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Olympische Bootsklassen

Zwischenbilanz nach Pre-Olympics

Die deutschen Segler konnten bei den Pre-Olympics zwischen dem 31. Juli und dem 13. August in Weymouth noch nicht zu voller Form auflaufen. Insgesamt platzierte sich das deutsche Segelnationalteam dreimal in zehn Bootsklassen unter den ersten Zehn. Für den Veranstalter als auch für die Segler des Audi Sailing Team Germany waren die Pre-Olympics eine hilfreiche Standortbestimmung.

Hoffnungsträger wie Simon Grotelüschen (LYC) im Laser oder Tobias Schadewaldt/Hannes Baumann (beide NRV) im 49er gaben mit einem siebten Platz ihre Visitenkarte ab und haben wieder einmal gezeigt, wie wettkampfstark sie sind. Die Zwischenbilanz aus diesem Testevent fällt „im Medaillenergebnis leider nicht so vielversprechend aus, wie wir uns das gewünscht hätten. Aber diese ... weiterlesen

Warnemünder Woche – erster Teil überstanden!

Der erste Teil der Warnemünder Woche ging gestern zu Ende und ich war dabei, diesmal zwar nur als Trainer, aber dennoch auf dem Wasser.

Ich musste aber leider auch mit Erschrecken feststellen, dass die WaWo nicht mehr das ist, was sie früher einmal war. Die Bootsklassen erinnern immer mehr an ein Fahrtenseglertreffen und so richtig sportliches Flair will einfach nicht aufkommen, wenn man morgens gegen neun Uhr auf der Terrasse der Sportschule steht und in den Hafen schaut. Einzig die olympische Laser Klasse sorgt für einen kleinen Lichtblick. Auch wenn in diesem Jahr die Beteiligung der Laser nicht so berauschend war, so ist es nur der Tatsache geschuldet, dass zeitgleich die Europameisterschaft in Helsinki stattfindet.

Aus MV´er Sicht gab es natürlich auch etwas zu feiern, so konnte Franziska Goltz die Warnemünder Woche gewinnen und damit erneut unter Beweis stellen, dass sie in diesem Jahr wirklich fit ist und unbedingt ihren Traum von der Teilnahme in London 2012 verwirklich will.

Link: Franziska Goltz im NDR Interview

Ich hoffe nicht, dass sich dieser Trend fortsetzt und sich die WaWo zu einer Stadtmeisterschaft in Rostock entwickelt, denn den Vergleich zur Travemünder und Kieler Woche haben wir mittlerweile längst verloren.

Was also tun?

Für diese Woche wohl lieber den Blick nach Italien wenden, denn da startet Philipp Buhl im FD bei der Weltmeisterschaft und bisher schlägt er sich da wirklich gut. Außerdem beginnt in einigen Tagen auch die EM für die Finns in Helsinki, gespannt werden wir dann verfolgen können, wie sich die Anwärter für ein Olympiaticket dort schlagen.

Yachtblick wird natürlich darüber berichten.

Medal Races vor Kiel

Ich habe es schon einige Male erwähnt, aber die Technik zur diesjährigen Kieler Woche ist einfach einzigartig. Während meiner aktiven Zeit bin ich auch bei einigen Kieler Wochen gewesen, doch was sich medial in diesem Jahr gemacht hat, ist einfach tadellos. Ich kann es sagen, denn ich sitze in Rostock vor meinem Rechner und verfolge mit großem Interesse die Rennen.

Der heutige Tag begann mit dem Medal Race der Laser Standards, die Klasse, die mir persönlich natürlich am meisten Spaß macht. Simon gut gestartet und das gesamte Feld unter Kontrolle gehabt, für meinen Geschmack dann jedoch etwas zu wenig auf Buhli geachtet, der sich langsam aber bemerkbar von Platz acht auf zwei vorschieben konnte. Es kam zu dem erwarteten Zweikampf und einem sehr spannenden Duell, in dem Simon Grotelüschen das bessere Ende für sich fand. Philipp konnte knapp 10 Meter hinter Simon auf Platz zwei ins Ziel einlaufen. Dieses sind nun auch die Endplatzierungen im Gesamtergebnis der Kieler Woche 2011.
Wichtig für die Olympiaqualifikation ... weiterlesen

Erfolgreicher dritter Tag bei der Kieler Woche

Heute Nachmittag bereits beendeten die Starboote ihren Wettfahrttag mit einem mehr als gelungenen Ausgang. Alexander Schlonski und Matthias Bohn konnten einen perfekten Tag hinlegen und beide Rennen in der Starboot Klasse gewinnen. Damit konnten sich die beiden zwischen Stanjek/Kleen und Polgar/Koy auf dem fünften Rang einsortieren.

