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Superyachten

Für ein “Mobo” echt schick!

Ich habe es bis dato bewusst vermieden über Designentwürfe von Yachten zu schreiben, denn die letzen Jahre Schiffbaustudium haben mich gelehrt, dass die meisten der teilweise wilden Konzepte technisch nicht umsetzbar sind. Deshalb geht es mir auch bei diesem Projekt weniger um das Schiff als solches, sondern mehr um den Entwurf an sich! Ich find ihn schick! Die Linien, die Fenster, die “dicken Backen” am Heck – ein rundum gelungener Entwurf. Ich denke das fertige Schiff wird nicht ganz ohne Luken oder ähnliches auf dem Vorschiff auskommen. Kritisch seh ich auch die langgezogene Scheibe im Rumpf, denn dafür einen Stempel vom Lloyd, oder einer anderen Zertifizerungsgesellschaft zu bekommen, ist sicher keine ganz einfache Aufgabe. Das Auto … ist sicherlich optional durch einen schicken Daysailor zu ersetzen! =)

Fakten: Name: Strand Craft 122; Top Speed: 43 kn (optional 55 kn); Länge: 38 m; Breite: 7,5 m; Tiefgang: 1,4 m

via Luxusblogger.de

Wing is King – jetzt auch bei Wally!

Modeerscheinungen und Trends gibt es in jeder Branche und natürlich kann sich auch der Yachtbau nicht dagegen wehren. Bei Megayachten muss es momentan schwarz, böse und kantig sein, das gute alte weiß ist langweilig geworden. Bei Segelyachten ist gerade besonders cool, was einen Hydrofoil mit sich führt. Seit dem 33. AC haben die Designer natürlich den Flügel für sich entdeckt. Ich prognostiziere, dass wir Flügel zukünftig auf segelnden Fahrten- bzw. Megayachten sehen werden. Warum ich mir da so sicher bin? Weil Wally das Thema gerade aufgegriffen hat und nach dem allgemeinen Erfolg von „schwarz, böse und kantig“, würde es mich schon wundern, wenn das Thema nicht auch von anderen Werften und Designern aufgegriffen wird. Ed Dubois, Ron Holland, Ken Freivokh, gebaut bei Baltic, Perini Navi oder Alloy – ich bin mir sicher, dass es in irgendeiner dieser Konstellation im Laufe des nächsten Jahres einen Entwurf mit Flügel für eine Segelyacht größer 24 m geben wird. Warum auch nicht – sieht ja auch ziemlich scharf aus, was die Jungs bei Wally da zusammengeklebt haben.

P.S. Es gibt Unternehmen, die liefern für die „Presse“  extra RSS-Feeds aus und es gibt Wally, da muss man sich aufwendig akkreditieren und die Pressetexte themenbezogen anfordern. Die Pressesprecherin ist zwar nett, aber das ist trotzdem nur mein zweitliebstes Verfahren. Die Texte sind dann auch eher alte Werbeschule – wenig Information, viel Eigenlob. Das hatte ich mir bei einem Modelabel wie Wally doch etwas ausgereifter vorgestellt.

Ein weiteres Bild zeigt den Vergleich zum traditionellen Segelplan.

Die letzte deutsche Staatsyacht! Erichs Ostseeland – Teil 2

Zum 1. Teil des Artikels

Glaubt man den Berichten eines ehemaligen Offiziers der Volksmarine, der ausführlich im NVA-Forum (erschreckenderweise gibt es so etwas tatsächlich) über seine Zeit auf der Ostseeland berichtet, war der Aktionsradius der Yacht stark auf die Gewässer der DDR beschränkt. Es wird nur von einer einzigen Dienstreise nach Polen berichtet. Die nur etwa 70 Seetage im Jahr sind wohl darauf zurück zu führen, dass Erich kein großer Freund der Seefahrt war und stark zur Seekrankheit neigte. Den Rest der Zeit verbrachte die Yacht im Hafen von Rostock. Für die Ortskundigen, sie lag im Breitling.

