So ungefähr war es gerade bei Kollege Lobster-One zu lesen, den wir hier vor Urzeiten schon einmal vorgestellt haben. Eigentlich wollte ich zur Kenterung von Rambler 100 nichts mehr schreiben, da es schon alle anderen getan haben. Aber die Tatsache, dass kurz nachdem die ersten Bilder des Maxi-Racers auftauchen, die ihn ohne-Kiel-oben … also sozusagen Oben-Ohne kieloben zeigen … schon ein Video auftaucht, das die Crew mit Bier in der Hand zeigt, find ich ja irgendwie schön! Ich freu mich das niemand zu schaden gekommen ist … naja und so schlecht ist das für die Werft-Konjunktur eben auch nicht, wenn ab und an mal was kaputt geht. =)
Regatten
Zwischenbilanz nach Pre-Olympics
Die deutschen Segler konnten bei den Pre-Olympics zwischen dem 31. Juli und dem 13. August in Weymouth noch nicht zu voller Form auflaufen. Insgesamt platzierte sich das deutsche Segelnationalteam dreimal in zehn Bootsklassen unter den ersten Zehn. Für den Veranstalter als auch für die Segler des Audi Sailing Team Germany waren die Pre-Olympics eine hilfreiche Standortbestimmung.
Hoffnungsträger wie Simon Grotelüschen (LYC) im Laser oder Tobias Schadewaldt/Hannes Baumann (beide NRV) im 49er gaben mit einem siebten Platz ihre Visitenkarte ab und haben wieder einmal gezeigt, wie wettkampfstark sie sind. Die Zwischenbilanz aus diesem Testevent fällt „im Medaillenergebnis leider nicht so vielversprechend aus, wie wir uns das gewünscht hätten. Aber diese ... weiterlesen
ETNZ gewinnt erstes Event der America’s Cup World Series
Video: Uncovered 3 – die dritte Ausgabe des wöchentlichen Videomagazins zum AC
Neun Boote waren am Start und sorgten für eine intensive Wettfahrt. Die Windverhältnisse waren anspruchsvoll, auf dem Regattakurs waren Windstärke und -druck sehr variabel, entsprechend viele Überholmöglichkeiten ergaben sich. Zunächst verschaffte sich ORACLE Racing Spithill einen deutlichen Vorsprung, konnte diesen aber nicht verteidigen. Denn in der zweiten Runde fand der neuseeländische Skipper Dean Barker auf seiner Kursseite den besseren Wind und eroberte die Führung.
„Für uns war das fantastisch“, sagte Barker. „Von Anfang bis Ende war das ein sehr schwieriges Rennen, denn die Brise war zu keinem Zeitpunkt stabil. Es gab große ‚Löcher’ auf dem Regattafeld, und daher ging es vor allem darum, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein.“
Auch Artemis Racing arbeitete sich von einer der hinteren Positionen zu Beginn des Rennens nach vorne und verwies ORACLE Racing Spithill letztlich auf Rang drei.
„Die Jungs haben ihre Sache wirklich gut gemacht und uns zurück ins Rennen gekämpft”, sagte Artemis-Racing-Skipper Terry Hutchinson. „Das war wahrscheinlich unsere beste Teamleistung während der gesamten Regatta. Ein tolles Finish für Artemis.“
Das größte Erfolgserlebnis war ... weiterlesen
Rekordfeld beim Rennen um den Felsen
Die Vorbereitungen sind nahezu beendet. Am Sonntag (14. August) um 11 Uhr britischer Zeit, startet das legendäre Rolex Fastnet Race in seine 44. Auflage. Und es wird ein Rennen der Rekorde, denn niemals zuvor waren mehr Yachten am Start, um von der Isle of Wight um den berüchtigten Fastnet Rock in der Irischen See herum und zurück nach Plymouth an der Südküste Englands zu segeln. Und nie zuvor gingen so viele rasante Schiffe wie 2011 auf den Kurs. 350 Crews aus 19 Nationen, darunter 15 deutsche, haben für das 608 Seemeilen lange Rennen gemeldet. Es ist der eindrucksvolle Beleg, dass das Rolex Fastnet Race seit seiner Erstaustragung in 1925 nichts an Anziehungskraft verloren hat. Ein Sieg bei diesem Ereignis, das nur alle zwei Jahre ausgetragen wird, ist für jeden Hochsee-Segler höchste Auszeichnung.
