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Produkttests

Der derbste Yachttester der Welt – Vol. I

Gestern ging in Düsseldorf die Boot 2010 zu Ende und natürlich waren auch wir zum Messebesuch angetreten. Nachdem wir im letzten Jahr in Hamburg in Begleitung des „kleinsten Yachttesters der Welt“ waren, mussten wir natürlich auch in diesem Jahr mit einem Superlativ auftrumpfen. Für die Boot haben wir uns für den „derbsten Yachttester der Welt“ entschieden, mal schauen was sich bis zur Hanseboot ergibt, ich wäre für die „schönste Yachttesterin der Welt“. Die Bewerbungen können ab heute per Mail an mich gerichtet werden.

Da Düsseldorf nicht unbedingt der nächste Weg ist, begann mein Tag bereits um 3:30 – aber was tut man nicht alles für seine Leser. In Düsseldorf angekommen, bekam unser John erstmal sein offizielles Messe T-Shirt verpasst (siehe Bild), er wusste bis zu dem Zeitpunkt nur, dass er ein Shirt bekommt, was drauf sein würde, davon hatte er keine Ahnung. Ich kann bis dato so viel sagen, der Plan, über dieses Shirt schneller mit Leuten ins Gespräch zu kommen, ist aufgegangen. Ob wir Yachtblick.de in der Branche dadurch ein wenig bekannter gemacht haben, wird sich noch zeigen. Fakt ist, dass unser John mehrfach mit Aussagen wie: „Muss ich Angst haben, dass gleich was kaputt geht“ auf den Yachten begrüßt wurde.

Wie bereits im Vorfeld erwartet, kam es bei der Presseakkreditierung zu kurzen Diskussionen. Als mir leicht abschätzig der Satz „… das ist ja nur ein Blog“ entgegen gebracht wurde, war ich sauer und wies die junge Dame darauf hin, in welchem Jahrhundert wir leben und das der ein oder andere Verlag froh über unsere Leserzahlen wäre.

Nachdem ich die erste Hälfte des Tages mit vorher verabredeten Gesprächen bei diversen Ausrüstern und anderen Unternehmen verbracht habe, durfte auch ich endlich Boote gucken.

Zu diesem Zeitpunkt war der Großteil der Yachtblick-Reisegruppe allerdings bereits mit Freigetränken und Messe-Hostessen beschäftigt. Doch trotz der brütenden Hitze in den Messehallen und den Booten, hat mich unser „derber Yachttester“ durch die Hallen mit den Segelyachten begleitet, um die Spreu vom Weizen zu trennen.

Einen etwas enttäuschenden Auftakt in der Halle der Klassiker, lieferte die in 2 Jahren Handarbeit entstandene „pommersche Flunder“, ein Catboot über das ich gerne detaillierter Berichtet hätte, aber leider war es nicht zur öffentlichen Besichtigung frei gegeben und zu dem Zeitpunkt war auch niemand in der Nähe, den ich mit meinem hart erkämpften Presseausweis hätte beeindrucken können.

In derselben Halle befand sich neben allerlei Budenzauber zum Thema Yachtbau, noch ein Zeesenboot, ausgestellt von der Werft Rammin. Zeesenboote sind traditionelle Boddensegler auf denen Kapitän Johannes und ich schon einiges an anständigem Segelspaß hatten.

Wenn man des Öfteren Bootsmessen besucht, gibt es bei den Segelyachten von Messe zu Messe nicht all zu viel zu entdecken. Lobend sei an dieser Stelle noch einmal die Niesche für nasses Ölzeug erwähnt, die Alubat bei ihrer Ovni Serie in den Bädern platziert. Die Tatsache, dass die Möglichkeit Ölzeug zu trocknen mir nur bei dieser Yacht bewusst aufgefallen ist, zeigt, dass viele, gerade Serienyachten, einfach am Segler vorbei konstruiert werden.

