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Zwischenstand Vendée Globe

Als ich auf diesem Blog über die Vendée Globe berichtet habe, wurde dieses Rennen von mir als der „Everest des Segelsports“ bezeichnet Offensichtlich ist die diesjährige Ausgabe besonders für die Boote eine Tortur, von 30 gestarteten Schiffen sind der derzeit nur noch 19 im Rennen. Aufgrund der vielen technischen Probleme konnten sich bis jetzt auch keine Favouriten herausbilden, denn es gab in 37 Tagen ganze 26 Führungswechsel. Derzeit führt der Franzose Michel Desjoyeaux, welcher seinen technischen Schaden für dieses Rennen schon hinter sich zu haben scheint. Gemäß dem Regelwerk dürfen die Skipper keine Hilfe von außen annehmen, es sei denn sie Segeln zurück in den Zielhafen, von da aus haben sie dann 10 Tage Zeit das Rennen ein zweites Mal zu starten. Desjoyeaux musste dies kurz nach dem eigentlichen Start des Rennens bereits tun, um durch Wassereinbruch ausgelöste Schäden an der Elektrik reparieren zu lassen. Skipper Alex Thompsen, der kurz vor dem Start mit einem Fischerboot kollidiert war, konnte zwar nach einem Reparaturmarathon am Start der Vendee Globe teilnehmen, doch auch er musste umkehren, nachdem sich an der Backbordseite ein Riss gebildet hatte. Der Riss entstand also gegenüber der vom Fischerboot beschädigten Seite. Dieser Riss ließ sich nicht in der vorgeschriebenen Zeit im Starthafen reparieren und so schied Thompsen aus dem Rennen aus. Der Schweizer Bernhard Stamm versuchte, nachdem ihm die Ruderlager gebrochen waren , aus eigener Kraft die Kerguelen zu erreichen. Als er dort ankam herrschten Windgeschwindigkeiten von 40-45 kn und so schaffte er es trotz laufendem Motor und der Hilfe eines Schlauchbootes nicht, die extra für ihn ausgelegte Mooring zu erreichen. Er musste seine Yacht daraufhin auf Grund setzen ( Siehe Bild ). Skipper Jean-Pierre Dick auf der Paprec-Virbac 2 musste nach der Kollision mit einem unbekannten Objekt, möglicherweise einem großen Meerestier, seine Geschwindigkeit reduzieren. Er geht von einem Schaden am Steuerbordruder aus, wird aber versuchen diesen in den nächsten Tagen zu beheben. Die Rote Laterne hat Norbert Sedlacek an Bord, er segelt mit einem Abstand von derzeit etwas über 3000 Seemeilen hinter dem Führenden her. Vielleicht ist die älteste Yacht im Feld solider gebaut und deshalb in der Lage das Rennen zu überstehen. Was bei der aktuellen Ausfallrate möglicherweise sogar zu einer guten Platzierung reicht.

Auflistung der Probleme:

Mike Golding – Mastbruch

Jean Baptiste Dejeanty – Probleme mit dem Autopiloten

Unaï Basurko – Ausfall Steuerbordruder

Alex Thompsen – Riss an Backbord

Kito de Pavant – Mastbruch

Yannick Bestaven – Mastbruch

Marc Thiercelin – Mastbruch

Bernhard Stamm – Bruch der Ruderlager

Dominique Wavre – defekter Kiel ( Hydraulik abgerissen, Kiel „baumelte nur noch im Wasser“ )

Loïck Peyron – Mastbruch

Jérémie Beyou – gebrochener Saling

Quellen: www.vendeeglobe.org/en/

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