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IMOCA 60

Ein Bild ging durch die Segelwelt

Aber nicht nur dort, fand ein ganz bestimmtes Bild, eines ganz bestimmten Mannes, einen großen Anklang.

Alex Thomson, der mit seinem Sponsor HUGO BOSS schon in der Vergangenheit für viel Aufsehen gesorgt hat, wurde vor einigen Jahren mit einem tadellosen Anzug seines Sponsors zu Werbezwecken auf dem Kiel seiner IMOCA 60 abgelichtet. Viele Stimmen wurden laut, dass es sich hierbei um eine Fotomontage handeln würde. Jetzt tritt das Team um Alex Thomson den Gegenbeweis an und vollführt den Stunt ein weiteres Mal bei eisigen Temperaturen vor der britischen Küste.

Mehr Bilder zu Alex und seiner IMOCA60 findet ihr hier

Neue Imoca 60 für Bernard Stamm

Der Schweizer Dauerbrenner Bernard Stamm hat sich eine neue Open 60 gebaut, um an der nächsten Ausgabe der Vendée Globe teilzunehmen. Die Eckdaten der “Rivages” sind beeindruckend und das Projekt ist sicher nicht auf hinterher segeln ausgerichtet. Gebaut wurde die Yacht bei Decision SA in der Schweiz, einem Yachtbauer, der sich mit so “unbekannten” Booten wie den Alinghi Cuppern, dem Hydroptére oder Groupama 2 seine Lorbeeren verdient hat.
Gezeichnet hat Juan K, dessen Name hier auf Yachtblick zuletzt bei dem Bericht über “Rambler 100″ fiel. Das sich Bernard Stamm mit den Open 60 Yachten auskennt, hat er mit 2 Siegen im Velux 5 Oceans bewiesen … ob es auch jenseits der “Rentnerliga” für einen Sieg reicht, muss er erst noch beweisen.

Es ist wohl fast schon Neuland, dass die Yacht den Weg nach Frankreich, zur Endausrüstung, auf einem LKW unternommen hat und nicht wie gewohnt mit dem Helikopter ausgeflogen wurde. =)

Zusammenfassender Filmbericht zum Barcelona World Race

Boris Herrmann und Ryan Breymaier haben das Barcelona World Race auf Platz 5 beendet! Herzlichen Glückwunsch! An dieser Stelle sei auch einmal Neutrogena für das Sponsoring gedankt … Segeldeutschland ist jetzt ein besserer Ort! Interessant finde ich die Frage, die der Film am Beispiel von Iker Martinez und Xabi Fernandez aufwirft, ob die Entwicklungen bei den modernen Offshore-Rennern, die Zeit der alten Salzbuckel ein für alle mal beendet haben.

Filmischer Zwischenbericht zum Barcelona World Race!

Vielleicht mag es daran liegen das man das Treiben von Boris Herrmann intensiver verfolgt, aber ich habe auch den Eindruck, dass die Medienarbeit der Jungs generell nicht von schlechten Eltern ist. Auf dem Wasser läuft es aber auch! Boris und Ryan kämpfen sich kontinuierlich nach vorn. Wenn ihr euch wirklich für das Rennen interessiert, dann empfehle ich euch das Rennen bei den Segelreportern zu verfolgen. Ich weiß nicht, ob es schon einmal im deutschen Sprachraum eine ähnlich kurzweilige und kontinuierliche Berichterstattung von einem Offshore-Rennen gegeben hat. Gute Arbeit meine Herren!

Filmbericht zum bisherigen Verlauf des Barelona World Race

Seine Blinddarm OP hat Alex Thomson überstanden, doch auf seinen geplanten Wechsel auf Höhe der Kapverden wird er wohl verzichten. Alex hat vor ein paar Tagen ein Kind bekommen, bei dem nun ernsthafte gesundheitliche Probleme aufgetreten sein. Kollege Carsten beschreibt diesen neuerlichen Unglücksfall im Hause Thomson sehr treffend: “Die Wettfahrtleitung hat die Frist für Alex Thompsons Wechsel an Bord angesichts der Umstände verlängert. Aber das dürfte den Briten kaum noch interessieren. Wie unwichtig plötzlich eine Wettrennen um die Welt werden kann…”

Wir wünschen dem kleinen Thomson von Herzen gute Besserung!

