Alex Thomson ist für viele Segler ein bekannter Name und das nicht, weil er schon so viel gewonnen hat, sondern … ja warum eigentlich? Der Brite hat schon an vielen großen Offshore-Rennen teilgenommen, Velux 5 Oceans, Fastnet, Barcelona World Race und bereits zweimal an der Vendée Globe. Letztere hat auch seinen Ruf als Pechvogel zu verantworten. Ich denke dabei an die Kollision mit einem Fischerboot 3 Wochen vor dem Start 2009. Auf der Habenseite hat er aber dennoch einen Sieg beim Clipper Round the World Race 1999 und den Rekord für das beste Etmal mit einer IMOCA 60 (501 Meilen). Sein hoher Bekanntheitsgrad ist sicher auf seine Kooperation mit Hugo Boss zurück zu führen. Dass gerade Segler über ihnen reden ist sicherlich auch eine kleine Neidfrage – denn das Mr. Thomson eines der dicksten Budgets in der Segelszene hat, ist ein offenes Geheimnis. Gerade gestern wurde seine „neue“ IMOCA 60 nach dem Umbau das erste Mal zu Wasser gelassen. Die Hugo Boss Werbeabteilung war natürlich wieder dabei!
Bei dem Boot handelt es sich um die Ex-Pindar die bei der letzten Vendée mit Skipper Brian Thompson den 5. Platz belegte. Das „p“ im Nachnamen des einen verrät, dass es sich nicht um Brüder handeln kann.
Die „neue“ Hugo Boss wurde von „Juan Kouyoumdjian“, im internationalen Segelsport besser bekannt als „Juan K“, entworfen. Selbiger zeichnete bereits die beiden ABN AMRO (Sieger VOR 05/06) und die im letzten Jahr erfolgreiche Ericsson 4. Es lag also nah, auch das Redesign der letzten 4 Monaten in seine Hände zu geben. Neben den als „PODS“ bezeichneten Schutzhütten an Deck, zeichnet sie sich vor allem dadurch aus, dass es sich bei der Yacht um eine der schnellsten IMOCA 60 handelt. Glaubt man dem Pressesprecher ist sie „more powerful than any other boat in the IMOCA 60 fleet.”
Nach einem Trainingsprogramm in den nächsten Monaten, das ihn über den Atlantik und ins Mittelmeer führt, will Thomsen am 31.12.2010 am Barcelona World Race teilnehmen.
Da man Seeleuten einen gewissen Aberglauben nachsagt, werde ich hier keine Mutmaßungen anstellen, was dem Glück des Alex Thomson diesmal im Weg stehen könnte.
Bildquelle: Alex Thomson Racing