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Olympische Bootsklassen

Weltmeisterschaft 2011 in Perth

Eine WM, die wir alle wohl so schnell nicht vergessen werden, selten war die Ausscheidung für die Olympischen Spiele 2012 in London so spannend, wie in diesem Jahr. Aber nicht nur an Spannung hatte es diese WM in sich. Was wohl weltweites Aufsehen erregt haben wird, ist definitiv der kleine Disput, den “Segelgott” Ben Ainslie mit einem dem Presseboote austragen wollte, welches ihn während einer Wettfahrt massiv behinderte und ihm den möglichen Wettfahrtsieg nahm, so zumindest sah er das. Ergebnis des ganzen war es, dass er für zwei Wettfahrten disqualifiziert wurde und einige Plätze zurückfiel. Damit wird er wohl leben können, da er ohnehin für die Spiele 2012 im eigenen Land nominiert war. Was ihm jedoch auch bitter aufgestoßen sein wird, war die Diskussion, ob die ISAF ihn für zwei Jahre sperren sollte, oder eben nicht.

Ein weiterer Aufreger war mit Sicherheit der Kampf um die Teilnahme an den Olympischen Spielen bei den 470er Damen. Wir erinnern uns an die Kieler Woche, wo es das erste Mal Stress zwischen den Besatzungen Kadelbach/Belcher und Lutz/Beucke gab. Diese WM hat dem ganzen allerdings die Krone aufgesetzt. Kadelbach/Belcher sind ab der fünften Wettfahrt ein MatchRace gegen Lutz/Beucke gefahren und haben sie damit systematisch nach hinten gesegelt, um sich selbst die Chance für die Teilnahme an den Spielen zu sichern, denn in der nationalen Wertung lag Kadelbach knapp in Führung. Natürlich wurden die Stimmen laut, dass der Verband dieses zu unterbinden hat, nur leider gibt es dafür keine rechtliche Grundlage, alles was Kadelbach/Belcher machten, hatte zwar nicht wirklich etwas mit sportlichem Segeln zu tun, war allerdings auch nicht verboten. Es hat sich für sie ausgezahlt, aber was wäre, wenn niemand gefahren wäre? Das Nationenticket haben nämlich ganz knapp Tina Lutz und Susanne Beucke ersegelt!

Weiteres großes Highlight der WM war mit Sicherheit die Silbermedaille von Stanjek/Kleen, die damit ganz überzeugend ihre Medaillienambitionen bei den Olympischen Spielen in London unter Beweis stellten.

Unsere weiteren Teilnehmer in den einzelnen Klassen wurden sehr schön in einer Tabelle durch das Sailing Team Germany zusammengefasst.

Auf den Seiten findet ihr weitere Zusammenfassungen und Interviews der Aktiven aus Perth.

Um sich die kompletten Ergebnisse anzuschauen, ist wohl die Event-Site die beste Möglichkeit.

 

Zwischenbilanz nach Pre-Olympics

Die deutschen Segler konnten bei den Pre-Olympics zwischen dem 31. Juli und dem 13. August in Weymouth noch nicht zu voller Form auflaufen. Insgesamt platzierte sich das deutsche Segelnationalteam dreimal in zehn Bootsklassen unter den ersten Zehn. Für den Veranstalter als auch für die Segler des Audi Sailing Team Germany waren die Pre-Olympics eine hilfreiche Standortbestimmung.

Hoffnungsträger wie Simon Grotelüschen (LYC) im Laser oder Tobias Schadewaldt/Hannes Baumann (beide NRV) im 49er gaben mit einem siebten Platz ihre Visitenkarte ab und haben wieder einmal gezeigt, wie wettkampfstark sie sind. Die Zwischenbilanz aus diesem Testevent fällt „im Medaillenergebnis leider nicht so vielversprechend aus, wie wir uns das gewünscht hätten. Aber diese ... weiterlesen

Warnemünder Woche – erster Teil überstanden!

Der erste Teil der Warnemünder Woche ging gestern zu Ende und ich war dabei, diesmal zwar nur als Trainer, aber dennoch auf dem Wasser.