Eine der besten Yachten die in diesem Jahr vertreten waren, ist für mich die Winner 12.20. Die niederländische Werft beweist mit diesem Schiff, dass sie hervorragende Yachten bauen kann. Ich weiß nicht, was die Tester bewogen hat, die Grand Soleil 46 bei der Wahl zur „European Yacht of the Year“ der Winner vorzuziehen, aber gravierende Schnitzer können es nicht gewesen sein.

… Fortsetzung folgt!

Europäische Yacht des Jahres! Die Gewinner!

© www.grandsoleil.net

Da haben wir mit unseren Prognosen doch mal ganz sauber daneben gegriffen. Das heißt dann wohl, dass wir alle keine Ahnung haben und Yachtblick lieber schließen sollten – Widersprüche erbeten!

Wieso überrascht es mich eigentlich nicht, dass unser Rookie John mit 2 von 5 Treffern noch die Besten Tipps abgegeben hat. Dass ich komplett daneben gegriffen habe, ist mir aber schon ein wenig peinlich.

Bevor ich aber meine Jungs in Frage stelle, stell ich, ganz Yachtblick-typisch, lieber das Test-Team in Frage. Ich behaupte sogar, ich finde zu jeder Kategorie 4 Werften die in diesem Punkt mit mir einer Meinung sind. =)

Ich habe noch nicht nachgesehen, welche der nominierten Yachten auf der Boot vertreten sind, aber soweit das möglich ist, werden wir das da mal „nach-testen“. Wo ist Freitagabend (29. Januar) Stand-Party? Freibierstifter werden im Messe-Artikel erfahrungsgemäß lobend erwähnt!

Hier die Gewinner:

Family Cruiser – Dufour 405

Luxury Cruiser – Hallberg Rassy 372

Performance Cruiser – Grand Soleil 46

Mulithulls – Outremer 49

Special Boats – Seascape 18

Europäische Yacht des Jahres 2010! Die Ergebnisse!

Heute Abend wird, im Rahmen der heute eröffneten Boot 2010, der begehrte Titel „Europäische Yacht des Jahres“ vergeben. Preise gibt es dabei in 5 Kategorien: Family Cruiser, Performance Cruiser, Luxury Cruiser, Multihulls und Special Yachts. Zum Testteam gehören jeweils die Chefredakteure bzw. Testleiter von 11 Wassersportmagazinen aus ganz Europa. Wie lange dieses Test-Team noch besteht, bzw. noch repräsentativ ist, wird die Zeit zeigen, denn ich bin mir ziemlich sicher, dass schon jetzt einige Websites zu dem Thema eine höhere „Auflage“ haben, als die gedruckten Magazine. Ich bin da großzügig – lassen wir den Opas noch ein bisschen Spaß, bevor wir sie endgültig  in die ewigen Jagdgründe des Printjournalismus schicken. Nur Online-Redakteure auf einer Test-Yacht stell ich mir nämlich auch schwierig vor. Wer soll die Kiste denn segeln, wenn die komplette Crew mit twittern und „twitpicen“ beschäftigt ist?

Die Test-Phase wurde mit einer Kamera begleitet, die Berichte findet ihr hier.

Die Yachtblick-Redaktion war so frei, vorab ihre Tipps abzugeben – mal schauen inwiefern wir heute Abend mit dem Test-Team übereinstimmen. Auch ihr habt die Möglichkeit in der Kommentarfunktion eure Tipps abzugeben.

P.S. unsere Ergebnisse wurden, anders als beim Test-Team, nicht abgesprochen!

