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Warnemünder Woche beendet! Viel Lob und viel Hitze!

Enorme Hitze und kein Wind! So lautet die Zusammenfassung der letzten WARNEMÜNDER WOCHE Tage. Bereits am Sonnabend hatten die Segler vergeblich auf Wind gewartet. „Wir hatten insgesamt drei Flautentage, das bringt uns nicht durcheinander. Die Meisterschaften haben wir trotzdem gut über den Kurs gebracht“, zog Hauptwettfahrtleiter Uli Finckh, der am Sonntag drei Deutsche Meister kürte, Bilanz. „Als wir segeln konnten, hatten wir die besten Bedingungen – Wind um drei Beaufort: das liegt uns“, fasste Dirk Bogumil, Gewinner der Deutschen Meisterschaft Flying Dutchman zusammen. Mit Vorschoter Falko Bier und drei ersten Plätzen in den letzten Rennen wurde er seiner Favoritenrolle gerecht und sicherte sich die Goldmedaille. In der derzeit schnellsten Jugendbootsklasse 29er ließen sich die bayrischen Nachwuchssegler Justus Schmidt/Max Boehme den Sieg nicht mehr nehmen: In neun Wettfahrten legten sie eine Serie von 2,5,(37),1,1,1,1,2,1 hin und gewannen souverän vor den zweitplatzierten Philipp Müller/Janich Moritz vom Wörthsee mit 39 Punkten Vorsprung. Die Leichtwind-Spezialisten Meike Schomäker/Holger Jess übernahmen von Anfang an die Spitze des 505er Feldes. Bis zum Ende hielten sie die Führung und gewannen nach sieben Rennen vor den Rostockern Lutz Stengel/Frank Feller die IDM der 505er.

„Die nationalen Klassen kommen sehr gern zu uns und tragen während der WARNEMÜNDER WOCHE auch gerne eine Meisterschaft aus. In diesem Jahr hatten wir gleich vier Internationale Deutsche Meisterschaften, das war einmalig“, so Uli Finckh, der sich über die Zunahme der Meldungen in den nationalen Klassen freute. „Es sind zwei Gründe, die Warnemünde für Regattasegler so attraktiv macht: Der Wind und die kurzen Anfahrtswege. Sie machen das Revier eindeutig zu dem besten in Deutschland. Zweitens das unverwechselbare Flair am Alten Strom und die herzliche und familiäre Atmosphäre auf der Veranstaltung“, ist sich Deutschlands bekannter Wettfahrtleiter im Segelsport sicher.

Jan Kurfeld stellte in drei Rennen der olympischen Bootsklasse Finn-Dinghy sein Können unter Beweis. Mit einer Serie von 1,4,1 beendete er die Ranglistenregatta vor seinem stärksten Konkurrenten in dem 49 Teilnehmer starken Gesamtstarterfeld, Björn Allansson aus Schweden. „Gerade bei Leichtwind ist es sehr schwer die Führung zu halten – wir sind sehr zufrieden mit diesem Ergebnis“, so sein Trainer Roberto Güldenpenning.

Die Wettfahrtleiter der internationalen Klassen Pirat, OK-Dinghy, Korsar und J24 konnten ebenfalls nur drei bis vier Wettfahrten durchführen. „Wir hatten einfach etwas Pech – die Sonne hat es sehr gut mit uns gemeint, nur leider kam keine Thermik auf“, resümierte Wettfahrtleiter der Bahn Bravo Jens Merda das Wochenende. Könige unter den Piraten wurden Bernd Höft/Burkhard Rieck aus Rostock vor den zweiten Marko/Thomas Anderssohn aus Cottbus. Neben der olympischen Einhand-Jolle Finn gingen auch die Einzelsegler der OK-Dinghys an den Start. Oliver Gronholz aus Bad Segeberg siegte hier vor dem Dänen Jorgen Svendson. Bei den Korsaren blieben mit einer Serie von 1,1,2,2 die Berliner Uti/Frank Thieme mit 14 Punkten vor Ralf Blum/Silke Kornweibel aus Brühl. Auch die GER 4230 mit Steuermann Peer Kock aus Hamburg und seiner Crew Marc-Daniel Mählmann, Ole Hilcken, Markus Kleineedam und Greg Wilkox verteidigte mit Rasmus`Hilfe seine Führung bei den J 24.