Bei den Lasern entwickelt sich die Regatta immer mehr zu einem Zweikampf zwischen Philipp Buhl (auf Platz zwei) und Simon Grotelüschen (derzeit Führender bei den Standards), die sich, wenn es um die Qualifikation für die olympischen Spiele geht, nichts zu schenken haben. Nach acht Rennen trennen die beiden Sportler nur fünf Punkte  und sie haben einen Vorsprung von mindestens 13 Punkten auf den ... weiterlesen

Franzi berichtet von ihrem 10ten Platz in Weymouth

Beim ISAF Sailing World Cup im britischen Weymouth erreichte die deutsche Segel-Elite vier Top 10 Platzierungen. Mit Simon Grotelüschen (Lübeck) und Philipp Buhl (Immenstadt) im Laser Standard bewiesen gleich zwei Segler des Audi Sailing Team Germany ihre Weltkasse durch die Plätze vier und sieben. Bei den Damen segelte Franziska Goltz (Schwerin) eine starke Serie und belegte am Ende den zehnten Platz; in der 470er-Klasse kam das Team Kathrin Kadelbach (Berlin)/Friederike Belcher (Hamburg) auf den neunten Platz.

In vielen anderen Klassen taten sich die Deutschen schwerer auf dem Strömungs-Revier.Trotzdem ... weiterlesen

Bericht zum Weltcup in Medemblik

Trotz der geringen deutschen Beteiligung, ging heute ein sehr spannender und medial wirklich gut verarbeiteter Weltcup in Medemblik/NED zu ende.
Hervorzuheben ist sicher der sechste Platz des deutschen Starboot Teams Stanjek/Kleen, die ein weiteres Mal ihre gute Form unter Beweis stellen. Während gestern Abend sicherlich viele zu Hause waren und sich dem deutschen Bildungsfernsehen hingaben, habe ich an meinem Rechner gesessen und ein wirklich interessanten Medal Race gesehen. Stanjek/Kleen waren auf einem sehr guten zweiten Platz, direkt hinter dem als zehnten ins Race gegangenen Roy Heiner aus Holland. Die Freude war jedoch nur von kurzer Dauer, denn das deutsche Team wurde auf dem ersten Vorwind durch die Jury geflagged und musste einen Penalty absolvieren.
Nach vielen Winddrehern, ... weiterlesen

Nachtrag – Franzi berichtet über Palma

Nachdem am vergangenen Wochenende eine, aus deutscher Sicht, sehr erfolgreiche Princes Sofia Trophy zu Ende ging, melden sich nun auch die ersten Stimmen aus dem deutschen Team.

Seht selbst, was Franzi zu berichten hat.

“Diesmal berichte ich aus dem leicht verregneten Kiel, ein kleiner Rückblick auf die vergangene Woche der Princess Sofia Trophy.
Nach 5 Tagen und 10 Rennen, in einem Weltklasse Feld von 78 Schiffen, beendete ich meinen ersten Wettkampf des Jahres auf Rang 17.
Die Woche hatte uns wieder viel abverlangt. Am ersten Tag im Durchschnitt 23 Knoten Wind und in Spitzen bis zu 30 Knoten.

Im Rennen war ich eigentlich ganz gut ... weiterlesen

Der Schwerdtfisch fährt die Flossen aus?

Am vergangenen Wochenende begann für einige unserer Laserhelden im italienischen Torbole  die Europacup Saison 2011.

Am Start waren auch einige meiner ehemaligen Trainings- und Reisegefährten. Erfreulich ist  das gute Abschneiden von Frithjof Schwerdt und Marco Grasse.

Vor einigen Wochen habe ich noch mit Frithjof telefoniert und er erzählte mir, dass er einen langen Winter mit viel zu wenig Wasserarbeit und zu viel „Eisen biegen“ in Kombination mit Studium hinter sich habe. Da ist dieser achte Platz, in einem mit 110 Seglern besetzen Feld, doch ganz anders zu bewerten.

Sehr erfreulich ist auch die Platzierung von ... weiterlesen

“White Squall” trifft die Teilnehmer der Sail Melbourne

Da hat es ja mal ganz königlich gekachalt! Ab 6:13 min im Video seht ihr auch schön die Audi-Ringe mit dem Wind kämpfen. Was bleibt ist die Erkenntnis, dass Hollywood doch nicht immer lügt (siehe White Squall). Laut Pressetext ist ein 2,4mR untergegangen, RS:X Bretter haben Schaden genommen und einige Segler musste sich medizinisch behandeln lassen. Regattaleiter Ross Wilson wies darauf hin, dass das Wetter rund um den Kurs ständig überwacht wird, aber keiner der Messepunkte im Vorfeld irgendeinen Hinweis auf dieses Wetterphänomen geliefert hat.

