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Superyachten

Launch Video “Shemara”

Ich war im vergangenen Jahr einige Stunden mit Tim Gilding unterwegs, der dieses Projekt über die letzten Jahre als Naval Architect begleitet hat, netter Kerl, schönes Projekt! Dem geneigten Eigner sei an dieser Stelle der Blick auf seine Website www.timgilding.com ans Herz gelegt, ich für meinen Teil mag die Designs, vor allem sein Cento Konzept.

Artikel zum Projekt auf superyachttimes.com 

 

Mini Monaco Yacht Show

Vom 19-22 September fand diesjährige Ausgabe der Monaco Yacht Show statt. Das Video zeigt eine lustige Spielart der Videoproduktion und reduziert den Tanz um das goldene Kalb auf das Minimum.

Die Eckdaten der Messe:
98 ausgestellte Superyachten (>25m)
durchschnittliche Länge der Yachten 46.75 m
78 Motoryachten / 20 Segelyachten
41 Weltpremieren
Die längste Motoryacht der Messe war die im November 2010 von Oceanco abgelieferte Seven Seas (86.01 m). Die größte Segelyacht der Messe war der bei VPLP gezeichnete, bei Derecktor und Pendennis gebaute, 44,20 m lange Katamaran “Hemisphere”, der ganz nebenbei den Titel “größter Katamaran der Welt” trägt.

Film zum Stapellauf der Superyacht Cakewalk

Am 8. August 2010 lief bei Derecktor Shipyards in Bridgeport die größte (nach verdrängtem Volumen) Yacht die jemals in den USA gebaut wurde vom Stapel. Designer Tim Heywood äußert sich im Film zu der Yacht. Die wirklich großen Yachten werden bestimmt auch in den nächsten Jahren noch auf dieser Seite des Atlantik gebaut, aber das mit den Imagefilmen haben die Amis drauf.

  • LOA:   281.0ft (85.60m)
  • LWL:  248.07ft (75.08m)
  • Gross Tonnage:  2998
  • Beam:  46.92ft (14.30m)
  • Draught:  13.1ft (4.0m)

Dream Symphony – die längste Segelyacht der Welt!

Nicht kleckern sondern klotzen! Nach Informationen von Superyachttimes sollen am 9. Februar im Amstel Hotel in Amsterdam die Weichen für einen Neubau der Superlative gestellt worden sein. Die “Dream Symphony” wird mit 141 m LOA die mit Abstand längste Segelyacht der Welt werden. Sie verweist damit die EOS (92,92 m), die Athena (90,00 m) und die legendäre Maltese Falcon (88,00 m) auf die Plätze. Mit Gerard Dijkstra und Ken Freivokh geht hier ein Team von Weltrang an der Start, welches bereits bei der Maltese Falcon gezeigt hat, dass es außergewöhnliche Projekte umsetzten kann.

Neben der schieren Größe ist auch die Tatsache, dass es sich bei der Yacht um 141 m klassischen “Bootsbau” in Holz handelt, durchaus beeindruckend.

Die Yacht wird bei Dream Ship Victory in der Türkei gebaut, einem Unternehmen das zwar durchaus Erfahrungen mit großen Holzyachten hat, ihr bisher größtes Projekt aber mit 65 m weniger als halb so lang ist wie die Dream Sympnhony. Der Baubeginn soll bereits im Sommer 2011 sein und man rechnet derzeit mit einer Auslieferung im Jahr 2016.

Als Eigner wird der Herrscher des Emirats Dubai und Premierminister, Verteidigungsminister sowie Vizepräsident der Vereinigten Arabischen Emirate Muhammed bin Raschid Al Maktum genannt. Durchaus erwähnenswert ist hierbei die Tatsache, dass seine Yacht Dubai (162 m) kürzlich von der “Eclipse” vom Platz eins der Liste der längsten Motoryachten der Welt verdrängt wurde.

Der Zweite ist nun mal der erste Verlierer und es würde mich durchaus amüsieren hier die Meldung zu Präsentieren, dass Roman Abramowitsch eine 141,5 m lange Segelyacht in Auftrag gibt. Work Hard – Play Hard!