Wie es sich für eine echte Stasi- … ähm Staatsyacht gehört, verfügte die Ostseeland über eine eigene Abhörzentrale. Man war also stets darüber Informiert, was Gäste der Yacht, wie z.b. Fidel Castro, so trieben. Zur Stammbesatzung gehörten etwa 25 Mann Crew und bis zu 16 Gäste bei Mehrtagesfahrten oder 35 bei Tagesfahrten. Genutzt wurde das Schiff zur Beobachtung von Flottenmanövern, sowie für Lustfahrten mit Staatsgästen bzw. Partei- und Staatsfunktionären. Im Kriegsfall wäre die Yacht zum Lazarettschiff umgebaut wurden.

Nach der „Außerdienststellung“/Wende wurde die Yacht  an einen Eigner verkauft, dessen Identität nicht so ganz klar ist. Fakt ist, sie wurde unter Maltesischer Flagge betrieben und in den Hafen von Kopenhagen verlegt. In selbigem lag sie dann bis zur Zwangsversteigerung am 1. Mai 1998. Als Mindestgebot wurden 26.000 DM aufgerufen – was den über die Jahre  aufgelaufenen Liegegebühren entsprach! Den Zuschlag erhielt ein türkischer Kaufmann mit Namen Senol Yegin für 313.000 DM. Sie wurde daraufhin nach Istanbul verlegt.  In der Folgezeit sollte die „Aniara“, wie sie damals hieß, einem 5 Millionen Mark teuren Refit unterzogen werden, um unter dem Label Blue-Marlin-Charter Ostalgie-Kreuzfahrten zu ermöglichen. Dieses Projekt scheiterte aber an finanziellen Schwierigkeiten. Wie weit dieses Projekt und das Refit zum Zeitpunkt des Scheiterns bereits vorangeschritten war, vermag ich nicht zu sagen. Die Bilder der „Falcon“, wie sie wohl heute heißt, sprechen aber nicht unbedingt für ein umfangreiches Refit.

Das letzte Mal tauchte die „letzte Deutsche Staatsyacht“ im Jahre 2005 in der öffentlichen Wahrnehmung auf, als sie über einen Hamburger Makler auf gebrauchtboote.de angeboten und für angeblich 700.000 Euro an einen Käufer aus Dubai verkauft wurde. Selbiger lies im Nachgang verlauten, dass ihn die Geschichte des Schiffs nicht interessiere und er sie umbauen werde.

… sowie es etwas neues gibt setze ich diesen Artikel fort!

Die Bilder wurde mir freundlicherweise von Jukka Koskimies zur Verfügung gestellt.

Wie viele Megayachten gibt es auf der Welt!

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Eos via Flickr

Branchengröße Camper & Nicholson hat kürzlich, in Kooperation mit The Luxury Institute, die zweite Auflage ihres Jahresberichts für die Megayachtbranche herausgegeben. Im aktuellen Bericht für das Jahr 2008 befindet sich ein Kreisdiagramm, welches die Anzahl der sogenannten Megayachten ( > 24 m ) im Verhältnis zu ihrer Länge darstellt.

