Morgen beginnt der vierte von sieben Weltcups im vorolympischen Jahr. Die Konkurrenz in Hyères ist mit knapp 1.000 Athleten aus 60 Nationen wieder recht stark. Wir wünschen unseren Athleten natürlich maximale Erfolge.
Wo ich schon mal beim Wünschen bin! Ich wünsche euch allen ein frohes Osterfest und ganz besonders unserem Laser Recken Malte Kamrath alles Gute zum Geburtstag!
Nachdem am vergangenen Wochenende eine, aus deutscher Sicht, sehr erfolgreiche Princes Sofia Trophy zu Ende ging, melden sich nun auch die ersten Stimmen aus dem deutschen Team.
Seht selbst, was Franzi zu berichten hat.
“Diesmal berichte ich aus dem leicht verregneten Kiel, ein kleiner Rückblick auf die vergangene Woche der Princess Sofia Trophy.
Nach 5 Tagen und 10 Rennen, in einem Weltklasse Feld von 78 Schiffen, beendete ich meinen ersten Wettkampf des Jahres auf Rang 17.
Die Woche hatte uns wieder viel abverlangt. Am ersten Tag im Durchschnitt 23 Knoten Wind und in Spitzen bis zu 30 Knoten.
Die Berliner Starbootsegler Robert Stanjek und Frithjof Kleen sowie 2.4mR-Olympiasieger Heiko Kröger aus Kiel haben die ersten Weltcup-Medaillen 2011 für Deutschland gesichert. Die Mitglieder des Sailing Team Germany erkämpften sich in spanischen Gewässern vor Palma de Mallorca jeweils Silber bei der Trofeo Princesa Sofia.
„Wir hätten nicht gedacht, dass es gleich so gut losgeht“, sagte Frithjof Kleen nach dem ... weiterlesen
Nettes Filmchen aus dem Hause segel-filme.de! Unser Rostocker Star (Schlonski/Bohn) ist ein paar Plätze nach hinten gerutscht, aber noch in Schlagweite … wir drücken Alex und Matze weiterhin die Daumen.
Matze kommentierte den gesterigen Tag wie folgt: ... weiterlesen
Bei den Staren haben das wiedervereinigte Stanjek/Kleen Team gut in den Wettkampf gefunden. Nach 4 Rennen liegen sie derzeit auf Platz 10, dicht gefolgt von Schlonski Bohn auf Platz 12. Matze Bohn kommentierte den heutigen Tag wie folgt: ... weiterlesen
In dieser Woche wird wieder gesegelt, der 42. Trofeo Princesa Sofia Cup findet auf Palma de Mallorca statt.
Heute Morgen hörte es sich nach einem perfekten Auftakt der Regatta an, viel Wind und flaches Wasser. Jedoch konnte nicht auf allen Bahnen gesegelt werden. Mittlerweile sind die ersten Ergebnisse online zu finden. Noch ist es wohl ein bisschen früh, darüber zu mutmaßen, wer die besten Karten hat, aber es ist hoffentlich ein gutes Zeichen, dass die deutsche Nationalmannschaft auch in diesem Jahr so einige Male zum Training auf der Insel war. ... weiterlesen
Am vergangenen Wochenende begann für einige unserer Laserhelden im italienischen Torbole die Europacup Saison 2011.
Am Start waren auch einige meiner ehemaligen Trainings- und Reisegefährten. Erfreulich ist das gute Abschneiden von Frithjof Schwerdt und Marco Grasse.
Vor einigen Wochen habe ich noch mit Frithjof telefoniert und er erzählte mir, dass er einen langen Winter mit viel zu wenig Wasserarbeit und zu viel „Eisen biegen“ in Kombination mit Studium hinter sich habe. Da ist dieser achte Platz, in einem mit 110 Seglern besetzen Feld, doch ganz anders zu bewerten.
Sehr erfreulich ist auch die Platzierung von ... weiterlesen
Nach einer langen Zeit melde ich mich wieder zurück. 2010 liegt nun hinter uns und ein neues Jahr ist angebrochen. Ein bedeutendes Jahr!
