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Megayachten

Sea Cloud – die legendäre Viermastbark

Die Sea Cloud (seit 2001 auch Sea Cloud I wegen der Reedereischwester Sea Cloud II) ist ein Luxuskreuzfahrtsegelschiff mit Viermastbarkrigg. Im Jahre 1931 wurde sie im Auftrag des US-amerikanischen Multimillionärs und Börsenmaklers Edward Francis Hutton (1875-1962) als größte und luxuriöseste je gebaute Privatsegelyacht der Welt mit der Takelage einer Viermastbark von der Germaniawerft in Kiel unter dem Namen Hussar II gebaut. Sie war auch in ihrer Zeit die größte und teuerste Yacht überhaupt. Nach Kriegseinsätzen als US-Küstenwachschiff, mehr als sechsfachem Besitzerwechsel, langen Liegezeiten und drohendem Abwracken wurden die Luxusräume Restaurierungsarbeiten unterzogen. Heute wird sie unter dem Namen Sea Cloud (Sea Cloud I) von der Firma „Hansa Cloud Ltd.“ auf Malta bereedert und von „Sea Cloud Cruises GmbH“ für Kreuzfahrten betrieben.

mehr Informationen über das Schiff bei Wikipedia

Filmische Nachlese zur Monaco Yacht Show

via www.yachtsxl.com

Eclipse verlässt Hamburg – Videobericht

Lang hat es gedauert und viel wurde spekuliert, doch jetzt ist sie endlich weg! Anders als die Produzenten des Videos, bin ich darüber mal so gar nicht traurig.
Da Roman Abramowitsch ja stets dafür sorgt, dass die Welt mitbekommt wenn er eine Yacht baut, hat die Yachtszene im letzten Jahr natürlich regelmäßig nach Hamburg geschaut und damit natürlich auch potentielle Eigner bzw. Eignervertreter. Um weiteren Rufschaden von Blohm & Voss und damit von der ganzen deutschen Yachtindustrie abzuwenden, wurde es allerhöchste Zeit, dass das Schiff “vom Hof” kommt und an den Eigner übergeben wird.
Egal ob er die Yacht selbst benutzt oder verkauft, wir wünschen ihr und dem jeweiligen Eigner immer eine handbreit Wasser unter dem Kiel und hoffen, dass sie in Zukunft erstmal keinen Ärger mehr machen wird.

Wie viele Megayachten gibt es auf der Welt! Teil 2!

Ich habe bereits im letzten Jahr mit der Beantwortung der Frage „Wie viele Megayachten gibt es auf der Welt“ den Camper & Nicholson Jahresbericht für die Megayachtbranche zusammengefasst.

Auch für das Jahr 2009 haben die Branchenexperten den Milliarden Poker um die Yachten größer als 24 m ausgewertet.

Im Vorwort zum „(super)Yachting Index“ gehen Jillian Montgomery der CEO von Camper & Nicholson International natürlich auf die Folgen der weltweiten Wirtschaftskrise ein, deren negative Folgen für Megayachtindustrie er nicht leugnet, aber von sich stabilisierenden Märkten spricht. Das zweite Vorwort wurde von Merijn Waard und Maarten Janssen verfasst, den Gründern von SuperYachtTimes.com, die ebenfalls an diesem Bericht mitgearbeitet haben.

Im Jahr 2009 wurden nur 90 Verträge für den Neubau von Superyachten unterschrieben, was gegenüber dem Jahr 2008 mit 241 Verträgen natürlich ein erheblicher Einbruch für die Branche ist. Insgesamt wurden 213 Yachten über 30 m Länge an ihre Eigner übergeben, 48 weniger als 2008. Dieser Rückgang ist vor allem auf gestoppte Projekte und gekündigte Verträge zurück zu führen.

Bei 66 der 213 Ablieferungen handelt es sich um reine Custom Yacht Projekte. Wie bereits im vergangen Jahr ist der Designer Espen Oeino mit 4 Neubauten der König der Custom Yachten.

Die Nationalitäten von 170 der 213 neuen Eigner sind bekannt und die meisten Kunden findet man nach wie vor in den USA. Deutsche Eigner belegen mit 10 Neubauten und einer Gesamtlänge von 477 Metern den 6. Platz.

