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Segelyachten

Yachtfolierung einer Pogo 30 auf der Mittelmanns Werft an der Schlei

Den Machern von Bootsfolierungen.de über die Schulter geblickt, fällt auf, der Faszination eines full colour change kann sich kaum jemand entziehen. Eine Verwandlung an nur einem Tag erfordert Erfahrung und Präzision, und natürlich die entsprechende Liebe zum Handwerk.

Maltese Falcon von oben

SY Maltese Falcon – Yacht from VisualWorking on Vimeo.

So oft wie Maltese Falcon hier schon Thema war lässt sich wohl nicht leugnen, dass ich dieses Schiff ziemlich schick finde. Ich mag das Dyna-Rigg-Konzept und dieses Video zeigt einen eindrucksvollen Überflug, vermutlich mit einer Drohne. Sympathisch natürlich die beiden Laser an Deck.

Mast legen XXL

Seit einiger Zeit geistert ein 101 m Sloop-Konzept von Altmeister Ed Dubois durch die Yachtbranche, bei dem er von zarten 125 m Masthöhe (über Cwl) ausgeht. Soweit mir bekannt ist, meint ein möglicher Eigner das ganze zumindest so ernst, dass die Detailkonstruktion bereits erstellt wurde. Wie man im Detail mit den auftretenden Lasten umgehen will weiß ich nicht, aber allein die Vorstellung einer Schot die diese Kräfte aufnimmt, spricht für ein interessantes Projekt von dem ich hoffe das es irgendwann doch noch Umsetzung findet.

Das Video zeigt in beeindrucken Bildern wie der Mast des Panamax-Rigg der 64 m Perini Navi “Felicità West” von Tony Hawker und seinem Seahawke Rigging Inc. Team gelegt wird.

 

Hanse 415 -Testschlag mit Uwe Röttgering

Die Hanse 415 ist laut HanseYachts eine Yacht der Mittelklasse. Konzipiert als Allrounder hat die Werft hohe Erwartungen an den Nachfolger der Hanse 400, die sich über 1000mal verkauft hat und für das Nachfolgemodel “große Fussstapfen” hinterlässt.

Mit 120 000 Seemeilen auf dem Buckel steht Uwe Röttgering für seglerische Kompetenz und kann als Familienvater auch die Bedürfnisse der Urlaubssegler bestens einschätzen.

Skythia – der Film!

Irgendwann im letzten Jahr hatte sich Jochen von segel-filme.de für ein paar Tage nach Rostock begeben, um sich einige der segelnden Schönheiten dieser Stadt vorzunehmen. Im Rahmen dieser Drehtage ist neben dem hier gezeigten Film über die Skythia auch ein Film über die “Eigenart”, die “Atalanta” und ein “Vorgestellt” über Speedsailing entstanden. Ich erinnere mich dunkel, dass wir die Termine einige Male verschieben mussten um ein anständiges Wetterfenster abzupassen, finde aber es hat sich gelohnt. Vielen Dank an alle beteiligten!

Über die Skythia und ihre “Vorgängerin”, die erste Cup-Yacht “America”, findet ihr hier und hier bereits 2 Artikel auf Yachtblick. Skythia ist wirklich eine große Yacht und hat nicht diesen eigenwilligen Großsegler-Charakter. Skipper Johannes ist einfach ein guter Typ und ich kann euch das Schiff als Charter-Option guten Gewissens empfehlen.

P.S. Ich glaube für den “Workshop der Fotografie” unter Segeln werd ich mir auch mal noch einen Termin frei halten lassen.

Code 0 von Black Pepper

Ich muss ja zugeben, dass ich auf der diesjährigen Boot nur mal so kurz an der Black Pepper Code 0 vorbei gelaufen bin und ihr außer einem kurzen “hübsch” keine großartige Beachtung geschenkt habe. Der ganze Messebesuch verlief leider ziemlich unter Zeitdruck. Allein die Bilder belegen aber schon, dass es sich um eines der schönsten Boote dieser Messe gehandelt.

Konzeption und Konstruktion stammen von Romaric Neyhousser der bereits einiges an Rennziegen-Expertise auf der Haben-Seite hat. Unter anderem war er an der extremen Katamarankonstruktion Hydraplaneur beteiligt. Letzteres ist ein ganz interessantes Gerät darüber darüber werde ich demnächst auch mal schreiben. Auf americascup.com wird er auch als Mechanical Systems Engineer von Emirates Team New Zealand gelistet. Beraten stand ihm Offshore Veteran Yves Parlier zur Seite.

Man müsste schon blind durch die Yachtszene laufen um nicht zu erkennen, dass die Kombination aus klassischen Linien und modernen Materialien gerade ziemlich “schick” ist und immer öfter aufgegriffen wird, was natürlich auch nicht immer gelingt,in diesem Fall aber zu funktionieren scheint.

