf die Dauer nicht wenig anstrengend, denn um gute Bilder mit der Kamera einzufangen, mussten wir relativ dicht neben ihm fahren.

Die erste Stunde lief alles wie geplant und es schickte sich an eine unspektakuläre Überfahrt zu werden … bis der erste Funkspruch mit Fehlermeldung uns erreichte. „Das Lenzsystem funktioniert nicht richtig“ – diese Information wurde mit gemischten Gefühlen aufgenommen, zum einen konnte ich über das ohnehin schon belächelte Lenzsystem jetzt noch ein bisschen lauter lästern, zum anderen hieß das natürlich für Johannes, dass er  jetzt schöpfen müsse – natürlich mit der klassischen abgeschnittenen Waschmittelflasche.

Der nächste Funkspruch der uns erreichte, war dann leider weniger amüsant, denn er informierte darüber, dass die Schrauben die den Mastfuß halten, sich aus dem Rumpf gelöst haben. Das Ende der Reise? Weit gefehlt! Denn Herr Kapitän verlangte nach Werkzeug! Mit der aufkommenden Seekrankheit kämpfend, kniete Johannes im Boot und reparierte den Opti mit einem Taschenmesser, 2 Schrauben und dem Behelfspaddel, das er im Boot hatte! Das Highlight dieser Reparatur war aber zweifelsohne Johannes „Achterstag“, das er irgendwo im oberen Drittel des Mastes angebunden hatte und es in den nächsten Stunden aus der Hand fuhr.

Mac Gyver lässt grüßen!

Womit wirklich keiner von uns gerechnet hatte, war die Tatsache, dass der Opti trotz des ungewohnten „Zusatzgewichtes“ streckenweise recht konstante 5 Kn über Grund machte. Die unerwartete Geschwindigkeit ist zugegeben nicht  dem guten Gewichtstrimm (durch neigen des Kopfes) zuzuschreiben, sondern vielmehr der Tatsache, dass während unserer „Expedition“ der Wind merklich zunahm. Als wir ungefähr 8 Seemeilen vor dem Zielhafen Rostock waren, informierte uns „Dinghy“ darüber, dass laut Wetterdienst in Warnemünde solide 5 Windstärken anlagen. Da wir bereits einige Stunden auf dem Wasser waren, hatte die Dünung natürlich genügend Zeit sich aufzubauen. Wind und Welle machten die Reise für Johannes nicht angenehmer und was er in seiner Nussschale durchmachen musste, konnten wir auf dem Begleitboot natürlich nur schwer nachempfinden, obwohl auch wir schon gut durchgeschüttelt wurden.

P.S. Ich freue mich über Kommentare! Ich habe die Bilder durchnummeriert – welches ist euer Opti-Bild? Mein Favorit ist ganz klar die Nummer 28!

… wie es weiter geht und ob Johannes heil in Rostock angekommen ist erfahrt ihr im nächsten Bericht!

Mit dem Opti von Gedser nach Rostock! Teil 1! Credits!

Mit dem Opti von Gedser /Dänemark nach Rostock/Deutschland! Die Story und wie es dazu kam, kennt der Yachtblick Abonnent ja bereits – sollte dem nicht so sein, findet ihr hier und hier Artikel darüber.

Bevor ich irgendwelche Geschichten auspacke, möchte ich, auch im Namen von Johannes, dem Team danken, das wirklich großartig und mit Herzblut gearbeitet und funktioniert hat.

Skipper Fritz  war auf seiner Bora (JOUËT Regent 28) am Freitagmorgen aufgebrochen, um von Großenbrode nach Gedser zu segeln. Seine wirklich schicke runderneuerte Bora war das Begleitboot für die Reise. Mindestens genauso in das Projekt verliebt, wie Johannes selbst, war unserer Werftleiter „Dinghy“ , der den Opti  über 2 Monate in seinem Wohnzimmer umgebaut und an den Offshore-Einsatz angepasst hat. Man sollte meinen zum Leidwesen seiner Freundin – aber weit gefehlt, denn auch Sandra war am Opti-Wochenende mit von der Partie und kümmerte sich liebevoll um das Catering für die Crew und die „Stullenpakete“ für Johannes! Die beiden waren extra aus Hamburg mit einem Wohnwagen angereist, welcher dann in Gedser das Basislager für unser Experiment darstellte.

Der vierte Mann im Bunde war Jochen von segel-filme.de, unser Kameramann und tiefenentspannter Ruhepol! Auch  Jochen hatte die Reise von Hamburg nach Gedser auf sich genommen.

Weiterer dank geht an Erik Møller, ein freundlicher Däne, der uns bis zur Abfahrt helfend zur Hand ging und mit Lampen und verschiedenem technischem Gerät ausgeholfen hat.

„Für Kinder tun wir alles“ war die Antwort von Werner, Hafenmeister auf der Mittelmole in Warnemünde, auf die Frage, ob wir in seinem Hafenbecken probesegeln können. Soviel Verständnis für „die Kleinen“ verdient unseren Dank!

