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iPad Navigation mit Assistive Touch

Unser Partner Richard von 3sails.eu, der unseren Shop mit den Armor-X Produkten versorgt, hat vor ein paar Tagen auf eine etwas versteckte Funktion des iPad hingewiesen, welche die Bedienung des iPads beim Segeln erleichtern soll.

Assistive Touch

von Richard König

3Sails assistive touchIn diesem Beitrag möchte ich das ausgeklügelte, aber etwas versteckte, Bedienungssystem Assistive Touch von Apple kurz vorstellen. Vor allem aber, warum Assistive Touch gerade für Segler und Yachties, die ihr iPad zum Navigieren verwenden, eine geniale Funktion ist. Sinn von Assistive Touch ist es mit einfachem Finger-Tippen komplizierte Multitouch-Gesten zu vereinfachen oder bestimmte Hardwarefunktionen auf dem Touchscreen direkt und schnell auszuführen.

Ich möchte mich hier auf die Hardwarefunktionen beschränken, da diese oft bei wasserdichten Schutzsystemen nur eingeschränkt erreichbar sind. Assistive Touch lässt sich in den Einstellungen unter Allgemein – Bedienungshilfen aktivieren. Danach erscheint bereits am Display ein transparenter weisser Punkt. Durch betätigen dieses Punktes kommt man in das Menü von Assistive Touch. Im Menüpunkt “Gerät” findet man danach typische Hardwarefunktionen wie die Lautstärke, den Bildschirm drehen oder die Bildschirmsperre (= Standby).

Foto-2Verwendet man das iPad oder iPhone zur Navigation und steckt es in ein wasserdichtes Case, dann fehlt oft die Möglichkeit den Standby-Schalter oben zu erreichen. Damit bleibt das iPad bei Nichtverwendung für mindestens 2 Minuten noch aktiv und das verbraucht kostbaren Akku. Mithilfe der Funktion “Bildschirm sperren”, die mit 2 Klicks aktiv ist, schaltet der Bildschirm sofort in den Ruhemodus.

Wenn Euch die weiteren Möglichkeiten interessieren, beispielsweise wie man eigene Gesten erstellt, dann einfach Googeln. Auf Törns, gerade wenn etwas Bewegung an Deck ist, können diese Funktionen eine wertvolle Hilfe sein.

Mit besten Grüße

Euer

Richard von 3Sails

B96 Fahrerlaubnis – PKW/Boot Kombination bis 4,25 Tonnen

Nach dem neuen Führerscheinrecht, das am 19. Januar 2013 in Kraft getreten ist, können PKW-Anhänger-Kombinationen im Rahmen der B96-Fahrerlaubnis bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von 4,25 to bewegt werden. Zum Erwerb reicht B-Führerscheinbesitzern die Teilnahme an einer eintägigen Fahrschulung. Eine Prüfung ist nicht notwendig.

Die 7-stündige Schulung ist unterteilt in 2,5 Stunden Theorie und 3,5 Stunden praktische Übungen. Hinzu kommt noch eine einstündige Fahrt im öffentlichen Straßenverkehr in Begleitung eines Fahrlehrers. Nach Abschluss der Schulung wird die erfolgreiche Teilnahme bescheinigt. Ein flächendeckendes Netz an Schulungsangeboten befindet sich allerdings noch im Aufbau.

Außerdem wurde die Anhänger-Regelung des B-Führerscheins vereinfacht. Der normale B-Führerschein berechtigt Anhänger mit einem unbeschränkten Gesamtgewicht zu ziehen, sofern die zulässige Gesamtmasse der PKW-Anhänger-Kombination 3,5 to nicht überschreitet.

Für die Führerscheinbesitzer der Klasse 3 hat sich nichts verändert: Mit ihm kann grundsätzlich jeder PKW mit jedem Boot gefahren werden. Die einzige Gewichtsbegrenzung ergibt sich aus der Anhängelast des Zugfahrzeugs.

