Wer sich fragt, was Alexander Schlonski jetzt eigentlich macht, findet im heutigen Artikel der NNN genau diese Antwort.
Viel Spaß beim Lesen!
Wer kennt es nicht, draußen beginnt es jeden Tag aufs Neue zu schneien und das Fernweh nagt an unseren Nerven. Wir wollen wieder aufs Wasser, ob nun in der Ferne, oder vor unserer eigenen Haustür – das Wasser muss her!
Schnee in allen Ehren, aber 25 Grad Lufttemperatur und eine zweistellige Wassertemperatur, wobei eine zwei ruhig vorn stehen darf, sind einem Segler doch wesentlich lieber, als morgens das Auto von Schnee und Eis zu befreien und in einen Tag zu starten, wo es abends 18 Uhr schon wieder dunkel ist und man sich vor den Karmin, oder an die warme Heizung setzt, um den Tee zu genießen.
Für alle, denen es so geht, wie auch mir ab und an mal, schaut euch gern die Videos auf dem youtube Channel des IOC an und lasst die Medal Races der vergangenen olympischen Spiele in London/Weymouth nochmal Revue passieren.
Meinen persönlichen Favoriten gibt es an dieser Stelle natürlich auch, Medal Race der Finn Klasse mit einem historischen Sieg für Ben Ainslie. Wer sich nicht so sehr für die Stare interessiert, spult einfach ein wenig vor.
Am letzten Tag der ersten Ausscheidung liefen die olympischen Jollensegler zu Höchstleistungen auf und fuhren die Rennergebnisse 1, 2 und 1 ein. Damit teilt sich das deutsche Nachwuchsteam aus dem Sailing Team Germany (STG) und dem Norddeutschen Regatta Verein (NRV) mit den Neuseeländern zwar punktgleich den ersten Platz, hat aber mehr Wettfahrten gewonnen. Skipper – und frisch gekürter „Segler des Jahres“ – Philipp Buhl beschreibt die Kommunikation und Koordination auf einem AC45-Kat mit Flügelrigg als Schlüssel zum Erfolg: „Am Ende wusste jeder, was er genau zu machen hatte und konnte sich auf den anderen verlassen.” Als Außenseiter war das neu zusammengestellte Team aus verschiedenen Bootsklassen mit Steuermann Erik Heil (Kiel), Skipper Philipp Buhl (Sonthofen), David Heitzig (Hamburg), Max Boehme (Kiel), Max Kohlhoff (Kiel), Michael Seifarth (Unterwössen) und Justus Schmidt (Ersatzmann, Schönwalde) in die Ausscheidung für den Youth America’s Cup gestartet. Aber mit einer beeindruckenden Leistungssteigerung beendeten die Deutschen ihr Debut auf dem internationalen Parkett in der Bay von San Francisco. Das bescheinigte den sechs Seglern auch ihr Coach Marcus Koy. „Die Jungs waren richtig gut! Ich freue mich sehr über die Lernkurve, die das Team hier gezeigt hat“, resümierte Koy, „jetzt wollen die Jungs unbedingt wiederkommen und gewinnen“.
Welche Teams beim Youth America’s Cup starten werden, entscheidet sich am 25. Februar nach der zweiten Ausscheidung mit Teams aus Großbritannien, Italien, Portugal, der Schweiz und Argentinien. Die Entscheidung der Jury basiert zu 60 Prozent auf den Rennergebnissen, 20 Prozent Fitnesstest und 20 Prozent Lernkurve.
Die Besten ziehen in das Finale vom 01.-04. September 2013 ein. Dann treffen die vier Nachwuchsteams auf weitere Jugendteams bestehender „America’s Cup Syndikate“, die bereits für den Youth America’s Cup gesetzt sind.
Über den Youth America’s Cup:
Im Rahmen des prestigeträchtigen America’s Cups kommt es 2013 zum ersten Showdown des internationalen Segelnachwuchses. Pro Nation kann nur ein Team an den Start gehen. Jede Mannschaft besteht aus sechs Crewmitgliedern im Alter von 19 bis 24 Jahren.