Den ersten Ausfall aufgrund technischer Probleme liefert das Team „Président“ um den französischen Skipper Jean Le Cam und sein spanischer Co-Skipper Bruno Garcia. Bei etwa 19 Knoten Wind wurde die IMOCA 60 von einer Welle getroffen und verlor daraufhin ihr Rigg – den Seglern ist glücklicherweise nichts passiert.

Auch das 2. platzierte Favoritenboot “Foncia“ mit Michel Desjoyeaux und François Gabart aus Frankreich, meldet einen Schaden nach einer Kollision mit einem unbekannten Gegenstand. In Recife/Brasilien planen die beiden einen Reparaturstop – wir wünschen gutes gelingen!

Von Fake-Wellen und Schaukelstühlen! Videobericht über Boris!

Der 29-jährige Boris Herrmann ist nicht nur der einzige Deutsche beim Rennen, sondern auch der erste Deutsche überhaupt, der auf einer gut 18 Meter langen Yacht vom Typ IMOCA Open 60 an einer Weltumseglung teilnimmt. Auch US-Boy Ryan Breymaier (35) repräsentiert als Erster und Einziger die Farben seines Landes. „Wir haben eine gemeinsame Passion und hatten den gleichen Traum“, beschreibt Herrmann die Partnerschaft, „ein bisschen Zufall, vor allen aber die Leidenschaft und der Enthusiasmus ganz vieler Menschen haben uns zusammengeführt. Auch denen möchten wir von ganzem Herzen danke sagen.“

Während Breymaier bereits seit mehreren Jahren in dem französischen Rennstall Team Kaïros in der Bretagne arbeitete, kam der Hamburger nach Concarneau, um nach seinem Class-40-Sieg beim Portimão Global Ocean Race 2009 im Epizentrum der Hochseesegelszene Erfahrung auf den sechs Meter größeren Yachten zu sammeln. „Zusammen 90 Tage rund um die Uhr auf engstem Raum zu verbringen, ist vor allem mental eine große Herausforderung“, so Herrmann, „da reicht es keinesfalls, eine reine Zweckgemeinschaft zu sein.“ So eint das Ziel zwei völlig unterschiedliche Charaktere zu Sportsfreunden, die sich von Tag zu Tag mehr auf ihre außergewöhnliche Herausforderung konzentrieren.

Bei ungezählten Interviews rund um eine große Vorabpressekonferenz mit allen 30 Skippern des zweiten Barcelona World Race war die positive Anspannung allenthalben zu spüren. „Wir geraten allmählich in eine Art Blase um uns herum und beginnen uns von der Außenwelt abzuschotten“, erklärt Boris Herrmann, „einerseits kommt es zwangsläufig, anderseits ist es gar nicht so einfach, an sich heranzulassen, dass es nun wirklich bald losgeht.“ Weihnachten wird der geborene Oldenburger nicht zu Hause feiern, sondern zwei freie Tage in Barcelona genießen. Aber er freut sich schon auf dem Besuch seiner Eltern und Freunde, die nach dem Fest zum Start nach Spanien kommen wollen. Herrmann: „Es gibt mir viel Kraft und Zuversicht zu wissen, welchen Menschen ich wichtig bin.“

Quelle: borisherrmannracing.com

Gut eingecremt um die Welt! Boris Herrmann mit neuem Sponsor!

Über BYM-News kam gestern die frohe Kunde, dass Boris Herrmann und Ryan Breymaier, für das am 31.12.2010 startende Barcelona World Race, einen Sponsor gefunden haben. Der norwegische Creme-Hersteller Neutrogena wagt das Abenteuer der nonstop Weltumsegelung! Das Boot wurde bereits gebrandet und befindet sich im Starthafen in Barcleona.

