Diese Yacht hat mich seinerzeit auf die Idee für die Suche nach der “hässlichsten Yacht der Welt” gebracht! Bis heute ist das die meistgelesene Rubrik hier auf Yachtblick! Quasi als Dank dafür wird die Ocean Emerald hier noch einmal mit einer kleinen Doku geehrt!
Megayachten
World Superyacht Awards 2010!
Eigentlich wollte ich an dieser Stelle einen ausführlichen Bericht zu den diesjährigen World Superyacht Awards schreiben … ABER der Veranstalter dieser Selbstinszenierung der Superyachtbranche ist entweder zu faul, zu arrogant oder zu wichtig um auf meine Emails zu antworten. Ein Bericht darüber, welches Boot welchen Award gewonnen hat, macht ohne die Bilder zu den jeweiligen Yachten wenig Sinn und eben die Rechte für die Bildnutzung habe ich nicht bekommen. Bei der Recherche habe ich aber auch den Jungs von www.superyachtmedia.com geschrieben. Allen Widrigkeiten zum trotz hat sich Robert sehr nett darum gekümmert, dass ich den Code für das Video zu dieser Veranstaltung bekomme. Dieses Engagement wollte ich nicht ungewürdigt lassen und zeige euch das Video dennoch. Die Seite bietet darüber hinaus noch jede Menge Megayachtcontet … auch von großen segelnden Schönheiten. Viel Spaß!
Für ein “Mobo” echt schick!
Ich habe es bis dato bewusst vermieden über Designentwürfe von Yachten zu schreiben, denn die letzen Jahre Schiffbaustudium haben mich gelehrt, dass die meisten der teilweise wilden Konzepte technisch nicht umsetzbar sind. Deshalb geht es mir auch bei diesem Projekt weniger um das Schiff als solches, sondern mehr um den Entwurf an sich! Ich find ihn schick! Die Linien, die Fenster, die “dicken Backen” am Heck – ein rundum gelungener Entwurf. Ich denke das fertige Schiff wird nicht ganz ohne Luken oder ähnliches auf dem Vorschiff auskommen. Kritisch seh ich auch die langgezogene Scheibe im Rumpf, denn dafür einen Stempel vom Lloyd, oder einer anderen Zertifizerungsgesellschaft zu bekommen, ist sicher keine ganz einfache Aufgabe. Das Auto … ist sicherlich optional durch einen schicken Daysailor zu ersetzen! =)
Fakten: Name: Strand Craft 122; Top Speed: 43 kn (optional 55 kn); Länge: 38 m; Breite: 7,5 m; Tiefgang: 1,4 m
via Luxusblogger.de
Flavio Briatores schwimmende Steueroase!
Wie Megayachtnews.org berichtete, hat die Italienische Steuerbehörde die 62 Meter lange “Force Blue” am vergangenen Donnerstag vor der Küste von La Spezia aufgebracht. Die Yacht gehört dem Italo Playboy Flavio Briatore. Die Unschuldsvermutung scheint in Italien nicht unbedingt gängiges Mittel der Strafverfolgung zu sein, denn die ensprechende Behörde hat kurzerhand das Videomaterial dieses Einsatzes veröffentlicht. Als das Schiff geboardet wurde, befand sich der Eigner selbst nicht an Bord, nur seine Frau und sein 2 Monate alter Sohn.
Der Vorwurf der Steuerhinterziehung ist für niemand, der sich schon mit Megayachten beschäftigt hat, eine wirkliche Überraschung. Die auf den Cayman Islands registrierte Yacht ist natürlich als Charteryacht (12 Gäste) ausgeschrieben. Der Preis pro Woche soll bei 225.000 $ liegen. Offensichtlich hat sich Herr Briatore so oft von der Boulevard-Presse, die vom zuständigen Steuerfahnder gelesen wird, ablichten lassen, dass sich in der Behörde der Verdacht regte, dass die Yacht mehr privat genutzt als verchartert wird.
Sollten die Ermittlungen diese Vermutung bestätigen, darf Briatore als EU-Bürger seine Yacht nicht in die Europäische Union einführen, ohne die Mehrwertsteuer zu bezahlen. Wieso hier bei einem geschätzen Yachtwert von 20 Millionen € (ich glaub es ist mehr) eine Forderung von 4 Millionen € zustande kommt, ist mir allerdings nicht ganz klar.
P.S. Liebe segelnde Steuerberater, sollte ich in diesem Artikel Unsinn erzählen, empfehle ich euch die Kommentarfunktion! Danke!
