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Klassiker

Bilder vom Bau der F-Class Firefly

Wir haben euch hier kürzlich die F-Class Firefly vorgestellt und euch den aufwendig produzierten Imagefilme gezeigt. Ich bin ja sonst auch so frei und präsentiere euch englische Filme, weil ich davon ausgehe, dass ihr das was wichtig ist schon irgendwie versteht. Heute gehe ich mal noch einen Schritt weiter und mute euch einen Film auf holländisch zu. Wenn ihr euch mühe gebt, versteht ihr sicher auch ein paar Fakten von dem was unsere liebgewonnenen Nachbarn so erzählen.

F-Class Firefly – schön & schnell

In meinem Bücherregal liegen, neben so einigen anderen Büchern und Bildbänden über schöne Schiffe, auch ein Buch mit dem Titel “Die Belle Epoque des Segelsports”! Yachten wie Velsheda, Schamrock V, Endeavour und Ranger sind natürlich vielen Seglern ein Begriff und in der Kombination aus Schönheit und Größe natürlich sehr beeindruckend. Alle diese Schiffe basieren auf der J-Class Formel deren Vater kein geringerer als der berühmte Nathanael Herreshoff ist. Von einer “Großen Epoche” zu sprechen hat natürlich irgendwie einen etwas faden Beigeschmack und kann auch als Abwertung dessen verstanden werden, was heutzutage in den Köpfen der Naval Architects entsteht.

Das Team von Hoek Design hat sich die J-Claas Formel vorgenommen und begonnen die Vorteile dieser Designs aus den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts mit dem Stand der Technik zu vereinbaren. Das Ergebnis dieser Kombination ist zwangsläufig “schön & schnell”!

Baunummer 1 dieser angestrebten Klasse wurde im Mai 2011 fertiggestellt, feierte ihr Debut beim Superyacht Cup vor Palma de Mallorca und wurde in der Folge von den Yacht Medien wohlwollend in Augenschein genommen.

Der niederländische Eigner wollte das ganze Projekt im eigenen Land behalten, neben Andre Hoek und seinem Team wurden Bloemsma Aluminiumbouw mit dem Rumpf und Claasen Shipyards mit Ausrüstung und Einrichtung beauftragt. Claasen war zuletzt auch mit dem Bau der J-Class Lionheart betraut.

Soweit bekannt, soll das ganze Projekt, vom ersten Strich der Zeichnung bis zur Fertigstellung, nur 9 Monate gedauert haben. Wenn es wirklich so ist, kann man hier von einer durchaus beachtlichen Leistung sprechen. So ein Zeitplan wäre mit den Strukturen im deutschen Schiffbau wahrscheinlich nur schwer vereinbar.

Die Ausstattung ist hochwertig und hält wenig Überraschungen bereit – Harken, Lewmar, ein PBO Rigg usw …

Technical Specifications

hull material: aluminum
Length (Loa): 35.20m
Length (LWL): 22.23m
Beam: 5.58m

spars: hall spars
sails: north Sails
upwind 594 sqm
downwind 1095 sqm
Winches: harken
deck gear: lewmar
sailing systems: hydraulic
displacement: 60 tons
superstructure material: Mahogany
engines: Steyr
gearbox: Twindisc
shaft & propellor: Maxprop
generators: Steyr
fuel tank capacity: 900 ltr.
Water tank capacity: 800 ltr.

Die Bilder entstammen der F-Class Broschüre. Zum Interieur muss nicht viel gesagt werden – weniger ist eben doch manchmal mehr und weiß ist sowieso meine Farbe.

Modern Classics 2011 – Treffen klassischer Yachten aus GFK

Regatten im klassischen Yachtsegment gibt es ja nun mittlerweile reichlich. Wer ein Holzboot sein Eigen nennt, dem dürfte es nicht sonderlich schwer fallen, Kontakte zu Gleichgesinnten auf entsprechenden Veranstaltungen  an der Ostseeküste zu finden.

Anders sieht da die Auswahl für Freunde klassischer  GFK-Yachten aus. Abhilfe verschafft allerdings die am vergangenen Wochenende, zum inzwischen  sechsten Male, ausgetragene „Modern Classics“ auf der Schlei.
Denn unter den knapp 50 teilgenehmenden Yachten,  hat sich so manches gut erhaltene und top restaurierte Boot befunden. Grund genug auch in diesem Jahr erneut den Pokal der „Ostseeperle“ unter den Eignern zu verleihen.