Dieses Novum in der 161-jährigen Geschichte des America’s Cups, bietet jungen Segeltalenten die einzigartige Möglichkeit, Erfahrungen in der Formel 1 des Segelsport zu sammeln.
Der große Gewinner des „Sailing Team Germany Award“ heißt Philipp Buhl. Der Europameister in der Laser-Klasse und Hoffnungsträger für die Olympischen Spiele 2016 erhielt den Hauptpreis als „Segler des Jahres“. Insgesamt in fünf Kategorien wurden gestern Abend in Hamburg zum zweiten Mal herausragende Leistungen im deutschen Hochleistungssegelsport geehrt.
„Es ist eine große Auszeichnung für mich ‚Segler des Jahres’ zu werden. Es ist natürlich super schade, dass ich nicht da sein kann, um den Preis persönlich entgegenzunehmen“, freute sich der 23-jährige Philipp Buhl. Der gebürtige Bayer sendete Grüße per Videobotschaft aus San Francisco, wo er mit dem deutschen Team in der Endphase der Ausscheidung zum Finale des „Red Bull Youth America’s Cup“ steht.
Die weiteren vier Preisträger:
Trainer des Jahres: Bernd Zirkelbach
Newcomer des Jahres: Annika Bochmann & Elisabeth Panuschka
Yacht-Club des Jahres: Yachtclub Berlin-Grünau
Medien-Preis des Jahres: Marek Chocian, Flugfoto Heil/Plößel
Wir möchten Buhli zu dieser Auszeichnung gratulieren und wünschen ihm und der STG/NRV Crew viel Erfolg beim Youth Americas Cup in San Francisco. Macht uns stolz Jungs!
Am vergangenen Freitag fand das SWT- Baltic Race statt, ein Wettrennen zwischen der High Tech Yacht Illbruck (Sieger Volvo Ocean Race 2001/02) und zwei Surfern. Dieses konnten die Segler vom Team Speedsailing mit knappem Vorsprung für sich entscheiden. Auf der Strecke von Gedser nach Warnemünde lieferten sich die ungleichen Kontrahenten ein spannendes Kopf- an- Kopf -Rennen. Bereits wenige Meilen nach dem Start waren die beiden Surfer mit ihrer höheren Geschwindigkeit der Segelyacht enteilt. Eine plötzliche Abnahme des Windes verhalf dann jedoch wieder der Illbruck zurück ins Rennen. „ Es war ein richtiger Schock“, so Thomas Brandt (Rostock), einer der Surfer „wir führten klar vor den Seglern als plötzlich und gegen jede Wetterprognose der Wind abnahm. Für diese Windgeschwindigkeit waren unsere Segel aber zu klein. Und so schwammen wir buchstäblich im Wasser und mussten zuschauen wie die Illbruck an uns vorbeirauschte.“
Um überhaupt noch eine Chance zu haben, wechselte der zweite und leichtere Surfer, Mathias Bethke aus Rostock, auf das größere Ersatzbrett und begann mit einer rasanten Aufholjagt.
Thomas musste das Rennen aufgeben und legte den Rest der Strecke auf dem Begleitboot zurück.
„Es war die einzige Chance, die die Jungs hatten. Das größere Brett war dem leichteren Mathias nun wie auf den Leib geschnitten. Die Gschwindigkeitsanzeige an unserem Speedboot zeigte während der Aufholjagt teilweise über 25kn (ca. 50km/h) an, erklärt André Baselow, Fahrer des Begleitbootes.
„Es ist schade, meint Mathias Bethke, rückblickend hätten wir die Entscheidung für den Materialwechsel schneller treffen müssen, dann hätte es wahrscheinlich auch zum Sieg gereicht.
Der Skipper der Illbruck, Oliver Schmidt- Rybandt, sieht bei diesem Rennen keinen Verlierer.
