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Expeditionen + Reisen

Mit dem Solar-Katamaran um die Welt – Teil 3!

Hey Mölli,

na bisschen verspätet, aber du kennst mich ja.

Wir haben heute die ersten 1000nm der Welt-Tour hinter uns gebracht.  Sind jetzt  34°26.904N  8°04.970E auf dem direkten Weg nach Grane, wo wir für eine Woche liegen werden und die Yacht für die Atlantiküberquerung vorbereiten. Kleine Reparaturen und Logistik … ich hoffe, dass kann ich noch ein bisschen mit surfen und alte Freunde treffen verbinden.

In der vergangenen Woche sind wir aus der Straße von Gibraltar herausgefahren, um direkten Kurs nach Grane anzulegen, nach 10 nm auf dem Atlantik haben wir eine Warnmeldung von Meteorfrance bekommen, dass es vor Casablanca richtig ungemütlich werden würde – mit 50 kn Wind und 5m Swell. Da es auf der Marokko-Seite keine Schutzmöglichkeiten für uns gibt und wir nach Berechnung auf direktem Wege ins Zentrum des Tiefdruck Gebietes waren, haben wir uns dazu entschließen müssen, umzudrehen und vor Tanger (Marokko) das Wochenende abzuwettern.

Das Wochenende habe ich dann dazu genutzt, meine Wellenreitkünste weiter auszubauen und die Nachtkultur von Tanger kennenzulernen.

Montagfrüh hat sich dann für uns ein relativ akzeptables Zeitfenster aufgetan, um den 720nm Sprung von Tanger nach Grane zu vollziehen. Was allerdings heißt, dass wir die ersten zwei Tage Regen und Wind von vorne haben. Danach haben wir allerdings mit einer Wetterbesserung zu rechnen. Das wichtigste war, keine Zeit zu verlieren, da das nächste Tiefdruckgebiet mit ähnlich schlechten Bedingung anrollt und wir eh Zeitdruck haben, den Termin am 09.12. in Cancun einzuhalten, um die Umweltkonferenz nicht zu verpassen. Dort werden immerhin alle wichtigen Leute anwesend sein.

Das Leben auf der Yacht spielt sich langsam ein, jeder hat seine Aufgaben, die er am Tage zu erledigen hat und seine Wachen, die jeder von uns abhalten muss. Ich bin der Bosun (vom Bow to Sterne) am Bord, bedeutet, dass ich dafür zu sorgen, dass die Yacht funktioniert und in einem guten Zustand ist. Das Wachsystem ist unterteilt in drei Teams, die alle 4h tauschen. Während der Wachen gibt es immer einen Wachverantwortlichen, Patric der Kapitän, dann Mikaela the first made und ich. Meine Wache geht immer von 12-4 Uhr. Die restliche Zeit, die dann bleibt, wird mit schlafen verbracht oder mit Berichte schreiben für Yachtblick.

Muss dann jetzt auch reichen ;)

Die besten Grüße nach Rostock/Kiel und alle meine Lieben

Teil 1 und Teil 2

Mit dem Solar-Katamaran um die Welt! Teil 2

Bei dem Boot handelt es sich um einen Katamaran aus der kieler Knierim-Werft, der eine Wasserlänge von 31 Metern und eine Gesamtlänge von 35 Metern besitzt. Die Breite liegt zwischen 15 und 23 Metern, je nachdem, ob das Boot die Solaranlage ausgefahren hat, oder nicht. Die Masse des Katamarans beträgt 85 Tonnen.

Soweit die Daten, die bisher wahrscheinlich schon jeder von euch in der Presse gehört oder gelesen hat. In der vergangenen Woche habe ich mit Jens telefoniert und er gab mir noch einige Daten, die vielleicht nicht so einfach zu finden sind, aber dennoch euer Interesse wecken können.

Der Kat besteht aus drei Hauptkomponenten: 20,6 t Carbon, 11,5 t Schaum und 28 t Harz.

An Deck des Bootes befinden sich insgesamt 825 Solarmodule, die aus 38000 Photovoltaikzellen bestehen. Die Module „fangen“ die Solarenergie auf und speichern diese dann in 648 Lithium-Ionen Zellen, um den 93,5 kW Solargenerator anzutreiben. Unter Volllast schafft der Katamaran eine Geschwindigkeit von 14 Knoten, wobei jedoch auf der „Reise“ eine Durchschnittsgeschwindigkeit von sieben Knoten angestrebt wird.

