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Klassiker

Halbzeit beim Maxi Yacht Rolex Cup!

Zur Halbzeit des Maxi Yacht Rolex Cup im italienischen Porto Cervo liegen in zwei von fünf Wertungsgruppen norddeutsche Segelyachten an der Spitze. Hasso Plattners „Visione“ vom Kieler Yacht-Club gewann am Mittwoch (8. September) das dritte Rennen der Super-Maxis dicht gefolgt von der „Hetairos“ mit Otto Happel, die auch in der Gesamtwertung Zweite ist. Der Hamburger Claus-Peter Offen verteidigte mit der „Y3K“ (Norddeutscher Regatta Verein) die Führung bei den Wally-Yachten erneut durch einen zweiten Rang, den dritten in Folge. Nur Harm Müller-Spreer (ebenfalls Hamburg) war mit Platz fünf seiner gecharterten „Container“, die auch Platz fünf im Zwischenklassement der Mini Maxi Rolex Weltmeisterschaft bedeutet, nicht zufrieden. Hier führt weiter die britische „Alegre“ von Andy Soriano.

Ausgelassene Stimmung herrschte abends auf der äußersten Pier in der mondänen Marina der sardischen Idylle Porto Cervo, wo die größten, schnellsten und schönsten Regattayachten der Welt für eine Woche festgemacht haben. Eingeladen hatte der Reeder und Hochseeenthusiast Claus-Peter Offen. Mit vielen gegnerischen, aber befreundeten Mannschaften feierte er zehn Jahre „Y3K“-Crew. Was im Jahr 2000 mit dem erfolgreichen Vorgängerboot „Y2K“ begann, hat bis heute 15 Segler als Stammcrew bei der Stange gehalten. „Wir segeln ambitioniert und hochmotiviert, aber nicht verbissen“, erklärt der Eigner und Steuermann, der auch Vorsitzender der Internationalen Maxi-Klassenvereinigung IMA ist, „und das macht allen offenbar anhaltend Spaß.“

Nicht zuletzt gibt der Erfolg ihm Recht. Im Vorjahr gewann die neue 30,50 Meter lange Wally 100 „Y3K“ den Maxi Yacht Rolex Cup und führt nun nach drei von fünf Rennen die Gesamtwertung wieder an. Drei Punkte zurück folgt die „Magic Carpet²“ von Lindsay Owen Jones aus Großbritannien. Zum ersten Tagessieg hatte es für die Deutschen zwar wieder nicht gereicht. Der gebührte der kleineren „Gibian“ aus Großbritannien berechnet mit 24 Sekunden Vorsprung. Doch es zählt ja bekanntlich, was unterm Strich herauskommt.

„Wir hatten erneut einen Frühstart und waren danach eingeklemmt, so dass wir erst mit einer Verspätung von drei Minuten und 45 Sekunden auf die Strecke gingen“, berichtete Taktiker Thomas Jungblut. Der Hamburger Segelmacher krönte die Aufholjagd mit einer idealen Vorsegelwahl im zweiten Teil des Rennens. Jungblut: „Damit sind wir nur so an den Konkurrenten vorbeigerauscht.“

Genau diese „Waffe“ fehlte der 20-Meter-Yacht „Container“, die auf der langen Startkreuz brilliert hatte und nach berechneter Zeit überraschend in Führung lag. „Danach fehlte uns für die frische Brise um 20 Knoten ein spezieller A0-Spinnaker, der bei einem Windeinfallswinkel von 110 bis 120 Grad unschlagbar ist“, erklärte Steuermann Harm Müller-Spreer, der die Mitbewerber praktisch ohne Gegenwehr vorbeiwinken musste. Den Tagessieg holte sich ausgerechnet die „Bellamente“ von Hap Fauth aus den USA, die dadurch die „Container“ um einen Punkt auch vom Gesamtrang vier verdrängte.