„ Wir von Speedsailing fanden die Idee der beiden Surfer schon etwas verrückt. Dass sie es bei den Temperaturen überhaupt geschafft haben über die Ostsee zu surfen ist wirklich beeindruckend und sie haben unseren größten Respekt. Für die unvorhergesehene Windabnahme konnte letztendlich keiner etwas. Trotzdem sind wir natürlich auch ehrgeizige Sportler und haben unsere Yacht die ganze Zeit gepusht und immer am Maximum gesegelt. Unser Vorteil war am Ende, dass wir einfach flexibler auf die Windveränderung reagieren konnten als die Surfer.“
Das Team Speedsailing darf sich jedoch nur ein Jahr auf dem Gewinn des SWT- Baltic Races ausruhen, denn beide habe für das nächste Jahr schon eine Neuauflage dieser spektakulären Veranstaltung angekündigt.
Anmerkung der Redaktion: Die Strecke Rostock-Gedser hat schon so manchen Wassersportler zu “Unfug” verleitet. Wir haben es mal mit dem Opti versucht. Hier der Film. Ich weiß von einer gescheiterten Querung im Ixylon … kennt irgendjemand ähnliche Geschichten?
Weitere Informationen finden Sie unter: www.swt-balticrace.eu
Die vergangene Ausgabe des Volvo Ocean Race wurde im Oktober 2011 in Alicante, Spanien, angeschossen und im irischen Galway Anfang July 2012 beendet. Die zusammenfassende Dokumentation, wie hier gezeigt, gibt es bekanntermaßen von jedem Volvo Ocean Race. Musste man sich bei der letzten Ausgabe noch umständlich die DVD aus England bestellen, geht das mittlerweile einfacher … sehr löblich!
Der Film lässt euch in gewohnter Dramatik die Teams auf ihrer 39.000 Seemeilen langen Reise, vorbei an Cape Town, Abu Dhabi, Sanya, Auckland, und rund Cape Horn nach Itajaí, Miami, Lissabon, und Lorient begleiten.
By the way … die Entwicklung hin zur 65 Fuß Einheitsklasse finde ich sehr bedauerlich und ich weiß, dass ich mit dieser Meinung ziemlich allein dastehe! Für mich war das VOR auch immer ein Vergleich unter den Konstrukteuren … da ich selbst Schiffbauer bin, wundert das wohl niemanden! Ich glaube auch nicht, dass es durch die 65-Fuß Yachten wirklich spannender wird! Die Berichte und Spekulationen in der Bauphase der Boote haben einen nicht unerheblichen Teil des ganzen VOR Medienapparates ausgemacht. Auch ein OneDesign löst das Problem, dass Segeln nicht unbedingt publikumsnah stattfindet, nicht wirklich. Wenn die Boote günstiger werden, dürften die Gehälter der Profis steigen, da jeder das beste Team möchte. Mehr Geld in den Händen weniger Stars, ob das unseren Sport voran bringt, weiß ich irgendwie auch nicht. Es ist schließlich Geld, das vorher auf einen ganzen Apparat aus Konstrukteuren, Bootsbauern, Werften und Zulieferern verteilt wurde – aus Sicht des Yachtbaus auch nicht überragend als Ergebnis.
Schauen wir mal, was die Zukunft bringt.
Wir wünschen viel Spaß!
Spannender hätte das Medal Race der Stare gar nicht verlaufen können. Vor diesem letzten Rennen, in dem nur die besten 10 Boote gegeneinander starten und jeder Punkt doppelt zählt, stand Iain Percy mit seinem Vorschotmann Andrew Simpson eigentlich schon ziemlich sicher auf Platz eins des Podiums und es sollte alles doch ganz anders kommen.
In einem Rennen, in dem es viele Positionswechsel gab und einiges an Spannung geboten war, konnten sich die beiden Schweden, die vor diesem Rennen auf Platz drei rangierten, die ganze Zeit in der Spitze des Feldes behaupten und wahrten damit ihre Chancen, sich im Gesamtklassement noch zu verbessern. Scheidt/Prada aus Brasilien hatten einen Vorsprung von nur sechs Punkten, bedeutet also im Medal Race einen Vorsprung von drei Plätzen ins Ziel zu retten, damit es zu Silber reicht. Die beiden Briten Percy/Simpson, lagen sogar 12 Punkte vor den Schweden.