Der Verbrauch des Kats beträgt 2 mal 10 kWh pro Stunde. In jedem der beiden Schwimmer befinden sich zwei Motoren, wobei jedoch nur einer pro Schwimmer in Betrieb ist.

PlanetSolar kann ohne eine komplette Ladung etwa drei Tage unterwegs sein. Falls dann nicht die Möglichkeit gegeben ist, das Schiff komplett zu laden, wird der Verbrauch des Katamarans auf ein Minimum reduziert und verharrt.

Ganz schön viele Zahlen aber auch sehr interessant, was alles in dem Kat steckt.

Letzte Nacht hat mich ein kleiner Edit von Jens erreicht:

moinsen,

der Katamaran hat zwar 3 Rümpfe, fährt aber im Normalzustand nur auf zwei und der Mittelrumpf ist über der Wasseroberfläche.
Der Mittelrumpf kommt nur in der Welle zum Einsatz, um dort den notwendigen Auftrieb zu bringen. Das Ganze ist ein Wave Piercer-Konzept, das bedeutet, die Welle wird durchschnitten und nicht überfahren, ist effizienter.

Gezeichnet von Craig Loomes (Lomocean), der auch den Earth Racer gezeichnet hat. http://www.lomocean.com/index.php
Unsere Tour muss man als Expedition ansehen, da das vor uns noch keiner angestrebt hat, wollen wir es jetzt versuchen und somit den Anstoß geben, die Solarenergie besser zu nutzen und weiter zu entwickeln. Desweiteren ist das auch ein kleiner Wettlauf für uns, es als erster zu schaffen, nur mit Solarenergie um die Welt zu kommen. Wir haben noch ein weiteres Boot als Konkurrenz, das die Tage auch aus dem Mittelmeer starten will und dann auch noch ein Flugzeug.
Wenn wir es schaffen sollten, kommen wir ins Guinness book of records.

save the future
in liebe jens
=)

Ein rostocker Jung geht auf eine lange Reise!

Wie ihr in den Medien sicherlich schon mitbekommen habt, ist Anfang vergangener Woche der Solar-Trimaran „Turanor PlanetSolar“ auf seine Reise um die Welt gegangen.

Das Projekt sieht vor, in 160 Tagen mit Hilfe von Solarenergie um die Welt zu fahren.

Mit an Bord ist einer meiner besten Freunde, Jens Langwasser. Jens war Projektleiter und ist somit maßgeblich am Bau und der Entwicklung des Trimarans beteiligt.

Woher kenne ich Jens?

Jens begann schon im frühen Kindesalter mit dem Segelsport, geführt durch seinen Vater Ulf, der selbst erfolgreicher Finn-Segler war, machte Jens erste Segelversuche auf der Warnow in Rostock. Unser Weg kreuzte sich das erste Mal vor etwa zehn Jahren, als Jens und ich uns beim Training in der rostocker Lasergruppe kennenlernten. Mir war sofort klar, dass dieser chaotisch wirkende Typ mit seinem lilafarbenden Laser auf meiner Wellenlänge liegt.

Nach seinem Realschulabschluss 2001 in Rostock, entschied sich Jens, in Lübeck bei der Böbs-Werft Bootsbauer zu lernen. Nachdem er die Lehre 2004 erfolgreich beenden konnte, suchte Jens nach einer neuen Herausforderung. Der Weg führte ihn direkt nach Kiel, zur Knierim Werft.

Nach anfänglichen Gehversuchen, wurde Jens schnell einer der Projektleiter der Werft.

Das erste durch Jens betreute Projekt, war die Auliana II. Ein Performance Cruiser, der aus der Feder von Judel/Vrolijk stammt.

Bei der Endfertigung der Classic 33 zeigte Jens ein weiteres Mal sein Können.

Jens ist sehr zielstrebig und ein Perfektionist auf seinem Gebiet, Eigenschaften, die ihm sicherlich zu Gute kamen, als das Projekt PlanetSolar ins Leben gerufen wurde.

Gestern erreichte mich der erste „Funkspruch“ der Turanor:

Moinsen,

haben jetzt die ersten 400nm und die ersten Härtetests hinter uns und noch immer kein Bericht bei Yachtblick….!?
Haben jetzt Ibiza neben uns und noch ca. 23600 nm vor uns. Nach dem Sturm im Golf von Lion wo wir mit guten 40 kn Wind und 4-5.5m Wellen uns durch geprügelt haben, hatten wir die letzten Tage gutes Wetter, nur leider nicht ganz so viel Sonneneinstrahlung wie gewünscht, Tage werden auch kürzer. Wir fahren gerade mit 4.2 kn Richtung spanisches Festland, ab Sonntag ist wieder mit Wind zu rechnen schön von vorne…so wie wir das lieben. Müssen zusehen, dass wir auf den Atlantik kommen und uns die Passatwinde zu nutzen machen.