Der knapp 10 m lange Daysailer besteht komplett aus einem Carbon-Sandwich und wiegt daher nur 1,8 t wovon etwas 0,8 t auf den Schwenkkiel entfallen und auch das Rigg besteht bereits aus Kohle – serienmäßig! Durch Letzteren ist der Tiefgang zwischen 0,7 m und 2,20 m einstellbar. Durch die Doppelruderanlage soll das Boot trockenfallen können, was natürlich zusätzliche Märkte eröffnet.

Gebaut wird die Kohleschüssel bei Chantier Naval de Larros, in Gujan-Mestras an der Bucht von Arcachon im Südwesten Frankreichs. Thierry Eluère hat sein Wissen bereits in einige Rennyachten eingebracht Fujicolor, Fleury Michon, Aquitaine Innovations und der Hydraplaneur stehen auf seiner Referenzliste.

Wenn man sich die Elektrik im Innenraum ansieht  (Link zur Yacht) sieht das natürlich nur wenig elegant aus … das geht besser … aber dazu später mehr! =)


Length Overall : 32,64 ft (9,95 m)
Length Waterline : 30,51 ft (9,30 m)
Beam : 8,86 ft (2,70 m)
High above the water line : 44,95 ft (13,70 m)
Displacement : 4299,01 lb (1950 kg)
Lifting Keel : 1763,7 lb (800 kg)
Draft Keel : 2,3 ft / 7,22 (0,70 m / 2,20 m)
Mainsail : 104,99 ft² (32 m²)
Jib : 59,06 ft² (18 m²)
Code : 133,23 ft² (40 m²)
Asymmetrical spinnaker : 246,06 ft² (75 m²)

Materials : Carbon epoxy hull Carbon mast Deck in wood

An Bord von Neckar Belle

Die ehemalige Olympionikin Shirley Robertson ist mittlerweile als Moderatorin für das monatlich ausgestrahlte Segelmagazin Mainsail der BBC unterwegs. Robertson gewann 2000 in Sydney olympisches Gold im Europe und 2004 im Yngling vor Athen. Im Rahmen der 40th British Virgin Islands Spring Regatta hat Sie an Bord der Neckar Belle von Virgin Gründer Richard Branson gedreht. Neben diesem war auch Kate Winslet mit an Bord und musste natürlich aufs Vorschiff, die Arme ausbreiten und “Titanic” nachspielen … irgendwas sagt mir, dass Sie das seit dem Film schon einige hundert mal machen musste … würde mir das auf den Kranz gehen.

Das Boot wurde 2003 als Lady Barbaretta bei CMN in Frankreich als Kooperationsprojekt mit JMV Industries gebaut. Bis 2009 wurde der 32 m Lange und 14 m Breite Katamaran, einem zweijährigen Refit bei Azzura Marine unterzogen. Für Selbiges gab es im Folgejahr auch gleich den Titel “Best Refitted Yacht at World Superyacht Awards 2010”. Was soll man sagen … der “Krähennest-Fahrstuhl” ist schon eine ziemlich coole Geschichte. Wenn ihr das nächste mal im Bootsmannstuhl hängt, werdet ihr daran denken! =) Besonders erwähnenswert ist hier sicherlich noch Neckar Nymph, ein Unterwasserflugzeug, das mit 3 Personen bis zu 30 m in die Tiefe tauchen kann. Der Charterpreis liegt bei 110.000 $ pro Woche.

Yacht Charter Specifications
Type/Year: Luxury Catamaran/2003
Refit: 2009
Beam: 14.00m (45′ 11″)
L.O.A.: 32.00m (104′ 11″)
Crew: 7
Charter Guest: 10-12
Max Speed: 20+ knots
Cabins: 4
Engines: 2 x 425 HP Caterpillar
Cruise Speed: 14 knots

Gunboat 78 – Bilder vom Bau des schnellen Fahrtenkatamarans

Die leidige Debatte über die Vor- und Nachteile und die Sicherheitsaspekte von Fahrtenkatamaranen sollen andere führen – ich zeig euch hier nur was ich schick finde und die Gunboats sind recht nett anzusehen was bei Katamaranen nicht unbedingt die Regel ist.
Gründer Peter Johnstone hat zusammen mit Julian Bethwaite, dem Erfinder des 49ers, die Vision vom schnellen Fahrtenkatamaran umgesetzt. Die Vermarktungsmaschine läuft, flankiert von wunderschönen Videos der Carbon-Bauten, bereits seit ein paar Jahren erfolgreich durch das Netz. Mir war gar nicht mehr klar, dass Sie hier auf Yachtblick noch nie Erwähnung gefunden haben.

Rendering Gunboat 78

Das Geschäft mit den Wohn-Rennern scheint ganz gut zu laufen, denn kürzlich hat die Unternehmensleitung in der Presse erklären lassen, dass man eine neue Fabrik in North Carolina eröffnen wird und mit einem Investment von 1.8 Million $ bis zu 71 Arbeitsplätze schaffen will. Was die Sicherheit angeht, so habe ich bisher noch nicht vernehmen können, dass einer der Gunboat Katamarane gekentert ist – oder hat irgendjemand andere Informationen?