2011…
Das Jahr der Entscheidung. Wer schafft es, sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren? Was muss auf diesem Wege alles geschehen? Wie kann ich mich dafür qualifizieren?
Als erstes, muss ich wieder gesund werden!
Ende letzten Jahres, bekam ich das pfeiffersche Drüsenfieber ohne es wirklich zu bemerken. Als ich pünktlich zu Weihnachten aus Australien wieder kam, haute es mich prompt um. Die Feiertage und Neujahr, musste ich ... weiterlesen
Der erste Weltcup der Saison ist vorbei und ich danke Anke Helbig für die kontinuierliche Berichterstattung und der australischen Mediencrew für die excellenten Videoberichte.
Zu den Ergebnissen:
Laser Standard:
Simon Grotelüschen – Platz 8
Laser Radial:
Franziska Goltz – Platz 24
Anke Helbig – Platz 28
470 Men:
Ferdinand Gerz / Patrick Follmann – Platz 6
470 Women:
Kathrin Kadelbach / Friederike Belcher – Platz 1
Annina Wagner / Marlene Steinherr – Platz 5
49er:
Delle Karth Nico/Nikolaus Resch (AUT) – Platz 1
Lennart Briesenick-Pudenz / Julian Morten Massmann – Platz 5
Erik Heil / Thomas Ploessel – Platz 6
Leopold Fricke / Lorenz Huber – Platz 9
Tobias Schadewaldt / Hannes Baumann – Platz 11
Julian Ramm / Oliver Lewin – Platz 17
Bericht von Anke Helbig:
Nach 5 Wochen verabschieden wir uns nun hier aus Australien.
Der letzte Wettkampftag hielt für mich noch einmal einen BFD (Disqualifikation wegen Frühstart) bereit. Aber wenn ich ehrlich bin, war das Rennen auch so nicht viel besser. Ich hatte einen guten Start auf der rechten Seite und lag rechts vom Feld. Im Laufe der ersten Kreuz drehte der Wind kontinuierlich nach links und ich konnte auch nicht viel machen. Leider verlegte die Wettfahrtleitung den Kurs nicht mehr, sodass wir größten Teils Halbwind um den Kurs segelten. Im Großen und Ganzen ist nach der Woche zu sagen, dass ich es nicht geschafft habe die Sachen umzusetzen, die wir in den Fokus setzen wollten. Zwar gab es immer mal wieder Lichtblicke, in denen dann auch aufeinmal Sachen wie von alleine funktioniert haben, aber der Großteil war geprägt von Unachtsamkeit und Unkonzentiertheit.
Wenn ich auf die letzten Wochen hier zurückblicke, kann ich sagen, dass ich jede Menge Spaß und Freude am Segeln hatte und die Zeit auf dem Wasser sehr genossen habe (ich gebe zu, nicht immer). Ich habe das Gefühl, dass wir in Sachen Fahrtechnik auf der Kreuz und Vorwind einen Schritt nach vorne gemacht haben und nun ein anderer, sehr wichtiger, Bestandteil in den nächsten Wochen auf dem Programm steht, die körperliche Fitness.
Aber nun freue ich mich am meisten auf meine Familie und dass ich mit ihnen die Weihnachtszeit verbringen kann. Ich möchte mich hiermit auch bei allen Menschen bedanken, die mir das hier ermöglicht haben. Vielen Dank dem Heinz Nixdorf Verein, dem Sailing Team Germany, dem Deutschen Seglerverband, den Trainern hier vor Ort und meiner Familie.
Da hat es ja mal ganz königlich gekachalt! Ab 6:13 min im Video seht ihr auch schön die Audi-Ringe mit dem Wind kämpfen. Was bleibt ist die Erkenntnis, dass Hollywood doch nicht immer lügt (siehe White Squall). Laut Pressetext ist ein 2,4mR untergegangen, RS:X Bretter haben Schaden genommen und einige Segler musste sich medizinisch behandeln lassen. Regattaleiter Ross Wilson wies darauf hin, dass das Wetter rund um den Kurs ständig überwacht wird, aber keiner der Messepunkte im Vorfeld irgendeinen Hinweis auf dieses Wetterphänomen geliefert hat.