Die Gesamtgröße der Flotte an Megayachten liegt derzeit bei etwa 5400 Yachten mit einer Länge von  über 24 Metern und 3033 Yachten über 30 Meter.

Das Verhältnis von Segelyachten zu Motoryachten hat sich leicht zugunsten der Segelyachten verschoben, offensichtlich beginnen auch Megayachtkunden grün zu denken.

Separiert man aus der Gesamtbetrachtung die berühmte Liste der 100 größten Motoryachten dieser Erde ergeben sich folgende Fakten. Die älteste Yacht in dieser ist Liste ist die 1865 gebaute die El Horriya. Über die Hälfte der 100 größten Yachten stammen aus dem letzten Jahrzehnt – die Flotte ist durchschnittlich also relativ jung. In Jahr 2009 wurde die Liste um 6 neue Yachten ergänzt, weitere 7 in den ersten Monaten des Jahres 2010. Erfreulicherweise wurden die meisten davon in Deutschland gebaut, natürlich auch die Eclipse, die aktuell größte Yacht der Erde. Allein die Firma Lürrsen zeichnet für 19 der 100 größten Yachten dieser Erde verantwortlich.

Die neue, kleinste Yacht auf dieser Liste ist 3 Männer länger als noch im letzten Jahr,  es handelt sich dabei um die 70 Meter lange, 1967 in Deutschland gebaute Amadeus.

Der Gesamtwert für die Neubauten im vergangenen Jahr lag bei ca. 4 Milliarden Euro, der Durchschnittspreis also bei etwa 19 Millionen Euro. Lag der Marktanteil der deutschen Werften 2008 noch bei 28,81 %, liegt er in 2009 nur noch bei 10,43 %. Die Gesamteinnahmen beliefen sich auf ca. 420 Millionen Euro, diese lagen 2008 noch bei 1,57 Milliarden Euro.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass 2009 nicht unbedingt das beste Jahr für die Megayachtindustrie war. Der Bericht kommt aber auch zu dem Schluss, dass es deutlich schlimmer hätte kommen können. Das vergangene Jahr hat auf jeden Fall gezeigt, dass die Marktnische Megayacht keineswegs mehr immun gegen weltwirtschaftliche Schwankungen ist.

Die Graphiken wurden ebenfalls dem Camper & Nicholson Jahresbericht 2009 entnommen – vielen Dank dafür!

Container on the Rocks! Grounding beim Maxi Yacht Rolex Cup!

Die Trophäenjagd bei der Mini Maxi Rolex Weltmeisterschaft vor dem italienischen Porto Cervo hat für die „Container“ ein abruptes Ende genommen. Die von Harm Müller-Spreer (Hamburg) gechartete 20-Meter-Yacht lief am vorletzten Regattatag (Freitag, 10. September) auf einen Felsen auf und musste in die Werft. In zwei weiteren Wertungsgruppen des Maxi Yacht Rolex Cup liegen norddeutsche Segelyachten dagegen aussichtsreich im Rennen. Mit einem Tagessieg und einem vierten Platz darf die Crew der „Y3K“ von Claus-Peter Offen (Norddeutscher Regatta Verein) den Schampus für einen Erfolg bei den Wally-Yachten schon kalt stellen, und die „Visione“ von Hasso Plattner (Kieler Yacht-Club) liegt bei den Super-Maxis punktgleich mit der führenden „Hetairos“ (Cayman-Islands) auf Rang zwei.