Strahlende Gesichter gab es dagegen an Bord der „Visione“. Als mit Abstand schnellstes Schiff der Division Super-Maxi auf dem Wasser zeigte Plattner mit seiner professionellen Crew, was ein sicheres Zusammenspiel von Bootshandling, Taktik und Trimm ausmacht, nachdem es nach dem Durchzug einer Gewitterfront erst mit dreistündiger Verzögerung auf die Regattabahn gegangen war. Dass die J-Class-Yacht „Ranger“ unter der Flagge der Cayman Islands, mit der es auch zusätzlich noch eine gemeinsame Wertungsgruppe gibt, berechnet trotzdem sogar dreieinhalb Minuten Vorsprung hatte, tat der herausragenden Leistung keinen Abbruch. Das gilt auch für die klassische, deutliche schwerere „Hetairos“, deren Potential Happel mit seiner Mannschaft ausschöpft. In der Gemeinschaftswertung mit den führenden J-Class-Yachten (Zweite ist die „Velsheda“/Großbritannien) ist die „Hetairos“ daher auch punktgleich mit der „Visione“ beste Verfolgerin.

Am Donnerstag (9. September) ist Ruhetag (Donnerstag) beim Maxi Yacht Rolex Cup. Er wird am Freitag fortgesetzt und geht am Sonnabend (11. September) zu Ende.

CPO’s “Y3K” in Führung beim Maxi Yacht Rolex Cup!

Trotz eines Frühstarts in der zweiten Wettfahrt hat die Hamburger Hochseesegelyacht „Y3K“ von Claus-Peter Offen heute (7. September) beim Maxi Yacht Rolex Cup in Porto Cervo die Gesamtführung in der Wally-Division übernommen. Der Titelverteidigerin reichte ein zweiter Rang hinter der „Magic Carpet²“ von Lindsay Owen Jones aus Großbritannien, die zwei Punkte zurück liegt. Die vom Hamburger Harm Müller-Spreer gecharterte „Container“ verbesserte sich bei der Mini Maxi Rolex-Weltmeisterschaft auf den vierten Rang. An der Spitze blieb die „Alegre“ (Andy Soriano/Großbritannien) ungefährdet.

Bei auffrischendem Wind bis Stärke fünf entfalteten die imposanten Maxi-Yachten vor der Smaragdküste Sardiniens ihr enormes Geschwindigkeitspotential. Für den 36 Seemeilen langen Kurs durch die Inselwelt brauchte die „Esimit Europa 2“, eine 30-Meter-Hightech-Rennziege von Igor Simcic aus Slowenien, als Schnellste nur zwei Stunden, 52 Minuten und 17 Sekunden. Nach drei Stunden und gut fünf Minuten folgte die 44,09 Meter lange „Visione“ von Hasso Plattner (Kieler Yacht-Club), die Albert Bülls noch 1,10 Meter längere „Saudade“ auf der letzten Kreuzstrecke überholte und rund drei Minuten abnahm.

„Wir sind gut gestartet und waren sehr schnell unterwegs“, berichtete der Hamburger Eigner und Steuermann Büll, „haben an der ersten Wendemarke geführt und auch lange Zeit danach noch.“ Doch SAP-Boss Plattner am Ruder seiner Baltic 147 holte Schlag und Schlag auf. „Jedes Rennen ist wie ein Matchrace zwischen uns“, so Büll, „das kennen wir schon und macht Spaß.“

In der Gesamtwertung lief beiden jedoch ein anderer deutscher Wirtschaftsmagnat den Rang ab. Otto Happel (früher Metallgesellschaft/mg Technologies) zeigte mit seiner klassischen „Hetairos“ ein bravouröses Rennen und schlug nach berechneter Zeit in der offenen Supermaxi-Wertung sogar die J-Class-Yacht „Velsheda“ aus Großbritannien. Nur die zweite J-Class, „Ranger“, wie die „Hetairos“ unter der Flagge der Cayman Islands am Start, war erneut nicht zu schlagen. Die beiden J-Class-Klassiker führen auch in der Gesamtwertung vor der „Hamilton II“ (ebenfalls Großbritannien). Die Verfolgerrollen gebühren einen Punkt dahinter Happel sowie Plattner und Büll, jeweils einen weiteren Zähler zurück.