Zur Erklärung:
Eine Weiße Bö (engl. white squall) ist eine extrem starke, ohne Vorwarnung aufkommende Fallbö, die teilweise von Nebel, Sturzregen oder sogar Schnee begleitet wird.
Weiße Böen sind ein seltenes und in der Seefahrt gefürchtetes Wetterphänomen auf hoher See. Ohne die sonst üblichen Anzeichen bestimmter Sturmwolken wird die See infolge der plötzlichen Windböen weiß (Schaumkronen auf den Wellen); manchmal baut sich bei sonst klarem Himmel extrem schnell eine aufsteigende weiße Wolke auf. Diese Begleiterscheinungen – weiße Schaumkronen, Nebel, die Wolke und in bestimmten Breiten auch Schnee – gaben dem Phänomen den Namen.
Ursache dieser Erscheinung sind wahrscheinlich starke Veränderungen wie Luftdruck-Einbrüche in Wolkenschichten der oberen Atmosphäre, die quasi eine stoßartige Luftlawine von Orkanstärke auslösen und zu extremen Turbulenzen wie in Hurrikanen bis auf Seeniveau führen. Das Geschehen dauert meist nur wenige Sekunden bis einige zehn Minuten. Besonders gefährlich wird dieses Phänomen Segelschiffen, da es nur sehr schwer früh genug erkennbar ist und damit keine Möglichkeit für Gegenmaßnahmen – wie Reduktion der Segelfläche und Kurskorrektur – lässt.
Ob es jetzt wirklich wie beschrieben eine “weiße Bö” war weiß ich nicht. Da die Definition aber recht schwammig ist, behaupte ich zugunsten der Dramaturgie einfach das es eine war! =)
Bericht von Anke Helbig:
Auch für den heutigen Tag waren 3 Rennen geplant, die Windvorhersage versprach gute Bedingungen mit bis zu 18kn. Aber es kommt ja bekanntlich immer anders als man denkt.
Gegen 1300 verließ ich den Hafen, um zum Regattagebiet auszulaufen. Ich segelte mich bei sehr unkonstanten Bedingungen ein und stellte fest, dass der Wind sowohl in seiner Richtung, aber auch in seiner Stärke stark pendelte. Mit einem soliden Start konnte ich meinen taktischen Plan, Streckbug segeln und eher rechts orientiert, gut durchsetzen. Vor der Tonne kam es dann aber von links nochmal ordentlich, sodass ich nur mit Anschluss an die erste Marke kam. Leider erwischte ich einen schlechten ersten Downwind, ich fand meinen Rhythmus nicht und kam nicht richtig ins fahren. Die zweite Kreuz war dann eine solide, bei der ich sowohl taktisch als auch Geschwindigkeitstechnisch etwas Meter und Plätze gutmachen konnte. Und auch beim 2.Vorwind fand ich nach Anlaufschwierigkeiten meinen Rhythmus und konnte einige gute Surf´s mitnehmen. Im Ziel steht dennoch wieder nur ein 21.Platz zur Buche. Also sollte im 2. Rennen alles besser werden…
Kurz vor dem 2. Start des Männerfleets kam dann das, was unseren 5. Wettkampftag enden ließ. Eine Front zog über die gesamte Bucht, mit Regen und bis zu 40kn Wind befand sich fast das gesamte Laserfeld auf ihren gekenterten Booten und warteten auf ein Ende. Dies war aber nicht wirklich in Sicht und so entschied die Wettfahrtleitung uns alle in den Hafen zu schicken, mit der Option nocheinmal auf´s Wasser zu gehen! Aber dazu kam es nicht mehr, sodass wir auch heute wieder nicht alle Rennen fahren konnten.
Für mich steht im Moment ein 22. Rang auf der Ergebnisliste. Ich bin ein wenig enttäuscht aufgrund des heutigen Rennens und den vielen kleinen vermeidbaren Fehlern im Laufe der gesamten Woche. Morgen steht noch ein Rennen für uns aus und ich hoffe, dass ich nocheinmal einen versöhnlichen Abschluss für mich zu Stande bringe, auch fürs Ego.