Zur Erklärung:

Eine Weiße Bö (engl. white squall) ist eine extrem starke, ohne Vorwarnung aufkommende Fallbö, die teilweise von Nebel, Sturzregen oder sogar Schnee begleitet wird.
Weiße Böen sind ein seltenes und in der Seefahrt gefürchtetes Wetterphänomen auf hoher See. Ohne die sonst üblichen Anzeichen bestimmter Sturmwolken wird die See infolge der plötzlichen Windböen weiß (Schaumkronen auf den Wellen); manchmal baut sich bei sonst klarem Himmel extrem schnell eine aufsteigende weiße Wolke auf. Diese Begleiterscheinungen – weiße Schaumkronen, Nebel, die Wolke und in bestimmten Breiten auch Schnee – gaben dem Phänomen den Namen.
Ursache dieser Erscheinung sind wahrscheinlich starke Veränderungen wie Luftdruck-Einbrüche in Wolkenschichten der oberen Atmosphäre, die quasi eine stoßartige Luftlawine von Orkanstärke auslösen und zu extremen Turbulenzen wie in Hurrikanen bis auf Seeniveau führen. Das Geschehen dauert meist nur wenige Sekunden bis einige zehn Minuten. Besonders gefährlich wird dieses Phänomen Segelschiffen, da es nur sehr schwer früh genug erkennbar ist und damit keine Möglichkeit für Gegenmaßnahmen – wie Reduktion der Segelfläche und Kurskorrektur – lässt.

Quelle: Wikipedia

Ob es jetzt wirklich wie beschrieben eine “weiße Bö” war weiß ich nicht. Da die Definition aber recht schwammig ist, behaupte ich zugunsten der Dramaturgie einfach das es eine war! =)

Bericht von Anke Helbig:

Auch für den heutigen Tag waren 3 Rennen geplant, die Windvorhersage versprach gute Bedingungen mit bis zu 18kn. Aber es kommt ja bekanntlich immer anders als man denkt.

Gegen 1300 verließ ich den Hafen, um zum Regattagebiet auszulaufen. Ich segelte mich bei sehr unkonstanten Bedingungen ein und stellte fest, dass der Wind sowohl in seiner Richtung, aber auch in seiner Stärke stark pendelte. Mit einem soliden Start konnte ich meinen taktischen Plan, Streckbug segeln und eher rechts orientiert, gut durchsetzen. Vor der Tonne kam es dann aber von links nochmal ordentlich, sodass ich nur mit Anschluss an die erste Marke kam. Leider erwischte ich einen schlechten ersten Downwind, ich fand meinen Rhythmus nicht und kam nicht richtig ins fahren. Die zweite Kreuz war dann eine solide, bei der ich sowohl taktisch als auch Geschwindigkeitstechnisch etwas Meter und Plätze gutmachen konnte. Und auch beim 2.Vorwind fand ich nach Anlaufschwierigkeiten meinen Rhythmus und konnte einige gute Surf´s mitnehmen. Im Ziel steht dennoch wieder nur ein 21.Platz zur Buche. Also sollte im 2. Rennen alles besser werden…

 

Kurz vor dem 2. Start des Männerfleets kam dann das, was unseren 5. Wettkampftag enden ließ. Eine Front zog über die gesamte Bucht, mit Regen und bis zu 40kn Wind befand sich fast das gesamte Laserfeld auf ihren gekenterten Booten und warteten auf ein Ende. Dies war aber nicht wirklich in Sicht und so entschied die Wettfahrtleitung uns alle in den Hafen zu schicken, mit der Option nocheinmal auf´s Wasser zu gehen! Aber dazu kam es nicht mehr, sodass wir auch heute wieder nicht alle Rennen fahren konnten.

Für mich steht im Moment ein 22. Rang auf der Ergebnisliste. Ich bin ein wenig enttäuscht aufgrund des heutigen Rennens und den vielen kleinen vermeidbaren Fehlern im Laufe der gesamten Woche. Morgen steht noch ein Rennen für uns aus und ich hoffe, dass ich nocheinmal einen versöhnlichen Abschluss für mich zu Stande bringe, auch fürs Ego.

Ich schick euch liebe Grüße aus Melbourne

Anke

Promo Video der F18 Katamaran Klasse! Rio 2016?

Der Katamaran ist so gut wie zurück im olympischen Programm, trägt allerdings noch den Status “equipment evaluation”, soll heißen, man hat sich für das Boot noch nicht entschieden. Roland Gäbler wünscht sich sicher seinen Tornado zurück ins olympische Programm – bei seinem kontinuierlichen Engagement dafür, hätte er das ja auch irgendwie verdient. Betrachten wir das ganze mal realistisch und ohne Emotionen. Der Hobie 16 ist der meistverkaufte Katamaran der Welt – mit 16 Füßen für “Mixed” aber sicher zu klein! Der 20 Fuß lange Tornado hat zwar schon olympische Erfahrungen, ist aber leider auch recht teuer! Was liegt also näher als auf die F18 Katamarane zu setzen. In den letzten Jahren ist diese Klasse wirklich stark gewachsen und die Boote wurden beachtlich weiterentwickelt. Die französische F18 Klassenvereinigung hat gerade diesen Film veröffentlicht … es würde mich schon doll wundern, wenn man damit nicht auf die nächste ISAF Konferenz im Mai in Sankt Petersburg schielt. Die Finns haben auch einen Film veröffentlicht und waren Erfolgreich – warten wir ab was passiert!