 

Filmische Nachlese zur Monaco Yacht Show

via www.yachtsxl.com

Eclipse verlässt Hamburg – Videobericht

Lang hat es gedauert und viel wurde spekuliert, doch jetzt ist sie endlich weg! Anders als die Produzenten des Videos, bin ich darüber mal so gar nicht traurig.
Da Roman Abramowitsch ja stets dafür sorgt, dass die Welt mitbekommt wenn er eine Yacht baut, hat die Yachtszene im letzten Jahr natürlich regelmäßig nach Hamburg geschaut und damit natürlich auch potentielle Eigner bzw. Eignervertreter. Um weiteren Rufschaden von Blohm & Voss und damit von der ganzen deutschen Yachtindustrie abzuwenden, wurde es allerhöchste Zeit, dass das Schiff “vom Hof” kommt und an den Eigner übergeben wird.
Egal ob er die Yacht selbst benutzt oder verkauft, wir wünschen ihr und dem jeweiligen Eigner immer eine handbreit Wasser unter dem Kiel und hoffen, dass sie in Zukunft erstmal keinen Ärger mehr machen wird.

Boatpeople – der Trailer zum Buch!

Ich hab euch hier, in einem ausführlichen Artikel, schon berichtet, was ich von diesem großartigen Buch halte.  Einige Wochen nach der Veröffentlichung hat “Nick”, aka Jens, noch einen Trailer nachgelegt. Ich finde so sollte Werbung im Internetzeitalter sein! Einzig auf den “tramp stamp” hätte ich verzichten können.

Wie viele Megayachten gibt es auf der Welt! Teil 2!

Ich habe bereits im letzten Jahr mit der Beantwortung der Frage „Wie viele Megayachten gibt es auf der Welt“ den Camper & Nicholson Jahresbericht für die Megayachtbranche zusammengefasst.

Auch für das Jahr 2009 haben die Branchenexperten den Milliarden Poker um die Yachten größer als 24 m ausgewertet.

Im Vorwort zum „(super)Yachting Index“ gehen Jillian Montgomery der CEO von Camper & Nicholson International natürlich auf die Folgen der weltweiten Wirtschaftskrise ein, deren negative Folgen für Megayachtindustrie er nicht leugnet, aber von sich stabilisierenden Märkten spricht. Das zweite Vorwort wurde von Merijn Waard und Maarten Janssen verfasst, den Gründern von SuperYachtTimes.com, die ebenfalls an diesem Bericht mitgearbeitet haben.

Im Jahr 2009 wurden nur 90 Verträge für den Neubau von Superyachten unterschrieben, was gegenüber dem Jahr 2008 mit 241 Verträgen natürlich ein erheblicher Einbruch für die Branche ist. Insgesamt wurden 213 Yachten über 30 m Länge an ihre Eigner übergeben, 48 weniger als 2008. Dieser Rückgang ist vor allem auf gestoppte Projekte und gekündigte Verträge zurück zu führen.

Bei 66 der 213 Ablieferungen handelt es sich um reine Custom Yacht Projekte. Wie bereits im vergangen Jahr ist der Designer Espen Oeino mit 4 Neubauten der König der Custom Yachten.

Die Nationalitäten von 170 der 213 neuen Eigner sind bekannt und die meisten Kunden findet man nach wie vor in den USA. Deutsche Eigner belegen mit 10 Neubauten und einer Gesamtlänge von 477 Metern den 6. Platz.

Die Gesamtgröße der Flotte an Megayachten liegt derzeit bei etwa 5400 Yachten mit einer Länge von  über 24 Metern und 3033 Yachten über 30 Meter.

Das Verhältnis von Segelyachten zu Motoryachten hat sich leicht zugunsten der Segelyachten verschoben, offensichtlich beginnen auch Megayachtkunden grün zu denken.

Separiert man aus der Gesamtbetrachtung die berühmte Liste der 100 größten Motoryachten dieser Erde ergeben sich folgende Fakten. Die älteste Yacht in dieser ist Liste ist die 1865 gebaute die El Horriya. Über die Hälfte der 100 größten Yachten stammen aus dem letzten Jahrzehnt – die Flotte ist durchschnittlich also relativ jung. In Jahr 2009 wurde die Liste um 6 neue Yachten ergänzt, weitere 7 in den ersten Monaten des Jahres 2010. Erfreulicherweise wurden die meisten davon in Deutschland gebaut, natürlich auch die Eclipse, die aktuell größte Yacht der Erde. Allein die Firma Lürrsen zeichnet für 19 der 100 größten Yachten dieser Erde verantwortlich.

