Die britische Seglerin, Hannah Jenner, hat ihre Co-Skipperin für das Global Ocean Race, einer Class 40 Regatta um die Welt (2011-2012), bekannt gegeben. Zur allgemeinen Faszination und Überraschung handelt es sich dabei um die deutsche Seglerin Anna-Maria Renken! Jenner und Renken sind im Moment das einzige “all-girl” Team beim GOR.
Die Regeln des GOR bieten die Möglichkeit bei jedem Stop den Co-Skipper zu wechseln und Skipperin Hannah Jenner hatte dies auch, seit ihrer Meldung im April, so geplant. Der Wunsch ein reines Frauenteam an den Start zu bringen war ihr allerdings geblieben, die richtige Partnerin schien aber lange nicht in Sicht.
Die 29-jährige deutsche Seglerin Anna-Maria Renken hatte laut Pressemitteilung ebenfalls eine GOR-Kampagne in der Planung. Als die ursprünglich vorgesehene norwegische Co-Skipperin ihr Engagement zurück ziehen musste, wagte Sie die Flucht nach vorn und kontaktierte Hannah Jenner.
Anna-Maria Renken sagte zu der Partnerschaft: “Als ich Hannah das erste mal schrieb, war ich mir nicht sicher wie Sie auf die Idee von einem reinen Frauen Team reagieren würde. Die Antwort fiel sehr positiv aus und wir fanden schnell heraus, dass wir viele Gemeinsamkeiten haben und mit derselben Erwartungshaltung an das Rennen gehen. Nach vielen Emails, Videotelefonaten über Skype und einem Treffen in Hamburg sind wir davon überzeugt, dass wir gut zusammen arbeiten können und ich freue mich bald mit Hannah zu segeln.”
Als 28-jährige war Hanna Jenner die jüngste weibliche Skipperin beim Clipper Round the World Race und führte ihr Team auch auf das Treppchen. Die deutsche Anna-Maria Renken ist über das Windsurfen und das Leistungsschwimmen zur Segelei gekommen. Als eine der wenigen Frauen in der deutschen Offshore Szene hat sie beachtliche Erfahrungen im Regattazirkus. Renken hat als Skipperin am Fastnet 2009 und am letzten Watski Skagerak 2Star teilgenommen.
Die beiden Damen suchen noch nach einem Titelsponsor, wenn sie das einzige Frauenteam bleiben, sollte ihnen das auch recht problemlos gelingen.
Derzeit haben 19 Teams für das Global Ocean Race gemeldet. Die erste Etappe startet am 25. September 2011 und führt die Teilnehmer von Mallorca nach Kapstadt. Weitere Stopps sind in Wellington (Neuseeland), Punta del Este (Uruguay) und Charleston in den USA geplant. Von da segeln die Class 40′s mit ihren Crews zurück über den Atlantik nach Mallorca.
Class 40
Anna-Maria Renken – unsere neue Offshore-Heldin?
Dokumentation zur Route du Rhum!
Ich muss ja ehrlich zugeben, dass ich die Route du Rhum nicht wirklich verfolgt habe. Prinzipiell bin ich schon jemand der Offshore-Regatten verfolgt, auch welche die sonst kaum jemand interessieren, aber irgendwie ist das Ding so ein bisschen an mir vorbei gegangen. Auch die Tatsache, dass mit Jörg Riechers und Axel Strauß gleich 2 deutsche Teilnehmer dabei waren, hat daran nix geändert. Ich finde das aber auch gerade gar nicht schlimm, denn der Film fasst die Regatta hervorragend zusammen.
Nach genau 18 Tagen, 15 Stunden, 1 Minute und 32 Sekunden hat der Hamburger Jörg Riechers das Rennen in der Class40 auf Rang 6 beendet. Wir gratulieren zu dieser Leistung. Auf seinem Blog kommentierte er das Rennen wie folgt:
“Als erstes muss ich Thomas* zu seiner grandiosen Leistung gratulieren. Er hat absolut verdient gewonnen. Aber auch Nicolas**, Yvan und Sam haben ein tolles Rennen gezeigt, vor allem das Finish um den dritten Platz war sooo spannnend. Mittlerweile habe ich mich mit meinem sechsten Platz versöhnt. Ja, bin jetzt doch stolz auf meine Leistung. Hätte mir vor der Regatta jemand gesagt, Jörg, Du wirst Sechster, hätte ich es ihm bestimmt nicht geglaubt.”
( *Thomas Ruyant **Nicolas Troussel, Yvan Noblet und Samuel Manuard )
Der 2. deutsche Teilnehmer, der Darmstädter[rss-cut] Axel Strauß, beendete das Rennen auf Rang 13 von 44 – dafür zollen wir ihm nicht weniger Respekt als Herrn Riechers – Herzlichen Glückwunsch! Axel Strauß hat sich in den letzten Stunden vor der Zieleinfahrt noch ein Rennen um Meter und Minuten mit Marc Lepesqueux geliefert und das nach einer Atlantiküberquerung. Class 40 fetzt! Den Bericht dazu findet ihr hier.
Jörg Riechers gewinnt Mini-Pavois

Es tut sich etwas im deutschen Segelsport! Auch wenn Boris Herrmann, der Sieger (an der Seite von Felix Oehme) des Portimao Global Ocean Race, für seine Vendée Globe Kampagne und Arne Reuter für seine Teinahme am Velux 5 Oceans noch keinen Hauptsponsor gefunden haben, häufen sich die Meldungen von erfolgreichen Deutschen bei internationalen Segelevents.
Beim von uns Live übertragenen Audi Med Cup in Cascais (POR) hat Jochen Schümann mit seinem Team „Audi A1 powerd by All4One“ gestern seine Form bewiesen und das letzte Rennen des Tages gewonnen. Nach 5 Rennen lag er auf einem respektablen 5. Platz. Weitere gute Nachrichten aus Sicht des deutschen Segelsports kommen aus dem Mini-Lager!
Der Hamburger Segel-Profi Jörg Riechers (41) hat als erster Deutscher eines der wichtigsten Rennen für Alleinsegler in Frankreich gewonnen. Er benötigte mit seiner 6,50 Meter Rennyacht „Mare.de“ vier Tage und sechs Stunden für die rund 800 Meilen der Mini Pavois Einhand-Regatta. Dabei düpierte er die französischen Spezialisten, indem er auf beiden Etappen von La Rochelle nach Gijon (ESP) und zurück die Bestzeit vorlegte. Den ersten von heftigen Stürmen geprägten Abschnitt, dominierte er mit einem Vorsprung von über einer halben Stunde.
Richers, der beim letzten Mini-Transat aufgrund eines Schadens an seiner Mare.de aufgeben musste, hat erst vor kurzem bekannt gegeben, dass er am 31.10. bei der Trans-Atlantik-Regatta Route du Rhum teilnehmen wird. Als erster deutscher Teilnehmer überhaupt
Der Wettkampf findet alle vier Jahre statt und zählt nach der Weltregatta-Vendée Globe zu den berühmtesten Rennen für Alleinsegler. Die Route führt über 3500 Meilen von St. Malo nach Gouadeloupe.
Riechers will das Rennen mit einer Class-40-Yacht bestreiten. Damit steigt er in eine der am härtesten umkämpften Einhand-Ligen auf. Bei der Route du Rhum werden mehr als 30 der 40-Fuß-Yachten erwartet. Die Class 40 ist eine Yacht des renommierten Design-Büro Owen Clarke. Das Boot hat das Potenzial für Spitzenpositionen. Sie wird wie auch der Mini „Mare.de“ heißen.
Bild: COPYRIGHTS P. GARENNE / GPO