Die Sensation war zehn Meter hinter dem Ziel perfekt, die Schweden gewannen das Rennen und mussten nun abwarten, was die Konkurrenz ins Ziel bringt. Die Brasilianer kamen als siebtes Boot ins Ziel und die Briten sogar nur auf Platz acht. Nach kurzem ungläubigen Schauen, realisierten Loof/Salminen dann doch, dass sie das beinahe unmögliche geschafft hatten und tatsächlich Gold vor Percy/Simpson und Scheidt/Prada gewinnen konnten.
Mit einem dritten Platz im Medal Race konnten sich die Stanjek/Kleen auf einen wirklich guten sechsten Platz verbessern. Ein Ergebnis, mit dem die beiden Berliner in einigen Tagen sicherlich sehr zufrieden sein werden, auch wenn sie sich insgeheim sicherlich etwas mehr versprochen hatten, nachdem sie im vergangenen Jahr bei der WM in Perth zweiter werden konnten.
Es stand heute allerdings noch ein weiteres Medal Race auf dem Programm und es wurde zu einem geschichtsträchtigen Ereignis. Der Brite Ben Ainslie lag vor diesem Rennen auf Platz zwei, nur zwei Punkte hinter dem Dänen Jonas Hogh-Christensen, allerdings mit genügend Vorsprung auf den an dritter Position liegenden Niederländer Postma.
Ainslie, von dem alle ein Match Race gegen den Dänen erwartet haben, machte seine Sache perfekt und lieferte ein wirklich kontrolliertes Rennen ab, in dem er am Ende auf Platz neun, einen Platz vor Hogh-Christensen durchs Ziel fuhr und damit seine vierte olympische Goldmedaille in Folge gewinnen konnte.
Jonathan Lobert aus Frankreich konnte mit seinem Sieg im Medal Race noch den dritten Gesamtplatz und somit die Bronzemedaille ersegeln
Noch etwas mehr als zwei Tage und unsere Segelsportler haben sich bei den Olympischen Spielen in London eingecheckt. Um mehr über die jeweiligen Sportler zu erfahren und vielleicht auch ein lustiges Bild eures Lieblings zu finden, schaut einfach auf der offiziellen Seite vorbei.
Hier nun unser deutsches Fahndungsteam
Mein persönlicher Favorit ist ganz klar Fritte
Galway, Irland, in der Nacht zum dritten Juli. Das Volvo Ocean Race 2012-2012 ist Geschichte. Groupama mit Skipper Franck Cammas hat es geschafft. Der Mann, der den Rekord für die schnellste Weltumseglung hält, kann auch Einrumpfboote. 18 Jahre nach Eric Taberlys Team La Poste ist mit Groupama wieder ein Team aus Frankreich dabei, dem Mutterland des Hochsee-Regattasegelns, und holt den Sieg.
Lisa hat gesteuert und ich bin als Vorschoter gesegelt. In jedem 4.-5. Rennen haben wir getauscht, um auch mal die andere Perspektive kennen zu lernen. Bereits am Freitag (13.07.) haben wir direkt mit kurzen Up and Down Wettfahrten begonnen und konnten uns sofort mit dem Boot anfreunden.
Am Samstag nahm der Wind kontinuierlich bis auf 20kn zu und wir hatten unsere ersten Gennaker Vorwind „Rides“ mit extrem viel Spaß und ziemlich viel Speed…Und nur einer Kenterung.
Wir waren beide begeistert, wie schnell wir dazu lernten und wie große Fortschritte im Handling und auch in der Bootsgeschwindigkeit wir schon in diesen drei Tagen erzielen konnten.
Sonntags sind wir noch einige Wettfahrten gesegelt und jedes der 4 Sichtungs-Teams hat auch ein bisschen was kaputt machen können
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Vielen Dank an den Deutschen Segler-Verband und das Audi Sailing Team Germany für die hervorragende Organisation des Sichtungstrainings und an unsere Trainer: Rigo, Helge, Christian und Jocky.
Malte Kamrath