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The Fallen Stars

© onEdition 2010

Heute Nachmittag erreichte mich eine Mail von Roland Gäbler aus Athen, mit dem Hinweis, dass er jetzt erstmal feiern geht, weil ein „mixed multhull“ wieder in das olympische Programm für 2016 gewählt wurde. Daraufhin war die Neugier natürlich groß, herauszufinden was sonst noch vor Rio gesegelt wird.

So fiel die Abstimmung heute aus:

- Board or kite-board for men and women – equipment evaluation
- One person dinghy men – Laser Standard
- One person dinghy women – Laser Radial
- Two person dinghy (skiff) men – 49er
- Two person dinghy (skiff) women – equipment evaluation
- Second one person dinghy men – Finn
- Two person mixed multihull – equipment evaluation
- Two person mixed dinghy with spinnaker – 470
- Women’s keelboat – Elliott 6m

Diese Entscheidung muss in den nächsten Tagen noch durch einige ISAF Gremien und die Finale Entscheidung gibt es wohl erst im Mai. Wenn das Starboot tatsächlich als olympische Königs- und Kielbootklasse ersatzlos gestrichen wird, wäre das sehr schade. Matze Bohn (Bild) erzählte mir heute Nachmittag gerade, dass das Starboot schon beim letzten mal ein Wackelkandidat war – ich hatte den Finn und den 470er eher auf der „Roten Liste gefährdeter Arten“ vermutet.

Quelle: Valencia Sailing

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2 Comments

  1. Möllus sagt:

    Also mir gefällt das mal gar nicht, die können doch den Star nicht rauswerfen!

  2. Alfons Huber sagt:

    Star raus is mir persönlich unbegreiflich!

    Seit 20 Jahren seh ich mir jetzt diesen Kampf um mehr Zuschauerfreundlichkeit im Segelsport mit an! Meine Erfahrung ist, daß Regatten einfach keinen Menschen interessieren und dabei spielt die Bootsklasse, ob das nun ein Tornado oder ein Finn ist, überhaupt keine Rolle. Die Dramaturgie im Segelsport kommt einfach nicht rüber und ist auch in ihrer Gänze zu komplex, um sie einem Laien eben mal so vermitteln und spannungsgeladen vortragen zu können. Ein Nichtsegler genießt in der Regel kurz mal die schönen Bilder von den Booten, aber ansonsten kann er mit einer Regatta nicht sonderlich viel anfangen! Ich sah die Tornados die letzten Jahre bei der Traunseewoche, wo in großem Stil Zelte aufgebaut worden waren und Moderatoren die Geschehnisse vorort kommentierten. Da wird vor Gmunden, direkt vor der Promenade gesegelt. Zuschauerfreundlicher gehts wohl kaum mehr, aber da is nix los. Ein kurzer Blick der Passanten und es wird weitergegangen!!

    Genauso wars bei den Volvo Events am Starnberger See. Genauso ist es fast überall. Es fesselt einfach nicht. Man guckt mal kurz die Boote an und fertig! Fernsehübertragungen sind in der Regel quotenschwach! Ich mein, sollte man nicht irgendwann einfach einsehen, daß man keinen Sport betreibt, der die Massen vor die Glotze lockt?

    Ich sags mal aus meiner Sicht. Hobbyseglersicht. Also einer aus der grauen Masse, die durch das Abführen der Clubbeiträge an den DSV Leistungssport erst möglich machen. Ich bin kein Fan von Kurzwettfahrten und ich mochte auch von jeher Dreieckskurse lieber als UP and Down. Ich gleit nunmal gern. Ich halte vom Medalrace überhaupt nichts. Oft verfälscht es das Ergebnis zum Schluß noch mit diesem doppelten Gepunkte und das Fussvolk kann auch gerne schon mal nen Tag früher die Heimreise antreten. Hat was von Zweiklassengesellschaft und dem kann ich nix abgewinnen! Das waren alles Maßnahmen, um den Segelsport attraktiver zu machen, vor allem für Zuschauer! Und, kamen deshalb welche oder wurde der Sport dadurch fernsehtauglicher?

    Und jetzt will man auch noch ans Ufer ran, Segelstadien einrichten, und spektakuläre Klassen zu Olympia bringen! Oh mein Gott!

    Ich mein, hat man denn aus den Fehlern im Tornado nix gelernt? Je spektakulärer der wurde, desto kleiner wurden die Felder und desto mehr ging es zu Lasten der Breite im Tornado! Zum Schluß waren da nur noch Minifelder am Start!

    Segeln wird weder ein Volkssport, noch ein Zuschauersport werden, er funktioniert langfristig halt nur durch den Idealismus der Aktiven, die ihn betreiben und den muß man bewahren und zwar nicht nur für eine Handvoll Ausnahmekönner, indem man die Boote ständig immer noch anspruchsvoller macht, sondern auch durch einfache Klassen, die Vielen zugänglich sind!

    Wenn man sich vorort mal ansieht, wieviele Leute aus dem Finn sich in ihren Clubs engagieren, organisieren, Trainer sind, wieviel Material in Finn und Star bewegt wird und wieviel Wettkampf- und Sportsgeist man da vorfindet ” in der Breite über Jahrzehnte”, bei Leuten die sich auch den nicht ganz billigen Segelsport selber leisten können und wollen, wird man mit der Entscheidung, solche Klassen aus Olympia rauszunehmen, einfach auch wirtschaftlichen und sportlichen Schaden im Segelsport erzeugen, weil man so der Basis viel sportliche Begeisterung entziehen wird! Wie isses denn bei reinen Leistungsseglern in der Regel. Wenn da kein Erfolg da ist und die Sponsoren weg sind, hören doch Viele der Leistungssegler gleich ganz auf. Bei Klassen mit großer Breite und einer gut aufgebauten Leistungspyramide ist die Beständigkeit einfach sehr viel größer. Segelsport wird immer ein Sport sein, der durch seine begeisterten Anhänger lebt und durch sie weitergegeben wird. Und je mehr man da erhält, desto besser ist das fürs Segeln insgesamt! Deshalb sollte man sich ein paar Klassen, die gut und breit aufgestellt sind auch olympisch bewahren!

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