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Meilensteine im Yachtbau

Meilensteine im Yachtbau Teil 2 – „Christina“ die Mutter aller Superyachten – 1. Teil

“AT FIRST THERE WAS THE NAME – NOW THERE IS THE LEGEND”

So steht es geschrieben im Intro der Website zu Christina O. Übertreibung? Ein guter Werbeclaim? Schlicht und Einfach eine Tatsache!

Wen interessiert wie lang, wie breit oder wie schnell Christina O ist. Fakt ist, sie ist nicht die längste Superyacht der Erde, sie ist nicht die breiteste Superyacht der Erde, die schnellste ist sie auf gar keinen Fall und trotzdem ist sie die Nummer 1 unter den Superyachten. Keine Yacht auf den 7 Meeren versprüht mehr Glamour, keine Yacht war nachweislich öfter auf den Titelseiten der Boulevard und Fachpresse, von keiner anderen Yacht der Erde gibt es so viele Paparazzi-Fotos, denn auf keiner Yacht der Erde dürften sich mehr „wirkliche“ Weltstars bewegt haben. Christina O. ist die Mutter aller privaten Superyachten, denn sie war die Erste und während jüngere Superyachten längst an irgendwelchen Stegen verrotten oder abgewrackt wurden, ist sie immer noch allgegenwärtig.


Die Christina wurde 1943 als Fregatte „Stormont“ gebaut und stand dann bis 1948 im Dienst der Royal Canadian Navy bis sie 1948 von Aristoteles Sokrates Homer Onassis für damals 34.000 $ gekauft wurde. In den Folgejahren investierte dieser etwas über 4 Millionen Dollar, um die erste und seiner Zeit einzige Superyacht zu besitzen. So wurde dieses Schiff zu einem der frühen Symbole für den wirtschaftlichen Aufstieg in Europa nach dem 2. Weltkrieg. Das einzige was Christinas Symbolcharakter in Bezug auf den „Aufstieg aus dem Nichts“ überstrahlt ist ihr Eigner selbst.

Als vernachlässigter Sohn eines reichen Tabakhändlers am 15. Januar 1906 ( im Übrigen finde ich, dass der 15. Januar ein großartiger Tag ist um geboren zu werden ) im heutigen Izmir geboren, wuchs er weitestgehend bei seiner konservativen Großmutter auf. Als 16 Jähriger wurde er während des Griechisch-Türkischen Krieges, wie alle in der Türkei lebenden Griechen, zum politischen Flüchtling und wanderte ausgestattet mit 60 Dollar und einem gefälschten Geburtsdatum im Nansen Pass nach Argentinien aus.

Sein(vor allem von ihm selbst) viel zitierter „Aufstieg aus dem Nichts“ begann mit Jobs als Kurier, Hotelpage und Telefonist. Aus heutiger Sicht, als scheinbar „nebenbei“ stilisiert, begann er damit das alte Geschäft seines Vaters zu reorganisieren und türkischen Tabak nach Argentinien zu importieren. Mit diesem Geschäft brachte er es zu seinen ersten 100.000 $ und einer eigenen Produktionslinie für Zigaretten.