Allerdings möchte die Modern Classics mehr als eine Regatta oder Wahl der schönsten Yacht sein. Im Vordergrund an diesem langen Wochenende steht der Austausch und die Geselligkeit der Eigner, welche jeder für sich auf eine mindestens 30jährige Geschichte ihrer Boote zurückblicken können.
Und so wunderte es nicht, dass die Abendveranstaltung, inkl. Liveband  im schicken Hafen von Maasholm, bis weit in die Nacht den Hafen in Stimmung hielt.
Einziger Wermutstropfen:
Der kaum vorhandene bis schwach blasende Wind am Samstag Nachmittag während der Regatta. Leider gelang es uns als Crew unserer auf kräftige Winde angewiesenen Jouet Regent keinen vorderen Platz einzufahren.

Noch weit hinter uns erreichte das kleinste Boot des Feldes, eine Sailmaster 22, gezeichnet vom renomierten Konstruktionsbüro Sparkman & Stephens, das Ziel.
Grund zur Trauer gab es aber für den Eigner sicherlich nicht, denn die unverkennbar liebevoll durchgeführte Restauration dieses seltenen Bootes wurde schließlich als „Ostseeperle 2011“ gekührt.

Unterm Strich eine ziemlich gelungene Veranstaltung und das Wochenende für die Mordern Classics 2012 wird definitiv in meinem Kalender vorgemerkt.

25 Jahre an einem Boot gebaut!

Irgendwie hat mir diese Geschichte gerade mal wieder gezeigt warum ich Yachtblick eigentlich mache! Um euch Geschichten wie die von Dr. John Vardiman aus Beaumont Texas zu erzählen. Das Video zeigt einen Abriss der letzten 25 Jahre seines Lebens … der 25 Jahre in denen er ziemlich allein in seinem Schuppen an einer Schoneryacht gebaut hat. Wenn er in der Zeit gearbeitet hätte, wäre das Geld für so ein Schiff wahrscheinlich schneller zusammen gekratzt gewesen, aber nur was man selbst gebaut hat gehört einem auch richtig! Ich habe großen Respekt vor dieser Leistung und wünsche ihm noch viele schöne Tage auf seinem Schiff … und vor allem wünsche ich ihm, dass er nicht in ein tiefes Loch aus Langeweile fällt jetzt wo der Kahn fertig ist.

12 mR Yacht Sphinx steht zum Verkauf

Aktuell gehört die 12 mR Yacht Jochen Frank und Gorm Gondesen. Ursprünglich gehörte auch Oliver Berking, von Robbe & Berking zu den Eignern dieser Schönheit. Letzterer hat sich aber mittlerweile anderen Projekten zugewandt und deshalb suchen die beiden übrig gebliebenen Eigner jetzt einen Käufer oder einen neuen Partner um das Schiff zu unterhalten.

"Jenetta"

Mit anderen Projekten ist hier zum Beispiel die Restauration der “Jenetta” gemeint oder wie ein Bekannter von mir gestern meinte, als wir über den Verkauf der Sphinx sprachen: “davon hab ich gelesen, die Flensburger haben ein moderndes Stück Holz in Kanada gekauft”. Wenn man die Bilder der Jenetta sieht, kann man auf jeden Fall gespannt sein was da raus kommt und ich kann mir gut vorstellen, dass wir über das neue Projekt auch noch berichten werden.

Aber zurück zur Sphinx und ihrer Geschichte:

Die Sphinx wurde 1939 als Clubschiff für den Norddeutschen Regattaverein (NRV) bei Abeking & Rasmussen gebaut.  ... weiterlesen

Bastian Hauck und sein Folkeboot Refit!

Wenn ich mal mehr Zeit habe, dann stelle ich euch Bastian und seine Projekte noch einmal genauer vor. Für den Moment sei nur so viel gesagt: Ich habe Bastian vor einigen Wochen kennen gelernt und teile die Meinung des Meisters im Video. Bastian ist ein netter Kerl den man ruhig mal unterstützen kann. Bastians letzten umfangreichen Reisefilm könnt ihr hier kaufen.