Last but not least, sei der freundliche TT-Line Wachoffizier erwähnt und Johannes-Freundin für das Verständnis gedankt! Der Rest der Crew dankt Lena für die abschließende Pizza am Samstagabend!

Weitere Bilder, der Bericht und der Film folgen in den nächsten Tagen!

Mit dem Opti von Dänemark nach Deutschland!

Johannes Röhrs ist Kapitän, sein letztes Schiff war stolze 332 m lang, sein nächstes Schiff wird kleiner, viel kleiner.

Die Eckdaten: Ein gut ausgebildeter Seemann segelt von Gedser in Dänemark nach Rostock. Soweit so gut, daran ist noch nichts ungewöhnlich, diese etwa 25 Seemeilen lange Überfahrt wird sicher von einigen hundert Seglern pro Saison befahren. Die Herausforderung liegt wie schon angedeutet im Transportmittel! Keine Yacht, kein Containerschiff, nein die Jüngsten-Jolle soll es sein – der Optimist.

Das Boot, in dem die meisten Segler ihre ersten Schläge auf dem Wasser gemacht haben, ist 2,30 m lang, 1,13 m breit und wiegt segelfertig etwa 45 Kg. Johannes Röhrs ist 1,90 m groß und wiegt knapp 90 Kg! Lässt man sich diese Daten einmal durch den Kopf gehen, wirkt es wie der Versuch das Archimedische Prinzip zu widerlegen.

Zum Thema Auftrieb sagte Johannes: „Anfänglich war da nur die Erinnerung an die Kindertage und der Eindruck, dass der Opti relativ viel Auftrieb hat. Ob diese Erkenntnis allein der Tatsache geschuldet war, dass einem als Kind alles größer vorgekommen ist, weil man selbst kleiner war, haben wir vorsichtshalber noch einmal getestet. Die wesentliche Erkenntnis dieses Tests war, dass der Opti mich trägt, wir aber unbedingt ein Lenzsystem einbauen müssen“

Zusammen mit Freunden wurde in den letzten Wochen viel vorbereitet, geplant und organisiert. Die notwendige Ausrüstung liegt bereit, das Begleitboot steht in den Startlöchern und sogar das elektronische Lenzsystem wurde in die Optimisten-Jolle eingebaut.

Wenn das Wetter mitspielt will Johannes am Samstag dem 28. August mit dem ersten Sonnenstrahl in See stechen.

Hier finden Sie in den nächsten Tagen Berichte, Bilder und einen Film darüber, wie es dem großen Mann im kleinen Boot ergangen ist.

Opti-Offshore-Challenge – der Test!

Warum sollte man das wollen? War die Frage, die Christoph gestellt wurde, als er im ROYC (danke für den Opti) erklärt hat wofür er einen Opti benötigt. Ich versuche mal kurz zu beschreiben, warum es geht. Unser Kapitän zur See, dessen letztes Schiff stolze 332 m lang war, hat vor, mit einer Optimisten Jolle von Rostock (GER) nach Gedser (DEN) über die Ostsee zu segeln. Schaut man sich die harten Fakten an, also, dass Johannes etwa 1,90 m groß ist und knappe 95 Kilogramm auf die Waage bringt, wird das Vorhaben nicht weniger zweifelhaft. Die Antwort auf die Frage warum er das will, wird nicht viel präziser ausfallen als: “Weil er es kann” … oder zumindest denkt er, dass er es kann. Auf jeden Fall ist die ganze Sache derartig anders und unsinnig, dass die Vorbereitung auf dieses Event recht unterhaltsam wird – oder hat sich einer von euch etwa schon einmal Gedanken gemacht, wie man eine Lenzpumpe im Opti verbaut! =) Das Regionale-Echo auf diese Aktion ist jetzt schon recht gewaltig, was die Frage aufwirft, ob man nicht vielleicht sogar einen Sponsor für diese Aktion findet. Ich veranschlage mal in Summe etwa 500 € für das Begleitboot (ein Wochenende – kann natürlich auch vom Sponsor gestellt werden – Charterer etc.) und 500 € für einen Opti Rumpf, der entsprechend modifiziert wird. Berichterstattung wird es natürlich hier auf Yachtblick geben und vielleicht sogar einen kleinen Film für segel-filme.de. Die Regionalpresse und die regionalen Fernsehsender werden natürlich auch eingeladen. Da wir keine Regattabedingungen haben, dürfte der Opti natürlich komplett mit Werbung beklebt werden. Sollte spontan jemand Interesse daran haben, einfach melden. info@yachtblick.de

Die Aktion erinnet mich irgendwie an unseren “gefakten” Arved Fuchs, der mit einem faltbaren Beiboot über die Ostsee tingelt!

Da das Wetter kaiserlich und die große Tele schon aufgeschraubt war, habe ich die Gunst der Stunde genutzt und Nils und Johann beim FD-Segeln photographiert. Alle anderen Boote in direkter Umgebung haben “geparkt” und Johann stand im Trapez … ein geiles Boot der FD.