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Varianta 44 – Der Test

Wie bereits im „2 Jahre Yachtblick.de“ Artikel erwähnt, war ich mit Carsten von segelreporter.com und Jochen von segel-filme.de in Greifswald, um die beiden Varianta-Modelle dem vielleicht einzigen unabhängigen Test in der deutschen Medienlandschaft zu unterziehen. Wer Yachtblick schon länger kennt, weiß, dass die Hanse Gruppe hier in der Vergangenheit nicht immer gut weg gekommen ist. Es ist anzunehmen, dass man mich nur auf den Hof gelassen hat, weil ich mit den beiden anderen da war und man mich nicht direkt einzuordnen wusste.

Wenn die 18er mir noch Raum für konstruktive Kritik lässt (Artikel folgt), so fühlt sich die große 44er an wie ein erhörtes Gebet! Am Steg umweht das Schiff eine kraftvolle Aura, die hohe Seitenlinie hat etwas Gewaltiges. Das Cockpit aufgeräumt, das Deck clean und ohne überflüssigen Firlefanz! Wo sich sonst bei Yachten dieser Größenordnung das Vorsegel als Wurst um die Rollfockanlage wickelt, präsentiert die Varianta blanken Stahl - Stagreiter  – geil – Männersegeln! Über Rollgroßanlagen brauchen wir gar nicht erst diskutieren und so praktisch Lazy-Jacks auch sein mögen, ohne sieht eine Yacht einfach schicker aus. Ok – Vorsegel zusammenlegen und Großsegel auftuchen nerven schon – aber gelernt ist auch gelernt und allerspätestens hier trennt sich dann die Seglerspreu vom Weizen.

Ich möchte das Konzept mal großspurig als „reduce to the max“ bezeichnen, denn das Interieur der Varianta kommt ebenso clean wie das Deck. Das Design von Ikea, die Ausführung vom Tischlermeister um die Ecke – so könnte man es ungefähr beschreiben. Die letzten Kleingeister möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass Ikea hier nicht negativ zu besetzen ist!

Die Varianta 44 ist ein Schiff, das bei einem kleinen Blogger große Gefühle ausgelöst hat! Ich glaub ich bin verliebt! Ich habe jetzt schon Angst davor, irgendwann eine gebrauchte Varianta zu betreten und einen an die Wand geschraubten Messinghaken vorzufinden oder schlimmer noch klassische Chronometer und Holzintarsien … würg!

Wie sie sich segelt? Ein gefühlt leichtes Schiff mit recht viel Segelfläche, die sich gut reffen lässt. Dank des blanken Vorstags könnte das Sturmsegel hier mal wieder ein Revival erleben. Das große Steuerrad gibt erstaunlich gute Rückmeldung und unterstreicht den sportlichen Anspruch. Vielleicht habe ich den besagten sportlichen Anspruch auch nur empfunden, aber dass jeder Segler in der Varianta das sehen kann was er will, ist sicher auch Teil des Konzeptes.

P.S. Ich habe es, anders als das ein oder andere gedruckte Magazin, nicht nötig hier rum zu schleimen. Nachdem die Hanse-Jungs (und Katja) mitbekommen haben dass ich der Blogger aus Rostock bin, der für Artikel wie „Pupsi die Innenraumbelüftung“ oder „Nicht mal eine Hüpfburg“ verantwortlich ist, war man erstaunlich wenig nachtragend.

In den zwei Dreh- und Testtagen habe ich so einiges an Hanse-Crew kennen gelernt – alle durchweg nett und entspannt – das hat wirklich Spaß gemacht in HGW. Am Ende hatte ich sogar so etwas wie einen hausinternen Spitznamen.

Es grüßt die „Hüpfburg“!

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