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Mit dem Opti von Gedser nach Rostock! Teil 2! Bericht + Bildgalerie!

Die „Opti-Offshore-Challenge“ begann am Samstag dem 28. August um 5:30 mit einem wunderbaren Kaffee mit Milchschaum … dank Sandra und dem Wohnwagen waren wir ja bestens ausgerüstet. In den nächsten 2 Stunden wurde der Opti fertig ausgerüstet – Dreifarbenlaterne, Motorradbatterien für das bereits eingebaute Lenzsystem, Kompass, Wasserflaschen, eine Notlampe für die Nacht und eine wasserdichte Tonne mit „Stullen“. Der Adenauer wurde auf dem Ruder montiert und die Gastlandflagge mittels Blöcken so angebracht, dass sie aus dem Cockpit heraus bedient werden konnte. Liebe zum Detail oder Wahnsinn?

Johannes wurde eher mit klassischen Accessoires ausgestattet, Neoprenanzug, Ölhose, Schwimmweste und wasserdichtem Funkgerät!

Nach all diesem Gebastel war Johannes dann endlich um 8:00 Uhr auf dem Wasser und schon im Hafen war der Opti unerwartet schnell unterwegs, was zu spontanen Sprints durch den Hafen führte, um ein paar gute Bilder vom Opti in der Hafeneinfahrt zu bekommen! Die Erkenntnis – Jochen (segel-filme.de) ist fitter als ich =)

Bis wir uns und die Bora dann endlich klariert hatten, um aus dem Hafen von Gedser auszulaufen, war der Opti schon außer Sichtweite. Der erste Funkspruch von Hannes hatte uns allerdings schon erreicht! Sinngemäß widergegeben: „Schon ein wenig gewöhnungsbedürftig mit den Enten auf Augenhöhe zu schwimmen“!

Nach dem wir das Flach vor der Hafenausfahrt von Gedser hinter uns gelassen hatten, konnten wir auf Johannes Kurs gehen und neben ihm her fahren. Die „Bora“ über Stunden neben dem nicht gerade kursstabilen Opti zu halten, erforderte einiges an Konzentration und war auf die Dauer nicht wenig anstrengend, denn um gute Bilder mit der Kamera einzufangen, mussten wir relativ dicht neben ihm fahren.

Die erste Stunde lief alles wie geplant und es schickte sich an eine unspektakuläre Überfahrt zu werden … bis der erste Funkspruch mit Fehlermeldung uns erreichte. „Das Lenzsystem funktioniert nicht richtig“ – diese Information wurde mit gemischten Gefühlen aufgenommen, zum einen konnte ich über das ohnehin schon belächelte Lenzsystem jetzt noch ein bisschen lauter lästern, zum anderen hieß das natürlich für Johannes, dass er  jetzt schöpfen müsse – natürlich mit der klassischen abgeschnittenen Waschmittelflasche.

Der nächste Funkspruch der uns erreichte, war dann leider weniger amüsant, denn er informierte darüber, dass die Schrauben die den Mastfuß halten, sich aus dem Rumpf gelöst haben. Das Ende der Reise? Weit gefehlt! Denn Herr Kapitän verlangte nach Werkzeug! Mit der aufkommenden Seekrankheit kämpfend, kniete Johannes im Boot und reparierte den Opti mit einem Taschenmesser, 2 Schrauben und dem Behelfspaddel, das er im Boot hatte! Das Highlight dieser Reparatur war aber zweifelsohne Johannes „Achterstag“, das er irgendwo im oberen Drittel des Mastes angebunden hatte und es in den nächsten Stunden aus der Hand fuhr.

Mac Gyver lässt grüßen!

Womit wirklich keiner von uns gerechnet hatte, war die Tatsache, dass der Opti trotz des ungewohnten „Zusatzgewichtes“ streckenweise recht konstante 5 Kn über Grund machte. Die unerwartete Geschwindigkeit ist zugegeben nicht  dem guten Gewichtstrimm (durch neigen des Kopfes) zuzuschreiben, sondern vielmehr der Tatsache, dass während unserer „Expedition“ der Wind merklich zunahm. Als wir ungefähr 8 Seemeilen vor dem Zielhafen Rostock waren, informierte uns „Dinghy“ darüber, dass laut Wetterdienst in Warnemünde solide 5 Windstärken anlagen. Da wir bereits einige Stunden auf dem Wasser waren, hatte die Dünung natürlich genügend Zeit sich aufzubauen. Wind und Welle machten die Reise für Johannes nicht angenehmer und was er in seiner Nussschale durchmachen musste, konnten wir auf dem Begleitboot natürlich nur schwer nachempfinden, obwohl auch wir schon gut durchgeschüttelt wurden.

P.S. Ich freue mich über Kommentare! Ich habe die Bilder durchnummeriert – welches ist euer Opti-Bild? Mein Favorit ist ganz klar die Nummer 28!

… wie es weiter geht und ob Johannes heil in Rostock angekommen ist erfahrt ihr im nächsten Bericht!

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2 Comments

  1. Finnenkiller sagt:

    Moin Tommy,

    Bild 28 ist auf alle Fälle ganz vorne mit dabei!!!

    Viele Grüße
    vom Milchschaumanhänger

  2. Sven sagt:

    Ihr Rostocker seid schon ein verückter Haufen !!!!!!!!!!!!

    klasse Aktion, und wirklich schöne Bilder.

    grüße Sven

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