Lotsenschoner No.5 Elbe – Der Film!

Ich habe den Film vor kurzem auf www.lotsenschoner.de gesehen und auf Anfrage war die Stiftung Hamburg Maritim so freundlich uns den Film zu Verfügung zu stellen.

Der Lotsenschoner ist Hamburgs letztes erhaltenes Seeschiff aus der Ära des Holzschiffbaus. “No. 5 Elbe” lief 1883 auf der Werft von H.C. Stülcken auf Steinwerder vom Stapel. Über 30 Jahre lang hat der Gaffelschoner Lotsen in der Elbmündung und der Deutschen Bucht versetzt. 13 mal überquerte er den Atlantik, umrundete 1937 Kap Hoorn, erreichte San Francisco und diente unter anderem den Kindern des „Sommer of Love“ als Gewächshaus.

2002 ließ die Stiftung Hamburg Maritim ihn nach Hamburg zurück bringen und restaurieren. Ein sehenswerter Film wurde produziert und Freunde traditioneller Seefahrt können ihn nun wieder für Tagesfahrten und Chartertörns buchen.

 

Baresso Coffee Meter Cup – 12er vor Kopenhagen! Segelfilm!

Carsten Kemmling war kurz bevor er mit uns zum Testen in Greifswald war (Bericht folgt), als Taktiker der Trivia beim Baresso Coffee Meter Cup in Kopenhagen unterwegs. Da 12er natürlich wunderschöne und telegene Boote sind, war es quasi Pflicht eine Kamera mitzunehmen.

Container on the Rocks! Grounding beim Maxi Yacht Rolex Cup!

Die Trophäenjagd bei der Mini Maxi Rolex Weltmeisterschaft vor dem italienischen Porto Cervo hat für die „Container“ ein abruptes Ende genommen. Die von Harm Müller-Spreer (Hamburg) gechartete 20-Meter-Yacht lief am vorletzten Regattatag (Freitag, 10. September) auf einen Felsen auf und musste in die Werft. In zwei weiteren Wertungsgruppen des Maxi Yacht Rolex Cup liegen norddeutsche Segelyachten dagegen aussichtsreich im Rennen. Mit einem Tagessieg und einem vierten Platz darf die Crew der „Y3K“ von Claus-Peter Offen (Norddeutscher Regatta Verein) den Schampus für einen Erfolg bei den Wally-Yachten schon kalt stellen, und die „Visione“ von Hasso Plattner (Kieler Yacht-Club) liegt bei den Super-Maxis punktgleich mit der führenden „Hetairos“ (Cayman-Islands) auf Rang zwei.

Gedrückte Stimmung herrschte bei der „Container“-Crew, nachdem sie nach der Havarie immerhin aus eigener Kraft wieder den Hafen erreicht hatte. „In unserer GPS-Karte war an der Stelle kein Felsen eingezeichnet“, berichtete der verärgerte Skipper Harm Müller-Spreer, der miterleben musste, wie die Yacht bei leichten Winden und neun bis zehn Knoten Geschwindigkeit auf den Felsen auflief und ausgebremst wurde. „Fast 20 Minuten saßen wir fest, erst dann haben wir entschieden, den Kiel hochzukurbeln“, erzählte Crew-Mitglied Dirk Neumann. „Wir hatten befürchtet, dass die Finne verbogen ist und wir uns beim Aufholen des Kiels die Struktur beschädigen würde. Das war zum Glück nicht der Fall“, sagte Neumann. Weitere Schäden an der Yacht und Verletzungen der Crewmitglieder gab es nicht. Gleichwohl wurde die Yacht nach Olbia in die Werft gebracht und wird am Sonnabend, 11. September auch nicht mehr an den weiteren Wettfahrten teilnehmen können. An der Spitze der WM-Wertung liegt souverän die britische „Alegre“ von Andy Soriano.

