Roland Gäbler sagt zu dem aufgetretenen Schaden in einer Mail folgendes:
“Schlimmer konnte die Serie eigentlich nicht starten. Nur 5 Sekunden nach dem Start des ersten Rennen gestern konnten wir einer Stahltonne im Sandwich zwischen zwei Booten nicht mehr ausweichen und kamen mit dem vorderen Beam Unterzug dagegen. Wir haben das erst garnicht realisiert und sind eine Runde weiter gesegelt. Doch irgendwie machte der vorderer Beam komische Schwingungen. Wir mussten aufgeben und verpassten alle Rennen des ersten Tages. Schlimmer geht es nicht.
Aber wir konnten froh sein, das nicht der ganze Mast mit dem Beam zerbrach. Die Reperatur hat an Land 6 Stunden gedauert. Sehr sehr frustrierend.”
Weiß jemand was das für Schuhe mit den lustig bunten Sohlen sind bei 2:30 min?
Nachdem uns Team Alinghi in Istanbul durch einen fatalen Crash versengt hat und unser Boot ein Totalschaden ist, haben wir ein altes Ersatzboot bekommen. Das wir hier in Boston an den Start gehen können ist schon super…. doch dieses etwas mehr gebrauchte Ersatzboot wieder in flott zu machen hat uns viel Energie gekostet. Es ist ein Neustart. Wir fangen praktisch bei null an, denn wir müssen ja auch noch ein neues Crew Mitglied aus den USA anlernen.
Das Ersatzboot fährt leider noch nicht so richtig vorwärts. Zu wenig Druck am Wind und keine Höhe. Da muss man schon etwas extreme ausprobieren um überhaupt vorne segeln zu können. Das geht allerdings mehr daneben als nach vorne. Aber wir machen kleine Schritte nach vorne. Allerdings war der erste Segeltag mit dem Ersatzboot eine echte Baustelle.
Ein Sieg heute war da mal ein Highlight, das die Schmerzen der Langsamkeit etwas mindert. Denn der Wind vor Boston ist mehr als Lau. Wir hatten alles auf eine Karte gesetzt und den perfekten Start in Lee der Linie hingelegt. Eine perfekte Wende auf den Anlieger und es passt. Der erste Sieg war eingefahren.
Unser vierter Mann ist Robert Merrick, er hat bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney im 470er die Silbermedaille gewonnen. Somit haben wir hier in Boston 3 Olympia Medaillen an Bord. Robert ist Bowman und macht einen tollen Job. Doch wir kommen nicht in die Routine der anderen Teams, die seit Dezember zusammen trainieren.
Die Location hier am Stadtzentrum von Boston ist toll und gestern hatten wir auch mal etwas Thermik. Die Vorhersage ist besser und heute könnte der Wind auch mal ein bisschen besser werden. Vielleicht sind dann auch ein paar bessere Plätze drinnen.
Was für ein Finale! Beim dritten Act der Extreme Sailing Series™ in Istanbul blieb es bis zum Finnish spannend. Im 34. und letzten Rennen, bei dem doppelte Punkte zu holen waren, lieferten sich noch drei Teams einen erbitterten Kampf um den Gesamterfolg – Schwedens Artemis Racing, Emirates Team New Zealand und das französische Team Groupe Edmonde de Rothschild. Dean Barkers Team New Zealand lag vor dem letzten Startschuss nur fünf Punkte hinter Terry Hutchinsons Artemis Racing und drei Punkte hinter Pierre Pennecs Team.
Es hat mal wieder gekracht bei der Extreme Sailing Series, diesmal in Istanbul. Sicher generiert man so Aufmerksamkeit – der Sponsoren-Aufkleber auf dem Gehgips ist aber sicher nicht die erste Wahl um seinen Sport zu finanzieren. Auch hier hätte mehr “Bow-Volume” die Kollision möglicherweise verhindert.
Kommentar von Roland Gäbler zum heutigen Tag: ... weiterlesen
Aktion, Speed und Publikumsnähe … ist ja alles gut und schön, aber bei den Bildern von den Kenterungen habe ich erstmalig die Extreme 40 und das ganze AC-Konzept in Frage gestellt. Prinzipiell bin ich kein pathologischer Katamaran-Gegner … ich habe selbst einen Hobie.
Die Extreme 40 Klasse professionalisiert sich zusehends, was sicher dazu führen wird, dass die Kisten immer näher ans Limit heran gefahren werden. Ich befürchte es wird nicht mehr all zu lang dauern, bis die AC45 oder die Extreme 40′s ihren Tribut von den Seglern fordern und es zu ernsthaften Verletzungen kommt.
Jeder Kat-Segler weiß was passiert wenn der Lee-Schwimmer unterschneidet … das Heck hebt sich und die Ruder kommen aus dem Wasser … von da an ist man nur noch Mitfahrer. Ein wenig mehr “Bow-Volume” zu Gunsten der Sicherheit der Segler sollte bei neuen Konstruktionen doch eingeplant werden … aber diese Entwicklung werden wir wohl erst erleben wenn es für irgendwen zu spät ist.
Tornado-Altmeister Roland Gäbler ist nicht nur ein Freund von modernen Regattaveranstaltungen, sondern schätzt auch die Berichterstattung im Internet. Vorbildlich beliefert er dabei die Presse regelmäßig mit kurzen Filmchen und Berichten von den Regatten … so hofiert man die Presse liebe Profisegler! Besonders eng ist dabei (zu unserem Glück) seine Zusammenarbeit mit segel-filme.de und dem Segelnetzwerk. Wir werden das Team Extreme mit kleinen Filmberichten, wie diesem hier aus dem Oman, durch die ganze Saison begleiten. Viel Spaß dabei!