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Motoryachten

“Le Grand Bleu” Die schönste Motoryacht der Welt im Rostocker Hafen!

Gestern ist die “Le Grand Bleu” in Rostock angekommen um bei Tamsen Maritime überarbeitet zu werden. Die Yacht gehört dem russischen Milliardär Jewgeni Schwidler, einem Freund und Geschäftspartner von Roman Abramowitsch – dem vorherigen Eigner. “Le Grand Bleu” wurde bei Kusch Yachts in Wewelsfleeth gezeichnet und in Bremen bei Vulkan 1996 fertig gestellt. Mit 114 Metern nimmt sie derzeit Platz 15 in der Liste der längsten Motoryachten der Welt ein. Eine Quelle habe ich zu den “Toys” an Bord gefunden, die besagt, dass die Segelyacht dezente 74 Fuß lang ist und die Motoryacht 67 Fuß – beide Angaben erscheinen mir aber sehr großzügig – ich werde das noch genauer herausfinden. Das soll es bis dahin erstmal gewesen sein – ich denke, dass ich euch demnächst noch ein weniger mehr darüber berichten kann, was es mit der Yacht und dem Refit in Rostock auf sich hat. Selbstverständlich waren John und ich heute morgen unterwegs um ein paar Bilder von dieser Schönheit zu machen!

Nachtrag: Bei der Segelyacht handelt es sich um 74 Fuß Dubois Yacht – natürlich Ed Dubois =)

Bei der Motoryacht um eine 21 Meter Couach-Yacht!

Wally WHY – der Traum von der eigenen Insel!

Sicherlich ist dieser Entwurf nicht mehr ganz neu, aber ich habe noch nicht darüber geschrieben und das vorliegende Video war mir Grund genug, euch was von der Wally WHY zu erzählen. Ganz tau frisch ist auch das Video nicht mehr, denn die Kooperation zwischen Wally und Hermès ist meines Wissens mittlerweile hinfällig und der französische Modekonzern beschränkt sich wieder auf seine Kernkompetenzen, nachdem man festgestellt hatte, das man zu wenig zum Projekt beisteuern kann. Der etwas ungewöhnliche Rumpf ist auch nicht mehr so ganz  neu, aber das gibt man bei Wally auch ganz offen zu, denn das Patent für diese Rumpfform ist mittlerweile 25 Jahre alt und geht auf den norwegischen Schiffbauingenieur Roar Ramde zurück! Das Video zeigt ein Ramform Schiff von Petroleum Geo Services bei der Arbeit.

So ähnlich könnte die schwimmende Insel von Wally also mal in Fahrt aussehen, sollte es den Monegassen gelingen, dafür einen Käufer zu finden. Es gibt definitiv keine andere Werft auf dieser Erde, der ich auch nur ansatzweise zutrauen würde, so ein Schiff wirklich an den Mann zu bringen, außer eben Wally. Luca Bassanis Erfolg begründet sich ja schlussendlich darauf, im Yachtbau neue Wege zu beschreiten. Wer sich die Mühe macht, ein “Full-scale Mock-up”, also ein 1:1 Modell des Schiffes zu bauen, der hat den Erfolg auch irgendwie verdient.

 

Unterwegs mit dem Museums-Frachtschiff “Cap San Diego”

Mein Kumpel Tobi hat vor ein paar Jahren seinen Job als “fahrender” Nautiker an den Nagel gehängt und kümmert sich seitdem an Land um die Belange der deutschen Seeschifffahrt. Da die Liebe zur Seefahrt einen bekanntlich nicht so einfach wieder los lässt, konnte auch Tobi nicht all zu lange ruhig bleiben und hat auf der Cap San Diego angeheuert, dem Hamburger Museeumsschiff. Der “Weiße Schwaan des Südatlantik” ist das größte fahrtüchtige zivilie Museumsschiff der Welt und gehört zum Hamburger Hafen wie die Rickmer Rickmers, der Michel und die Speicherstadt. Den vielen ehrenamtlichen Helfern, Spendern, der Betreibergesellschaft und der Hamburger Admiralität sei dafür gedankt, dass der 1961 für Hamburg Süd gebaute Stückgutfrachter, noch immer einige Male pro Jahr die Dalbenschlösser öffnen und in “See stechen” kann. Auf Einladung des eingangs erwähnten Freundes hatte ich am Samstag die Möglichkeit in Begleitung einer schicken junge Dame und dem “kleinsten Yachttester der Welt” eine dieser seltenen Ausfahrten erleben zu dürfen. Kaiserwetter, schöne Frauen, gute Freunde und ein altes wunderschönes Schiff – was braucht es mehr um einen angehenden Schiffbauer glücklich zu machen! Um euch an meinem Glück teilhaben zu lassen, hatte ich natürlich die Spiegelreflex mit an Bord!

P.S. Die Bilder stehen unter einer Creative Commons Lizenz, es steht euch also frei sie für eure nicht kommerziellen (andernfalls einfach fragen) Webprojekte zu nutzen, solange ihr auf den Urheber verweist und auf Yachtblick verlinkt (kein no-follow). Natürlich würde ich mich freuen, wenn ihr mir in einer kurzen Mail zeigt, wo die Bilder dann zu sehen sind. Den Lesern aus dem Umfeld der Cap San Diego sei gesagt, dass es noch viel mehr Bilder gibt, die ich gern zur Verfügung stelle.


Für ein “Mobo” echt schick!