Gedrückte Stimmung herrschte bei der „Container“-Crew, nachdem sie nach der Havarie immerhin aus eigener Kraft wieder den Hafen erreicht hatte. „In unserer GPS-Karte war an der Stelle kein Felsen eingezeichnet“, berichtete der verärgerte Skipper Harm Müller-Spreer, der miterleben musste, wie die Yacht bei leichten Winden und neun bis zehn Knoten Geschwindigkeit auf den Felsen auflief und ausgebremst wurde. „Fast 20 Minuten saßen wir fest, erst dann haben wir entschieden, den Kiel hochzukurbeln“, erzählte Crew-Mitglied Dirk Neumann. „Wir hatten befürchtet, dass die Finne verbogen ist und wir uns beim Aufholen des Kiels die Struktur beschädigen würde. Das war zum Glück nicht der Fall“, sagte Neumann. Weitere Schäden an der Yacht und Verletzungen der Crewmitglieder gab es nicht. Gleichwohl wurde die Yacht nach Olbia in die Werft gebracht und wird am Sonnabend, 11. September auch nicht mehr an den weiteren Wettfahrten teilnehmen können. An der Spitze der WM-Wertung liegt souverän die britische „Alegre“ von Andy Soriano.

Ganz anders war die Stimmungslage bei der „Y3K“-Crew. Taktiker Thomas Jungblut konnte nach der Ankunft im mondänen Hafen von Porto Cervo ein entspanntes Pläuschchen vor dem Medienzelt halten. „Das erste Rennen heute war vom Start an perfekt“, freute sich der Hamburger über den ersten Tagessieg in der Serie. Im Anschluss verfiel die „Y3K“ aber wieder in die Schwächen der ersten Tage, legte erneut einen Frühstart hin. „Danach hatten wir auch noch eine Berührung, mussten zusätzlich einen Kringel fahren und dem Feld hinterher jagen“, berichtete Jungblut von der Aufholjagd, die auf Platz vier endete. „In der Mannschaft ist ein unglaublicher Spirit. Gerade wenn Fehler passieren, können die Jungs richtig beißen. Wir haben vorher nicht damit gerechnet, so gut dabei zu sein. Aber in den drei Tagen Training vor der Regatta haben wir das Bootshandling sehr gut hinbekommen. Wenn wir jetzt noch die Fehlerquote reduzieren, wäre es topp.“ Aber auch so dominiert die Mannschaft der 30,50 Meter langen Yacht aus Hamburg das Geschehen in der Wally-Division. Lediglich die direkte Verfolgerin, die britische „Magic Carpet²“ von Lindsay Owen Jones, könnte der „Y3K“ noch den Gesamtsieg streitig machen, müsste dazu das letzte Rennen am Sonnabend aber unbedingt gewinnen.

Ein extrem spannendes Finale verspricht das Abschlussrennen der Super-Maxis am Sonnabend. Nach dem Tagessieg ist die „Hetairos“ in der Gesamtwertung bei Punktgleichheit an der „Visione“ von Hasso Plattner (Kiel) vorbeigezogen. „Wir müssen der ,Hetairos’ einfach zu viel vergüten. Dagegen können wir bei den schwachen Winden kaum ansegeln. Aber zum Abschluss ist noch einmal alles möglich“, berichtete Walter Meyer-Kothe von der „Visione“, der sich an dem Privatduell mit der Hamburger „Saudade“ von Albert Büll begeistern konnte. „Das war ein tolles Rennen mit wechselnden Führungen, am Ende lag die ,Saudade’ zwar knapp vor uns, nach berechneter Zeit hatten wir aber einen denkbar knappen Vorsprung von drei Sekunden.“

An Bord der „Saudade“ war man trotz dieser Niederlage sehr zufrieden. Nachdem die Crew das 45-Meter-Schiff im schweren Wetter der ersten Tage noch nicht wie gewünscht in Fahrt gebracht hatte, lief das Zusammenspiel der 24 Crewmitglieder bei den schwächeren Winden sehr gut, so dass man der Konkurrenz Paroli bieten konnte. In der gemeinsamen Wertung mit den J-Class-Yachten müssen die Super-Maxis allerdings den J-Yachten den Vortritt lassen. Hier führt weiterhin die „Ranger“ unter der Flagge der Cayman Islands vor der „Velsheda“ (Großbritannien).

Der Maxi Yacht Rolex Cup 2010 geht am Sonnabend (11. September) zu Ende. Wie am Freitag sind erneut schwächere und drehende Winde vorhergesagt.

Halbzeit beim Maxi Yacht Rolex Cup!