Lieben Gruß

Jens

Yachtblick wünscht Gute Fahrt!

Mit dem Opti von Gedser nach Rostock! Der Film!


Da ist er! Der Film zur “Opti-Offshore-Challenge”! Auch wenn das Jahr noch nicht ganz vorbei ist, gehe ich davon aus, dass das mein Lieblingsfilm 2010 sein wird! Ich danke Jochen für den Schnitt, der Film ist toll geworden! Die letzten Bilder dieser Aktion möchte ich euch natürlich auch nicht vorenthalten! Die Windhose auf den Bildern lässt die Kritiker sicherlich verstummen! =)

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal der Crew danken! Es war ein super lustiges Wochenende und ich freue mich auf das nächste Jahr!

Mit dem Hobie übers Mittelmeer!

Keine Sorge wir planen kein neues Event im “Opti-Offshore”-Style – dafür wäre unser alter roter Hobie definitiv nicht mehr geeignet. Offensichtlich gibt es aber noch mehr Irre da draußen, die versuchen mit viel zu kleinen Booten viel zu große Strecken zurück zu legen. Yvan Bourgnon und Jeremie Lagarrigue sind mit einem Hobie Fox (6,10 m) über das Mittelmeer gesegelt. Die 480 Seemeilen von Marseille und Karthago legten Sie in 52 Stunden und 53 Minuten zurück! Nach den Erfahrungen mit der Opti-Geschichte bekommen die beiden dafür einen dicken anerkennenden Daumen! Da es noch keiner vor ihnen gemacht hat, halten Sie automatisch den Weltrekord – innovate, not imitate!

via http://catsailingnews.blogspot.com/

Mit dem Opti von Gedser nach Rostock! Teil 2! Bericht + Bildgalerie!

Die „Opti-Offshore-Challenge“ begann am Samstag dem 28. August um 5:30 mit einem wunderbaren Kaffee mit Milchschaum … dank Sandra und dem Wohnwagen waren wir ja bestens ausgerüstet. In den nächsten 2 Stunden wurde der Opti fertig ausgerüstet – Dreifarbenlaterne, Motorradbatterien für das bereits eingebaute Lenzsystem, Kompass, Wasserflaschen, eine Notlampe für die Nacht und eine wasserdichte Tonne mit „Stullen“. Der Adenauer wurde auf dem Ruder montiert und die Gastlandflagge mittels Blöcken so angebracht, dass sie aus dem Cockpit heraus bedient werden konnte. Liebe zum Detail oder Wahnsinn?

Johannes wurde eher mit klassischen Accessoires ausgestattet, Neoprenanzug, Ölhose, Schwimmweste und wasserdichtem Funkgerät!

Nach all diesem Gebastel war Johannes dann endlich um 8:00 Uhr auf dem Wasser und schon im Hafen war der Opti unerwartet schnell unterwegs, was zu spontanen Sprints durch den Hafen führte, um ein paar gute Bilder vom Opti in der Hafeneinfahrt zu bekommen! Die Erkenntnis – Jochen (segel-filme.de) ist fitter als ich =)

Bis wir uns und die Bora dann endlich klariert hatten, um aus dem Hafen von Gedser auszulaufen, war der Opti schon außer Sichtweite. Der erste Funkspruch von Hannes hatte uns allerdings schon erreicht! Sinngemäß widergegeben: „Schon ein wenig gewöhnungsbedürftig mit den Enten auf Augenhöhe zu schwimmen“!

Nach dem wir das Flach vor der Hafenausfahrt von Gedser hinter uns gelassen hatten, konnten wir auf Johannes Kurs gehen und neben ihm her fahren. Die „Bora“ über Stunden neben dem nicht gerade kursstabilen Opti zu halten, erforderte einiges an Konzentration und war auf die Dauer nicht wenig anstrengend, denn um gute Bilder mit der Kamera einzufangen, mussten wir relativ dicht neben ihm fahren.

