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Regatten

Jetzt auch online – London 2012

177 Tage vor den Olympischen Spielen hat die ISAF nun endlich die offizielle Website der Olympischen Segelspiele online gestellt. Auf den Seiten werdet ihr während der Olympischen Spiele alles erfahren. Euch werden Bilder, Videos, Berichte und natürlich die Ergebnisse präsentiert. Aber auch im Voraus gibt es schon so einiges zu entdecken, so werden die einzelnen Nationen ihre Teilnehmer auflisten und jeder bekommt die Möglichkeit, etwas über seine Favoriten zu erfahren.

Wir sind gespannt, wann wir die ersten deutschen Segler auf der Seite sehen werden.

Hier ein kleiner Vorgeschmack.

 

Ein Bild ging durch die Segelwelt

Aber nicht nur dort, fand ein ganz bestimmtes Bild, eines ganz bestimmten Mannes, einen großen Anklang.

Alex Thomson, der mit seinem Sponsor HUGO BOSS schon in der Vergangenheit für viel Aufsehen gesorgt hat, wurde vor einigen Jahren mit einem tadellosen Anzug seines Sponsors zu Werbezwecken auf dem Kiel seiner IMOCA 60 abgelichtet. Viele Stimmen wurden laut, dass es sich hierbei um eine Fotomontage handeln würde. Jetzt tritt das Team um Alex Thomson den Gegenbeweis an und vollführt den Stunt ein weiteres Mal bei eisigen Temperaturen vor der britischen Küste.

Mehr Bilder zu Alex und seiner IMOCA60 findet ihr hier

Erster Weltcup der olympischen Saison 2012

Am Samstag endete der erste Weltcup in der Segelsaison 2012. Wie in jedem Jahr begann die Saison in Miami und es war wohl, trotz der relativ geringen Beteiligung, ein Fingerzeig einiger Segler, die sich nun gezielt auf die Olympischen Spiele in diesem Jahr vorbereiten.

Aus deutscher Sicht war dieser Wettkampf wohl eher etwas in den Hintergrund gerückt. Nach einem anstrengenden Jahr 2011, in dem sich die meisten Top-Athleten auf die Qualifikationsregatten des DSV konzentrierten, waren lediglich die Seglerinnen Kadelbach/Belcher bei den 470igern und die Besatzung um Silke Hahlbrock, bei den Match Race Damen, nach Miami gereist.

Beide Boote konnten jedoch mit ihren Leistungen nicht wirklich überzeugen und es bleibt nur zu hoffen, dass der Trend bis zum Sommer ansteigt. (Ergebnisse)

Die meisten anderen deutschen Sportler bereiten sich zur Zeit im In- und Ausland auf die Saison vor. Es stehen Wassertraining und körperliche Fitness auf dem Programm, um eine lange und hoffentlich erfolgreiche Saison zu überstehen.

Besonders Simon Grotelüschen (4. Platz bei der WM in Perth 2011 im Laser Standard) und die Besatzung Stanjek/Kleen (Silber bei der WM 2011 im Star), stehen in diesem Jahr unter besonderer Beobachtung, werden sie doch als heiße Medaillenkandidaten für die Spiele in London gehandelt.

Weitere Bilder und Informationen über Simon Grotelüschen findet ihr hier.

Um mehr über Frithjof Kleen oder Robert Stanjek zu erfahren, besucht einfach die stets aktuellen Homepages der beiden.

Weltmeisterschaft 2011 in Perth

Eine WM, die wir alle wohl so schnell nicht vergessen werden, selten war die Ausscheidung für die Olympischen Spiele 2012 in London so spannend, wie in diesem Jahr. Aber nicht nur an Spannung hatte es diese WM in sich. Was wohl weltweites Aufsehen erregt haben wird, ist definitiv der kleine Disput, den “Segelgott” Ben Ainslie mit einem dem Presseboote austragen wollte, welches ihn während einer Wettfahrt massiv behinderte und ihm den möglichen Wettfahrtsieg nahm, so zumindest sah er das. Ergebnis des ganzen war es, dass er für zwei Wettfahrten disqualifiziert wurde und einige Plätze zurückfiel. Damit wird er wohl leben können, da er ohnehin für die Spiele 2012 im eigenen Land nominiert war. Was ihm jedoch auch bitter aufgestoßen sein wird, war die Diskussion, ob die ISAF ihn für zwei Jahre sperren sollte, oder eben nicht.