Quelle BVWW

“Mit Halbgas mache ich’s nicht”

Wer sich fragt, was Alexander Schlonski jetzt eigentlich macht, findet im heutigen Artikel der NNN genau diese Antwort.

Viel Spaß beim Lesen!

Beitrag der NNN

Der Albatros

“Ich bin der Albatros, der am Ende der Welt auf dich wartet.
Ich bin die vergessene Seele der toten Seeleute,
die zum Kap Hoorn segelten, von allen Meeren der Erde.
Aber sie sind nicht gestorben im Toben der Wellen,
denn jetzt fliegen sie auf meinen Schwingen für alle Zeit in die Ewigkeit,
wo am tiefsten Abgrund der antarktische Sturm heult.”

Dieses Werk der chilenischen Dichterin Sara Vial findet sich neben dem Denkmal von Kap Hoorn, welches an die tausende von Seeleuten erinnern soll, die hier auf See geblieben sind. Das Denkmal zeigt einen stilisierten Albatros. Spätestens seit Coleridge’s “The Rime of the Ancient Mariner” ist der Albatros ein fester Bestandteil der Maritimen Symbolik. Auf dem Wappen verschiedener Reeder oder Segelclubs zu erscheinen, hilft ihm nur leider nicht beim Überleben.

Fotograf Chris Jordan dokumentiert mit seinem Projekt “Midway: Message from the Gyre” eine Reise zu den Midway Inseln, einem jener unsäglichen Plätze, in dessen Nähe sich ein sogenannter Müllstrudel gebildet hat. Ein Ort an dem Meeresdriftströmungswirbel Plastikteile und deren Zersetzungsprodukte sammeln. Einer der größten dieser Art ist der Nordpazifikwirbel, dem der Müllteppich mittlerweile den Beinamen Great Pacific Garbage Patch zu verdanken hat.

Jeder muss für sich entscheiden, wie er mit dieser Welt umgeht und ich bin der Letzte, der den Finger hebt und zum CO2 freien Leben aufruft. Wenn man sich aber die Bilder von Chris Jordan ansieht, muss man innerlich schon ziemlich tot sein, um beim nächsten Törn seine Kippen und den Plastikmüll im großen Teich zu entsorgen. Mehr muss dazu auch nicht gesagt werden, die Bilder sprechen für sich!

Philipp Buhl ist „Segler des Jahres“

Der große Gewinner des „Sailing Team Germany Award“ heißt Philipp Buhl. Der Europameister in der Laser-Klasse und Hoffnungsträger für die Olympischen Spiele 2016 erhielt den Hauptpreis als „Segler des Jahres“. Insgesamt in fünf Kategorien wurden gestern Abend in Hamburg zum zweiten Mal herausragende Leistungen im deutschen Hochleistungssegelsport geehrt.

„Es ist eine große Auszeichnung für mich ‚Segler des Jahres’ zu werden. Es ist natürlich super schade, dass ich nicht da sein kann, um den Preis persönlich entgegenzunehmen“, freute sich der 23-jährige Philipp Buhl. Der gebürtige Bayer sendete Grüße per Videobotschaft aus San Francisco, wo er mit dem deutschen Team in der Endphase der Ausscheidung zum Finale des „Red Bull Youth America’s Cup“ steht.

Die weiteren vier Preisträger:

Trainer des Jahres: Bernd Zirkelbach
Newcomer des Jahres: Annika Bochmann & Elisabeth Panuschka
Yacht-Club des Jahres: Yachtclub Berlin-Grünau
Medien-Preis des Jahres: Marek Chocian, Flugfoto Heil/Plößel

Wir möchten Buhli zu dieser Auszeichnung gratulieren und wünschen ihm und der STG/NRV Crew viel Erfolg beim Youth Americas Cup in San Francisco. Macht uns stolz Jungs!

