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Mini-Transat

Klein, breit und bunt! Der Film in voller Länge!

Lieber Leser,

die förmliche Anrede lässt schon darauf schließen, dass es heute etwas besonders gibt und in der Tat freue ich mich euch diesen grandiosen Film präsentieren zu dürfen. Henrik Masekowitz hat 2007 erfolgreich das Mini-Transat beendet! Eine großartige Leistung!

Ich möchte euch diesen Film ganz besonders empfehlen, denn er ist definitiv nicht wie jedes x-beliebige Segelvideo! “Klein, breit und bunt” lebt von seinem Hauptdarsteller! Wenn Henrik nur zur hälfte so ist wie im Video, ist er definitiv ein Typ mit dem man gerne mal ein Bier trinken würde! Der Film liefert in erster Linie Emotionen und erzählt eine interessante Geschichte. So wird schon diese Stunde Film für jeden Zuschauer zum persönlichen Transat-Erlebniss!

Viel Spaß!

www.mini650.de

Zum verschenken findet ihr den Film auch im Online-Shop von segel-filme.de

Ausversehen in Richtung Arktis gesegelt …

… oder auch “planlos im Südatlantik”

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Die folgende Story ist genau die Art Segelgeschichte die ich mag und der Grund warum es Yachtblick gibt. Bei der aktuellen Ausgabe des Mini-Transat trudeln so langsam die letzten Boote im Ziel ein. Normalerweise nimmt man nach dem Einlaufen der ersten Drei und nach der Zieldurchfahrt des ersten Landsmannes keine Notiz mehr vom Rest des Teilnehmerfeldes. Dieser Fakt war auch Alexandre Scrizzi klar, doch er schaffte es zum Ende der Regatta noch einmal die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Wie er das gemacht hat? Er fuhr einen kleinen Umweg in Richtung Arktis.

Die Rennleitung hatte sich wohl schon länger über den Kurs fernab des restlichen Feldes gewundert und nachdem man seit Sonntag keine signifikante Kursänderung mehr hatte feststellen können, machte man sich natürlich sorgen um das Leben von Alexandre Skrizzi. Aus diesem Grund charterte die Rennleitung ein Flugzeug um nach der „Phoenix“ zu sehen. Aus der Luft sah man, dass die Yacht mit gerefftem Groß und Spi unter Autopilot einsam ihren Weg fortsetzte. Kein Lebenszeichen des Skippers. Auch ein, von der brasilianischen Airforce, eingesetztes Suchflugzeug konnte kein Lebenszeichen auf dem Boot ausmachen. Die Rennleitung musste vom Schlimmsten ausgehen.

Gestern, um 15 Uhr deutscher Zeit, kam die erlösende Nachricht! Auf dem Racetracker konnte man sehen, dass Skrizzi eine Halse gefahren war und nun wieder Kurs auf Südamerika nahm. Unwahrscheinlich, dass die Yacht es allein auf den anderen Bug geschafft hatte, der Skipper musste also noch am Leben sein.

Einige Zeit später und etwa 310 Meilen südwestlich des Zielhafens, erreichte ihn ein Schiff der brasilianischen Marine und konnte Funkkontakt herstellen. Die Lösung des Rätsels: Skrizzis GPS-System hatte bereits auf der Nordhalbkugel den Geist aufgegeben. Er zeigte sich nach Angaben der Marine sichtlich überrascht darüber, dass er sich 400 Meilen südlich der angenommen Position befand.

Laut Regelwerk dürfen die Skipper beim Mini-Transat kein Satellitentelefon bei sich haben, auch die Reichweite der UKW-Funkanlage ist auf maximal 20 Seemeilen begrenzt. Es war aus diesem einfachen Grund nicht möglich Herrn Skrizzi auf seinen Irrtum hinzuweisen.

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Erster Mini-Transat Segler angekommen!

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Vor einigen Wochen haben wir bereits über den Start des Mini-Transat berichtet. Heute um 12:18 Uhr schaffte es Thomas Ruyant im brasilianischen Bahia die Ziellinie als erster zu durchsegeln.
Die ersten deutschen Teilnehmer werden wohl erst in den nächsten drei bis fünf Tagen zu erwarten sein.

Das führende Boot der Serienflotte lag zum Zeitpunkt der Zieldurchfahrt von Ruyant noch etwa 262 nm entfernt. Der beste Deutsche in dieser Klasse liegt mit einem Rückstand von 261 nm auf den führenden Dalin auf Platz 23.
Erstes Interview von Ruyant nach seinem Zieldurchlauf:
“Mein Boot hat alle Erwartungen erfüllt. Ich habe in den Doldrums manchmal wirklich viel riskiert. Ständig habe ich dem Boot versichert, dass es seine Ruhe und Entspannung bekommt, wenn wir erstmal im Ziel sind. Ich habe es wirklich strapaziert. Manchmal blieb der Spinnaker sogar in Sturmböen oben. Dadurch konnte ich den Vorsprung zu den anderen ausweiten. Außerdem habe ich fast die ganze Zeit über von Hand gesteuert – das war der Trick.”
Weiterhin viel Glück den verbliebenden Seglern, die noch einiges an Weg zurücklegen müssen.

via