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Allein im Jahr 2008 sind insgesamt 261 Yachten mit einer Länge von über 30 m hinzugekommen. 2008 war damit das bis dato erfolgreichste Jahr für die Branche. Die Anzahl der Neubauten betrug im Jahr 2007 bereits 218 Einheiten, davon waren 89% Motoryachten und 11 % Segler. Dieses Verhältnis ist annähernd gleich geblieben, 12 % der Neubauten in 2008 waren Segler. Lag die durchschnittliche Länge im Bericht von 2007 noch bei 39,61 m, so liegt sie jetzt bei 41,41 m.
Betrachtet man die globale Verteilung der Kunden, so gingen 23 % aller Megayachten an US-Amerikaner, 16,5 % an Italiener und 10 % an Russen.
Doch sind nicht die USA das Megayacht-Land dieser Erde sondern Italien. 44 % der Auslieferungen ( 116 Yachten ) wurden in Italien gebaut. Mit einigem Abstand folgen die USA (30 Yachten), die Türkei (22 Yachten) und die Niederlande (18 Yachten). Deutschland nimmt Platz 6 der Rangliste mit 12 Yachten ein. Betrachtet man aber die gesamte ausgelieferte Länge der Yachten, liegt Deutschland mit 1090 m Yacht auf Platz 3 nach Italien und den USA.
Insgesamt wurden im letzten Jahr 5,45 Milliarden Euro in Neubauten investiert. Auch hier ist wieder die regionale Verteilung aus deutscher Sicht sehr interessant, denn die deutschen Werften liegen mit 1,57 Milliarden Euro an zweiter Stelle weltweilt, gleich nach Italien mit 1,691 Milliarde Euro. Das krasse Verhältnis von Anzahl der gebauten Yachten und Gesamtkosten erklärt sich dadurch, dass in Deutschland keine Segelyachten über 30 m gebaut wurden (meist deutlich günstiger als Motoryachten) und die Durchschnittslänge der in Deutschland gebauten Yachten bei 90,8 m lag. Dem gegenüber steht eine Durchschnittslänge für in Italien gebaute Yachten von 37,97 m.
Der Bericht endet mit einer Zusammenfassung von Toby Walker, dem Sales Director bei Camper & Nicholson. Für Walker hat die Finanzkrise natürlich auch in der Megayachtbranche ihre Spuren hinterlassen. Bauverträge wurden gekündigt und Kunden haben ihre finanziellen Reserven eher dazu benutzt ihre eigenen Unternehmen zu stabilisieren, als sich neue Yachten zu kaufen. Seine Prognose ist aber eher zuversichtlich, da die Vorteile, die das Leben auf einer Yacht mit sich bringt die Selben sind, wie vor der Finanzkrise. Er prognostiziert vor allem den „Barzahlern“ und Charterunternehmen sehr gute Yachtkäufe in diesem Jahr und sieht den Markt für Superyachten auch in 2009 wieder wachsen und das stärker als in der vorangegangenen Saison. Der Bericht endet mit dem Satz „Full steam ahead and full sails on“.

Ich bin dann mal kurz weg …

… ne Runde träumen gehen.

Bilder von der Loro Piana Superyacht Regatta auf Sardinien vom letzten Wochenende.

via

Wie für mich geschaffen!

Ich weiß nicht warum, aber bei ihr komm ich einfach aus dem Schwärmen nicht mehr raus Sie is vielleicht n bissl groß, aber sonst perfekt! Hier gibt es mal wieder bewegte Bilder von meinem kleinen Lieblingsschiff.

via H2uh0

3 Megayacht Videos zum Montagmorgen.

Superyachts in Palma! via Megayachtnews



Owner Suite der Sea Force One

 

Sea Force One – Imagefilm


SWATH – Teil 2

Wie bereits im ersten Teil des SWATH-Artikels berichtet, habe ich von Abeking & Rasmussen eine Prospektmappe mit weiteren Informationen zum Thema SWATH-Yachten bekommen. Ich möchte Ihnen im zweiten Teil des Artikels nun den Inhalt dieser Mappe vorstellen.
Die Mappe an sich ist sehr geschmackvoll gewählt. Abeking zeigt damit bereits im ersten Eindruck, dass man durchaus in der Lage ist mit hochanspruchsvollen Kunden umzugehen. Neben einem Anschreiben, in dem mir freundlich gesagt wird, dass man mir nichts sagen kann =) und zwei sehr schicken Büroklammern mit dem A&R-Logo findet sich auch der aktuelle, ebenfalls hochwertige Firmenprospekt in der Mappe. Warum ich die Büroklammern erwähne? Na weil ich denke, dass es derartige Details sind, die einen Spitzenvertrieb im Custom Schiffbau ausmachen.
Im besagten Prospekt findet man jeweils eine Doppelseite zum Thema Megayachten, Marine- und Industrieschiffe, SWATH – Schiffe , die Geschichte der Firma sowie Informationen über die durchaus beeindruckenden technischen Möglichkeiten der Werft. Da ich mich bei meiner Anfrage explizit nach dem SWATH-Projekt erkundigt hatte, lag der Mappe natürlich noch eine Sonderseite zur kürzlich gelaunchten Silver Cloud und ein umfangreicher Bericht zum SWATH-Prinzip bei.