Zur Halbzeit des Maxi Yacht Rolex Cup im italienischen Porto Cervo liegen in zwei von fünf Wertungsgruppen norddeutsche Segelyachten an der Spitze. Hasso Plattners „Visione“ vom Kieler Yacht-Club gewann am Mittwoch (8. September) das dritte Rennen der Super-Maxis dicht gefolgt von der „Hetairos“ mit Otto Happel, die auch in der Gesamtwertung Zweite ist. Der Hamburger Claus-Peter Offen verteidigte mit der „Y3K“ (Norddeutscher Regatta Verein) die Führung bei den Wally-Yachten erneut durch einen zweiten Rang, den dritten in Folge. Nur Harm Müller-Spreer (ebenfalls Hamburg) war mit Platz fünf seiner gecharterten „Container“, die auch Platz fünf im Zwischenklassement der Mini Maxi Rolex Weltmeisterschaft bedeutet, nicht zufrieden. Hier führt weiter die britische „Alegre“ von Andy Soriano.

Ausgelassene Stimmung herrschte abends auf der äußersten Pier in der mondänen Marina der sardischen Idylle Porto Cervo, wo die größten, schnellsten und schönsten Regattayachten der Welt für eine Woche festgemacht haben. Eingeladen hatte der Reeder und Hochseeenthusiast Claus-Peter Offen. Mit vielen gegnerischen, aber befreundeten Mannschaften feierte er zehn Jahre „Y3K“-Crew. Was im Jahr 2000 mit dem erfolgreichen Vorgängerboot „Y2K“ begann, hat bis heute 15 Segler als Stammcrew bei der Stange gehalten. „Wir segeln ambitioniert und hochmotiviert, aber nicht verbissen“, erklärt der Eigner und Steuermann, der auch Vorsitzender der Internationalen Maxi-Klassenvereinigung IMA ist, „und das macht allen offenbar anhaltend Spaß.“

Nicht zuletzt gibt der Erfolg ihm Recht. Im Vorjahr gewann die neue 30,50 Meter lange Wally 100 „Y3K“ den Maxi Yacht Rolex Cup und führt nun nach drei von fünf Rennen die Gesamtwertung wieder an. Drei Punkte zurück folgt die „Magic Carpet²“ von Lindsay Owen Jones aus Großbritannien. Zum ersten Tagessieg hatte es für die Deutschen zwar wieder nicht gereicht. Der gebührte der kleineren „Gibian“ aus Großbritannien berechnet mit 24 Sekunden Vorsprung. Doch es zählt ja bekanntlich, was unterm Strich herauskommt.

„Wir hatten erneut einen Frühstart und waren danach eingeklemmt, so dass wir erst mit einer Verspätung von drei Minuten und 45 Sekunden auf die Strecke gingen“, berichtete Taktiker Thomas Jungblut. Der Hamburger Segelmacher krönte die Aufholjagd mit einer idealen Vorsegelwahl im zweiten Teil des Rennens. Jungblut: „Damit sind wir nur so an den Konkurrenten vorbeigerauscht.“

Genau diese „Waffe“ fehlte der 20-Meter-Yacht „Container“, die auf der langen Startkreuz brilliert hatte und nach berechneter Zeit überraschend in Führung lag. „Danach fehlte uns für die frische Brise um 20 Knoten ein spezieller A0-Spinnaker, der bei einem Windeinfallswinkel von 110 bis 120 Grad unschlagbar ist“, erklärte Steuermann Harm Müller-Spreer, der die Mitbewerber praktisch ohne Gegenwehr vorbeiwinken musste. Den Tagessieg holte sich ausgerechnet die „Bellamente“ von Hap Fauth aus den USA, die dadurch die „Container“ um einen Punkt auch vom Gesamtrang vier verdrängte.

