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Christina O – Teil 4

„Christina“ die Mutter aller Superyachten – 1. Teil

Christina O – Teil 2

Christina O – Teil 3

Der neue Eigner John Paul Papanicolaou verstand es, sein Wissen und seine Kontakte in die maritime Industrie geschickt zu nutzen und ein exzellentes Team von Fachleuten um sich zu scharen. Was auch definitiv von Nöten war, denn schon zu Beginn der Arbeiten registrierten alle Beteiligten, dass es sich hier wahrscheinlich um das teuerste Refit aller Zeiten handeln würde. Mit den Arbeiten betraut wurde die Kroatische Werft Viktor Lenac, die auch für das Refit der „Sea Cloud “ (der je nach Definition, größten Segelyacht der Erde) im Jahre 2003 verantwortlich war.

Ziel des Projektes war es, die arg in Mittleidenschaft gezogene Substanz der Yacht zu retten, um sie beim Wiederaufbau vor allem auch technisch auf den neuesten Stand zu bringen. Die Schwierigkeit lag dabei sicher auf der Tatsache, dass das Esprit der Yacht, welches Sie über die Jahrzehnte erlangt hatte, erhalten werden musste. Das erste Bestandsgutachten vor dem Refit ergab, dass 65 Tonnen Stahl nicht mehr zu retten waren und ersetzt werden sollten. Im Trockendock angekommen korrigierte man die anfängliche Annahme dann sehr schnell. In Summe sollten es 650 Tonnen Stahl werden, die komplett ersetzt werden mussten. Ähnlich verhält es sich da natürlich bei der verbauten Technik, es wurden 90 km Kabel und 140 Tonnen Rohre neu verlegt. Die originalen Dampfmaschinen von 1943 wurden entfernt und durch zwei MAN Dieselmaschinen und drei 3 MAN Generatoren ersetzt. Mit diesen erreicht die „Christina O“, wie sie seit dem Refit heißt, eine Reisegeschwindigkeit von 18 kn und eine Höchstgeschwindigkeit von 22 kn ( vorher 14 kn Reisegeschwindigkeit und 24 kn Höchstgeschwindigkeit ). Der durch die neuen Maschinen gewonnen Platz ( Quellen vergleichen ihn mit einem 3 geschossigen Stadthaus ), wurde für neue Kabinen und einen 40 Gäste fassenden Speisesaal genutzt. Das komplette Refit inklusive Innenausbau und Einreichtung dauerte nur 16 Monate, in denen 1,2 Millionen Arbeitsstunden und Gesamtkosten von etwas über 50 Millionen Dollar zusammen kamen.

Der neu entstandene Speisesaal auf dem Hauptdeck wurde, so wie es der ehemalige Eigner wohl auch getan hätte, mit dem Besten und Teuersten ausgestattet was die Welt des Prunks zu bieten hat. An den Wänden befinden sich Lampen aus Baccarat Kristall, das Porzellan stammt von „Bernardaud of Limoges“, bei dem Kristallgläsern handelt es sich um Waterford und das Silber stammt von Ercuis and St. Hillaire aus Paris.

Ebenfalls auf dem Hauptdeck befindet sich das Musikzimmer mit Flügel und mehreren Sitzecken. In besagter „Callas Lounge“ befindet sich eine Sammlung verschiedener Erinnerungsstücke, die auf das Leben der Maria Callas verweisen, inklusive ihrer einzigen Goldenen Schallplatte. Für Gäste mit Bewegungsdrang wurde auf demselben Deck ein Fitness- und Sportbereich eingerichtet, die Entspannungssuchenden kommen im Spabereich und den Massageräumen auf ihre Kosten. Der Weg im Bademantel, von der Massageliege zum Kleiderschrank, wurde für die meisten Gäste kurz gehalten, so befinden sich allein auf dem Hauptdeck 10 Gäste Kabinen. Eigner und Gästen der 8 Kabinen ein Deck tiefer wird seit dem Refit der Weg zu den Kabinen durch Fahrstühle erleichtert.

Eines der größten Highlights dieser Yacht, und zudem ein Beweis für die unermessliche Prunksucht die Herr Onassis an den Tag gelegt hat, ist zweifellos der Pool auf dem Achterschiff. Auf dem Boden des bronzeumrandeten Pools befindet sich ein aufwendiges Mosaik aus den Ruinen des Palastes von Knossos auf Kreta. Solche ein Prachtstück hinter bewegtem Wasser zu verstecken wäre Verschwendung gewesen und so wurde der Boden des Pools mit einer Hydraulikanlage versehen, die es ermöglicht den Boden per Knopfdruck anzuheben und zur Tanzfläche zu machen. Neben diesem „gefliesten“ Bereich sorgt natürlich feinstes Teak in diesem Bereich für die nötige Bodenhaftung!

Bildquellen: www.powerandmotoryacht.com / www.yachting-greece.com

Christina O – Teil 5

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