Einzig die Dickschiffe konnten sich an diesem heißen Wochenende bei der „Mecklenburgischen Bäderregatta“ messen. Nachdem die „Scho-ka-kola“ die schnellste Yacht auf dem 25 Seemeilen Kurs von Warnemünde nach Heilgendamm und zurück war, gewann die „Nordsturm“ von Rainer Lessing nach fünf Stunden und einer Minute nach berechneter Zeit in der ORC I + II Wertung.

Endgültige Segelergebnisse auf einen Blick:

29er IDM (Endstand nach neun Wettfahrten): 1. Justus Schmidt/Max Boehme (Schönwalde am Bungsberg) 14 Punkte; 2. Philipp Müller/Moritz Janich (Wörthsee) 53; 3. Kim Niclas Holste/Yannik Holste (Wunstorf) 54; 4. Vera Maag/Bärbel Maag (Albstadt) 61; 5. Kristin Geisler/Andrea Fuchs (München) 65.

505er IDM (Endstand nach sieben Wettfahrten): 1. Schomäker, Meike/Jess, Holger (Kiel) 15 Punkte; 2. Stengel, Lutz/Feller, Frank (Rostock) 18 Punkte; 3. Heyer, Sophie/Salein, Sebastian (Berlin) 24 Punkte; 4.Hunger, Wolfgang/Kleiner, Julien (Strande) 29 Punkte; Kemper, Florian/Krause, Michael (Hamburg) 42 Punkte.

FD IDM (Endstand nach sechs Wettfahrten): 1. Bogumil, Dirk/Bier, Falko 8 Punkte; 2. Lüdtke, Kay-Uwe/Schäfers, Kai 11 Punkte; 3 Bahr, Peggy/Bahr, Torsten 15 Punkte; 4. Schwarz, Hans-Peter/Kirst, Roland (Luins) 16 Punkte; 5. König, Kilian/Brack, Johannes (Waldeck-Scheid) 33 Punkte.

Finn (Endstand nach drei Wettfahrten): 1. Jan Kurfeld (Warnemünde) 6 Punkte; 2. Björn Allansson (Schweden) 7; 3. Artur Ponieczynski (Polen) 13; 4. André Budzien (Schwerin) 13; 5. Tomas Vika (Tschechien) 22 Punkte.

J 24 (Endstand nach vier Wettfahrten): 1. Peer Kock (Hamburg) 9 Punkte; 2. Matthias Garzmann (Hannover) 16 Punkte; 3. Jan Hössermann (Hamburg) 16 Punkte; 4. Stefan Karsunke (Hamburg) 18 Punkte; 5. Kai Mares (Dänischenhagen) 20 Punkte.

Pirat (Endstand nach drei Wettfahrten): 1.Höft, Bernd/Rieck, Burkhard (Rostock) 3 Punkte; 2. Anderssohn, Marko/Anderssohn, Thomas (Cottbus) 10 Punkte; 3. Anders, Peter/Bark, Peter (Güstrow) 10 Punkte; 4. Anderssohn, Jan/Jendrzejewski, Sarah (Berlin) 13 Punkte; Heldt, Thomas/Pingel, Ines (Teterow) 14 Punkte.

OK-Dinghy (Endstand nach drei Wettfahrten): 1. Oliver Gronholz (Bad Segeberg) 10 Punkte; 2. Jørgen Svendsen (Dänemark) 11; 3. Jörgen Lindhardtsen (Dänemark) 16; 4. Rene Johannsen (Schweden) 20; 5. Erik Bork (Berlin) 21.

Korsar (Endstand nach vier Wettfahrten): 1. Thieme, Uti/Thieme, Frank 6 Punkte; 2. Blum, Ralf/Kornweibel, Silke 20 Punkte; 3. Schmitt, Ingo/Van Holt Johanna (Neukirchen-Vluyn) 22 Punkten; 4. Duncker, Klaus/Fischbach, Carsten (Halle) 22 Punkte; Daniel/Christian Winkel (Mandelbachtal) 28 Punkte.

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