Yachtblick Rotating Header Image

Extreme 40

Roland Gäbler berichtet aus Boston

Nachdem uns Team Alinghi in Istanbul durch einen fatalen Crash versengt hat und unser Boot ein Totalschaden ist, haben wir ein altes Ersatzboot bekommen. Das wir hier in Boston an den Start gehen können ist schon super…. doch dieses etwas mehr gebrauchte Ersatzboot wieder in flott zu machen hat uns viel Energie gekostet. Es ist ein Neustart. Wir fangen praktisch bei null an, denn wir müssen ja auch noch ein neues Crew Mitglied aus den USA anlernen.

Das Ersatzboot fährt leider noch nicht so richtig vorwärts. Zu wenig Druck am Wind und keine Höhe. Da muss man schon etwas extreme ausprobieren um überhaupt vorne segeln zu können. Das geht allerdings mehr daneben als nach vorne. Aber wir machen kleine Schritte nach vorne. Allerdings war der erste Segeltag mit dem Ersatzboot eine echte Baustelle.

Ein Sieg heute war da mal ein Highlight, das die Schmerzen der Langsamkeit etwas mindert. Denn der Wind vor Boston ist mehr als Lau. Wir hatten alles auf eine Karte gesetzt und den perfekten Start in Lee der Linie hingelegt. Eine perfekte Wende auf den Anlieger und es passt. Der erste Sieg war eingefahren.

Unser vierter Mann ist Robert Merrick, er hat bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney im 470er die Silbermedaille gewonnen. Somit haben wir hier in Boston 3 Olympia Medaillen an Bord. Robert ist Bowman und macht einen tollen Job. Doch wir kommen nicht in die Routine der anderen Teams, die seit Dezember zusammen trainieren.

Die Location hier am Stadtzentrum von Boston ist toll und gestern hatten wir auch mal etwas Thermik. Die Vorhersage ist besser und heute könnte der Wind auch mal ein bisschen besser werden. Vielleicht sind dann auch ein paar bessere Plätze drinnen.

von Roland Gäbler

Videozusammenfassung Extreme Sailing Series – Istanbul

Was für ein Finale! Beim dritten Act der Extreme Sailing Series™ in Istanbul blieb es bis zum Finnish spannend. Im 34. und letzten Rennen, bei dem doppelte Punkte zu holen waren, lieferten sich noch drei Teams einen erbitterten Kampf um den Gesamterfolg – Schwedens Artemis Racing, Emirates Team New Zealand und das französische Team Groupe Edmonde de Rothschild. Dean Barkers Team New Zealand lag vor dem letzten Startschuss nur fünf Punkte hinter Terry Hutchinsons Artemis Racing und drei Punkte hinter Pierre Pennecs Team.

Film zur 2. Etappe der Extreme Sailing Series in Quindao

Aktion, Speed und Publikumsnähe … ist ja alles gut und schön, aber bei den Bildern von den Kenterungen habe ich erstmalig die Extreme 40 und das ganze AC-Konzept in Frage gestellt. Prinzipiell bin ich kein pathologischer Katamaran-Gegner … ich habe selbst einen Hobie.

Die Extreme 40 Klasse professionalisiert sich zusehends, was sicher dazu führen wird, dass die Kisten immer näher ans Limit heran gefahren werden. Ich befürchte es wird nicht mehr all zu lang dauern, bis die AC45 oder die Extreme 40′s ihren Tribut von den Seglern fordern und es zu ernsthaften Verletzungen kommt.

Jeder Kat-Segler weiß was passiert wenn der Lee-Schwimmer unterschneidet … das Heck hebt sich und die Ruder kommen aus dem Wasser … von da an ist man nur noch Mitfahrer. Ein wenig mehr “Bow-Volume” zu Gunsten der Sicherheit der Segler sollte bei neuen Konstruktionen doch eingeplant werden … aber diese Entwicklung werden wir wohl erst erleben wenn es für irgendwen zu spät ist.

Dokumentation zur Extreme 40 Sailing Series 2011 – Teil 1

Tornado-Altmeister Roland Gäbler ist nicht nur ein Freund von modernen Regattaveranstaltungen, sondern schätzt auch die Berichterstattung im Internet. Vorbildlich beliefert er dabei die Presse regelmäßig mit kurzen Filmchen und Berichten von den Regatten … so hofiert man die Presse liebe Profisegler! Besonders eng ist dabei (zu unserem Glück) seine Zusammenarbeit mit segel-filme.de und dem Segelnetzwerk. Wir werden das Team Extreme mit kleinen Filmberichten, wie diesem hier aus dem Oman, durch die ganze Saison begleiten. Viel Spaß dabei!