Die Sonderseite weist in erster Linie die technischen Spezifikationen der besagten Yacht aus:

Type of Vessel: Ocean going Small Waterplane Area Twin Hull ( SWATH )

Classification: GL + MCA

 

Principal Particulars / Main Dimensions:
Länge LOA 40,5 m
Breite B 17,8 m
Tiefgang d 4,10 m
Geschwindigkeit V 14 Knoten
Antriebsleistung P 2 X 820 KW ( 2 X 1115 PS )
Rumpfmaterial Aluminium
Reichweite 3500 Seemeilen

Da ich Ihnen die Vor- und Nachteile der „Halbtaucher- Doppelrumpf-Technik“ bereits erklärt habe, möchte ich in diesem Teil nur noch ergänzend auf zusätzliche, von Abeking & Rasmussen eingebrachte, Fakten eingehen.
Die durch SWATH optimierten Schiffsbewegungen minimieren die Vertikalbeschleunigung des Rumpfes auf 1/5 von dem eines konventionellen Monohull. Man vergleicht im Prospekt daher das Seeverhalten der Yacht mit dem Fahrverhalten von Hochgeschwindigkeitszügen oder Personenkraftwagen auf einer Landstraße. Ich finde diesen Vergleich sehr gewagt, da die Beschleunigungskräfte, die auf den Fahrgast eines mit konstanter Geschwindigkeit fahrenden Zuges wirken, in Bezug auf selbigen nahezu null sein dürften. Ich glaube das SWATH ein sensationelles Ergebnis liefert, kann mir aber nicht vorstellen, dass man wirklich vergisst auf einem fahrenden Schiff zu sein.
Sollte man sich bei A&R dazu entschließen mich bei einer Probefahrt vom Gegenteil zu überzeugen, bin ich natürlich gern bereit die Reise anzutreten, Übernahme der Kosten vorausgesetzt. =)
Doch selbst als ewiger Zweifler muss man die Tatsache anerkennen, dass die Werft täglich den sichtbaren Beweis dafür liefert, dass SWATH-Schiffe durchaus ihre Berechtigung haben. Seit 1999 hat die Werft bereits zehn kommerzielle Schiffe dieser Art ausgeliefert, einen Großteil an die Bundesregierung. Größtes Beispiel dieser Art ist das 50 m lange und 1.450 Tonnen schwere Lotsenschiff Elbe in der deutschen Bucht.

Ein weiterer Aspekt, der in den letzten Jahren im Yachtbau immer weiter an Bedeutung gewonnen hat, ist die Schallisolierung. Ein blubbernder Einzylinder mit dem Durchmesser eines Wassereimers hat zwar auf restaurierten Traditionsschiffen durchaus seinen Reiz, passt aber nicht zu den Anforderungen, die an eine moderne Yacht gestellt werden. Es bedarf keines großen Sachverstandes um einzusehen, dass die Geruchs- und Schallbelästigung durch die Maschinen auf einer SWATH-Yacht gering ist, denn diese verbaut A&R ab einer Schiffslänge von 40 m komplett in die unteren Rümpfe und damit ausreichend weit vom Deck der Yacht entfernt.
Die Gestaltung der Decksflächen kann bei einer SWATH-Yacht nahezu ohne Vorgaben durch die Schiffstechnik erfolgen, was den Innenarchitekten und Schiffsdesignern kreative Freiräume schafft, die sie im Schiffbau üblicherweise nicht vorfinden.
Keine moderne Luxusyacht kommt heute noch ohne Helikopter aus. Deshalb verfügt auch die Silver Cloud über ein großes Helipad. Aus den reduzierten Schiffsbewegungen lässt sich auch für derartige Transportmittel ein Vorteil ableiten. Ich bin mir sicher, dass die meisten Piloten bei Seegang lieber auf einer SWATH-Yacht landen als auf einem konventionellen Schiff. A&R gibt zu diesem Punkt an, dass auf der Silver Cloud Helikopter der Drei-Tonnen-Klasse auch bei Seegang landen können, was sonst nur auf Yachten über 100 m möglich ist. Das Wort „Seegang“ lässt hier natürlich einen breiten Interpretationsrahmen zu.
Abschließen möchte ich meine Auswertung der Unterlagen mit einem Zitat aus selbigen:
„In den tausend Jahren, die vergangen sind, seit die Wikingerschiffe über die Meere fuhren, sind Schiffe zur Verbesserung des Komforts in erster Linie nur länger, größer, träger geworden – aber nicht intelligenter.“
Was soll man nach diesem wirklich klugen Satz zum Thema noch sagen? Mir bleibt nur noch meinen Dank für die Unterlagen und meine Anerkennung für die Leistungen im Yachtbau nach Lemwerder zu schicken. Vielleicht ist das nächste, was ich nach Lemwerder schicke, eine Bewerbung. = )
Allerdings würde ich dann natürlich auch zum Kreis der verschwiegenen gehören und dürfte ihnen nicht sagen, dass der Eigner** der Silver Cloud ein Amerikaner namens Alexander Dreyfoos ist. Ich habe mal kurz versucht via Google Informationen über ihn zu finden und habe den Eindruck, dass dem Mann so ein bisschen von allem gehört. In einem Artikel über eine Spende in Höhe von 15 Millionen US $ an das MIT gibt man ihn als den „President of The Dreyfoos Group/Photo Electronics Corporation (PEC)“ an. Viel aussagekräftiger als der Titel ist dabei die Höhe der Spendensumme.

** Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Informationen über den Eigner nicht aus dem Hause Abeking & Rasmussen stammen, denn man nimmt die Diskretion gegenüber seinen Kunden natürlich ernst.

That’s what VC’s are created to do!

Hab mich ja schon ein bisschen gefreut, als ich gesehen habe, dass es mal wieder einen Grund gibt über meinen Lieblings Silicon Valley Milliardär zu schreiben. Vielleicht findet Tom Perkins ja, wenn er seinen Namen „googelt“, mal Yachtblick.de und kauft dann das ganze Projekt! =)

Sehr geehrter Herr Perkins ich wäre bereit, Yachtblick für unter 10 Millionen abzugeben!

Aber zurück zum Wesentlichen, zurück zu dem Grund, warum dieser Mann hier immer wieder Erwähnung findet – seine Yacht, die Maltese Falcon. Schon mehrfach habe ich über die, je nach Definition, längste Segelyacht der Erde berichtet. Ich hatte eigentlich damit gerechnet in absehbarer Zukunft zu lesen, dass Mr. Perkins sein neues extravagantes Schiff vorstellt, aber er belehrt mich eines Besseren und ließ sich erst einmal ein neues Spielzeug auf seine Yacht bauen. Auf dem Deck der Maltese Falcon, vor dem ersten Mast und zwischen den beiden Tendern, steht jetzt der „Deep Flight Super Falcon“.

Zu den technisch Details der ganzen Anlage nur so viel: Der Schiffskörper besteht aus kohle- und glasfaserverstärktem Epoxy und kommt daher auf nur 231 kg. Das geringe Gewicht erklärt die Flügel, denn aufgrund dessen sinkt dieses Tauchfahrzeug nicht, sondern „fliegt“ unter Wasser mit bis zu 6 kn. Es wir angetrieben mit Lithium-Phosphat-Akkus mit einer Kapazität von 7000 Kilowattstunden, die Tauchfahrten bei Höchstgeschwindigkeit von bis zu 5 h ermöglichen. Mit einer Tauchgeschwindigkeit von 122 m pro Minute geht es bis auf 500 m Tiefe. Sollte dann nach 24 h – 72 h ( je nach Besatzung ) die Atemluft ausgehen, kann man mit bis zu 61 m in der Minute wieder auftauchen.

So Mr. Perkins, ich wünsche Ihnen an dieser Stelle viel Spaß mit Ihrem neuen Gefährten und hoffe, dass ich niemals über ein Unterseedrama berichten muss.

Die unten stehenden Bilder, welche die Verankerung der Masten zeigen, sind einem jungen Herren bei Knierim Yachtbau in Kiel gewidmet. Die Lager wurden, wenn ich richtig informiert bin, bei JP3 in Frankreich gebaut


Quellen:

www.yachtpals.com

Boote Exclusiv Heft 01/09

http://cubeme.com/blog/2007/09/06/the-maltese-falcon/

Christina O – Teil 6 – Die Legende lebt!