Strahlende Gesichter gab es dagegen an Bord der „Visione“. Als mit Abstand schnellstes Schiff der Division Super-Maxi auf dem Wasser zeigte Plattner mit seiner professionellen Crew, was ein sicheres Zusammenspiel von Bootshandling, Taktik und Trimm ausmacht, nachdem es nach dem Durchzug einer Gewitterfront erst mit dreistündiger Verzögerung auf die Regattabahn gegangen war. Dass die J-Class-Yacht „Ranger“ unter der Flagge der Cayman Islands, mit der es auch zusätzlich noch eine gemeinsame Wertungsgruppe gibt, berechnet trotzdem sogar dreieinhalb Minuten Vorsprung hatte, tat der herausragenden Leistung keinen Abbruch. Das gilt auch für die klassische, deutliche schwerere „Hetairos“, deren Potential Happel mit seiner Mannschaft ausschöpft. In der Gemeinschaftswertung mit den führenden J-Class-Yachten (Zweite ist die „Velsheda“/Großbritannien) ist die „Hetairos“ daher auch punktgleich mit der „Visione“ beste Verfolgerin.

Am Donnerstag (9. September) ist Ruhetag (Donnerstag) beim Maxi Yacht Rolex Cup. Er wird am Freitag fortgesetzt und geht am Sonnabend (11. September) zu Ende.

CPO’s “Y3K” in Führung beim Maxi Yacht Rolex Cup!

Trotz eines Frühstarts in der zweiten Wettfahrt hat die Hamburger Hochseesegelyacht „Y3K“ von Claus-Peter Offen heute (7. September) beim Maxi Yacht Rolex Cup in Porto Cervo die Gesamtführung in der Wally-Division übernommen. Der Titelverteidigerin reichte ein zweiter Rang hinter der „Magic Carpet²“ von Lindsay Owen Jones aus Großbritannien, die zwei Punkte zurück liegt. Die vom Hamburger Harm Müller-Spreer gecharterte „Container“ verbesserte sich bei der Mini Maxi Rolex-Weltmeisterschaft auf den vierten Rang. An der Spitze blieb die „Alegre“ (Andy Soriano/Großbritannien) ungefährdet.

Bei auffrischendem Wind bis Stärke fünf entfalteten die imposanten Maxi-Yachten vor der Smaragdküste Sardiniens ihr enormes Geschwindigkeitspotential. Für den 36 Seemeilen langen Kurs durch die Inselwelt brauchte die „Esimit Europa 2“, eine 30-Meter-Hightech-Rennziege von Igor Simcic aus Slowenien, als Schnellste nur zwei Stunden, 52 Minuten und 17 Sekunden. Nach drei Stunden und gut fünf Minuten folgte die 44,09 Meter lange „Visione“ von Hasso Plattner (Kieler Yacht-Club), die Albert Bülls noch 1,10 Meter längere „Saudade“ auf der letzten Kreuzstrecke überholte und rund drei Minuten abnahm.

„Wir sind gut gestartet und waren sehr schnell unterwegs“, berichtete der Hamburger Eigner und Steuermann Büll, „haben an der ersten Wendemarke geführt und auch lange Zeit danach noch.“ Doch SAP-Boss Plattner am Ruder seiner Baltic 147 holte Schlag und Schlag auf. „Jedes Rennen ist wie ein Matchrace zwischen uns“, so Büll, „das kennen wir schon und macht Spaß.“

In der Gesamtwertung lief beiden jedoch ein anderer deutscher Wirtschaftsmagnat den Rang ab. Otto Happel (früher Metallgesellschaft/mg Technologies) zeigte mit seiner klassischen „Hetairos“ ein bravouröses Rennen und schlug nach berechneter Zeit in der offenen Supermaxi-Wertung sogar die J-Class-Yacht „Velsheda“ aus Großbritannien. Nur die zweite J-Class, „Ranger“, wie die „Hetairos“ unter der Flagge der Cayman Islands am Start, war erneut nicht zu schlagen. Die beiden J-Class-Klassiker führen auch in der Gesamtwertung vor der „Hamilton II“ (ebenfalls Großbritannien). Die Verfolgerrollen gebühren einen Punkt dahinter Happel sowie Plattner und Büll, jeweils einen weiteren Zähler zurück.