Ich musste aber leider auch mit Erschrecken feststellen, dass die WaWo nicht mehr das ist, was sie früher einmal war. Die Bootsklassen erinnern immer mehr an ein Fahrtenseglertreffen und so richtig sportliches Flair will einfach nicht aufkommen, wenn man morgens gegen neun Uhr auf der Terrasse der Sportschule steht und in den Hafen schaut. Einzig die olympische Laser Klasse sorgt für einen kleinen Lichtblick. Auch wenn in diesem Jahr die Beteiligung der Laser nicht so berauschend war, so ist es nur der Tatsache geschuldet, dass zeitgleich die Europameisterschaft in Helsinki stattfindet.

Aus MV´er Sicht gab es natürlich auch etwas zu feiern, so konnte Franziska Goltz die Warnemünder Woche gewinnen und damit erneut unter Beweis stellen, dass sie in diesem Jahr wirklich fit ist und unbedingt ihren Traum von der Teilnahme in London 2012 verwirklich will.

Link: Franziska Goltz im NDR Interview

Ich hoffe nicht, dass sich dieser Trend fortsetzt und sich die WaWo zu einer Stadtmeisterschaft in Rostock entwickelt, denn den Vergleich zur Travemünder und Kieler Woche haben wir mittlerweile längst verloren.

Was also tun?

Für diese Woche wohl lieber den Blick nach Italien wenden, denn da startet Philipp Buhl im FD bei der Weltmeisterschaft und bisher schlägt er sich da wirklich gut. Außerdem beginnt in einigen Tagen auch die EM für die Finns in Helsinki, gespannt werden wir dann verfolgen können, wie sich die Anwärter für ein Olympiaticket dort schlagen.

Yachtblick wird natürlich darüber berichten.

Medal Races vor Kiel

Alexander Schlonski und Matthias Bohn auf ihrem Höllenritt zu Platz eins in diesem Rennen

Ich habe es schon einige Male erwähnt, aber die Technik zur diesjährigen Kieler Woche ist einfach einzigartig. Während meiner aktiven Zeit bin ich auch bei einigen Kieler Wochen gewesen, doch was sich medial in diesem Jahr gemacht hat, ist einfach tadellos. Ich kann es sagen, denn ich sitze in Rostock vor meinem Rechner und verfolge mit großem Interesse die Rennen.

Der heutige Tag begann mit dem Medal Race der Laser Standards, die Klasse, die mir persönlich natürlich am meisten Spaß macht. Simon gut gestartet und das gesamte Feld unter Kontrolle gehabt, für meinen Geschmack dann jedoch etwas zu wenig auf Buhli geachtet, der sich langsam aber bemerkbar von Platz acht auf zwei vorschieben konnte. Es kam zu dem erwarteten Zweikampf und einem sehr spannenden Duell, in dem Simon Grotelüschen das bessere Ende für sich fand. Philipp konnte knapp 10 Meter hinter Simon auf Platz zwei ins Ziel einlaufen. Dieses sind nun auch die Endplatzierungen im Gesamtergebnis der Kieler Woche 2011.
Wichtig für die Olympiaqualifikation ... weiterlesen

Erfolgreicher dritter Tag bei der Kieler Woche

Buhl-cut

Heute Nachmittag bereits beendeten die Starboote ihren Wettfahrttag mit einem mehr als gelungenen Ausgang. Alexander Schlonski und Matthias Bohn konnten einen perfekten Tag hinlegen und beide Rennen in der Starboot Klasse gewinnen. Damit konnten sich die beiden zwischen Stanjek/Kleen und Polgar/Koy auf dem fünften Rang einsortieren.

Bei den Lasern entwickelt sich die Regatta immer mehr zu einem Zweikampf zwischen Philipp Buhl (auf Platz zwei) und Simon Grotelüschen (derzeit Führender bei den Standards), die sich, wenn es um die Qualifikation für die olympischen Spiele geht, nichts zu schenken haben. Nach acht Rennen trennen die beiden Sportler nur fünf Punkte  und sie haben einen Vorsprung von mindestens 13 Punkten auf den ... weiterlesen

Franzi berichtet von ihrem 10ten Platz in Weymouth

... ah geht doch - Malte denkt grün!