Wilfried Erdmann – Seglerjahre

seglerjahre_topDas es hier schon seit einiger Zeit recht ruhig ist liegt daran, dass mir einfach die Zeit fehlt mich so um Yachtblick zu kümmern, wie ihr es eigentlich verdient habt (Bewerbungen von freien Redakteuren/Mitarbeitern werden jederzeit angenommen) … das es bei segel-filme.de in den letzten Monaten “gefühlt” ein wenig ruhiger lief war der Tatsache geschuldet, dass sich Jochen um die im Folgenden beschriebene DVD Box gekümmert hat. Ich möchte euch hiermit das Ergebnis ans Herz legen.

Das Wilfried Erdmann „Seglerjahre” 3er DVD Boxset sowie das gleichnamige Film-Download Bundle ist nun erhältlich. Ob als DVD Box Set oder Download Bundle, enthalten sind 3 Filme mit insgesamt rund 240 Minuten Spielzeit. Da wären das völlig neu produzierte “Gegenwind im Paradies”, die dreijährige Südssereise der Erdmanns mit Sohn Kym sowie remastered “Die magische Route”, das wohl erfolgreichste Video über eine Weltumsegelung von Wilfried Erdmann. Und “last but not least” die “Seglerjahre”.

Denn es waren ungewöhnliche “Seglerjahre” für Wilfried Erdmann, Deutschlands wohl renomiertestem Extremsegler. Der Film “Seglerjahre” erzählt auf Basis von ganz unterschiedlichen Gesprächen mit Wilfried die Stationen seines bewegten seglerischen Lebens. Der viermalige Weltumsegler hat für die Produktion der Filme darüber hinaus bisher nie veröffentlichtes Filmmaterial zur Verfügung gestellt. Entstanden ist ein Film der Wilfried Erdmanns seglerisches Leben beginnend mit einer Radtour über die Hochzeitsreise rund um die Welt sowie familiäres Segeln in der pazifischen Südsee bis hin zu seiner Nonstop-Weltumsegelung gegen die vorherrschende Windrichtung erzählt. Einen kleinen Vorgeschmack bietet der 5minütige Teaser.

Das 3er DVD Boxset und das Download-Bundle sind hier im Shop erhältlich.

 

Ein Mann in artgerechter Haltung!

Irgendwie lebt Marc aus Toronto meinen Traum – ein selbstbestimmtes Leben mit Booten. Die Boote wären bei mir wohl andere, aber das spielt hier jetzt keine Rolle. Ich kann das für andere Branchen natürlich schwer einschätzen, weil ich nur die Meine kenne, aber ich glaube das Boots- und Yachtbau von Menschen betrieben wird, die eine überproportional große Macke für ihren Beruf haben und das im positivsten aller Sinne. Der Film verkauft einen Typen der mal so richtig mit sich im reinen ist. Das Gefühl etwas wachsen zu sehen, es fertig zu stellen und zufrieden am Ende des Tages oder des Projektes auf ein fertiges Produkt zu schauen ist mit Worten nur schwer zu beschreiben … muss man auch nicht, denn in diesem Moment hält man instinktiv die Fresse und macht sich ein Bier auf.

Gefunden bei schraubergott.com

Cool Slippen … weil er es kann!

Es gibt gefühlt tausende Videos von irgendwelchen Honks die beim Slippen ihre Boote versenken oder gar mit dem Auto zuerst die Rampe runter fahren … zugegeben an nem besonders verpeilten Tag könnt mir das auch passieren. Zum Video: Er ist einfach die coolste Sau im Hafen! Ich empfehle euch dieses Video bis zum Ende zu sehen, denn ihr werdet überrascht. Soviel vorab – Boot und Auto bleiben heil!

Hat irgendjemand nähere Informationen über das Gerät? Wenn das irgendwie Fake ist, dann erzählt es mir nicht – ich will glauben das es Menschen gibt die so etwas bauen!

59,23 kn – Sailrocket kann es doch!

10 Jahre seines Lebens verbringt ein Typ damit, darauf hin zu arbeiten, dass der Moment des Triumphes möglichst kurz ist. Vergangenen Freitag ging dieser Tweet über die Kanäle des Sailrocket Teams:

17:34:13: That’s it… We’ve smashed the arse off it! 59 knot average. Live from end of speed spot!