Family Cruiser:

Christoph: Dufour 405

John: Bavaria 32 Cruiser

Tommy: Delphia 47

Performance Cruiser:

Christoph: First 40

John: Grand Soleil 46

Tommy: Winner 12.20

Luxury Cruiser:

Christoph: Jeanneau 57

Tommy: Allures 51

John: Allures 51

Multihull:

Christoph: Dragonfly 28

John: Outremer 49

Tommy: Lagoon 400

Special Boats:

Christoph: Tofinou 12m

John: Tofinou 12m

Tommy: Tofinou 12m

Bonus:

Johns Kommentar zu den Multithulls: “die sind alle so unförmig, dass man sich fragen muss, seit wann Bosch nicht mehr genug Haushaltsgeräte verkauft, dass sie ihre Designer an die Bootsindustrie verleihen müssen. Zwei verschraubte Kühlschränke mit nem Wäscheständer drauf sind doch noch kein Kat. Aber ich schau noch mal drüber, man ist ja kein Unmensch, in 40 Jahren wollen wir vielleicht genau sowas” Ich entscheid mich für den Outremer 49 – wegen der Mädels – mehr Liegefläche, mehr Bräune, mehr XXX – die Aspekte des Segelns haben wir schon in den anderen Klassen berücksichtigt.”

Europäische Yacht des Jahres!

Noch 3 mal schlafen dann wissen wir mehr …

Hanseboot 2009! Der kleinste Yachttester der Welt!

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Der junge Mann oben im Bild ist Henri. Der Vater Nautiker und mich zum Patenonkel, ein bisschen „Yachti“ wurde ihm also schon in die Wiege gelegt. Henri hat mich ein paar Stunden über die 50. Hanseboot begleitet und wie sich herausstellte, hat die Yachtszene in ihm einen der unbestechlichsten und härtesten Kritiker aller Zeiten gefunden.

So war es nicht verwunderlich, dass die neuen Modelle von Hanse Yachts sogar Tränen verursachten, wie uncool ist denn bitte eine Segelyacht ohne richtigen Kartentisch, keine Knöpfe und Displays im Schiff, das musste bei dem jungen Tester durchfallen. Auch mich hat Hanse eher enttäuscht, ich nehme an, man sieht seine Kunden hier bei den Charterfirmen im Mittelmeer, für schweres Wetter in Nord- und Ostsee ist das neue Interieur sicher nicht mehr geeignet. Nach einer kleinen Pause im letzten Jahr war Dehler wieder vertreten und erweiterte das Hanse Portfolio um sehr durchdachte Segelyachten. Bei Dehler enttäuschte einzig das Personal, auf einer Messe über die Mitbewerber im Markt herzuziehen ist ganz schlechtes Tennis, das hinterlässt keinen guten Eindruck!

Die von Bruce Farr gezeichnete Bavaria 55 löste auch Tränen und großes Geschrei bei unserem Nachwuchstester aus, Grund dafür war aber weniger die Yacht selbst, sondern eher ein gehetzter Messebesucher, der dem kleinen Mann die Finger in der Tür eingeklemmt hatte. In Bezug auf Verarbeitung und Konzept gibt es an den neuen Modellen aus Giebelstadt nix auszusetzen, bei Preis/Leistung sowieso nicht. Einzig der Fußboden der 55 und der neuen 32 ist die totale Katastrophe! Die Maserung des Holzbodens erinnert stark an das Linoleum in Erichs Plattenbauten!

Meine persönlichen Messefavoriten sind auch in diesem Jahr wieder Comfortina  und Nordship! Yachten im mittleren Preissegment die alles richtig machen.

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Henri bei Najad, die “Haptik” der Leder überzogenen Griffe hat ihn überzeugt!

Ganz besonders überzeugt zeigte sich der kleine Mann von Najad und Hallberg Rassy, von letzterer war Henri kaum weg zu bekommen, böse Zungen könnten behaupten es lag einzig am laufenden Fernseher, aber das glaube ich nicht. Warum allerdings in einer Yacht dieser Preisklasse ein Fernseher von Samsung verbaut ist, kann ich nicht nachvollziehen. Loewe darf es für knappe 700.000 Euro mindestens sein. Nach wie vor finde ich bei den beiden Schweden die Preisgestaltung absolut ungerechtfertigt. Sicher ist Hallberg Rassy „state of the art“ im Segelyachtbau, doch verglichen mit einer Comfortina ist die Hallberg Rassy fast doppelt so teuer, versucht man das in ein Verhältnis zu setzen, müsste sie doppelt so gut sein, für mich geht diese Rechnung bei den Schweden nicht auf.