Ich habe es bis dato bewusst vermieden über Designentwürfe von Yachten zu schreiben, denn die letzen Jahre Schiffbaustudium haben mich gelehrt, dass die meisten der teilweise wilden Konzepte technisch nicht umsetzbar sind. Deshalb geht es mir auch bei diesem Projekt weniger um das Schiff als solches, sondern mehr um den Entwurf an sich! Ich find ihn schick! Die Linien, die Fenster, die “dicken Backen” am Heck – ein rundum gelungener Entwurf. Ich denke das fertige Schiff wird nicht ganz ohne Luken oder ähnliches auf dem Vorschiff auskommen. Kritisch seh ich auch die langgezogene Scheibe im Rumpf, denn dafür einen Stempel vom Lloyd, oder einer anderen Zertifizerungsgesellschaft zu bekommen, ist sicher keine ganz einfache Aufgabe. Das Auto … ist sicherlich optional durch einen schicken Daysailor zu ersetzen! =)

Fakten: Name: Strand Craft 122; Top Speed: 43 kn (optional 55 kn); Länge: 38 m; Breite: 7,5 m; Tiefgang: 1,4 m

via Luxusblogger.de

Die letzte deutsche Staatsyacht! Erichs Ostseeland – Teil 2

Zum 1. Teil des Artikels

Glaubt man den Berichten eines ehemaligen Offiziers der Volksmarine, der ausführlich im NVA-Forum (erschreckenderweise gibt es so etwas tatsächlich) über seine Zeit auf der Ostseeland berichtet, war der Aktionsradius der Yacht stark auf die Gewässer der DDR beschränkt. Es wird nur von einer einzigen Dienstreise nach Polen berichtet. Die nur etwa 70 Seetage im Jahr sind wohl darauf zurück zu führen, dass Erich kein großer Freund der Seefahrt war und stark zur Seekrankheit neigte. Den Rest der Zeit verbrachte die Yacht im Hafen von Rostock. Für die Ortskundigen, sie lag im Breitling.

Wie es sich für eine echte Stasi- … ähm Staatsyacht gehört, verfügte die Ostseeland über eine eigene Abhörzentrale. Man war also stets darüber Informiert, was Gäste der Yacht, wie z.b. Fidel Castro, so trieben. Zur Stammbesatzung gehörten etwa 25 Mann Crew und bis zu 16 Gäste bei Mehrtagesfahrten oder 35 bei Tagesfahrten. Genutzt wurde das Schiff zur Beobachtung von Flottenmanövern, sowie für Lustfahrten mit Staatsgästen bzw. Partei- und Staatsfunktionären. Im Kriegsfall wäre die Yacht zum Lazarettschiff umgebaut wurden.

Nach der „Außerdienststellung“/Wende wurde die Yacht  an einen Eigner verkauft, dessen Identität nicht so ganz klar ist. Fakt ist, sie wurde unter Maltesischer Flagge betrieben und in den Hafen von Kopenhagen verlegt. In selbigem lag sie dann bis zur Zwangsversteigerung am 1. Mai 1998. Als Mindestgebot wurden 26.000 DM aufgerufen – was den über die Jahre  aufgelaufenen Liegegebühren entsprach! Den Zuschlag erhielt ein türkischer Kaufmann mit Namen Senol Yegin für 313.000 DM. Sie wurde daraufhin nach Istanbul verlegt.  In der Folgezeit sollte die „Aniara“, wie sie damals hieß, einem 5 Millionen Mark teuren Refit unterzogen werden, um unter dem Label Blue-Marlin-Charter Ostalgie-Kreuzfahrten zu ermöglichen. Dieses Projekt scheiterte aber an finanziellen Schwierigkeiten. Wie weit dieses Projekt und das Refit zum Zeitpunkt des Scheiterns bereits vorangeschritten war, vermag ich nicht zu sagen. Die Bilder der „Falcon“, wie sie wohl heute heißt, sprechen aber nicht unbedingt für ein umfangreiches Refit.

Das letzte Mal tauchte die „letzte Deutsche Staatsyacht“ im Jahre 2005 in der öffentlichen Wahrnehmung auf, als sie über einen Hamburger Makler auf gebrauchtboote.de angeboten und für angeblich 700.000 Euro an einen Käufer aus Dubai verkauft wurde. Selbiger lies im Nachgang verlauten, dass ihn die Geschichte des Schiffs nicht interessiere und er sie umbauen werde.

… sowie es etwas neues gibt setze ich diesen Artikel fort!

Die Bilder wurde mir freundlicherweise von Jukka Koskimies zur Verfügung gestellt.

Air-Step-Unterwasserschiff für ökonomische Fahrleistungen

Können Motorbootfans dank neuer Technologien bald wieder aufatmen? Jeder weiß, dass dank steigender Spritpreise das Vergnügen ein Motorboot zu besitzen und vor allem zu bewegen immer unattraktiver geworden ist. Nun sieht sich die Motoryachtindustrie gezwungen zu handeln. Beneteau setzt dabei auf sein neues Air-Step-Unterwasserschiff. Es wurde u.a. in der neu vorgestellten Monte Carlo 32 Open verbaut. Das Konstruktionsprinzip ähnelt bis zur ersten Hälfte einem üblichen V-Rumpf. Ab der zweiten Hälfte erfolgte die Modifikation, in dem Beneteau zwei Edelstahlhutzen seitlich über der Wasserlinie installierte. Diese saugen über ein laminiertes Rohrsystem Luft unter den hinteren Teil des Bodens und erzeugen eine Art Luftkissen, welches durch eine Stufe und seitlichen Führungen nicht entweichen kann. Der Effekt ist weniger Wasserwiderstand und somit eine effizientere Fahrweise mit gleicher Geschwindigkeit bei weniger Motorleistung! Seht Euch die neue Monte Carlo einfach selber an und schreibt uns Eure Meinung dazu!

MfG Peter