Ein weiterer Aufreger war mit Sicherheit der Kampf um die Teilnahme an den Olympischen Spielen bei den 470er Damen. Wir erinnern uns an die Kieler Woche, wo es das erste Mal Stress zwischen den Besatzungen Kadelbach/Belcher und Lutz/Beucke gab. Diese WM hat dem ganzen allerdings die Krone aufgesetzt. Kadelbach/Belcher sind ab der fünften Wettfahrt ein MatchRace gegen Lutz/Beucke gefahren und haben sie damit systematisch nach hinten gesegelt, um sich selbst die Chance für die Teilnahme an den Spielen zu sichern, denn in der nationalen Wertung lag Kadelbach knapp in Führung. Natürlich wurden die Stimmen laut, dass der Verband dieses zu unterbinden hat, nur leider gibt es dafür keine rechtliche Grundlage, alles was Kadelbach/Belcher machten, hatte zwar nicht wirklich etwas mit sportlichem Segeln zu tun, war allerdings auch nicht verboten. Es hat sich für sie ausgezahlt, aber was wäre, wenn niemand gefahren wäre? Das Nationenticket haben nämlich ganz knapp Tina Lutz und Susanne Beucke ersegelt!

Weiteres großes Highlight der WM war mit Sicherheit die Silbermedaille von Stanjek/Kleen, die damit ganz überzeugend ihre Medaillienambitionen bei den Olympischen Spielen in London unter Beweis stellten.

Unsere weiteren Teilnehmer in den einzelnen Klassen wurden sehr schön in einer Tabelle durch das Sailing Team Germany zusammengefasst.

Auf den Seiten findet ihr weitere Zusammenfassungen und Interviews der Aktiven aus Perth.

Um sich die kompletten Ergebnisse anzuschauen, ist wohl die Event-Site die beste Möglichkeit.

 

Volvo Ocean Race – Leg 1

In Ermangelung freier Redakteure findet hier ja schon seit längerem praktisch kein Regatta-Sport mehr statt. Das VOR will ich aber auch nicht so ganz außen vor lassen. Die ersten Filmberichte sind bereits fertig und das obwohl noch nicht mal alle Boote in Kapstadt sind. Puma’s Mar Mostro soll Kapstadt in den nächsten Tagen an Bord des Frachters Team Bremen erreichen … eher untypisch für ein “Monster der Meere” =)

Der Film oben ist eine deutschsprachige Zusammenfassung der ersten Etappe, in gewohnt hochwertiger segel-filme.de Qualität. Unten die 60-Minütige Zusammenfassung vom Veranstalter.

In-Port-Race in Alicante! Ein Reisebericht!

Bei diesem Post handelt es sich um einen Gastartikel von Kollege Martin, der euch durch ostsee-action.de bereits bekannt ist. Martin verfolgt jede Ausgabe des VOR sehr intensiv und war auch gerade zum In-Port-Race in Alicante. Was Martin über den Verlauf des VOR zu sagen hat, könnt ihr hier auf seiner Facebook Seite Volvo Ocean RaceDE nachlesen. 

Der Volvo Ocean Race Virus hat mich bereits seit der ersten Ausgabe im Jahr 2001 infiziert. Da lag es nahe, dass ich bei meinen ersten Schritten im Internet auch darüber geblogged habe. In diesem Jahr, nach 10 Jahren, war ich schließlich wieder live dabei.

Die Anreise nach Alicante, eine relativ große Stadt mit über 300.000 Einwohnern südlich von Valencia, gestaltet sich relativ einfach. Fliegen kann man nach Alicante von Bremen mit Ryanair oder von Hamburg mit Airberlin. Die Preise für die Tickets liegen zwischen 40 und 300 Euro pro Person und Flug, wer früher kommt, der zahlt weniger. Am Flughafen von Alicante wird man dann direkt auf das Rennen eingestimmt, so gut wie jeder Banner ist derzeit dem Rennen um die Welt gewidmet. Auch die Taxifahrer wissen bescheid, wenn man typisch deutsch den Zielort angibt, “Einmal zum Volvo Ocean Race”. Die Fahrt mit dem Taxi kostet ca. 15 Euro. Bei den Hotels verhält es sich ähnlich wie beim Flieger, es ist für jeden etwas dabei. Vom Hostel für 30 Euro pro Nacht bis zum Hotel direkt am Hafen für 300 Euro ist alles dabei. Gebucht haben wir über Trivago, denn dort sind auch die Kontingente der Hotels aufgeführt, die auf spanischen Seiten veröffentlicht werden. So kann man entweder etwas sparen oder doch noch ein Zimmer bekommen, obwohl bei HRS und Co keines mehr verfügbar ist.

In der Zeit vom 14. Oktober bis 05. November findet in Alicante ein großes Programm, rund um den Start, im Ort bzw. im Race Village statt. An dem ersten Wochenende um den 29. Oktober waren wir in Alicante. Denn zum traditionell gut besuchten In-Port Race wurde viel geboten. Ziel des In-Port Races ist es ja auch, das sonst doch etwas zu weit stattfindende Rennen dem Publikum nahe zu bringen. Das ist, was die Sponsoren verlangen. Denn egal ob Volvo selbst, Puma oder zum Beispiel Camper, alle wollen sich mit diesem Rennen der Superlative etablieren oder einfach auf sich aufmerksam machen.