Im Video (oben) führt euch Chef-Bootsbauer Phil Harvey durch seine Hallen und gewährt euch einen Einblick in den Bauprozess des neuen Gunboat 78. Das untere Video zeigt Toby Hodges beim Test der Gunboat 66 für Yachting World. Die Videounterschrift auf Youtube ist neben dem ein oder anderen beeindruckten Kommentar im Film auch sehr schön: “Yachting World’s test of the ‘ultimate fast cruiser’ in the Bahamas, where 20 knot cruising looks easy.”

F-Class Firefly – schön & schnell

In meinem Bücherregal liegen, neben so einigen anderen Büchern und Bildbänden über schöne Schiffe, auch ein Buch mit dem Titel “Die Belle Epoque des Segelsports”! Yachten wie Velsheda, Schamrock V, Endeavour und Ranger sind natürlich vielen Seglern ein Begriff und in der Kombination aus Schönheit und Größe natürlich sehr beeindruckend. Alle diese Schiffe basieren auf der J-Class Formel deren Vater kein geringerer als der berühmte Nathanael Herreshoff ist. Von einer “Großen Epoche” zu sprechen hat natürlich irgendwie einen etwas faden Beigeschmack und kann auch als Abwertung dessen verstanden werden, was heutzutage in den Köpfen der Naval Architects entsteht.

Das Team von Hoek Design hat sich die J-Claas Formel vorgenommen und begonnen die Vorteile dieser Designs aus den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts mit dem Stand der Technik zu vereinbaren. Das Ergebnis dieser Kombination ist zwangsläufig “schön & schnell”!

Baunummer 1 dieser angestrebten Klasse wurde im Mai 2011 fertiggestellt, feierte ihr Debut beim Superyacht Cup vor Palma de Mallorca und wurde in der Folge von den Yacht Medien wohlwollend in Augenschein genommen.

Der niederländische Eigner wollte das ganze Projekt im eigenen Land behalten, neben Andre Hoek und seinem Team wurden Bloemsma Aluminiumbouw mit dem Rumpf und Claasen Shipyards mit Ausrüstung und Einrichtung beauftragt. Claasen war zuletzt auch mit dem Bau der J-Class Lionheart betraut.

Soweit bekannt, soll das ganze Projekt, vom ersten Strich der Zeichnung bis zur Fertigstellung, nur 9 Monate gedauert haben. Wenn es wirklich so ist, kann man hier von einer durchaus beachtlichen Leistung sprechen. So ein Zeitplan wäre mit den Strukturen im deutschen Schiffbau wahrscheinlich nur schwer vereinbar.

Die Ausstattung ist hochwertig und hält wenig Überraschungen bereit – Harken, Lewmar, ein PBO Rigg usw …

Technical Specifications

hull material: aluminum
Length (Loa): 35.20m
Length (LWL): 22.23m
Beam: 5.58m

spars: hall spars
sails: north Sails
upwind 594 sqm
downwind 1095 sqm
Winches: harken
deck gear: lewmar
sailing systems: hydraulic
displacement: 60 tons
superstructure material: Mahogany
engines: Steyr
gearbox: Twindisc
shaft & propellor: Maxprop
generators: Steyr
fuel tank capacity: 900 ltr.
Water tank capacity: 800 ltr.

Die Bilder entstammen der F-Class Broschüre. Zum Interieur muss nicht viel gesagt werden – weniger ist eben doch manchmal mehr und weiß ist sowieso meine Farbe.

Arcona 410 – Yachttest

Grundpreis ab Werft . . . . . . 280 212 Euro
Preis segelfertig . . . . . . . 282 520 Euro (Quelle: yacht.de)

Getestet hat hier wieder Toby Hodges von YachtingWorld der an der Video-Test-Front immer wieder großartige Arbeit abliefert!

Arcona ist ein Familienunternehmen,dass Torgny Jansson als Werftinhaber seit Ende der 90ger Jahre leitet. Sein Vater Bengt Jansson hat die Werft 1968 gegründet und hat Mitte der 70er Jahre Torgny bereits 50% der Werft übertragen.

Der Hauptsitz von Arcona ist in Gustavsberg, in der Nähe von Stockholm. Dort betreibt Arcona eine Werft zur Auslieferung der Yachten sowie Winterlager und Service. In Gustavsberge werden auch die neuen Arcona´s geplant. Die Arcona Yachten werden in drei Werften gebaut in Schweden, Estland und Dänemark.

Hier noch ein netter Zusammenschnitt aus der Bauphase der Yacht. Vielen von euch werden die groben Schritte die zum Bau einer Yacht nötig sind bereits bekannt sein, aber vielleicht liefert der Film dem ein oder anderen ja doch noch einen Erkenntnisgewinn.