Bereits vor der Startlinie knisterte die Spannung, und die Giganten kämpften um die günstigste Ausgangssituation. Beinahe wäre es zur Kollision der Wally 100 „Y3K“ mit der fast gleichgroßen britischen „Gibian“ gekommen. In der Hektik der Vermeidung ging das Timing an Bord der Deutschen verloren, und Offen steuerte sein Schiff zu früh über die Linie. Der Re-Start kostete gut und gerne drei Minuten – aber nicht die Motivation, das Feld von hinten aufzurollen. „Die Crew hat geackert wie verrückt und wollte es der Konkurrenz zeigen“, beschrieb Taktiker Thomas Jungblut aus Hamburg den Teamspirit, der sich auszahlte.

Im Ziel lag Großreeder Offen wieder ganz vorne, jedoch nur 30 Sekunden vor seinem härtesten Widersacher, dem L’Oreal-Chef Owen Jones. Das waren nach berechneter Zeit für den Tagessieg 14 Sekunden zu wenig. „Zwei Zweite machen uns auch glücklich“, sagte der Eigner, der nun auf Kurs Cupverteidigung eingeschwenkt ist, zumal die Vortagessiegerin „J One“ (Jean-Charles Decaux) nur Fünfte wurde. Noch härter erwischte es Deutschlands erfolgreichsten Segler aller Zeiten, Jochen Schümann, als Taktiker der englischen „Dark Shadow“. Das Team musste das Rennen mit Großsegelproblemen aufgeben.

Wie hart umkämpft die Krone bei der Mini Maxi Rolex-WM ist, zeigte allein die fünfte Wettfahrt, die von der überragenden „Alegre“ mit einer einzigen Sekunde nach berechneter Zeit vor der „Ran“ von Skype-Erfinder Niklas Zennström (Großbritannien) gewonnen wurde, wodurch der Rückstand im Gesamtklassement auf fünf Punkt anwuchs. Mit 17 Zählern ist die „Shockwave“ (Neville Crichton/Neuseeland) Dritte vor der deutschen „Container“ (20), die sich mit zwei dritten und einem vierten Tagesrang im Vergleich zum Auftakt besser behauptete.

Am Mittwoch (8. September) sollen alle Klassen eine Küstenwettfahrt um feste Seezeichen und Landmarken herum starten. Vorgesagt sind wieder etwas leichtere Winde, bevor es am Ruhetag (Donnerstag) zu einem Mistral-Sturm kommen könnte Der Maxi Yacht Rolex Cup dauert noch bis Sonnabend (11. September).

Es glamourt wieder! Maxi Yacht Rolex Cup!

Mit einer Rekordbeteiligung von 49 Hochseeyachten, eine größer und schöner als die andere, begann heute im italienischen Porto Cervo der Maxi Yacht Rolex Cup. Bei leichten bis mäßigen Winden erwischte die Hamburger „Y3K“ von Claus-Peter Offen als Titelverteidigerin der Wally-Klasse einen guten Start und segelte hinter Jean-Charles Decaux’ „J One“ unter britischer Flagge auf Platz zwei. Die von Harm Müller Spreer (ebenfalls Hamburg) gecharterte „Container“ liegt nach zwei Rennen der Mini Maxi Rolex-Weltmeisterschaft auf Rang fünf. Die „Alegre“ von Andy Soriano (Großbritannien) ist noch ungeschlagen.

„Mit dem Auftakt sind wir sehr zufrieden, denn wir hatten unsere direkten Gegner ‚Magic Carpet²‘ und ‚Indio‘ jederzeit unter Kontrolle“, berichtete „Y3K“-Stratege Thomas Jungblut, Segelmacher aus Hamburg. Die „J One“ ist mit 24,40 Meter deutlich kleiner als die Wally 100 (30,50 Meter) von Offen und konnte es sich erlauben, fünf Minuten später ins Ziel zu kommen, um nach berechneter Zeit trotzdem vorne zu liegen. Dritte wurde die „Dark Shadow“ (Großbritannien) mit dem dreimaligen Berliner Olympiasieger Jochen Schümann als Taktiker an Bord.