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Enttäuschend auch die Yachten bei unseren französischen Großserienfreunden. Hier bot sich mir ein ähnliches Bild wie bei Hanse, Yachten die nur für den Schönwetter-Segler gebaut werden. Da sieht man fummelige Verschlüsse am Kühlschrank, einklappbare unbequeme „Hocker“ am Kartentisch oder zwei Türen die nebeneinander in die Selbe Kabine führen. Alles in allem hatte ich den Eindruck, dass man hier nicht mit den Top Ausstattungen angetreten ist. Wenn doch, umso schlimmer!

Den absoluten „Anti-Service“ lieferte in diesem Jahr Nautor’s Swan ab. Mir ist schleierhaft, wie man mit derartig ungeschickt agierenden Hostessen eine Yacht dieser Preisklasse verkaufen kann.

Mein persönliches Messe Highlight war die Pacer 376, eine einfach aber elegant ausgebaute Yacht, deren Rumpf hohe Geschwindigkeiten verspricht. Eine Rennziege im mittleren Preissegment, wenn sich dafür keine Kunden finden, dann weiß ich auch nicht mehr. Da man mich auf ein Probesegeln für die „Presse“ hingewiesen hat, bin ich mir sicher, dass es hier noch einen ausführlichen Artikel zur Pacer geben wird.

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Den Abschluss fand Henris Rundgang bei einem Besuch am Stand von Laser Deutschland, hier kümmerte sich der Chef selbst, eloquent und freundlich wie immer, um den Nachwuchssegler. Wie die Bilder zeigen, war Henri mit den Einsteigerboot „Bug“ trotz intelligenter Detaillösungen nicht so zufrieden, der etwas größere „Pico“ hingegen hatte es ihm angetan!

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Auch wenn das auf der hohen Kante schon gut aussieht, in den nächsten 4 Jahren wird sich Henri noch mit dem Spielzeug Opti begnügen müssen.

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Für den kleinen Yachttester war der Rundgang hier vorbei, für uns ging es noch weiter zur Messeparty. Das Team vom Jugendsegelprojekt Utsider hatte zur Standparty geladen. Da blieb kein Auge, und vor allem kein Gaumen trocken.

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Ein interessanter Tag fand hier, mit noch viel Interessanteren Gesprächen, seinen Ausklang. Herrn Petersen von Baltic Yachting in Kappeln habe ich dabei als sehr interessanten Gesprächsparter in Erinnerung und auch mit Martin von www.ostsee-action.de gab es regen Gedankenaustausch. Bei letzterem handelt es sich um den Betreiber eines Blog, der sich neben dem Wind- und Kitesurfen, vor allem auch mit Offshore Events wie dem Volvo Ocean Race beschäftigt.

ostseemeetsyachtblick

Die wasserdichte Notebooktasche – „Overboard“

Mir klingt immer mal wieder die Zeile eines Shantys im Ohr, welches ich in Bezug auf Interpret und Herkunft nicht mehr zuordnen kann: „ In jedem Hafen der Welt, hab ich mir n Schnaps bestellt“.

Der Segeln 2.0 Version dazu wäre dann wohl irgendwie: „ in jedem Hafen der Welt hab ich bei Amazon ein Buch bestellt“. ( Anmerkung der Redaktion: zusätzlich zum Schnaps natürlich )

Zum Standard moderner Marinas gehört, ein anständiger W-Lan Zugang. Was nützt einem aber der Zugang ohne Computer bzw. die nass gewordene Version eines ehemals super funktionierenden Laptops. Glücklicherweise musste ich diese Erfahrung noch nicht machen. Eine wasserdichte Notebook- bzw. Aktentasche erscheint mir nicht nur aber vor allem auf dem Wasser eine prophylaktisch gute Entscheidung zu sein.