“This is a thrilling adventure in which we want to play an active part” sagte der Regionaldirektor für den sudeuropäischen Markt Ignacio Garcia Cano. Neutrogena gehört zu dem US-Konzern Johnson & Johnson. Als größter Hersteller von Pflegeprodukten betreibt der Konzern 250 Firmen in 60 Ländern der Welt.

Bei dem Boot handelt es sich um die IMOCA 60 “Veolia Enviroment”, die bei der ersten Ausgabe des Rennens von Roland Jourdain und Jean-Luc Nélias gesegelt wurde. Das Boot wird auch weiterhin von Jourdains Rennstall “Kairos” betrieben.

Die wesentlichen sportlichen Eckdaten von Boris sind der deutschen Seglerszene ja soweit bekannt – 2001 jüngster Teilnehmer beim Mini Transat, 2008 zweiter beim Artemis Transat und 2009 gewann er mit Felix Oehme das POR … 2011 Sieger des Barcelona World Race und 2012 erster deutscher Teilnehmer bei der legendären Vendée Globe … so der Plan!

Sein Co-Skipper der US-Amerikaner Ryan Breymaier kommt natürlich aus Annapolis, ist 34 Jahre alt, verheiratet und ein durchaus erfahrener Segler. Megamultis wie “Playstation”, diverse TP52 sowie  sowie einige Jahre Erfahrung im Kairos Team stehen bei ihm auf der Habenseite. Besonders interessant für diese Regatta macht ihn aber sein technischer Sachverstand. Als Techniker bei der Vendée Globe und dem Istanbul-Europe Race kennt er sich mit Yachten dieses Formats bestens aus und hat die “Veolia Enviroment” schon als Techniker auf die letzte Teilnahme am Barcelona Worldrace vorbereitet.

Dominique Wavre mit neuem Sponsor zum Barcelona World Race

Über die neue Yacht von Alex Thompson haben wir ja bereits berichtet und auch die anderen Teilnehmer, des am 31. Dezember startenden Barcelona World Race kommen langsam in die Puschen!

Nach mehrmonatigen Arbeiten wurde die Segelyacht Mirabaud 1. August im Hafen von La Rochelle wieder zu Wasser gelassen. „Diesen Tag haben wir alle seit langem mit grosser Ungeduld herbei gesehnt“, erklärt Skipper Dominique Wavre. „Seit nun mehr als drei Monaten hat das gesamte Team in der Werft sehr hart gearbeitet. Ich glaube sagen zu können, dass wir heute alle besonders glücklich und verdienterweise stolz sein dürfen!“. Dank der Unterstützung seines neuen Sponsors, Mirabaud, konnte der Schweizer Segler ein umfangreiches Verbesserungsprogramm an seinem Boot durchführen. So konnte die Kielbombe ersetzt werden und zahlreiche Modifikationen zur Verbesserung des Gleichgewichts gemacht werden – und damit die Performance des Segelbootes gesteigert werden. Ausserdem wurde ein neuer Navigationsbereich eingerichtet und ein neuer, leichterer Motor ins Boot eingebaut.
Vollständig auf den neuesten Stand gebracht, ist die Mirabaud nun bereit, die Vorbereitungskampagne und das Trainingsprogramm im Hinblick auf die bevorstehenden Regatten in Angriff zu nehmen.
Dominique Wavre und Michèle Paret haben nun an Bord die Möglichkeit, dem Boot nach der langen Zeit an Land erneut ihren Stempel aufzudrücken und die vorgenommenen Modifikationen zu testen.
„Das Boot ist absolut traumhaft“, freut sich Antonio Palma, Gesellschafter und CEO von Mirabaud. „Wir sind ausserordentlich zufrieden mit den in der Werft ausgeführten Arbeiten und freuen uns nun sehr darauf, die aktive Phase im Hinblick auf das Barcelona World Race 2010-11 in Angriff nehmen zu können. Dominique, Michèle und die Mirabaud werden unsere Werte in die ganze Welt hinaus tragen! Das ist ein wunderbares Abenteuer, welches hiermit seinen Anfang nimmt“.

Alex Thomson – Sportler und Werbefläche!