Bereits vor der Startlinie knisterte die Spannung, und die Giganten kämpften um die günstigste Ausgangssituation. Beinahe wäre es zur Kollision der Wally 100 „Y3K“ mit der fast gleichgroßen britischen „Gibian“ gekommen. In der Hektik der Vermeidung ging das Timing an Bord der Deutschen verloren, und Offen steuerte sein Schiff zu früh über die Linie. Der Re-Start kostete gut und gerne drei Minuten – aber nicht die Motivation, das Feld von hinten aufzurollen. „Die Crew hat geackert wie verrückt und wollte es der Konkurrenz zeigen“, beschrieb Taktiker Thomas Jungblut aus Hamburg den Teamspirit, der sich auszahlte.

Im Ziel lag Großreeder Offen wieder ganz vorne, jedoch nur 30 Sekunden vor seinem härtesten Widersacher, dem L’Oreal-Chef Owen Jones. Das waren nach berechneter Zeit für den Tagessieg 14 Sekunden zu wenig. „Zwei Zweite machen uns auch glücklich“, sagte der Eigner, der nun auf Kurs Cupverteidigung eingeschwenkt ist, zumal die Vortagessiegerin „J One“ (Jean-Charles Decaux) nur Fünfte wurde. Noch härter erwischte es Deutschlands erfolgreichsten Segler aller Zeiten, Jochen Schümann, als Taktiker der englischen „Dark Shadow“. Das Team musste das Rennen mit Großsegelproblemen aufgeben.

Wie hart umkämpft die Krone bei der Mini Maxi Rolex-WM ist, zeigte allein die fünfte Wettfahrt, die von der überragenden „Alegre“ mit einer einzigen Sekunde nach berechneter Zeit vor der „Ran“ von Skype-Erfinder Niklas Zennström (Großbritannien) gewonnen wurde, wodurch der Rückstand im Gesamtklassement auf fünf Punkt anwuchs. Mit 17 Zählern ist die „Shockwave“ (Neville Crichton/Neuseeland) Dritte vor der deutschen „Container“ (20), die sich mit zwei dritten und einem vierten Tagesrang im Vergleich zum Auftakt besser behauptete.

Am Mittwoch (8. September) sollen alle Klassen eine Küstenwettfahrt um feste Seezeichen und Landmarken herum starten. Vorgesagt sind wieder etwas leichtere Winde, bevor es am Ruhetag (Donnerstag) zu einem Mistral-Sturm kommen könnte Der Maxi Yacht Rolex Cup dauert noch bis Sonnabend (11. September).

Der Film zur Robbe & Berking Classic Week 2010!

Mit dem Silberlöffel im Mund zur Welt gekommen! Dieser Spruch traf sicherlich auf den ein oder anderen Teilnehmer der Robbe & Berking Classic Week 2010 zu! Schon deshalb ist der Flensburger Hersteller von Essbestecken und Tafelgeräten (steht so bei Wikipedia) aus Silber, ein vortrefflicher Titelsponsor für dieses Event. Selbstverständlich führe ich ich jetzt keine Neiddebatte – keine der deutschen Untugenden liegt mir ferner! Danken wir den Eignern, dass Sie ihre Ersparnisse in den Erhalt klassischer Yachten stecken. Sie wären das Geld sicherlich auch mit italienischen Autos, englischen Fußballclubs oder ungedeckten Immobilienfonds in Dubai los geworden!

Von verliebten Eignern und schicken Schiffen!

Es muss schon etwas ganz Besonderes sein, einen historischen Achter zu segeln, wenn sich eine japanische Familie eigens ein neues Schiff nach alten Plänen in Portugal bauen lässt, um einmal im Jahr nach Europa zu fliegen und dort an einer Regatta teilzunehmen. Yutaka Kobayashi aus Kobe hat genau dies getan. Und jetzt ist er wieder in Europa, freut sich, sich bei der Rolex Baltic Week vor Kiel mit seinen Klassenkollegen auf der Regattabahn messen zu können.

„Es ist ein unglaublicher Spirit unter den Achter-Seglern“, sagt Kobayashi. „Es wird durchaus anspruchsvoll gesegelt, aber doch nicht zu hart, so dass jeder gut mit seiner Familie und Freunden teilnehmen kann.“ Das Ruder auf der „Aun“ hat Ehefrau Tokiko übernommen, während Yutaka selbst auf dem Vorschiff arbeitet. Und auch die 15-jährige Tochter Asako gehört beim Euro Cup mit zur Stammcrew.

