Die 15-jährige Spitzenseglerin aus dem Sailing Team Germany hat am Mittwoch (25. Juli) in Singapur in einem dramatischen Finale die Bronzemedaille bei den ersten Olympischen Jugendspielen für Deutschland und den Düsseldorfer Yachtclub gewonnen. Der Hamburger Florian Haufe vom Norddeutschen Regatta Verein gewann bei den Jungen „Silber“. Die Regatta wurde auf Booten des Typs Byte C II gesegelt, die dem Laser sehr ähnlich sind, auf dem Stolz und Haufe zu Hause sind.
Die gebürtige Düsseldorferin Stolz, die sich bereits vor zwei Jahren ihre ersten Meriten als Vizeweltmeisterin U15 im Laser 4.7 erworben hatte, war mit den Plätzen eins und zweimal zwei fulminant in die olympischen Wettfahrten gestartet. Mit weiteren soliden Platzierungen festigte sie ihre Position in der Gesamtwertung vor dem letzten Rennen. Nach gutem Start kassierte sie im Finale eine Jury-Strafe, die sie in das zweite Drittel des Feldes zurückwarf. Nach großartigem Kampf erreichte sie noch den 21. Platz und hielt damit die anderen Medaillenanwärterinnen auf Distanz. „Bronze“ war ihr sicher.
Stolz, die seit kurzem Mitglied in der deutschen Segelnationalmannschaft Audi Sailing Team Germany ist und bereits im Jahr 2008 Juniorsportlerin der Landeshauptstadt Düsseldorf war, dokumentierte damit bei ihrem diesjährigen Saisonhöhepunkt endgültig ihre seglerische Klasse. Das Eigengewächs des Düsseldorfer Yachtclubs eröffnet sich damit gleichzeitig glänzende Perspektiven für ihre weitere seglerische Entwicklung.
„Eine großartige Leistung von Constanze Stolz, die unser aller Hochachtung verdient. Wir beglückwünschen sie herzlich und sind hocherfreut über diese historische Leistung“, so Abdul-Rahman Adib, 1. Vorsitzender des Vereins Sailing Team Germany und des Düsseldorfer Yachtclubs.
Erstklassig war auch die Leistung von Florian Haufe, dem der NRV einen gebührenden Empfang in der Hansestadt bereiten dürfte. „Er hat sich durch einen siebten Platz im Finale seine Medaille nicht mehr nehmen lassen“, berichtete Trainer Klaus Lahme vor Ort. Die seglerische Zukunft des Ausnahmetalents scheint dagegen noch offen. Möglicherweise zieht Haufe eine Berufsausbildung einer Olympiakampagne vor. „Wir würden versuchen, ihm eine Perspektive in Sport UND beruflichem Werdegang zu ermöglichen und wollen ihn gerne im Audi Sailing Team Germany aufnehmen“, sagt Oliver Schwall, Geschäftsführer der Initiative, „es wäre sehr schade, wenn er die Schot an den Nagel hängt, weil er seine Zukunft nicht gesichert sieht. Genau das Problem gilt es in Deutschland zu lösen. Das ist unser ureigener Ansatz und unsere Aufgabe für die nächsten Jahre.“