Auch wenn die Überschrift etwas anderes suggerieren mag, werde ich jetzt keine idealistische Rede schwingen, die den heiligen Sport über die Unternehmens- und Medieninteressen stellt. Wer das eine will, muss das andere mögen. Die Kooperation zwischen Alex Thomson und Hugo Boss sollte sowohl den Unternehmen, wie auch der Segelszene als Beispiel für erfolgreiches Sportsponsoring dienen.

Wenn ich mir die Bilder ansehe, kann ich mir auch nur schwer vorstellen, dass Alex Thomson bei der Party zur offiziellen Vorstellung seiner neuen IMOCA 60 “Hugo Boss” etwas gegen den Rummel hatte, der um ihn gemacht wurde. Ich persönlich würde mich zumindest nicht dagegen wehren, an der Seite von Diane Kruger auf einer IMOCA 60 Champagner zu verspritzen. Zu besagter Party am vergangenen Donnerstag erschienen 650 geladene Gäste unter ihnen auch David Coulthard um den angeblich schnellsten 60 Fußer seiner Klasse zu feiern. Weitere Bilder vom überarbeiteten Juan K Design gibt es bereits hier! Das Video zeigt einen Yacht-Redakteur, der an der Seite von Alex Thomson vor knapp 3 Jahren auf dem Vorgängermodell über die Ostsee gesegelt ist. Ist also nicht mehr ganz taufrisch, aber zum Thema recht passend und interessant!

Alex Thomsons neue IMOCA 60 “Hugo Boss”!

Alex Thomson ist für viele Segler ein bekannter Name und das nicht, weil er schon so viel gewonnen hat, sondern … ja warum eigentlich? Der Brite hat schon an vielen großen Offshore-Rennen teilgenommen, Velux 5 Oceans, Fastnet, Barcelona World Race und bereits zweimal an der Vendée Globe. Letztere hat auch seinen Ruf als Pechvogel  zu verantworten. Ich denke dabei an die Kollision mit einem Fischerboot 3 Wochen vor dem Start 2009. Auf der Habenseite hat er aber dennoch einen Sieg beim Clipper Round the World Race 1999 und den Rekord für das beste Etmal mit einer IMOCA 60 (501 Meilen). Sein hoher Bekanntheitsgrad ist sicher auf seine Kooperation mit Hugo Boss zurück zu führen. Dass gerade Segler über ihnen reden ist sicherlich auch eine kleine Neidfrage – denn das Mr. Thomson eines der dicksten Budgets in der Segelszene  hat, ist ein offenes Geheimnis. Gerade gestern wurde seine „neue“ IMOCA 60 nach dem Umbau das erste Mal zu Wasser gelassen. Die Hugo Boss Werbeabteilung war natürlich wieder dabei!

Bei dem Boot handelt es sich um die Ex-Pindar die bei der letzten Vendée mit Skipper Brian Thompson den 5. Platz belegte. Das „p“ im Nachnamen des einen verrät, dass es sich nicht um Brüder handeln kann.

Die „neue“ Hugo Boss wurde von „Juan Kouyoumdjian“, im internationalen Segelsport besser bekannt als „Juan K“, entworfen. Selbiger zeichnete bereits die beiden ABN AMRO (Sieger VOR 05/06) und die im letzten Jahr erfolgreiche Ericsson 4. Es lag also nah, auch das Redesign der letzten 4 Monaten in seine Hände zu geben. Neben den als „PODS“ bezeichneten Schutzhütten an Deck, zeichnet sie sich vor allem dadurch aus, dass es sich bei der Yacht um eine der schnellsten IMOCA 60 handelt. Glaubt man dem Pressesprecher ist sie „more powerful than any other boat in the IMOCA 60 fleet.”

Nach einem Trainingsprogramm in den nächsten Monaten, das ihn über den Atlantik und ins Mittelmeer führt, will Thomsen am 31.12.2010 am Barcelona World Race teilnehmen.

Da man Seeleuten einen gewissen Aberglauben nachsagt, werde ich hier keine Mutmaßungen anstellen, was dem Glück des Alex Thomson diesmal im Weg stehen könnte.

Bildquelle: Alex Thomson Racing