Als Sieger unter den Verlierern ging er aus der Weltwirtschaftskrise von 1929 hervor, indem er für einen Spottpreis 6 schrottreife Schiffe einer insolventen kanadischen Reederei kaufte. Kritiker behaupten, dass sein erfolgreicher Einstieg in die Transportbranche allein auf Glück beruht. Dem Glück, dass seine Schiffe, welche unter Missachtung aller Sicherheitsvorschriften fuhren, trotz ihres desolaten Zustandes niemals sanken bevor er das Geld hatte sie durch neue zu ersetzen. Am Vorabend des 2. Weltkrieges hatte es Onassis so auf 46 Schiffe gebracht, unter ihnen eine große Anzahl von Tankern. Während des zweiten Weltkrieges konnte er seinen Reichtum ohne viel zu tun erheblich ausbauen, da seine Schiffe zu guten Konditionen an die Alliierten verchartert waren. Nach dem Krieg baute er die damals größte Walfangflotte der Welt auf, um sie kurze Zeit später an ein Japanisches Konsortium zu verkaufen. Seinen „Big Deal“ landete er aber im Jahre 1954 als er es schaffte, vom König von Saudi Arabien das Exklusivrecht auf den Öltransport des Landes und eine Beteiligung am Verkauf des Öls zugesprochen zu bekommen. Onassis hatte frühzeitig in die erste Generation von Supertankern investiert und war daher der Einzige, der mit seinen Schiffen die steigende Nachfrage des Westens nach Rohöl befriedigen konnte. In den Folgejahren wuchs seine Flotte weiter an. Aus Angst er könnte als größter Rohöl-Transporteur zu viel Einfluss bekommen, begann die CIA gegen ihn zu ermitteln. Als daraufhin ein bestochener saudischer Beamter auftauchte, der wohl Einfluss auf das gute Gelingen seine Geschäftsabschluss von 1954 hatte, schien das Imperium ins Wanken zu geraten, denn sein Transportauftrag wurde daraufhin annulliert. Rettung kam erst 1957 als es im Zuge der Suezkrise zu Transportengpässen bei den anderen Reedern kam. Von nun an legte Onassis die Preise fest, da ihm ja über 100 freie Tanker zur Verfügung standen.

Hatte er noch im Angesicht des finanziellen Schadens seinen Partnern angeboten umsonst zu transportieren, wenn er nur den Auftrag behalten könne, verdoppelte er nun die Transportpreise. Onassis war auf dem Höhepunkt seiner Macht. Er hatte sich bereits 1954 Anteile an Casinos und Hotels in Monte Carlo gekauft und konnte sich in diesem Zusammenhang einen kostenintensiven Machtkampf mit Fürst Rainier leisten, den er vorher mit Grace Kelly verkuppelt hatte. Er beendete nach diesem Machtkampf sein Engagement in Monaco und kaufte zum Ausgleich eine Bank in Genf. Ab 1956 war Onassis dann nicht mehr nur der Mann für den Seetransport, sondern übernahm auch den griechischen Luftraum, indem er die angeschlagene staatliche Fluggesellschafft kaufte, sanierte und 1957 in Olympic Airways umfirmierte. Neben seiner „Christina“, die für ihn zum Hauptwohnsitz geworden war, besaß er zu dieser Zeit bereits die Insel Skorpios.

Christina O – Teil 2

Meilensteine im Yachtbau. Teil 1 – Die „Hyperion“

Diese Artikelserie soll sich mit Yachten, Werften und den dazu gehörigen Eignern befassen, die Trends setzten und damit die Branche veränderten. Natürlich ist nicht aus jedem Splin eines Eigners ein marktbeherrschender Trend geworden, aber auch derlei Spinnereien sollen hier Erwähnung finden.
„Hyperion“ ist der Name eines Titanen aus der griechischen Mythologie. „Hyper“ wird dabei aus dem altgriechischen mit „droben“ oder „drüberhin“ übersetzt und wahrlich der Name ziert den Spiegel einer Yacht, die seit ihrer Auslieferung im November 1998 über den Dingen steht. Kurz nach der Fertigstellung habe ich eine Reportage über diese Yacht gesehen, die möglicherweise einer der Gründe dafür ist, dass ich zum Schiffbau gekommen bin.