So, wer packt jetzt sein Notebook da rein und schmeißt es ins nächste Hafenbecken? Ich wünsche dem Tester, dass er mir das Ergebnis des Tests per Mail mitteilen kann.

Gefunden auf:

http://neuerdings.com/2008/10/22/wasserdichte-laptop-tasche-mit-dem-laptop-duschen-gehen/

Hersteller:

http://www.over-board.co.uk/catalog/product_info.php?cPath=30_49&products_id=87

Ölzeug – Point von Helly Hansen

Ich bin immer wieder erstaunt, mit welcher Selbstverständlichkeit die Yachtszene auf alten Traditionen der Seefahrt beharrt. Das Segeln bzw. Fahren moderner Yachten hat zugegebenermaßen nicht mehr viel mit dem Leben des Wolf Larsson aus Jack London‘s Seewolf zu tun. Aber dennoch wird penibel darauf geachtet, dass ja kein Teil des laufenden Gutes aus Versehen mit dem falschen Namen angesprochen wird. Ich denke, dass diese Schrulligkeit Yachtis bei Außenstehenden altklug erscheinen lassen. Mein Liebling in dieser Kategorie der Namensgebung ist dabei der Begriff Ölzeug. Mit dem Begriff Ölzeug assoziiere ich nur bedingt die modernen High-Tech-Klamotten, die man bei Yachtausrüstern bekommt. Ich denke dabei an diese ( in meiner Vorstellung gelben ) gummierten Hosen und Jacken und vor allem an die großen Gummisüdwester. Aber da ich mir nur schwer vorstellen konnte, dass dieses „Gummizeug“ für die Namensgebung verantwortlich ist, habe ich bei Wikipedia recherchiert, dass der Name Ölzeug auf Leinöl getränktes Baumwollgewebe zurück zu führen ist.

Zum Beginn der Sommersaison 2008 habe ich mich also mit Ölzeug von Helly Hansen ausgestattet. Da es nicht mein Ansinnen war in diesem Jahr über den Atlantik zu segeln, habe ich mich für ein Ölzeug entschieden, welches unter der Kategorie „Küste“ verkauft wurde. Da ich kein Fan von der Einstellung bin „”ey guck ma ich seh Sch*** aus,aber ich bin Segler“” , war mir der optische Eindruck nicht unwichtig. Mag man mich für diese Haltung an den Pranger stellen so erwidere ich, dass die modernen Atmungsaktiven Membranen, aus denen derartige Sachen hergestellt werden, eh alle mehr oder weniger gleich sind (
ähnliche Preisklasse vorausgesetzt ). Mein Fazit nach einer Saison ist: Ich bin bis auf Kleinigkeiten zufrieden bis positiv überrascht. Sorgen, ob es die richtige Entscheidung war, machte mir anfänglich der Reißverschluss, der nach demselben Prinzip wie bei der Dare2Be Jacke, die in einem früheren Artikel ausgewertet wurde, mit einer Gummierung zwischen eigentlichem Reißverschluss und Funktionsstoff versehen ist. Bei klassischen Modellen wird die Undichtigkeit des Reißverschluss durch eine zusätzliche Klappe aus dem Stoff der Jacke kompensiert. Nach einem Jahr Dauereinsatz, da sich die Jacke aufgrund ihrer Blouson Form auch super bei Shitwetter an Land benutzen lässt und ich das auch regelmäßig getan habe, zeigen sich an dem Verschluss keinerlei Abnutzungserscheinungen. An dieser Stelle Lob und Anerkennung für Helly Hansen. Die Aufteilung der Taschen ist zweckmäßig, die Verarbeitung tadellos. Was man vielleicht wissen sollte ist, dass die Jacke, anders als die Hose, nicht besonders warm ist; soll bzw. muss sie aber auch nicht sein, da das Zwiebelprinzip allen bekannt ist. Das einzige was ich derzeit zu beanstanden habe ist, dass die Jacke an beiden Armen einen weißen Streifen hat, der diesem Modell ausnahmslos gut steht und bis zum Handgelenkt reicht. Das letzte Stück dieses Streifens bekommt aber natürlich allen Dreck ab und sieht nach einiger Zeit nicht mehr ganz so schick aus; mit Geduld und Spucke ist das zwar immer wieder abzubekommen, zweckmäßig ist es trotzdem nicht.
Liebe Designer mitdenken! Weiterhin hoffe ich, dass ich niemals herausfinden muss, ob Seenotretter dunkelblaues Ölzeug in der Nacht sehen =)