Constanze Stolz wird Vizeweltmeisterin U17
Pressemitteilung des Düsseldorfer Yachtclub (DYC)
“Vizeweltmeisterin und Vizeeuropameisterin – mit diesen beiden Titeln in ihrer Alterskategorie U 17 ist Constanze Stolz, 16-jährige Leistungsseglerin des Düsseldorfer Yachtclub (DYC), von der Jugend-Welt- und Europameisterschaft in der Bootsklasse Laser Radial im französischen La Rochelle in ihre Heimatstadt zurückgekehrt. Sechs Tage lang kämpften dort 376 Jungen und Mädchen aus 45 Nationen um die begehrten Titel. Stolz krönte ihre Leistung auf dem Atlantik mit einem Laufsieg in der achten Wettfahrt und fünf weiteren Top-Ten-Platzierungen. Dieser Wettfahrtsieg unter den insgesamt elf Läufen zählt umso mehr, als er gegen alle Konkurrentinnen, also auch gegen ältere Seglerinnen, errungen wurde. Letztendlich ... weiterlesen
Filmischer Rückblick auf die Warnemünder Woche
Ich gebe das jetzt einfach mal kommentarlos weiter Einige kritische Kommentare wanderten ja schon durch die Yachtpresse, die meisten davon sind aus persönlicher Verstimmung oder eben persönlicher Beteiligung sicher nicht objektiv. Den Bericht zur Warnemünder Woche aus Christophs sicht findet ihr hier.
Back in Kiel Sailing City
“Hallo Yachtblicker,
entschuldigt Bitte, dass ich mich erst jetzt wieder melde, aber die letzten Wochen haben ziemlich viel Energie und Nerven gekostet, dennoch bin ich mit der momentanen Ausgangslage sehr zufrieden!
Nun sind schon 2/3 der Qualifikation für die Spiele gelaufen und es ist Zeit für eine kleine Zwischenbilanz. In Weymouth kassierte ich mit einem hervorragenden 10. Platz die ersten 11 Punkte. Schon eine Woche später, startete die zweite der drei Qualiregatten, die Kieler Woche, wo ich einen 4. Platz belegt und damit die nächsten 17 Punkte einheimste. Das macht zusammen 28 Punkte und ist schon mal ein gutes Polster.
Lisa Fasselt (14 Pkt.) und Anke Helbig (13 Pkt.) ersegelten sich ebenfalls bei der Kieler Woche die ersten Punkte, dennoch liege ich mit einem recht großen Punkteabstand an erster Stelle und habe mich damit gleichzeitig für die Pre-Olympics qualifiziert. Ende Juli heißt es also wieder ab nach Weymouth, dort werden 50 Nationen in meiner Klasse an den Start gehen. Aus jeder Nation aber nur ein Teilnehmer.
Ich freue mich schon riesig auf dieses Event. Ein leichter Hauch olympischer Spiele…
Aber bis zu den Spielen liegt noch einiges vor mir. Die letzte große Entscheidung fällt erst im Dezember, bei der ISAF Weltmeisterschaft in Perth. Bis dahin wird noch einiges an Konditionstraining rauf gepackt und fleißig Wasserstunden abgerissen.
Also ein Traum scheint mehr und mehr Wirklichkeit zu werden. Dafür gebe ich alles!
Eure Franzi”
In diesem Sinne – Viel Erfolg!
Whitebread 1989-90 – der offizielle Film
Während in der Bundesrepublik Deutschland große Geschichte geschrieben wurde segelten Yachten zwischen 51 und 84 Fuß um die Welt. Richtig, damals wurde das Rennen noch in unterschiedlichen Bootsklassen ausgetragen. An dieser Regatta nahm mit “Maiden” zum ersten mal ein reines Frauenteam teil. Grant Dalton und Sir Peter Blake
(1. Oktober 1948 in Auckland; † 6. Dezember 2001) sind auch heute noch durchaus geläufige Namen im Segelsport. Letzterer gewann diese Ausgabe auf der berühmten Ketsch “Steinlager 2″.