Die „Aun“ ist die jüngste Yacht auf dem Kurs, Baujahr 2005. Doch obwohl sie damit noch drei Jahre weniger auf den Planken hat als die moderne „YQUEM II“ gehört sie noch zu den klassischen Achtern. Der Grund liegt in den Bauplänen der Yacht. Bereits 1940 hatte Johan Anker das Schiff gezeichnet, gebaut wurde sie allerdings nie, zumindest bis der Achter-Sekretär John Lammerts van Bueren die Pläne in einem Museum entdeckte und schließlich Kobayashi von der Idee begeisterte, die Yacht originalgetreu nachzubauen. Vor fünf Jahren wurde aus dem Plan Realität, und seitdem begeistert sich die japanische Crew am Spaß auf dem Achter.

Sie misst sich zur Rolex Baltic Week mit zahlreichen „echten“ Klassikern und sogar Yachten der „First Rule“-Generation. Die beiden 1912 gebauten „Sposa“ und „Elfe II“ liefern sich auf der Ostsee ein Bodensee-internes Duell um die beste Yacht nach erster Bauformel. Denn beide Schiffe sind im Lindauer SC beheimatet und beide gehören zu den seltenen Achter-Exemplaren, die mit einem Gaffelrigg ausgestattet sind. „Solch ein Rigg macht zwar mehr Arbeit und lässt sich auch schwerer trimmen, aber es sieht einfach schöner aus“, erklärt „Sposa“-Eigner Richard Gervé seine Ambition, mit dem historischen Rigg unterwegs zu sein. Das hölzerne Ambiente des Mastes ist allerdings nur Schein. Denn unter dem Furnier verbirgt sich seit der Komplett-Sanierung der Yacht in 1999 modernstes Kohlefaser-Material. So ist die Yacht in ihrer Kategorie mehr als konkurrenzfähig, gewann 2007 die Vize-Weltmeisterschaft der „First Rule“.

Auch Andi Lochbrunner hat auf seiner „Elfe II“ Kohlefasermasten stellen lassen, nachdem das Schiff vor neun Jahren seinen Großmast verloren hat. „Die Achter-Formel macht keine Material-Einschränkungen, deshalb haben wir uns dazu entschlossen. Damit können wir jetzt wieder mithalten, schieben nicht so schnell Lage“, sagt Lochbrunner. Auf die seltene Takelung als Spreizgaffel-Ketsch mochte er allerdings nicht verzichten. „Ehemals hatte die ,Elfe’ noch die übliche Kuttertakelung, wurde dann aber 1935 von ihrem damaligen Besitzer umgetakelt. Seitdem ist sie mit ihren zwei Masten auf dem Bodensee bekannt, und dieses Bild wollten wir beibehalten. Außerdem lässt sich das Schiff so viel handlicher segeln“, berichtet Lochbrunner, der das Schiff vor 25 Jahren erworben hat.

Als „Rookies“ auf der Bahn sieht sich selbst die Crew der „Svanevit“. Erst seit einem halben Jahr hat Eigner Karsten Niehaus aus Köln den Messbrief in Händen. Dafür hat er die 1939 für den schwedischen Konsul Walter Edström gebaute Yacht intensiv den Klassenvorschriften entsprechend umbauen lassen. Um den ursprünglichen Charakter komplett zu machen, hat der Eigner zudem den Enkel des Erstbesitzer, Christoph Edström, in die Crew aufgenommen.

Somit segelt die „Svanevit“ fast wieder wie vor 70 Jahren, lässt sich nicht nur auf der Regattabahn bewegen, sondern ist auch mit Kojen ausgestattet, um auf eigenem Kiel von Regatta zu Regatta reisen zu können. „Das ist der historische Anspruch der Achter“, sagt Niehaus und blickt mit Respekt auf Crew der britischen „IF“. Denn deren Eigner und Bootsbauer Peter Wilson lebt diesen Achter-Anspruch in der Realität, verzichtet stets auf einen Landtransport und segelt das Schiff tatsächlich von einem Event zum nächsten – in diesem Fall von England bis nach Kiel. Wie bereits beschrieben: Es muss etwas ganz Besonderes sein, einen Achter zu segeln.

Zur Rolex Baltic Week

Mehr Bilder dieser Art finden sie auf den  Seiten von Nico Kraus Fotodesign