Die erste Stunde lief alles wie geplant und es schickte sich an eine unspektakuläre Überfahrt zu werden … bis der erste Funkspruch mit Fehlermeldung uns erreichte. „Das Lenzsystem funktioniert nicht richtig“ – diese Information wurde mit gemischten Gefühlen aufgenommen, zum einen konnte ich über das ohnehin schon belächelte Lenzsystem jetzt noch ein bisschen lauter lästern, zum anderen hieß das natürlich für Johannes, dass er  jetzt schöpfen müsse – natürlich mit der klassischen abgeschnittenen Waschmittelflasche.

Der nächste Funkspruch der uns erreichte, war dann leider weniger amüsant, denn er informierte darüber, dass die Schrauben die den Mastfuß halten, sich aus dem Rumpf gelöst haben. Das Ende der Reise? Weit gefehlt! Denn Herr Kapitän verlangte nach Werkzeug! Mit der aufkommenden Seekrankheit kämpfend, kniete Johannes im Boot und reparierte den Opti mit einem Taschenmesser, 2 Schrauben und dem Behelfspaddel, das er im Boot hatte! Das Highlight dieser Reparatur war aber zweifelsohne Johannes „Achterstag“, das er irgendwo im oberen Drittel des Mastes angebunden hatte und es in den nächsten Stunden aus der Hand fuhr.

Mac Gyver lässt grüßen!

Womit wirklich keiner von uns gerechnet hatte, war die Tatsache, dass der Opti trotz des ungewohnten „Zusatzgewichtes“ streckenweise recht konstante 5 Kn über Grund machte. Die unerwartete Geschwindigkeit ist zugegeben nicht  dem guten Gewichtstrimm (durch neigen des Kopfes) zuzuschreiben, sondern vielmehr der Tatsache, dass während unserer „Expedition“ der Wind merklich zunahm. Als wir ungefähr 8 Seemeilen vor dem Zielhafen Rostock waren, informierte uns „Dinghy“ darüber, dass laut Wetterdienst in Warnemünde solide 5 Windstärken anlagen. Da wir bereits einige Stunden auf dem Wasser waren, hatte die Dünung natürlich genügend Zeit sich aufzubauen. Wind und Welle machten die Reise für Johannes nicht angenehmer und was er in seiner Nussschale durchmachen musste, konnten wir auf dem Begleitboot natürlich nur schwer nachempfinden, obwohl auch wir schon gut durchgeschüttelt wurden.

P.S. Ich freue mich über Kommentare! Ich habe die Bilder durchnummeriert – welches ist euer Opti-Bild? Mein Favorit ist ganz klar die Nummer 28!

… wie es weiter geht und ob Johannes heil in Rostock angekommen ist erfahrt ihr im nächsten Bericht!

Mit dem Opti von Gedser nach Rostock! Teil 1! Credits!

Mit dem Opti von Gedser /Dänemark nach Rostock/Deutschland! Die Story und wie es dazu kam, kennt der Yachtblick Abonnent ja bereits – sollte dem nicht so sein, findet ihr hier und hier Artikel darüber.

Bevor ich irgendwelche Geschichten auspacke, möchte ich, auch im Namen von Johannes, dem Team danken, das wirklich großartig und mit Herzblut gearbeitet und funktioniert hat.

Skipper Fritz  war auf seiner Bora (JOUËT Regent 28) am Freitagmorgen aufgebrochen, um von Großenbrode nach Gedser zu segeln. Seine wirklich schicke runderneuerte Bora war das Begleitboot für die Reise. Mindestens genauso in das Projekt verliebt, wie Johannes selbst, war unserer Werftleiter „Dinghy“ , der den Opti  über 2 Monate in seinem Wohnzimmer umgebaut und an den Offshore-Einsatz angepasst hat. Man sollte meinen zum Leidwesen seiner Freundin – aber weit gefehlt, denn auch Sandra war am Opti-Wochenende mit von der Partie und kümmerte sich liebevoll um das Catering für die Crew und die „Stullenpakete“ für Johannes! Die beiden waren extra aus Hamburg mit einem Wohnwagen angereist, welcher dann in Gedser das Basislager für unser Experiment darstellte.

Der vierte Mann im Bunde war Jochen von segel-filme.de, unser Kameramann und tiefenentspannter Ruhepol! Auch  Jochen hatte die Reise von Hamburg nach Gedser auf sich genommen.

Weiterer dank geht an Erik Møller, ein freundlicher Däne, der uns bis zur Abfahrt helfend zur Hand ging und mit Lampen und verschiedenem technischem Gerät ausgeholfen hat.

