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Manchmal hat man kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu!

Natürlich sind wir alle aufgeklärte Segler des 21. Jahrhunderts und keine mittelalterlichen abergläubischen Fischer. Wenn es aber so etwas wie den Klabautermann gibt, dann muss Alex Thomson mit seiner Frau geschlafen haben.

23 Tage vor der Vendée Globe 08/09 ist ihm ein Fischerboot in die Steuerbordseite seiner IMOCA 60 Hugo Boss gefahren – nach unzähligen Nachtschichten konnte das Boot zwar repariert an den Start gehen, ein Riss gegenüber der eigentlichen Unfallstelle führte aber schlussendlich 3 Tage nach dem Start dazu, dass er dieses Rennen aufgeben musste. Bei der Vendée 04/05 waren es, soweit ich mich erinnere, Probleme mit dem Kiel, die ihn zur Aufgabe zwangen.

Morgen um 13 Uhr startet die 2. Ausgabe des Barcelona World Race. In einem Satz: 2 Segler, eine Imoca 60 und einmal Nonstop um die Welt. Insgesamt nehmen 15 Boote teil, macht 30 Segler … und jetzt dürft ihr Raten, wer 2 Tage vor dem Start eine Blinddarmentzündung bekommen hat und operiert werden musste!

Auf seiner Facebook-Seite war vorhin zu lesen:

First thing this morning the HUGO BOSS Sailing Team made a formal request to the Race Organisation for the temporary substitution of skipper Alex Thomson who underwent emergency surgery yesterday. This will enable the HUGO BOSS yacht to start the race on 31st December with the rest of the fleet.

The decision from the Race Organisation is expected this evening. If the request is approved then skipper Alex Thomson would join the boat after he receives medical clearance to take part in the race.

Mich wundert ganz ehrlich, dass seine Landsleute, die Briten, die ihre zukünftige Prinzessin als “Waity-Katie” bezeichnen, noch keinen Namen für ihren Spitzensegler gefunden haben. “Disaster Alex” oder “Bad Luck Thomson” – irgendwie fällt mir auch nix richtig cooles ein … jemand nen Vorschlag?

Ich würde ihm echt wünschen das er mal was gewinnt, um diesen Bullshit-Kreislauf zu durchbrechen. Von anderen Sportlern kennt man ja, dass sie ihre Socken nicht mehr wechseln wenn sie erfolgreich sind … aber mit frischen Klamotten ist es ja bei Offshore-Regatten generell nicht soweit her, was also tun?

Die Bilder liefert auch in diesem Fall der großartige Christopher Launay. Gut zu erkennen, die ganz dezente Hugo Boss Uhr. Ich widerspreche allen Zynikern,denn ich glaube daran, dass er sie im OP am Handgelenk hatte! Sollte es nicht an dem gewesen sein, dann war es nach der OP sicherlich sein Herzenswunsch, als erstes seine schicke Uhr umzubinden. Jeder der so eine OP schon einmal durchgemacht hat weiß, dass man danach immer zuerst an seine Uhr denkt … so halb sediert.

P.S. Während ich diesen Artikel schrieb, erreicht mich eine weitere Pressemitteilung zum Thema. Die Rennleitung ermöglicht es dem Hugo Boss Team, Alex durch einen anderen Segler solange zu ersetzen, bis dieser wieder vollkommen fit ist.

Wir wünschen gute Besserung!

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One Comment

  1. der Thomas sagt:

    Ich hab auch immer gern direkt nach der OP meine Hugo Boss Laptoptasche auf meinem Krankentisch parat… ;-)

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