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Mit dem Solar-Katamaran um die Welt! Teil 2

Bei dem Boot handelt es sich um einen Katamaran aus der kieler Knierim-Werft, der eine Wasserlänge von 31 Metern und eine Gesamtlänge von 35 Metern besitzt. Die Breite liegt zwischen 15 und 23 Metern, je nachdem, ob das Boot die Solaranlage ausgefahren hat, oder nicht. Die Masse des Katamarans beträgt 85 Tonnen.

Soweit die Daten, die bisher wahrscheinlich schon jeder von euch in der Presse gehört oder gelesen hat. In der vergangenen Woche habe ich mit Jens telefoniert und er gab mir noch einige Daten, die vielleicht nicht so einfach zu finden sind, aber dennoch euer Interesse wecken können.

Der Kat besteht aus drei Hauptkomponenten: 20,6 t Carbon, 11,5 t Schaum und 28 t Harz.

An Deck des Bootes befinden sich insgesamt 825 Solarmodule, die aus 38000 Photovoltaikzellen bestehen. Die Module „fangen“ die Solarenergie auf und speichern diese dann in 648 Lithium-Ionen Zellen, um den 93,5 kW Solargenerator anzutreiben. Unter Volllast schafft der Katamaran eine Geschwindigkeit von 14 Knoten, wobei jedoch auf der „Reise“ eine Durchschnittsgeschwindigkeit von sieben Knoten angestrebt wird.

Der Verbrauch des Kats beträgt 2 mal 10 kWh pro Stunde. In jedem der beiden Schwimmer befinden sich zwei Motoren, wobei jedoch nur einer pro Schwimmer in Betrieb ist.

PlanetSolar kann ohne eine komplette Ladung etwa drei Tage unterwegs sein. Falls dann nicht die Möglichkeit gegeben ist, das Schiff komplett zu laden, wird der Verbrauch des Katamarans auf ein Minimum reduziert und verharrt.

Ganz schön viele Zahlen aber auch sehr interessant, was alles in dem Kat steckt.

Letzte Nacht hat mich ein kleiner Edit von Jens erreicht:

moinsen,

der Katamaran hat zwar 3 Rümpfe, fährt aber im Normalzustand nur auf zwei und der Mittelrumpf ist über der Wasseroberfläche.
Der Mittelrumpf kommt nur in der Welle zum Einsatz, um dort den notwendigen Auftrieb zu bringen. Das Ganze ist ein Wave Piercer-Konzept, das bedeutet, die Welle wird durchschnitten und nicht überfahren, ist effizienter.

Gezeichnet von Craig Loomes (Lomocean), der auch den Earth Racer gezeichnet hat. http://www.lomocean.com/index.php
Unsere Tour muss man als Expedition ansehen, da das vor uns noch keiner angestrebt hat, wollen wir es jetzt versuchen und somit den Anstoß geben, die Solarenergie besser zu nutzen und weiter zu entwickeln. Desweiteren ist das auch ein kleiner Wettlauf für uns, es als erster zu schaffen, nur mit Solarenergie um die Welt zu kommen. Wir haben noch ein weiteres Boot als Konkurrenz, das die Tage auch aus dem Mittelmeer starten will und dann auch noch ein Flugzeug.
Wenn wir es schaffen sollten, kommen wir ins Guinness book of records.

save the future
in liebe jens
=)

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