„Für Kinder tun wir alles“ war die Antwort von Werner, Hafenmeister auf der Mittelmole in Warnemünde, auf die Frage, ob wir in seinem Hafenbecken probesegeln können. Soviel Verständnis für „die Kleinen“ verdient unseren Dank!

Last but not least, sei der freundliche TT-Line Wachoffizier erwähnt und Johannes-Freundin für das Verständnis gedankt! Der Rest der Crew dankt Lena für die abschließende Pizza am Samstagabend!

Weitere Bilder, der Bericht und der Film folgen in den nächsten Tagen!

Mit dem Opti von Dänemark nach Deutschland!

Johannes Röhrs ist Kapitän, sein letztes Schiff war stolze 332 m lang, sein nächstes Schiff wird kleiner, viel kleiner.

Die Eckdaten: Ein gut ausgebildeter Seemann segelt von Gedser in Dänemark nach Rostock. Soweit so gut, daran ist noch nichts ungewöhnlich, diese etwa 25 Seemeilen lange Überfahrt wird sicher von einigen hundert Seglern pro Saison befahren. Die Herausforderung liegt wie schon angedeutet im Transportmittel! Keine Yacht, kein Containerschiff, nein die Jüngsten-Jolle soll es sein – der Optimist.

Das Boot, in dem die meisten Segler ihre ersten Schläge auf dem Wasser gemacht haben, ist 2,30 m lang, 1,13 m breit und wiegt segelfertig etwa 45 Kg. Johannes Röhrs ist 1,90 m groß und wiegt knapp 90 Kg! Lässt man sich diese Daten einmal durch den Kopf gehen, wirkt es wie der Versuch das Archimedische Prinzip zu widerlegen.

Zum Thema Auftrieb sagte Johannes: „Anfänglich war da nur die Erinnerung an die Kindertage und der Eindruck, dass der Opti relativ viel Auftrieb hat. Ob diese Erkenntnis allein der Tatsache geschuldet war, dass einem als Kind alles größer vorgekommen ist, weil man selbst kleiner war, haben wir vorsichtshalber noch einmal getestet. Die wesentliche Erkenntnis dieses Tests war, dass der Opti mich trägt, wir aber unbedingt ein Lenzsystem einbauen müssen“

Zusammen mit Freunden wurde in den letzten Wochen viel vorbereitet, geplant und organisiert. Die notwendige Ausrüstung liegt bereit, das Begleitboot steht in den Startlöchern und sogar das elektronische Lenzsystem wurde in die Optimisten-Jolle eingebaut.

Wenn das Wetter mitspielt will Johannes am Samstag dem 28. August mit dem ersten Sonnenstrahl in See stechen.

Hier finden Sie in den nächsten Tagen Berichte, Bilder und einen Film darüber, wie es dem großen Mann im kleinen Boot ergangen ist.

Mit fast 80 Jahren um Kap Horn! Sir Robin Knox-Johnston! Dokumentation!

Robin William Knox-Johnston wurde am 17. März 1939 in London geboren, dass heißt, er ist im Moment stolze 71 Jahre. Das Video ist sicher schon ein paar Jahre alt, aber dennoch scheint Segeln ziemlich fit zu halten! Es muss die Segelei gewesen sein, die ihn bis ins hohe Alter so fit hält. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass dies an seinem „Whiskey Sponsor“ liegen könnte. Ich habe mal einen Screenshot von seiner Website gemacht und Sir Robin hat wirklich einen hochprozentigen Sponsor! Sportler hin oder her, für so viel Coolness muss es einen dicken Daumen geben!

Den Titel „Sir“ bekam Knox-Johnston 1995 von der Queen verliehen, da er der Sieger des Sunday Times Golden Globe Race war und damit keine geringere Leistung vollbracht hat, als der erste Einhand-Nonstop-Weltumsegler zu sein! Der Erste – nicht der Jüngste, nicht der Grünste und nicht der Einäugigste – der Erste!

Am 22. April 1969 lief er nach 30.123 Seemeilen und 312 Tagen in den Hafen von Falmouth (Cornwall) ein und legte damit den Grundstein für den Stoff, aus dem noch heute die Vendée-Globe-Helden gemacht werden! Seine Yacht, die „Suhaili“, ist ein 32 Fuß langer Teakholzbau, dessen Linien an die legendären Rettungsboote des großen Colin Archer angelehnt sind. Die Yacht existiert bis heute!