P.S. kann mir mal einer erklären welche Funktion diese grauen
Gummilaschen haben? Zur Bergung? Zum Einpicken? Ich weiß es einfach
nicht!

Dare2be – Softshell, versagt auf ganzer Linie

Als mir vor ein paar Wochen die erschreckende Einsicht kam, dass auch diese Segelsaison ein Ende haben wird, entschied ich mich dafür der Kälte so lange wie möglich zu trotzen und kaufte mir ein Softshell. Der ortsansässige Ausrüster hatte ein Modell von Regatte und eins von Dare2be im Angebot. Die beiden Jacken unterschieden sich optisch kaum. Da aber Peter bereits das Modell von Regatta hat, entschied ich mich für das Konkurrenzprodukt.

Erstes Fazit: Softshell ist Super! Kaufen!

Leider hat Dare2be versagt! Nach 4 Tagen löste sich die Klettfläche am rechten Handgelenk von dem Gummiverschluss an dem sie angeklebt war. Ich habe mich darüber zwar geärgert, war aber so in das Material verliebt, dass ich es einfach wieder angeklebt habe. Nun konnte ich mit der Jacke weitere 3 Wochen glücklich sein. Doch leider war mein Glück nicht von langer Dauer!

Der Übergang vom Stoff zum Reißverschluss ist bei dieser Jacke mit einer Gummischicht überzogen, um Spritz- und Regenwasser abzuhalten. Diese Gummischicht hat sich nach gerade mal 3 Wochen, ohne Waschgang, in Wohlgefallen aufgelöst. Die Jacke habe ich nun zurückgegeben und werde es in den nächsten Wochen mit einem anderen Modell versuchen.

Zweites Fazit: dieses Modell is “Ramsch”! Nicht kaufen!

Segelhandschuhe von Gill

Sind sie schon mal ein Zeesenboot gesegelt? Ich hatte das Glück! Zeesboot segeln ist das was man im Segelsport wohl als „Back to the roots“ bezeichnen kann. Die Fans und Liebhaber dieser Boote sind natürlich darauf bedacht einen möglichst authentischen Eindruck zu wahren und verwenden deshalb nur diese Retro Seile; sollen aussehen wie gewachste Hanfseile sind aber auch aus Nylon. Aufgrund dieses Bootes und vorallem der Seile habe ich mir Anfang der Saison Segelhandschuhe von Gill gekauft. Diese Handschuhe wurden von mir die ganze Saison auf Herz und Nieren getestet und mussten dabei auch für Tätigkeiten herhalten, die eher für Arbeitshandschuhe als für Segelhandschuhe vorgesehen sind. Zum Ende der Saison sind die Dinger immer noch ziemlich fit, auch optisch kann man sie durchaus noch anbieten. Das einzige was ich nicht so richtig mag ist die Tatsache, dass man nach jedem Ablegen Nasse Hände/Handschuh hat, aber das wird wohl bei allen Segelhandschuhen so sein, oder? Das zweite Problem ist, dass Neopren beim trocknen ziemlich stinkt, aber damit muss man bei Neopren generell leben und deshalb kann das Gill nicht wirklich angelastet werden. Alles in allem finde ich das sich die Investition in Höhe von ca. 20 € gelohnt hat, sie bekommen das Prädikat: „würde ich wieder kaufen“ .

MfG Tommy