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America’s Cup

Philipp Buhl ist „Segler des Jahres“

Der große Gewinner des „Sailing Team Germany Award“ heißt Philipp Buhl. Der Europameister in der Laser-Klasse und Hoffnungsträger für die Olympischen Spiele 2016 erhielt den Hauptpreis als „Segler des Jahres“. Insgesamt in fünf Kategorien wurden gestern Abend in Hamburg zum zweiten Mal herausragende Leistungen im deutschen Hochleistungssegelsport geehrt.

„Es ist eine große Auszeichnung für mich ‚Segler des Jahres’ zu werden. Es ist natürlich super schade, dass ich nicht da sein kann, um den Preis persönlich entgegenzunehmen“, freute sich der 23-jährige Philipp Buhl. Der gebürtige Bayer sendete Grüße per Videobotschaft aus San Francisco, wo er mit dem deutschen Team in der Endphase der Ausscheidung zum Finale des „Red Bull Youth America’s Cup“ steht.

Die weiteren vier Preisträger:

Trainer des Jahres: Bernd Zirkelbach
Newcomer des Jahres: Annika Bochmann & Elisabeth Panuschka
Yacht-Club des Jahres: Yachtclub Berlin-Grünau
Medien-Preis des Jahres: Marek Chocian, Flugfoto Heil/Plößel

Wir möchten Buhli zu dieser Auszeichnung gratulieren und wünschen ihm und der STG/NRV Crew viel Erfolg beim Youth Americas Cup in San Francisco. Macht uns stolz Jungs!

AC World Series – ein Rückblick

© ACEA 2012/ Photo Gilles Martin-Raget

Als Aufwärmübung für den 34. America’s Cup, der auf 22 Meter langen Katamaranen mit Flügel ausgetragen werden soll, wurde die World Series ins Leben gerufen, um mit ähnlichen, aber nur halb so grossen Booten erste Erfahrungen zu sammeln.

Zuerst waren Fans und Journalisten skeptisch, aber die America`s Cup World Series hat sich schnell an der Spitze der professionellen Inshore-Serien etabliert. Der Film blickt zurück auf die erste Saison, die in Newport zu Ende ging.

Newport – der letzte Stop der America´s Cup World Series

Der Countdown läuft, es sind nur noch 47 Tage und einige Stunden, bis der Louis Vuitton Cup in die nächste Runde geht, um den Herausforderer für den 34sten America´s Cup in San Francisco auszusegeln.

Am vergangenen Wochenende fand das Finale der America´s World Series in Newport/USA statt, die ins Leben gerufen wurde, um Cup Racing an die interessantesten und verschiedensten Orte der Welt zu bringen. Mit dabei auch ein Team aus Frankreich. Das Energy Team France wird u.a. von der weltbekannten Uhrenmarke Corum aus der Schweiz supported und konnte den wohl bekanntesten Skipper von Mehrrumpfbooten Loick Peyron für die Pinne gewinnen. Schon in der AC World Series ist zu erkennen, dass dieses Team ein sehr großes Potenzial besitzt und mit Sicherheit ein gewichtiges Wort mitreden wird, wenn es darum geht, den Louis Vuitton auszusegeln.

Resultate der AC World Series

Mehr Informationen und einige wirklich gut gemachte Videos findet ihr hier

Die Photos wurden yachtblick.de von Corum zur Verfügung gestellt

BMW trennt sich von Oracle!

An dieser Stelle wird keine sachliche Berichterstattung stattfinden – denn dafür freu ich mich zu sehr! Ja es ist Schadenfreude. Alinghi, Team Origin und die relikte des United Internet Team Germany  haben den Cup bereits abgesagt. Match Race Star Ben Ainslie wetterte in einem Interview, dass die Yacht treffenden mit “Eine ganze Generation betrogen” betitelte, ebenfalls vor einigen Wochen gegen das US-Syndikat. Es rumort also gewaltig gegen das neue Cup-Format. Prinzipiell bin ich absolut kein Gegner der Katamarane und der Flügel – im Gegenteil! Ich mag aber einfach die Methoden nicht mit denen ein Larry Ellison seine Ziele erreicht.

Ein umfangreicher Bericht im Spiegel gibt einige Einblicke in das Leben des Egomanen. Unter anderem wird hier auch die Taktik beschrieben, die uns aus dem Segelsport gut bekannt ist, dass er seine Gegner vor Gericht mürbe macht und den Streit auf eine persönliche Ebene hebt.

Ganz besonders interessant finde ich die Erwähnung der Titel seiner Biographien.

Zitiere:“Everyone else must fail” lautet der Titel einer der Biografien, die über Ellison publiziert wurden, “Softwar” ein weiterer. Und dann natürlich “The Difference Between God and Larry Ellison”. Worin der Unterschied besteht, verrät der Autor bereits auf dem Cover: “God Doesn’t Think He’s Larry Ellison”, Gott glaubt nicht, er sei Larry Ellison.”

Link zum Artikel

Die eben bei BMW erschienene Pressemitteilung dürfte selbst ihm ein wenig das Fest versauen.

Darin heißt es:

BMW beendet zum Jahresende seine langjährige Partnerschaft mit ORACLE Racing und wird künftig nicht mehr im America’s Cup vertreten sein. Darauf haben sich beide Partner geeinigt. BMW und ORACLE Racing traten 2002 mit ehrgeizigen Zielen an und schlossen ihre gemeinsame Mission mit dem größtmöglichen Erfolg ab: dem Sieg beim America’s Cup.

Gerade gestern habe ich ein Interview mit Thomas Hahn gelesen, einem der Ingenieure die den Flügel konstruiert haben und BMW hat schon einiges an Technologie und intelligenten Köpfen zum Erfolg beigetragen. Vielleicht ist die AC72 Klasse deshalb auch nicht so interessant für die Bayern, da der Wettkampf weniger in Ingenieurbüros ausgetragen wird, als beim letzten Cup.

BMW beendet damit ja nicht nur die Partnerschaft mit Oracle, sondern wird “wird künftig nicht mehr im America’s Cup vertreten sein” … schade für Schümi – die fallen als Sponsor für für seine hochfliegenden Pläne schon mal raus. Die Sportler aus anderen Bootsklassen seine darauf hingewiesen, dass bei BMW im nächsten Jahr sicher einiges mehr an Sponsorengeld zu holen sein wird.