Für Besucher ist die Aufmachung des Volvo Ocean Race sehr interessant und genial umgesetzt. Denn so ein Segel-Event habe ich noch nie erlebt. Für die Nicht-Segler reicht das Rahmenprogramm und ein paar Boote, die da irgendwo um die Tonnen segeln. Das Ringsherum, die Pavillons, 3D Kino, Simulator, die Liveacts am Abend, die Bars und Lounges im Race Village, hauen einen von den Socken. Eine Open-Air Party mit geschätzten 2000 Besuchern im Race-Village wurde von DJ X eingeheizt. Das gesamte Race Village hat vibriert und war von jungen Spaniern durchflutet. Bis zwei Uhr Morgens ging die Party und es sollte am nächsten Abend genauso weitergehen.

Am Morgen des 29. Oktobers hat es dann in Strömen geregnet, so hat sich sicherlich keiner die spanische Stadt vorgestellt. Um 9:00 wurde dann im Media-Center eingescheckt und das Bändchen für das Presseboot vergeben. 9:30 fand dann die Pressekonferenz mit Knut Forstad und dem Volvo CEO statt. Hier wurde bereits ein 2014er Volvo Ocean Race versprochen und weitere interessante Häfen, die aus über 86 Bewerbern ausgewählt werden können.

Für die Besucher des Volvo Ocean Race fiel der Vormittag völlig ins Wasser, Skipper-Parade und das Auslaufen der Yachten fanden im strömenden Regen statt. Erst gegen 13 Uhr ließ der Regen nach und leider auch der gute Wind. Ca. 3-4 Windstärken aus Nordost waren angesagt. Es sah also alles nach guten Bildern aus, so lange die Kamera das Wasser abhält. Als das Presseboot dann gegen 13 Uhr ablegte, hat der Regen dann endlich nachgelassen und auch die Sonne war mal zu sehen. Die Kehrseite war nur leider, dass der Wind auch auf ca. 7 Knoten Wind herunter gegangen war.

Kurz vor 14 Uhr versammelte sich eine Scharr an großen und kleinen Presse und VIP-Booten neben der Startlinie. Die Startlinie war direkt neben der Kaimauer des Hafens, so dass man auch vom Strand aus gut das Geschehen verfolgen konnte. Da die Farben der Schiffe auch relativ eindeutig sind, bis auf Puma und Abu Dhabi, kann man es auch von noch etwas weiter weg erkennen ;-)

Die Startphase haben wir mal mit einem Video festgehalten. Durch den relativ schwachen Wind blieb das Rennen bis zum Ende spannend. Denn mit jedem Windloch wurden die Karten neu gemischt. Bis auf das Team Abu Dhabi Ocean Racing, die mit fast 15 Minuten Vorsprung das Ziel erreicht hat.

Unser Wochenendtrip nach Alicante hat sich wirklich sehr gelohnt, eine tolle Atmosphäre und ein Rahmenprogramm, das wirklich Spaß macht. Und ganz nebenbei findet eines der spannendsten und härtesten Segelevents der Welt statt.

Unser Wochenendtrip nach Alicante hat sich wirklich sehr gelohnt, eine tolle Atmosphäre und ein Rahmenprogramm, das wirklich Spaß macht. Und ganz nebenbei findet eines der spannendsten und härtesten Segelevents der Welt statt.

Video-Zusammenfassung der Extreme Sailing Series Cowes

Roland Gäbler sagt zu dem aufgetretenen Schaden in einer Mail folgendes:

“Schlimmer konnte die Serie eigentlich nicht starten. Nur 5 Sekunden nach dem Start des ersten Rennen gestern konnten wir einer Stahltonne im Sandwich zwischen zwei Booten nicht mehr ausweichen und kamen mit dem vorderen Beam Unterzug dagegen. Wir haben das erst garnicht realisiert und sind eine Runde weiter gesegelt. Doch irgendwie machte der vorderer Beam komische Schwingungen. Wir mussten aufgeben und verpassten alle Rennen des ersten Tages. Schlimmer geht es nicht.

Aber wir konnten froh sein, das nicht der ganze Mast mit dem Beam zerbrach. Die Reperatur hat an Land 6 Stunden gedauert. Sehr sehr frustrierend.”

Weiß jemand was das für Schuhe mit den lustig bunten Sohlen sind bei 2:30 min?

Fastnet 2011 in Bildern!