Germany is back on track!

Es tut sich gerade so einiges im deutschen Segelsport und nach den heutigen Verlautbarungen von der Boot in Düsseldorf ist Deutschland ab jetzt in den wichtigen Rennserien vertreten. America’s Cup … drauf gesch****!

Roland Gäbler gibt Einstieg in die Extreme 40 Serie bekannt!

Einige der besten Teams der Welt haben für die kommende Extreme 40 Serie gemeldet. „Alinghi“, der mehrfache America´s Cup Gewinner setzt jetzt zu 100% auf diese neue Serie. Genauso wie die legendären Teams Namens „Luna Rossa“ (ITA), „Emirates Team New Zealand“ (NZL) mit Skipper Dean Barker, Mascalzone (ITA), Artemis (SWE) und viele weitere.

Wir sind jetzt auch mit einem Deutschen Skipper dabei. Olympia Medaillengewinner und Weltmeister Roland Gaebler wird ein Boot steuern und die ganze Tour mit einem Schiff am Start sein. Zur Crew gehören Bruno Dubois (CAN) , Sebbe Godefroid (BEL) und Michael Walther (GER). Alle sehr erfahrene und erfolgreiche Segler mit Olympiamedaillen, Weltmeisterschaften, Multihull- und America´s Cup Erfahrung. Warum man hier zwangsläufig auf ausländische Profis setzen muss weiß ich zwar nicht, aber die Herren werden schon wissen was sie da tun.

Das Sponsoring übernehmen Wirsol Solar, Yingli und Marinepool und das Team wird offiziell den Namen „TeamExtreme“ bekommen.

Die Extreme Sailing Series besteht in 2011 aus 9 Events mit Stationen in Oman, China, Türkei, USA, England, Italien, Spanien, Frankreich und Singapur. Bis zum letzten Jahr war auch Kiel noch Bestandteil dieser Serie. Wie es die selbsternannte Sailing City geschafft hat bei den Veranstaltern in Ungnade zu fallen ist mir nicht bekannt.

SAP sponsort das Sailing Team Germany

Das Sailing Team Germany bekommt mit SAP nun neben Audi seinen zweiten Premium Partner … wenn es gut läuft haben die Sportler jetzt also auch noch Geld ihre schicken neuen ... weiterlesen

Johannes Polgar im Videointerview!

Heute stellt sich Johannes Polgar den Fragen von unserem Kollegen Carsten Kemmling. Jojo Polgar war bei den Extreme 40 in Kiel Skipper des STG Katamarans.

Video-Interview mit Oliver Schwall (CEO-STG)

Wie wir berichteten hatte das Sailing Team Germany, kurz dem Startschuss, noch die Möglichkeit bekommen, an der Extreme 40 Regatta in Kiel teilzunehmen. Im Rahmen dieser Veranstaltung ist Oliver Schwall unserem Kollegen Carsten Kemmling vor die Kamera gelaufen und hat sich zur Teilnahmen des 2. deutschen Teams und zur Perspektive der STG in dieser Serie geäußert.

Extreme 40 Sailing Series – Kiel 2010!

Insgesamt 65.000 begeisterte Zuschauer sahen das viertägige Segelspektakel Extreme Sailing Series™, das am Sonntag (29. August) mit einem klaren Sieg der französischen Equipe Groupe Edmond de Rothschild und Skipper Yann Guichard zu Ende ging. Das international topbesetzte Feld der gut zwölf Meter langen Extreme 40-Katamarane geizte nicht mit Action und Dramatik und zeigte bei mäßigem, aber sehr böigem Wind nicht nur enge Manöver. Es gab sogar ein paar Kollisionen auf dem Wasser. Ein sensationeller Tagessieg half dem Wirsol Team Germany mit Tino Mittelmeier (Stuttgart) am Steuer, das kurzfristig an den Start gegangene Audi Sailing Team Germany unter Skipper Johannes Polgar aus Hamburg am Ende noch abzufangen. Die deutschen Mannschaften mussten mit den Rängen acht und neun am Ende des Klassements vorlieb nehmen.