Die neue, kleinste Yacht auf dieser Liste ist 3 Männer länger als noch im letzten Jahr,  es handelt sich dabei um die 70 Meter lange, 1967 in Deutschland gebaute Amadeus.

Der Gesamtwert für die Neubauten im vergangenen Jahr lag bei ca. 4 Milliarden Euro, der Durchschnittspreis also bei etwa 19 Millionen Euro. Lag der Marktanteil der deutschen Werften 2008 noch bei 28,81 %, liegt er in 2009 nur noch bei 10,43 %. Die Gesamteinnahmen beliefen sich auf ca. 420 Millionen Euro, diese lagen 2008 noch bei 1,57 Milliarden Euro.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass 2009 nicht unbedingt das beste Jahr für die Megayachtindustrie war. Der Bericht kommt aber auch zu dem Schluss, dass es deutlich schlimmer hätte kommen können. Das vergangene Jahr hat auf jeden Fall gezeigt, dass die Marktnische Megayacht keineswegs mehr immun gegen weltwirtschaftliche Schwankungen ist.

 

“Le Grand Bleu” Die schönste Motoryacht der Welt im Rostocker Hafen!

Gestern ist die “Le Grand Bleu” in Rostock angekommen um bei Tamsen Maritime überarbeitet zu werden. Die Yacht gehört dem russischen Milliardär Jewgeni Schwidler, einem Freund und Geschäftspartner von Roman Abramowitsch – dem vorherigen Eigner. “Le Grand Bleu” wurde bei Kusch Yachts in Wewelsfleeth gezeichnet und in Bremen bei Vulkan 1996 fertig gestellt. Mit 114 Metern nimmt sie derzeit Platz 15 in der Liste der längsten Motoryachten der Welt ein. Eine Quelle habe ich zu den “Toys” an Bord gefunden, die besagt, dass die Segelyacht dezente 74 Fuß lang ist und die Motoryacht 67 Fuß – beide Angaben erscheinen mir aber sehr großzügig – ich werde das noch genauer herausfinden. Das soll es bis dahin erstmal gewesen sein – ich denke, dass ich euch demnächst noch ein weniger mehr darüber berichten kann, was es mit der Yacht und dem Refit in Rostock auf sich hat. Selbstverständlich waren John und ich heute morgen unterwegs um ein paar Bilder von dieser Schönheit zu machen!

Nachtrag: Bei der Segelyacht handelt es sich um 74 Fuß Dubois Yacht – natürlich Ed Dubois =)

Bei der Motoryacht um eine 21 Meter Couach-Yacht!

Wally WHY – der Traum von der eigenen Insel!

Sicherlich ist dieser Entwurf nicht mehr ganz neu, aber ich habe noch nicht darüber geschrieben und das vorliegende Video war mir Grund genug, euch was von der Wally WHY zu erzählen. Ganz tau frisch ist auch das Video nicht mehr, denn die Kooperation zwischen Wally und Hermès ist meines Wissens mittlerweile hinfällig und der französische Modekonzern beschränkt sich wieder auf seine Kernkompetenzen, nachdem man festgestellt hatte, das man zu wenig zum Projekt beisteuern kann. Der etwas ungewöhnliche Rumpf ist auch nicht mehr so ganz  neu, aber das gibt man bei Wally auch ganz offen zu, denn das Patent für diese Rumpfform ist mittlerweile 25 Jahre alt und geht auf den norwegischen Schiffbauingenieur Roar Ramde zurück! Das Video zeigt ein Ramform Schiff von Petroleum Geo Services bei der Arbeit.

So ähnlich könnte die schwimmende Insel von Wally also mal in Fahrt aussehen, sollte es den Monegassen gelingen, dafür einen Käufer zu finden. Es gibt definitiv keine andere Werft auf dieser Erde, der ich auch nur ansatzweise zutrauen würde, so ein Schiff wirklich an den Mann zu bringen, außer eben Wally. Luca Bassanis Erfolg begründet sich ja schlussendlich darauf, im Yachtbau neue Wege zu beschreiten. Wer sich die Mühe macht, ein “Full-scale Mock-up”, also ein 1:1 Modell des Schiffes zu bauen, der hat den Erfolg auch irgendwie verdient.