Ich weiß nicht wie oft er in der Zwischenzeit um die Welt gesegelt ist, aber ich weiß, dass er es 1994 noch einmal in die Geschichtsbücher schaffte, indem er an der Seite von Sir Peter Blake († 2001 bei  einem Piratenüberfall) die Jules Vernes Trophy für die schnellste Weltumrundung unter Segeln gewann! An der Seite von Blake, dessen Leben hier auch irgendwann noch einmal ausführlich Erwähnung findet, segelte Knox-Johnston in 74 Tagen 22 Stunden und 17 Minuten zum damaligen Rekord. Zum Vergleich: der aktuelle Rekord von Franck Cammas Groupama 3 liegt bei 48 Tagen 7 Stunden und 44 Minuten.

Neben vielen anderen Ehrungen wie Yachtsmann of XXXX oder Sailor of XXXX war er der erste Segler, der 2008 in die ISAF Hall of Fame aufgenommen wurde. Also ein gutes Jahr nachdem er beim „Velux 5 Oceans“ seine bis dato letzte Weltumsegelungsregatta bestritten und auf Platz 4 beendet hat! Nicht beendet, also in der Liste hinter Sir Robin, waren bei dieser Regatta so „unbekannte“ Segler wie Alex Thomson (Hugo Boss) und Mike Golding (Ecover)!

Wir ziehen unseren Hut vor dieser Lebensleistung! Ich für meinen Teil würde mit „Sir Robin“ zu gern einmal segeln gehen oder auch nur ein Bier trinken, denn ich glaube, der Mann kann Geschichten erzählen, die mehrere Yachtblogs füllen würden!

http://www.robinknox-johnston.co.uk/

Mike Horns Pangaea Expedition! Doku und Rundgang durch das Schiff!

Mike Horn ist ein Extremsportler, ein Abenteurer, ein Typ, der das macht, was wir eigentlich auch gerne den ganzen Tag machen würden – uns aber nicht trauen! Dieses “nicht trauen”, ist begründet und berechtigt, denn die Anzahl benötigter Weltretter ist begrenzt – also weiter arbeiten und am Wochenende segeln gehen!

Der in Südafrika geborene Wahlschweizer, war früher Soldat, ist dann den Amazonas entlang geschwommen, hat ohne motorisierte Hilfsmittel den Äquator umrundet, ist den Nordpolarkreis allein entlang gewandert und war im Winter (Polarnacht) am Pol! Seit 2008 ist er nun mit der “Pangaea” unterwegs um Kinder für den Umweltschutz zu sensibilisieren. Quasi Lüchtis großes Vorbild! =)

Bei dem Schiff handelt es sich um eine 35 m Alu-Ketsch, die mit diversem Forschungsequipment, Windgeneratoren, Mercedes Benz Blue Tec  Maschinen und einer ganzen Menge Solar Panels ausgestattet ist. Wenn ich das richtig verstehe, gibt es auch ein Netz, ähnlich dem eines Fischtrawlers, um Kunststoffflaschen aus den Ozeanen zu fischen.

Das interessanteste an diesem Schiff ist aber sicherlich seine Entstehungsgeschichte! Sein damaliges Budget von etwa 3 Millionen Euro, ist betrachtet auf die Schiffsgröße und die Ausstattung natürlich sehr knapp. Der eng gesteckte Zeitplan von 12 Monaten für den Bau, machte das Projekt für etablierte Werften natürlich auch nicht interessanter! Also errichtete Mike Horn kurzerhand eine provisorische Werft in einem Slum in Sao Paulo (Brasilien) und ließ die Yacht von mehr oder weniger ungelernten Schiffbauern zusammen braten! Nach eigener Aussage, hat das Projekt in dieser Zeit etwa 200 Familien ernährt! Allerdings bewerte ich diese Aussage nicht unbedingt als humanitäre Meisterleistung, denn die Kinder die in Indien unter menschenunwürdigen Bedingungen T-Shirts und Fußbälle zusammen nähen, ernähren sich schließlich auch davon und keiner der westlichen Konzerne darf sich dafür auf die Schulter klopfen!

Herr Horn hat angekündigt, sollte er für die Yacht nach dem Ende der 4-jährigen Reise keine neue Bestimmung finden, möchte er die Pangaea komplett recyclen! Ja nee ist klar! 35 m Alu-Ketsch mit Eisklasse und einem Neupreis von ca. 3 Millionen Euro – wird bestimmt total schwer, dafür einen neuen Eigner zu finden!