Der Riss dieser Sloop mit Kutter-Rigg stammt von keinem geringerem als dem Team um German Frers und wurde natürlich bei Royal Huisman in den Niederlanden gebaut, der Werft, die man mit Fug und Recht als die Expertin für das Exorbitante unter Segeln ausweisen kann. Die knapp 48 m lange Sloop war die damals größte private Segelyacht der Erde und soll ca. 19 Mio Euro gekostet haben.
Ähnlich dem Yachtblick-Projekt schlägt auch die Hyperion eine Brücke zwischen der Welt des Internets und der des Segelns. Warum?
Zum einen weil ihr Auftraggeber und ehemaliger Eigner Dr. James H. Clark ist. Der IT-Milliardär, der sich selbst Jim Clark nennt, ist einer der Mitbegründer moderner Computertechnologien und vor allem der des Internets. 1982 gründete er die Firma Silicon Graphics, die durch die Entwicklung von Graphik-Chips und der entsprechenden Software den Grundstein zur 3 dimensionalen digitalen Gestaltung legte wie wir sie heute kennen. 11 Jahre später war er an der Gründung von Netscape beteiligt, einem der ersten Web-Browser, der Börsengang einige Jahre später machte seinen jüngeren Partner reich und Clark zum Milliardär. Das Unternehmen wurde 1998 zum Preis von 4,2 Milliarden mit AOL fusioniert. Zu dieser Zeit hatte sich Clark aber längst aus dem Geschäft zurückgezogen. Zeit seines Lebens Techniker und Entwickler fühlte er sich in der Welt der Vorstände und Geschäftsleute nicht wohl. Die Annalen behaupten, dass er seinen Traum von einer großen Segelyacht weit vor dem Reichtum träumte und sein Netscape Börsengang mehr oder minder Mittel zum Zweck gewesen sei endlich seine Traumyacht bauen zu können.
Der zweite Grund warum ich finde, dass diese Yacht die perfekte Brücke zwischen IT-High Tech und dem Segeln ist erklärt sich noch viel einfacher. Diese Yacht ist ein segelnder Großrechner.
40.000 Sensoren erfassen die Daten, die über 59 km Glasfaserkabel an die 20 Rechner übermittelt werden. Zur Datenausgabe dienen 24 LCD Touchscreen Monitore, die 1998 noch eine kleine Sensation waren. Die wenigsten der Sensoren dienen trivialen Aufgaben wie der Übermittlung der Temperatur im Weinkeller oder der Temperatur der Handtuchhalter in den Bädern. Die für das Segeln wichtigsten Sensoren wurden in den Carbon Mast bzw. die Spectra / Carbon Segel eingebacken. Diese und andere Sensoren sammeln alle denkbaren Daten über Wind- und Strömungsverhältnisse, die Belastung der Schoten, die Schiffsbewegungen, die Stellung und das Profil der Segel, um nur einige zu nennen. Der Computer verarbeitet diese Daten und ermöglicht es der Hyperion immer am Optimum zu segeln, in dem sie das Reffen, Setzen oder Trimmen der Segel völlig automatisch übernimmt. Woher weiß der Computer aber wann er reffen muss? Er wusste es nicht! Er hat es gelernt! Die vom Eigner eigens für die Entwicklung der Steuersoftware gegründete Firma Seascape hat ein System entwickelt, welches dafür sorgt, dass die Hyperion das Segeln mit jedem Törn und jedem Fehler besser lernt. Will man diesen Gedanken übertreiben, so ist es natürlich auch möglich die Yacht über das Internet aus dem Büro zu segeln. Jim Clark sagte nach Fertigstellung der Software: „ Ich habe noch nie so hart an etwas gearbeitet!“

Nutzlose Spinnerei! Ich könnte mir auf Basis dieser Technologie gut ein Sicherheits- und Unterstützungssystem für Charteryachten vorstellen.
Was Schiff und Eigner heute, 10 Jahre, später machen? Jim Clark hat seine Hyperion im Jahre 2004 verkauft als er sein nächstes IT-Schiff übernommen hat; die 90 m lange Athena, die amtierende Nummer 4 auf der Liste der größten Segelyachten. Die Hyperion, welche das Segeln mittlerweile eigenständig gelernt hat, war ein wahrer Abräumer bei den Yachtawards der folgenden Jahre und gewann im Februar 2000 den Superyacht Millenium Cup in Neuseeland. Die Yacht kann derzeit zum Preis von 97.000 € pro Woche gechartert werden.
Bilder: Royal Huisman