„Unsere Teilnahme war ein voller Erfolg. Die Veranstaltung hat aufgezeigt, wie Segeln dem Publikum präsentiert werden sollte“, meinte Oliver Schwall, Teamchef des Audi Sailing Team Germany. Die Crew mit Polgar und dessen Hamburger Vorschoter Markus Koy sowie Timo Jacobs aus Lübeck, ebenfalls Starboot-Vorschoter, und dem 49er-Segler Lorenz Huber aus München war aus der deutschen Segelnationalmannschaft rekrutiert worden. „Wir wussten von vornherein, dass wir praktisch ohne Training nur krasse Außenseiter sind“, so der Steuermann, „umso erstaunter und erfreuter waren wir, in den 23 Kurzrennen immer wieder renommierte Profis hinter uns gelassen zu haben.“

Bis zum letzten Tag der dritten von fünf Etappen der Extreme Sailing Series™ hatte das Audi Sailing Team Germany sogar die rote Laterne fernhalten können. „Vielleicht hat zum Schluss die Kälte das Adrenalin vom Vortag verdrängt“, suchte Polgar eine Erklärung für taktische Fehler, die er auf seine Kappe nahm. Auf dem Wasser zeigte das Thermometer zeitweise nur noch zehn Grad Celsius – im August! “Es war so oder so ein Gewinn für uns alle, auch wenn niemand gerne Letzter wird“, beschrieb Lorenz Huber die Stimmung, „der Geschwindigkeitsrausch auf diesen Booten ist schon phänomenal.“ Und dazugelernt hätten sie alle enorm während der Regattatage von Kiel.

Endstand der Extreme Sailing Series™ in Kiel:

1. Groupe Edmond de Rothschild, Yann Guichard (Frankreich), 167

2. Ecover Sailing Team, Mike Golding (Großbritannien), 142 Punkte

3. The Wave, Muscat, Paul Campbell James (Großbritannien/ Oman), 128

4. Oman Sail Masirah, Loick Peyron (Frankreich/ Oman), 125

5. The Ocean Racing Club, Mitch Booth (Die Niederlande/ Slowenien), 125

6. Red Bull Extreme Sailing, Roman Hagara (Österreich), 99

7. Groupama 40, Tanguy Cariou (Frankreich), 92

8. Wirsol Team Germany, Tino Mittelmeier (Stuttgart) 67

9. Audi Sailing Team Germany, Johannes Polgar (Hamburg), 61

STG stellt überraschend ein 2. deutsches Team für Extreme 40 Regatta in Kiel

Viedeobericht vom Vorjahr! Die segel-filme.de-Crew hatte seinerzeit die Möglichkeit das Wirsol Team Germany von Skipper Roland Gäbler zu begleiten.

Ein Quintett der deutschen Segelnationalmannschaft wird ab Donnerstag (26. August) an der spektakulären Katamaranregatta Extreme Sailing Series™ in Kiel teilnehmen. 48 Stunden vor Beginn des viertägigen Events, zu dem neun hochkarätige, internationale Crews gemeldet haben, bekam das Audi Sailing Team Germany quasi eine Wildcard. Skipper wird Johannes Polgar, 2008 Olympia-Achter im Tornado-Katamaran und aktuell Starboot-Europameister. Mit an Bord gehen sein Vorschoter Markus Koy (beide Hamburg) und der Lübecker Timo Jacobs (ebenfalls Star) sowie 49er-Segler Lorenz Huber aus München und Lokalmatador Heiko Kröger, 2.4 mR-Goldmedaillengewinner der Paralympics 2000. Die über Lautsprecher fachkundig kommentierten Wettfahrten finden auf der Innenförde statt und dürften bis Sonntag (29. August) zwischen 50.000 und 100.000 Zuschauer ans Ufer der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Kiel.Sailing City locken.