Die gut 30 Meter lange Hochseesegelyacht „Rambler 100“ aus den USA ist am Montagabend (15. August) beim Rolex Fastnet Race gekentert, als die Kielbombe plötzlich abbrach. Alle 21 Crewmitglieder wurden teils erst nach Stunden gerettet, eine Frau kam mit Unterkühlungen ins Krankenhaus. Der Unfall ereignete sich unweit der Felsens Fastnet Rock, der Wendemarke in der 608 Seemeilen langen Regatta, die von Cowes nach Plymouth in England führt. Zu dem Zeitpunkt hatte das Team von Eigner George David bei den Einrumpfbooten in Führung gelegen. Unterdessen stellte der französische 44-Meter-Trimaran „Maxi Banque Populaire“ unter Skipper Loïck Peyron mit einem Tag, acht Stunden und 48 Minuten einen neuen Fabelrekord für die mehr als 1.100 Kilometer lange Strecke auf. Das 44. Rolex Fastnet Race startete am Sonntagmittag mit 314 Yachten, darunter 16 deutsche, vor der Isle of Wight und geht im Laufe der Woche in der Grafschaft Devon zu Ende.

Ungeachtet neuer Rekordleistungen – es blieben gleich mehrere Einrumpfyachten unter der vier Jahre alten Streckenbestzeit der britischen „ICAP Leopard“ – bestimmte das Unglück der „Rambler“ auch am Dienstag (16. August) die Schlagzeilen des legendären Hochseeklassikers, zumal es sich offenbar dramatischer abgespielt hatte, als zunächst vermutet. Die erklärtermaßen schnellste Super-Maxiyacht der Welt, die vor kurzem einen neuen Transatlantikrekord aufstellte, hatte um 18.25 Uhr deutscher Zeit den Fastnet-Felsen gerundet. Der frische bis starke Wind drehte dabei auf Südwest und kam anschließend genau von vorn.
„Wir kreuzten gegen hohen Seegang, und die Yacht hob von den Wellenbergen ab“, berichtete der emotional aufgewühlte Projektmanager Mick Harvey, „ich war mit Navigator Peter Isler gerade unter Deck, als wir das beängstigende Geräusch vom abbrechenden Kiel hörten. Es kam ganz plötzlich und gab uns keinerlei Zeit zu reagieren. Das Boot drehte sich sofort wie auf den Rücken einer Schildkröte. Es war wie bei der Kenterung einer Jolle.“
Ohne die tonnenschwere Ballastbombe als aufrichtendes Moment am Ende der Kielfinne kentern Yachten im Wellengang zwangsläufig, auch wenn bei diesem Seenotfall noch relativ moderate Bedingungen im Seegebiet südlich Irlands herrschten. Warum der Kiel abgebrochen ist, blieb zunächst unklar. Die Yacht hatte schon schwere Stürme mit wesentlich härteren Bedingungen überstanden und die Kielbombe stets gehalten.
Isler setzte sofort noch einen Notruf ab, bevor beide so schnell wie möglich aus der Kajüte herauskletterten ... weiterlesen

Kiel ab, Epirb, Hubschrauber, Kneipe

So ungefähr war es gerade bei Kollege Lobster-One zu lesen, den wir hier vor Urzeiten schon einmal vorgestellt haben. Eigentlich wollte ich zur Kenterung von Rambler 100 nichts mehr schreiben, da es schon alle anderen getan haben. Aber die Tatsache, dass kurz nachdem die ersten Bilder des Maxi-Racers auftauchen, die ihn ohne-Kiel-oben … also sozusagen Oben-Ohne kieloben zeigen … schon ein Video auftaucht, das die Crew mit Bier in der Hand zeigt, find ich ja irgendwie schön! Ich freu mich das niemand zu schaden gekommen ist … naja und so schlecht ist das für die Werft-Konjunktur eben auch nicht, wenn ab und an mal was kaputt geht. =)

Zwischenbilanz nach Pre-Olympics

Die deutschen Segler konnten bei den Pre-Olympics zwischen dem 31. Juli und dem 13. August in Weymouth noch nicht zu voller Form auflaufen. Insgesamt platzierte sich das deutsche Segelnationalteam dreimal in zehn Bootsklassen unter den ersten Zehn. Für den Veranstalter als auch für die Segler des Audi Sailing Team Germany waren die Pre-Olympics eine hilfreiche Standortbestimmung.

Hoffnungsträger wie Simon Grotelüschen (LYC) im Laser oder Tobias Schadewaldt/Hannes Baumann (beide NRV) im 49er gaben mit einem siebten Platz ihre Visitenkarte ab und haben wieder einmal gezeigt, wie wettkampfstark sie sind. Die Zwischenbilanz aus diesem Testevent fällt „im Medaillenergebnis leider nicht so vielversprechend aus, wie wir uns das gewünscht hätten. Aber diese ... weiterlesen