
Beim Americas Cup handelt es sich um die bekannteste und älteste, noch heute ausgetragene, Segelregatta der Welt. Der Cup, wie wir ihn heute kennen, geht auf eine Regatta rund um die Isle of Wight, aus dem Jahr 1851 zurück. Zu dieser Zeit fand in London die erste Weltausstellung mit Namen „Prince Albert’s Great Exhibition“ statt. Eine Messe ähnlich den heutigen Expos, bei der jedes Land seine besten Produkte vorstellen sollte. Im Rahmen dieser Weltausstellung hatten die Briten zu einer Segelregatta eingeladen. Ein amerikanischer Yachtclub nahm die Herausforderung an und gab sogleich einen schnellen Schoner in Auftrag, die legendäre America!
Unter dem Namen „One Hundred Sovereigns Cup“ wurde die Regatta am 23. August 1851 ausgetragen. Die America war auf dem Kurs um die Insel ca. 20 Minuten schneller als ihre britischen Mitstreiter. Der Americas Cup war geboren!
Die Sieger der ersten Stunde übergaben den Pokal dem New York Yacht Club, mit der Auflage, dass der Pokal von anderen Yachtclubs, die aus anderen Nationen stammen müssen, herausgefordert werden kann. Dies wurde in einer Stiftungsurkunde festgehalten – dem sogenannten „Dead of Gift“. Grob zusammengefasst bestimmt jene Urkunde, dass der Herausforderer den Yachttyp und der Verteidiger das Segelrevier festlegen kann. In den darauf folgenden 132 Jahren verteidigten die Amerikaner den Cup 25 mal erfolgreich.
Unternimmt man einen Streifzug durch die Ahnengalerie des Americas Cup, wiederholt sich in den Anfangsjahren vor allem der Name Thomas Lipton. Der Gründer der Teemarke Lipton forderte den Cup zwischen 1899 und 1930 insgesamt fünf mal heraus. Doch es war auch ihm nicht vergönnt den Cup zurück nach England zu holen. Um sein nicht abreißendes Engagement für den Cup zu würdigen, schuf man für ihn sogar einen Pokal für den „Besten aller Verlierer“.
Auch zwischen 1930 und 1980 blieben die US-Amerikaner ungeschlagen. Es war die Zeit der wunderschönen Yachten. Sieht man Bilder der langen J-Class Yachten eines Harold S. Vanderbilt oder der „legendären 12er“ wie die spätere 12 m Klasse gerne genannt wird, dann dürfte jedem Fußballer klar werden warum man Segeln als den Sport der Könige bezeichnet.
Am 26. September 1983 geschah dann das, was man im New Yorker Yacht-Club für unmöglich gehalten hatte, ein australisches Team gewann den Cup! Man hatte es für so unmöglich gehalten, dass man den Cup bereits in einer Vitrine des Clubhauses angeschraubt hatte. Der australische Geschäftsmann Alan Bond und sein Skipper John Bertrand besiegten mit ihrer technisch überlegenen Australia II die Cup-Legende Dennis Conner ( 4-maliger Sieger ). Unter Leitung von Ben Lexcen wurde in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ein revolutionärer Flügelkiel entwickelt. Conner konnte den Cup zwar 1987 zurück in den New York Yachtclub holen, doch die Siegesserie der Amerikaner war gebrochen.
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