„Action, Dramatik und Hochspannung sind garantiert. Wir wollen dieses Regattahighlight nutzen, um uns vor heimischem Publikum zu präsentieren“, erklärt Oliver Schwall, Geschäftsführer des Sailing Team Germany, „und die krasse Außenseiterrolle gefällt uns dabei auch.“ Der ehemalige Tornado-Weltmeister fungiert als Ad-hoc-Teamchef und betont: „Der spontane Einsatz wurde nur möglich, weil durch die überraschende Absage eines ausländischen Teams ein konkurrenzfähiger Extreme 40 zur Verfügung steht. Diese einmalige Gelegenheit haben wir beim Schopfe gepackt, ohne dabei unseren Fokus zu verändern.“

Der Start eines zweiten deutschen Boots neben dem Wirsol Team Germany unter dem krankheitsbedingt nicht selbst segelnden Skipper Roland Gäbler, dem viermaligen amtierenden Weltmeister und langjährigen Tornado-Gegner von Polgar und Schwall, sorgte nicht nur im Fahrerlager für einen Paukenschlag. „Ich freue mich besonders, Jojo (Polgar) nach Olympia nun auch auf dem Wasser wiederzutreffen“, meint der in Spanien lebende Australier Mitch Booth. Er hatte beim vorigen Extreme 40-Event Anfang August in Cowes/England durch einen „Stunt“ mit außergewöhnlichem Materialbruch für Aufsehen gesorgt. Booth: „Das Katsegeln hat Jojo sicher nicht verlernt.“ Auch die Besucher dürften sich über das zusätzliche einheimische Audi Sailing Team Germany freuen, dessen Protagonisten sie nicht nur von der Kieler Woche her gut kennen sollten.

Die Extreme Sailing Series™ ist eine fünfteilige Profi-Regattaserie auf 40 Fuß (gut zwölf Meter) langen, baugleichen Rennkatamaranen. Mit 100 Quadratmetern Segelfläche am Wind und einem 78-Quadratmeter-Gennaker bei einer Masthöhe von 19 Metern sind die acht Meter breiten, 1.250 Kilogramm leichten Zweirümpfer ausgereizte Hightech-Sportgeräte. Geschwindigkeiten von mehr als 40 Knoten (rund 70 km/h) direkt unter Land sorgen stets für ein hohes Zuschauer- und Medieninteresse. „Das Boot ist nicht so einfach zu segeln. Es verlangt eine Kombination aus segeltechnischem Know-how, Kraft und ungeheurem Bootsgefühl“, so Schwall.

Selbst Topsegler wie Roman Hagara, zweifacher Olympia-Goldmedaillengewinner 2000 und 2004 im Tornado, sind schon gekentert. Trotz schwerer Verletzung kehrte der Österreicher mit seiner Kampagne Red Bull Extreme Sailing zurück und zählt in Kiel neben dem Oman Sail Masirah der französischen Kat-Legende Loick Peyron und dem britischen Sieger von Cowes, Paul Campbell James (The Wave, Muscat – Oman) zu den Favoriten. Mitch Booth hob mit dem Kat seines slowenischen Projekts The Ocean Racing Club auf dem Solent derart ab, dass das Boot bei der Landung halb auseinander brach und beinahe gesunken wäre. Und die vorläufigen Windvorhersagen für die Kieler Förde prophezeien auch Starkwind… Der erste Start ist jeden Tag für 14.30 Uhr geplant. Gegen 17.30 Uhr sollen die Tagessieger feststehen.

„Wir haben den nötigen Respekt und schrauben die Erwartungen nicht zu hoch“, sagt Johannes Polgar, der am Mittwoch vor dem Start seinen 33. Geburtstag feiert. „Diese Boote sind eben sehr anspruchsvoll zu segeln. Die anderen Teams haben einen enormen Trainingsvorsprung. Unsere Vorbereitungszeit war dagegen quasi gleich Null.“ Dennoch stellt sich das Audi Sailing Team Germany dieser Herausforderung. „Für uns ist es in erster Linie ein Testevent auf der Suche nach etwaigen zukünftigen, ergänzenden Plattformen“, erklärt Arne Dost, Mitgesellschafter und ebenfalls STG-Geschäftsführer.

Groupama fährt in die Bande!

Seit Gestern segeln die schnellen Extreme 40 Katamarane im Solent bei der Cowes Week 2010. Nach einer Kollision zwischen Yann Guichard’s Groupe Edmond de Rothschild und Franck Cammas’ Groupama 40, verlor letzterer sein Ruder und rauschte mit hoher Geschwindigkeit auf die Küstenbefestigung zu. Die Crew konnte sich nur noch durch einen beherzten Sprung ins Wasser retten. Es sieht nach einer arbeitsreichen Nacht für die Groupama Jungs aus! Wir wünschen ihnen, dass Sie alles wieder repariert bekommen, um morgen wieder an den Start gehen zu können.