„Christina“ die Mutter aller Superyachten – 1. Teil

Christina O – Teil 2 ; Christina O – Teil 3

Christina O – Teil 4 ; Christina O – Teil 5

Im Anschluss an die Bibliothek befindet sich ein Raum dessen Funktion schwer zu beschreiben ist, im englischen gerne als „show lounge“ beschrieben, möchte ich diesen Raum als einer Art Auditorium mit Panoramafenster bezeichnen. Von einer großen und mehreren kleinen Sitzgruppen aus wird einem der Blick auf eine kleine Bühne und durch die dahinter liegenden Panoramafenster über den Bug der Yacht nach draußen freigegeben. In diesem Raum wurden zwei der glamourösesten Hochzeiten des 20. Jahrhunderts gefeiert. Nicht nur das hier 1968 Onassis seine 2. Ehe mit Jacky Kennedy feierte, auch Fürst Rainier Grimaldi von Monaco feierte hier den Tag an dem er aus der bürgerlichen Tochter eines Bauunternehmers Namens Kelly die Fürstin Gracia Patricia machte, aka Grace Kelly! Seit dem Refit kann man aus diesem elegant eingerichteten Raum per Knopfdruck ein modernes Kino machen, das selbst verwöhnten Cineasten in Bild- und Tonqualität genügen dürfte.

Im Außenbereich des Promenadendeck findet sich eine Open Air Bar, das Jacuzzi Deck sowie der Helikopterlandeplatz. Dieser Landeplatz ist nicht unbedingt eine Neuerung an Bord, denn bereits Onassis hatte ein Wasserflugzeug an Deck der Christina.

Bemüht man sich durch das Atrium noch ein Deck weiter nach oben landet man auf dem Brückendeck, wie der Name schon sagt befinden sich hier sowohl der Privat- als auch der Arbeitsbereich des Kapitäns. Onassis, der immer großen Respekt vor seinen Kapitänen hatte, vor allem vor dem bereits zitierten ersten deutschen Kapitän, ließ seine Suite direkt neben der des Kapitäns einrichten.

Die 736 m² große Onassis Suite besteht aus einem Schlafzimmer mit Kingsize Bett, einem Arbeitszimmer und einem Badezimmer. Ausgestattet mit handgefertigten italienischen Möbeln, Baccarat Leuchtern, einem in Onyx eingefassten Kamin und dem grandiosen Panoramablick, bietet die Onassis Lounge das Beste was Christina O in Bezug auf Luxus und Wohnkomfort zu bieten hat.

Auf dem obersten Deck, dem Kompass Deck, befindet sich noch eine 1500 m² große Teakfläche zum Sonnenbaden sowie die Galaxy Bar, eine open-air Champagner Lounge. Des Weiteren befindet sich hier ein Kran, dessen Aufgabe es ist die 2 sich hier befindlichen Holztender zu Wasser zu lassen. Auch 2 zu den Tendern zusätzliche Rettungsboote finden auf dem Kompass Deck ihren Platz.

Natürlich steht die Christina betuchten Gästen zum chartern zu Verfügung:

bis zu 12 Gäste, 45.000 € pro Tag

13 – 24 Gäste, 55.000 € pro Tag

24 – 30 Gäste, 65.000 € pro Tag

Trotz dieser moderaten Preise ist die Christina O ein beständig nachgefragtes Schiff. Der bereits erwähnte Richard Burton, gern gesehener Gast in frühen Tagen, sagte einst: “I don’t think there is a man or woman on earth who would not be seduced by the sheer shameless narcissism of this boat.” Damals wie heute können sich die Schönen und vor allem Reichen dieser Erde dem Charm der Christina O nicht entziehen und so ist es kein Wunder, dass die aktuelle Liste prominenter Gäste ähnlichen Glamour versprüht wie in der Vergangenheit. Die “neue” bringt es bereits auf Namen wie: Sean “P.Diddy” Combs, Donatella Versace, Tommy Hilfiger, Englands Prinz Andrew mit Ex-Ehefrau Sarah Ferguson sowie Madonna und Johnny Depp.

John Lassiter, Autor eines Buches über Aristoteles Onassis schreibt zum Abschluss eines Artikels (auf www.powerandmotoryacht.com) über die Christina O: „Christina O lives up to her legendary past in modern splendor. Somehow, one can’t help but wonder if there is a smile in the heavens from “an old Greek sailor,” satisfied that his legend lives…”

Bildquellen: www.powerandmotoryacht.com / www.yachting-greece.com