Ganz anders war die Stimmungslage bei der „Y3K“-Crew. Taktiker Thomas Jungblut konnte nach der Ankunft im mondänen Hafen von Porto Cervo ein entspanntes Pläuschchen vor dem Medienzelt halten. „Das erste Rennen heute war vom Start an perfekt“, freute sich der Hamburger über den ersten Tagessieg in der Serie. Im Anschluss verfiel die „Y3K“ aber wieder in die Schwächen der ersten Tage, legte erneut einen Frühstart hin. „Danach hatten wir auch noch eine Berührung, mussten zusätzlich einen Kringel fahren und dem Feld hinterher jagen“, berichtete Jungblut von der Aufholjagd, die auf Platz vier endete. „In der Mannschaft ist ein unglaublicher Spirit. Gerade wenn Fehler passieren, können die Jungs richtig beißen. Wir haben vorher nicht damit gerechnet, so gut dabei zu sein. Aber in den drei Tagen Training vor der Regatta haben wir das Bootshandling sehr gut hinbekommen. Wenn wir jetzt noch die Fehlerquote reduzieren, wäre es topp.“ Aber auch so dominiert die Mannschaft der 30,50 Meter langen Yacht aus Hamburg das Geschehen in der Wally-Division. Lediglich die direkte Verfolgerin, die britische „Magic Carpet²“ von Lindsay Owen Jones, könnte der „Y3K“ noch den Gesamtsieg streitig machen, müsste dazu das letzte Rennen am Sonnabend aber unbedingt gewinnen.

Ein extrem spannendes Finale verspricht das Abschlussrennen der Super-Maxis am Sonnabend. Nach dem Tagessieg ist die „Hetairos“ in der Gesamtwertung bei Punktgleichheit an der „Visione“ von Hasso Plattner (Kiel) vorbeigezogen. „Wir müssen der ,Hetairos’ einfach zu viel vergüten. Dagegen können wir bei den schwachen Winden kaum ansegeln. Aber zum Abschluss ist noch einmal alles möglich“, berichtete Walter Meyer-Kothe von der „Visione“, der sich an dem Privatduell mit der Hamburger „Saudade“ von Albert Büll begeistern konnte. „Das war ein tolles Rennen mit wechselnden Führungen, am Ende lag die ,Saudade’ zwar knapp vor uns, nach berechneter Zeit hatten wir aber einen denkbar knappen Vorsprung von drei Sekunden.“

An Bord der „Saudade“ war man trotz dieser Niederlage sehr zufrieden. Nachdem die Crew das 45-Meter-Schiff im schweren Wetter der ersten Tage noch nicht wie gewünscht in Fahrt gebracht hatte, lief das Zusammenspiel der 24 Crewmitglieder bei den schwächeren Winden sehr gut, so dass man der Konkurrenz Paroli bieten konnte. In der gemeinsamen Wertung mit den J-Class-Yachten müssen die Super-Maxis allerdings den J-Yachten den Vortritt lassen. Hier führt weiterhin die „Ranger“ unter der Flagge der Cayman Islands vor der „Velsheda“ (Großbritannien).

Der Maxi Yacht Rolex Cup 2010 geht am Sonnabend (11. September) zu Ende. Wie am Freitag sind erneut schwächere und drehende Winde vorhergesagt.

Wenn ich mal alt bin, dann …! Videoreportage über einen Bootsbauer!

Ich habe vor kurzem das Buch “Die Zunge Europas” von Heinz Strunk gelesen! Das Buch ist ganz nett, die Geschichte plätschert so vor sich hin, gekauft habe ich es aufgrund des einen Satzes auf der Rückseite: “Mein größter und in Wirklichkeit einziger Wunsch: Mit nacktem Oberkörper Holz hacken ohne dass es Scheiße aussieht!” Back to the Roots! Man studiert, ist fleißig, plant eine Karriere als Schiffbauer im Yachtbereich … aber eigentlich will ich nur eine kleine Holzbootwerft haben in der ich kleine schicke Schiffe zusammen bauen kann! Knietief in Holzspänen stehen und Farbe an den Händen haben – studieren um Handwerker zu werden – ist zugegeben nicht der klassische Weg. Heute und morgen wäre mir das auch noch zu langweilig, deshalb gehört dieser Gedanke in die Schublade: “Wenn ich mal alt bin”!

Das war ein kurzer Exkurs in meine Traumwelten und was ich euch damit eigentlich nur sagen will ist, dass ich eine Reportage über einen Bootsbauer vom Darß gefunden habe! Viel Spaß! =)