Genau genommen waren es 59,23 kn (noch unbestätigt vom WSSRC 59,38 kn in einem weiteren Lauf) im Durchschnitt auf der 500 m Distanz!

Laut Paul’s Blog ist mittlerweile auch der Rekord über die Distanz einer Meile gefallen – 55,32 kn. Die Spitzengeschwindigkeit lag bei 63,98 Knoten. Wir gratulieren zu dieser außergewöhnlichen Leistung und ziehen unseren Hut vor diesem Durchhaltevermögen!

Ex-Illbruck siegt beim SWT Baltic Race

Am vergangenen Freitag fand das SWT- Baltic Race statt, ein Wettrennen zwischen der High Tech Yacht Illbruck (Sieger Volvo Ocean Race 2001/02) und zwei Surfern. Dieses konnten die Segler vom Team Speedsailing mit knappem Vorsprung für sich entscheiden. Auf der Strecke von Gedser nach Warnemünde lieferten sich die ungleichen Kontrahenten ein spannendes Kopf- an- Kopf -Rennen. Bereits wenige Meilen nach dem Start waren die beiden Surfer mit ihrer höheren Geschwindigkeit der Segelyacht enteilt. Eine plötzliche Abnahme des Windes verhalf dann jedoch wieder der Illbruck zurück ins Rennen. „ Es war ein richtiger Schock“, so Thomas Brandt (Rostock), einer der Surfer „wir führten klar vor den Seglern als plötzlich und gegen jede Wetterprognose der Wind abnahm. Für diese Windgeschwindigkeit waren unsere Segel aber zu klein. Und so schwammen wir buchstäblich im Wasser und mussten zuschauen wie die Illbruck an uns vorbeirauschte.“
Um überhaupt noch eine Chance zu haben, wechselte der zweite und leichtere Surfer, Mathias Bethke aus Rostock, auf das größere Ersatzbrett und begann mit einer rasanten Aufholjagt.

Thomas musste das Rennen aufgeben und legte den Rest der Strecke auf dem Begleitboot zurück.
„Es war die einzige Chance, die die Jungs hatten. Das größere Brett war dem leichteren Mathias nun wie auf den Leib geschnitten. Die Gschwindigkeitsanzeige an unserem Speedboot zeigte während der Aufholjagt teilweise über 25kn (ca. 50km/h) an, erklärt André Baselow, Fahrer des Begleitbootes.

„Es ist schade, meint Mathias Bethke, rückblickend hätten wir die Entscheidung für den Materialwechsel schneller treffen müssen, dann hätte es wahrscheinlich auch zum Sieg gereicht.
Der Skipper der Illbruck, Oliver Schmidt- Rybandt, sieht bei diesem Rennen keinen Verlierer.
„ Wir von Speedsailing fanden die Idee der beiden Surfer schon etwas verrückt. Dass sie es bei den Temperaturen überhaupt geschafft haben über die Ostsee zu surfen ist wirklich beeindruckend und sie haben unseren größten Respekt. Für die unvorhergesehene Windabnahme konnte letztendlich keiner etwas. Trotzdem sind wir natürlich auch ehrgeizige Sportler und haben unsere Yacht die ganze Zeit gepusht und immer am Maximum gesegelt. Unser Vorteil war am Ende, dass wir einfach flexibler auf die Windveränderung reagieren konnten als die Surfer.“

Das Team Speedsailing darf sich jedoch nur ein Jahr auf dem Gewinn des SWT- Baltic Races ausruhen, denn beide habe für das nächste Jahr schon eine Neuauflage dieser spektakulären Veranstaltung angekündigt.

Anmerkung der Redaktion: Die Strecke Rostock-Gedser hat schon so manchen Wassersportler zu “Unfug” verleitet. Wir haben es mal mit dem Opti versucht. Hier der Film. Ich weiß von einer gescheiterten Querung im Ixylon … kennt irgendjemand ähnliche Geschichten? 

Weitere Informationen finden Sie unter: www.swt-balticrace.eu