Ich bin im übrigen der festen Überzeugung das sich ein direkter Zusammenhang zwischen der gesegelten Zeit und der Anzahl der Oberlippenbärte an Bord beweisen ließe.
Warnemünder Woche – erster Teil überstanden!
Der erste Teil der Warnemünder Woche ging gestern zu Ende und ich war dabei, diesmal zwar nur als Trainer, aber dennoch auf dem Wasser.
Ich musste aber leider auch mit Erschrecken feststellen, dass die WaWo nicht mehr das ist, was sie früher einmal war. Die Bootsklassen erinnern immer mehr an ein Fahrtenseglertreffen und so richtig sportliches Flair will einfach nicht aufkommen, wenn man morgens gegen neun Uhr auf der Terrasse der Sportschule steht und in den Hafen schaut. Einzig die olympische Laser Klasse sorgt für einen kleinen Lichtblick. Auch wenn in diesem Jahr die Beteiligung der Laser nicht so berauschend war, so ist es nur der Tatsache geschuldet, dass zeitgleich die Europameisterschaft in Helsinki stattfindet.
Aus MV´er Sicht gab es natürlich auch etwas zu feiern, so konnte Franziska Goltz die Warnemünder Woche gewinnen und damit erneut unter Beweis stellen, dass sie in diesem Jahr wirklich fit ist und unbedingt ihren Traum von der Teilnahme in London 2012 verwirklich will.
Link: Franziska Goltz im NDR Interview
Ich hoffe nicht, dass sich dieser Trend fortsetzt und sich die WaWo zu einer Stadtmeisterschaft in Rostock entwickelt, denn den Vergleich zur Travemünder und Kieler Woche haben wir mittlerweile längst verloren.
Was also tun?
Für diese Woche wohl lieber den Blick nach Italien wenden, denn da startet Philipp Buhl im FD bei der Weltmeisterschaft und bisher schlägt er sich da wirklich gut. Außerdem beginnt in einigen Tagen auch die EM für die Finns in Helsinki, gespannt werden wir dann verfolgen können, wie sich die Anwärter für ein Olympiaticket dort schlagen.
Yachtblick wird natürlich darüber berichten.
Roland Gäbler berichtet aus Boston
Nachdem uns Team Alinghi in Istanbul durch einen fatalen Crash versengt hat und unser Boot ein Totalschaden ist, haben wir ein altes Ersatzboot bekommen. Das wir hier in Boston an den Start gehen können ist schon super…. doch dieses etwas mehr gebrauchte Ersatzboot wieder in flott zu machen hat uns viel Energie gekostet. Es ist ein Neustart. Wir fangen praktisch bei null an, denn wir müssen ja auch noch ein neues Crew Mitglied aus den USA anlernen.
Das Ersatzboot fährt leider noch nicht so richtig vorwärts. Zu wenig Druck am Wind und keine Höhe. Da muss man schon etwas extreme ausprobieren um überhaupt vorne segeln zu können. Das geht allerdings mehr daneben als nach vorne. Aber wir machen kleine Schritte nach vorne. Allerdings war der erste Segeltag mit dem Ersatzboot eine echte Baustelle.
Ein Sieg heute war da mal ein Highlight, das die Schmerzen der Langsamkeit etwas mindert. Denn der Wind vor Boston ist mehr als Lau. Wir hatten alles auf eine Karte gesetzt und den perfekten Start in Lee der Linie hingelegt. Eine perfekte Wende auf den Anlieger und es passt. Der erste Sieg war eingefahren.
Unser vierter Mann ist Robert Merrick, er hat bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney im 470er die Silbermedaille gewonnen. Somit haben wir hier in Boston 3 Olympia Medaillen an Bord. Robert ist Bowman und macht einen tollen Job. Doch wir kommen nicht in die Routine der anderen Teams, die seit Dezember zusammen trainieren.
Die Location hier am Stadtzentrum von Boston ist toll und gestern hatten wir auch mal etwas Thermik. Die Vorhersage ist besser und heute könnte der Wind auch mal ein bisschen besser werden. Vielleicht sind dann auch ein paar bessere Plätze drinnen.
von Roland Gäbler

