Auf dem 30 Seemeilen langen Regattakurs entlang der zerklüfteten Felsenküste der Costa Smeralda Sardiniens boten die Königinnen der Meere ein eindrucksvolles Bild. Die Spitze des Felds führt der Länge nach die „Saudade“ des Hamburger Immobilienmagnaten Albert Büll an. Sie misst stolze 45,19 Meter. Nach berechneter Zeit konnte sie den beiden überlegenen J-Class-Yachten „Ranger“ und „Velsheda“ zwar nicht das Wasser reichen, wohl aber der gerade mal einen Meter und zehn Zentimeter kürzeren „Visione“ von SAP-Gründer Hasso Plattner (Walldorf).

Spitz auf Knopf verliefen die beiden Kurzwettfahrten bei der erstmals im Rahmen des Maxi Yacht Rolex Cups ausgetragenen Mini Maxi Rolex-WM. Diese „Mini“-Rennziegen sind auch mehr als 18 Meter lang, aber unter 24 Meter. Obwohl die Top Ten der Konkurrenz fast durchweg mit hochkarätigen Profis an Bord bestückt sind, gilt auch für sie die Eigner-/Steuermann-Regel der Internationalen Maxi-Klassenvereinigung IMA. Und die besagt, dass der Eigner sowohl Amateur nach den strengen Kriterien des Weltsegelverbands ISAF sein muss, als auch sein Boot selbst steuern muss. Nur zehn Minuten pro Stunde darf er pausieren und sich von einem Crack ablösen lassen.

Hinter diesem Reglement steckt die Absicht der IMA, die Eigner in den Mittelpunkt des Sports zu stellen anstatt als Geldgeber der Regattakampagnen nur an den Rand. Für Harm Müller Spreer ist das nach seinem TP 52-Projekt „Platoon“ kein Neuland, auch wenn Matchrace-As Markus Wieser vom Starnberger See oder auch der neuseeländische America’s Cup-Veteran John Cutler sonst schon häufiger das Steuer in die Hand nehmen.

Nach starken Auftritten bei der Palmavela und beim Giraglia Rolex Cup im Hochsommer ist das Ziel ein Platz auf dem WM-Podium. Die nehmen jedoch nach dem ersten Tag hinter der „Alegre“ die „Shockwave“ von Neville Crichton aus Neuseeland (2. und 3.) sowie die britische „Ran“ von Skype-Erfinder Niklas Zennström (6./2.) ein. Die „Container“ (4./6.) ist mit der „Bella Mente“ von Hap Fauth (USA), die zweimal Fünfte wurde, beste Verfolgerin. Am Dienstag stehen zwei weitere Kurzrennen auf dem Programm, während die großen Maxis wieder eine Küstenwettfahrt um feste Seezeichen und Landmarken herum starten. Der Maxi Yacht Rolex Cup dauert noch bis Sonnabend (11. September).

“Le Grand Bleu” Die schönste Motoryacht der Welt im Rostocker Hafen!

Gestern ist die “Le Grand Bleu” in Rostock angekommen um bei Tamsen Maritime überarbeitet zu werden. Die Yacht gehört dem russischen Milliardär Jewgeni Schwidler, einem Freund und Geschäftspartner von Roman Abramowitsch – dem vorherigen Eigner. “Le Grand Bleu” wurde bei Kusch Yachts in Wewelsfleeth gezeichnet und in Bremen bei Vulkan 1996 fertig gestellt. Mit 114 Metern nimmt sie derzeit Platz 15 in der Liste der längsten Motoryachten der Welt ein. Eine Quelle habe ich zu den “Toys” an Bord gefunden, die besagt, dass die Segelyacht dezente 74 Fuß lang ist und die Motoryacht 67 Fuß – beide Angaben erscheinen mir aber sehr großzügig – ich werde das noch genauer herausfinden. Das soll es bis dahin erstmal gewesen sein – ich denke, dass ich euch demnächst noch ein weniger mehr darüber berichten kann, was es mit der Yacht und dem Refit in Rostock auf sich hat. Selbstverständlich waren John und ich heute morgen unterwegs um ein paar Bilder von dieser Schönheit zu machen!

Nachtrag: Bei der Segelyacht handelt es sich um 74 Fuß Dubois Yacht – natürlich Ed Dubois =)

Bei der Motoryacht um eine 21 Meter Couach-Yacht!