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Rolex Baltic Week 2011

Eine kräftige Brise und Böen bis an die Grenze des Segelbaren bestimmten am Donnerstag den zweiten Tag der Rolex Baltic Week auf der Flensburger Förde. In Windstößen bis zu 28 Knoten, das ist Stärke sechs bis sieben, hielten nicht alle Crews und Yachten der Robbe & Berking Weltmeisterschaften in der 8mR- und 12mR-Klasse den Belastungen stand. Am härtesten erwischte es den Achter „Svanevit“ von Karsten Niehus aus Köln, bei dem zuerst das Achterstag und in der Folge der Mast brach. Weitere Materialschäden und Segelverluste sorgten zudem für Gesprächsstoff im Hafen. Auch sportlich gab es reichlich Diskussionen, die bis in den Abend bei einigen Protestverhandlungen fortgesetzt wurden. An der Spitze des Zwölfer-Feldes behauptete sich mit zwei zweiten Rängen die dänischen „Vanity V“ von Patrick Howaldt vor Wilfried Beecks „Trivia“ aus Kiel. Bei den Achtern setzte die „Hollandia“ von Ruud van Hilst und Jos Fruytier (Niederlande) ihre eindrucksvolle Erfolgsserie fort.

Obwohl Patrick Howaldt am Abend noch auf seine Protestverhandlung warten musste, war er mit dem Regattatag zufrieden. „Das waren fantastische Rennen mit spektakulären Situationen. Ein Luvkampf auf dem Vorwindkurs, den wir uns mit der ,Trivia‘ und der ,Anitra‘ geliefert haben, hat allerdings auch zum Protest geführt. Zweimal Platz zwei im Ziel war aber top“, sagte der Eigner, der auch mit Problemen zu kämpfen hatte: „Einmal mussten wir den Spinnaker fliegen lassen, haben ihn aber wieder einholen können. Und unsere Genua ist am Achterliek eingerissen. Damit müssen wir zum Segelmacher.“

Und der bekam noch viel mehr Arbeit. Auf der Flensburger „Sphinx“ riss die große Blase beim letzten Vorwindgang ganz aus den Lieken. Zum Sieg im Abschlussrennen des Tages reichte es dennoch für die nachtblaue Yacht, und so konnte Steuermann Guy Ribadeau Dumas am Ende des Tages strahlen: „Im ersten Rennen hatten wir mit der großen Genua noch etwas Probleme, hatten zu viel Druck auf dem Ruder. Im zweiten Rennen haben wir dann aber die richtige Einstellung gefunden und hatten mächtig Spaß auf dem Wasser.“

 


Ergebnisse, Segeln in Zahlen
Rolex Baltic Week 2011
Zwischenstand nach vier Wettfahrten

Robbe & Berking 12mR Weltmeisterschaft
Platz. Bootsname, Eigner-Steuermann (Herkunft), R1-R2-R3-R4, Gesamtpunktzahl
1. Vanity V, Patrick Howaldt (Dänemark), 1-1-2-2, 6
2. Trivia, Wilfried Beeck (Hamburg), 3-2-1-3, 9
3. Sphinx, Gorm Gondesen/Jochen Frank (Flensburg), 2-3-4-1, 10
4. Anitra, Josef Martin (Radolfzell), 4-4-3-4, 15
5. Vema III, Eric Svenkerud (Norwegen), 6-5-5-DNF, 27
6. Erna Signe, Einar Sissner (Norwegen), 7-7-7-6, 27

Robbe & Berking 8mR Weltmeisterschaft
1. Hollandia, Ruud van Hilst/Jos Fruytier (Niederlande), 1-1-1-2, 5
2. Lafayette, Murdoch McKillop (Großbritannien), 2-4-2-1, 9
3. YQuem II, Jean Fabre (Schweiz), 3-2-4-3, 12
4. Raven, Richard Self/Mark Decelles (Kanada), 5-3-3-4, 15
5. Catina VI, Fred Meyer (Schweiz), 7-7-9-6, 29
6. Sagitta, Timo Saalasti (Finnland), 11-12-8-5, 36
7. Feo, Hans-Peter Strepp (Heikendorf), 9-14-7-7, 37

 

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