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Schadensmeldung von der MS Turanor/ Jens der Teufelskerl!

Heute Morgen erreichte mich folgende Schadensmeldung von der PlanetSolar Expedition.

Nach einem mechanischen Schaden an der Steuerung der Propellerblätter ändert die TÛRANOR PlanetSolar ihre Route und kehrt nach Bora Bora zurück. Nachdem die TÛRANOR in den Morgenstunden Bora Bora verlassen hatte, gab es gegen 16:15 Uhr Ortszeit (2:15 UTC, 30 März 2011) einen ungewöhnlichen Lärm im Bereich des Antriebs auf der Backbord-Seite. Als Vorsichtsmaßnahme wurde das Boot zum Halten gebracht; so wurde ein weiterer Schaden im Bereich des Propeller-Antriebs verhindert. Einer der zwei Propeller konnte vorübergehend durch den Schaden an der Propellerblatt-Steuerung nicht eingesetzt werden. Das gesamte Solarsystem, die Batterien sowie die Motoren selbst sind vollkommen intakt.
Mit der Unterstützung des Landteams suchte die Crew in den vergangenen Stunden nach der besten Lösung, um die TURANOR PlanetSolar nach Bora Bora zurück zu bringen. Gemeinsam konnte der Backbord-Antrieb provisorisch wieder einsatzbereit gemacht werden. Lebhafte See und Wind von 15 Knoten haben die Arbeiten an Bord erschwert. Projektgründer und Co-Skipper Raphaël Domjan: « Das Projekt PlanetSolar ist eine Expedition und entsprechend müssen wir auf solche Zwischenfälle vorbereitet sein. Das Boot ist außer Gefahr; an Bord geht es uns gut und wir haben in einer tollen Teamwork eine Lösung gefunden, um möglichst schnell nach Französisch Polynesien, dem nächsten Hafen, zurück zu kehren.“
Auf Bora Bora sollen die nach einer ersten Einschätzung notwendigen Reparaturarbeiten durchgeführt werden. Derzeit ist die TÛRANOR PlanetSolar ca. 60 Seemeilen von Bora Bora entfernt.
Wir werden Sie mit weiteren Informationen auf dem Laufenden halten.

Ich denke wir brauchen uns keine Sorgen machen – Jensi wirds schon richten. Wie zum Beweis findet sich im Logbuch von gestern folgender Eintrag:

“Zunächst mussten wir Teile des hinteren Rumpfes kürzen, weil der Propeller sich nicht frei drehen konnte. Um dies zu bewerkstelligen, tauchten wir mit Jens, was bei über 1,5 m Seegang ziemlich schwierig war. Nachdem das erste Stück abgeschnitten war, drückt mich das Boot unter Wasser und ich verliere das Gleichgewicht. Ich schaffe es aber, so nah an Jens zu kommen, dass er meine Hand erwischt. Jens ist ein echter Naturbursche und er bringt all seine Kraft auf, um mich aus dem Wasser zu ziehen. Alles in allem dauert es zwei Stunden, bis der Propeller frei ist. Nachts sind wir mit den Arbeiten fertig. Wir auf den Schwimmern, während das Boot in der Nacht treibt – die Stimmung kann man sich vorstellen. “

Und das hat Jenser selbst dazu zu sagen:

“Eine Nacht ohne Schlaf! Vergangende Nacht ist unser Pitch-Kontroll zerbrochen, wodurch sich die Antriebsblätter in unsere Spiegelverlängerung gebohrt haben, dieses hatte zur Folge, dass wir manövrierunfähig waren und Wassereinbruch im Demihull hatten.
Nach 12h unter Treibanker, bei 20kn Wind und 3m Welle, konnte ich die Blätter im Tauchgang freischneiden und die Pitch-Einheit provisorisch fixen.
Den Wassereinbruch konnten wir mit Hilfe der leistungstarken Bilgenpumpen in den Griff bekommen. Momentan “humpeln” wir nach Bora Bora zurürck, haben noch 30nm vor uns. Ich hoffe, dass das Provisorium an der Pitch-Einheit durch hällt und ich mich bald wieder melden kann.”

Gruss Jens

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