Beim ISAF Sailing World Cup im britischen Weymouth erreichte die deutsche Segel-Elite vier Top 10 Platzierungen. Mit Simon Grotelüschen (Lübeck) und Philipp Buhl (Immenstadt) im Laser Standard bewiesen gleich zwei Segler des Audi Sailing Team Germany ihre Weltkasse durch die Plätze vier und sieben. Bei den Damen segelte Franziska Goltz (Schwerin) eine starke Serie und belegte am Ende den zehnten Platz; in der 470er-Klasse kam das Team Kathrin Kadelbach (Berlin)/Friederike Belcher (Hamburg) auf den neunten Platz.

In vielen anderen Klassen taten sich die Deutschen schwerer auf dem Strömungs-Revier.Trotzdem ... weiterlesen

Bericht zum Weltcup in Medemblik

Delta Lloyd Regatta 2011 - © Sander van der Borch

Trotz der geringen deutschen Beteiligung, ging heute ein sehr spannender und medial wirklich gut verarbeiteter Weltcup in Medemblik/NED zu ende.
Hervorzuheben ist sicher der sechste Platz des deutschen Starboot Teams Stanjek/Kleen, die ein weiteres Mal ihre gute Form unter Beweis stellen. Während gestern Abend sicherlich viele zu Hause waren und sich dem deutschen Bildungsfernsehen hingaben, habe ich an meinem Rechner gesessen und ein wirklich interessanten Medal Race gesehen. Stanjek/Kleen waren auf einem sehr guten zweiten Platz, direkt hinter dem als zehnten ins Race gegangenen Roy Heiner aus Holland. Die Freude war jedoch nur von kurzer Dauer, denn das deutsche Team wurde auf dem ersten Vorwind durch die Jury geflagged und musste einen Penalty absolvieren.
Nach vielen Winddrehern, ... weiterlesen

ISAF bestätigt Bootsklassen für RIO 2016

Der folgende Bericht stammt aus der Feder von Roland Gäbler, der in Bezug auf die ISAF Entscheidung zu den olympischen Spielen, als Tagessieger, hervor geht. Wo viel Licht ist, ist auch Schatten und wo es Sieger gibt muss es auch Verlierer geben. Auch wenn mir das Herz blutet, das Starboot ist raus!

So sehen die 10 Bootsklassen derzeit aus:

Men’s Board or Kiteboard – evaluation
Women’s Board or Kiteboard – evaluation
Men’s One Person Dinghy – Laser
Women’s One Person Dinghy – Laser Radial
Men’s 2nd One Person Dinghy – Finn
Men’s Skiff – 49er
Women’s Skiff – Evaluation
Men’s Two Person Dinghy – 470
Women’s Two Person Dinghy – 470
Mixed Two Person Multihull – Evaluation

Roland Gäber:
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Abschlussbericht 43. Semaine Olympique Francaise

Einen Monat vor Beginn der dreiteiligen nationalen Ausscheidung im Kampf um die Olympiafahrkarten für 2012 haben Lasersegler Simon Grotelüschen (Lübeck) und die Starboot-Crew Robert Stanjek/Frithjof Kleen (Berlin) bei der 43. Semaine Olympique Francaise ihre Erfolgsserien fortgesetzt. Damit bescherten sie nicht nur der Kaderflotte des DSV, sondern auch dem Sailing Team Germany frischen Rückenwind.

Simon Grotelüschen seglte beim zweiten europäischen ... weiterlesen

Zwischenbericht vom Weltcup in Hyères


Zum Auftakt des World Cups in Hyères hat das Sailing Team Germany sehr gute Ergebnisse erzielt. In insgesamt sechs Bootsklassen ersegelten sich die Deutschen Top 10-Platzierungen.

Ein Ausrufezeichen setzte dabei vor allem Simon Grotelüschen im Laser, der nach zwei hervorragenden Wettfahrten Kopf an Kopf mit dem Australier Tom Slingsby (Segler des Jahres 2010) an der Spitze steht. Aber auch Moana Delle (RS:X Women) und die Starbootcrew Stanjek/Kleen untermauern mit ihren vierten Plätzen ihre Ambitionen auf Top-Platzierungen. „Wir können mit den Leistungen durchweg sehr zufrieden sein, das war ein guter Auftakt“ resümierte STG Sportdirektor Bernd Zirkelbach. Auch für den zweiten Tag hat sich das STG wieder viel vorgenommen. Wir wünschen viel Erfolg!

Die Listen “hängen” hier hier.