Interieur der Megayacht “A”
Seit langem gibt es hier auf Yachtblick mal wieder ein wenig Megayacht-Content. Für das nicht ganz handelsübliche Design zeichnet der Architekt und Produktdesigner Phillipp Starck verantwortlich. Ich kann mir nicht helfen, aber man sieht der Yacht irgendwie an, dass Herr Starck oft für Badausrüster wie Duravit oder Grohe gearbeitet hat. Bis dato gab es nur recht vereinzelt Aufnahmen vom Interieur und auch die waren nicht sonderlich vielversprechend. Das Video gibt einen recht umfangreichen Einblick in das Innenleben der Yacht und mich enttäuscht es “starck” (ich liebe den einfachen Wortwitz). Ich hätte es mir “apple-artiger” gewünscht. Ein Aufgreifen des Exterieur-Designs im Inneren, wie bei Wally. Leider werden Yachten nicht nach Ästhetik, sondern nach Eignerwunsch gebaut und bei der “A” handelt es sich dabei um Andrej Melnitschenko, einen russischen Mulitmilliardär.
gefunden bei bitterendblog.com
Wing is King – jetzt auch bei Wally!
Modeerscheinungen und Trends gibt es in jeder Branche und natürlich kann sich auch der Yachtbau nicht dagegen wehren. Bei Megayachten muss es momentan schwarz, böse und kantig sein, das gute alte weiß ist langweilig geworden. Bei Segelyachten ist gerade besonders cool, was einen Hydrofoil mit sich führt. Seit dem 33. AC haben die Designer natürlich den Flügel für sich entdeckt. Ich prognostiziere, dass wir Flügel zukünftig auf segelnden Fahrten- bzw. Megayachten sehen werden. Warum ich mir da so sicher bin? Weil Wally das Thema gerade aufgegriffen hat und nach dem allgemeinen Erfolg von „schwarz, böse und kantig“, würde es mich schon wundern, wenn das Thema nicht auch von anderen Werften und Designern aufgegriffen wird. Ed Dubois, Ron Holland, Ken Freivokh, gebaut bei Baltic, Perini Navi oder Alloy – ich bin mir sicher, dass es in irgendeiner dieser Konstellation im Laufe des nächsten Jahres einen Entwurf mit Flügel für eine Segelyacht größer 24 m geben wird. Warum auch nicht – sieht ja auch ziemlich scharf aus, was die Jungs bei Wally da zusammengeklebt haben.
P.S. Es gibt Unternehmen, die liefern für die „Presse“ extra RSS-Feeds aus und es gibt Wally, da muss man sich aufwendig akkreditieren und die Pressetexte themenbezogen anfordern. Die Pressesprecherin ist zwar nett, aber das ist trotzdem nur mein zweitliebstes Verfahren. Die Texte sind dann auch eher alte Werbeschule – wenig Information, viel Eigenlob. Das hatte ich mir bei einem Modelabel wie Wally doch etwas ausgereifter vorgestellt.
Ein weiteres Bild zeigt den Vergleich zum traditionellen Segelplan.
Die letzte deutsche Staatsyacht! Erichs Ostseeland – Teil 2
Glaubt man den Berichten eines ehemaligen Offiziers der Volksmarine, der ausführlich im NVA-Forum (erschreckenderweise gibt es so etwas tatsächlich) über seine Zeit auf der Ostseeland berichtet, war der Aktionsradius der Yacht stark auf die Gewässer der DDR beschränkt. Es wird nur von einer einzigen Dienstreise nach Polen berichtet. Die nur etwa 70 Seetage im Jahr sind wohl darauf zurück zu führen, dass Erich kein großer Freund der Seefahrt war und stark zur Seekrankheit neigte. Den Rest der Zeit verbrachte die Yacht im Hafen von Rostock. Für die Ortskundigen, sie lag im Breitling.
Wie es sich für eine echte Stasi- … ähm Staatsyacht gehört, verfügte die Ostseeland über eine eigene Abhörzentrale. Man war also stets darüber Informiert, was Gäste der Yacht, wie z.b. Fidel Castro, so trieben. Zur Stammbesatzung gehörten etwa 25 Mann Crew und bis zu 16 Gäste bei Mehrtagesfahrten oder 35 bei Tagesfahrten. Genutzt wurde das Schiff zur Beobachtung von Flottenmanövern, sowie für Lustfahrten mit Staatsgästen bzw. Partei- und Staatsfunktionären. Im Kriegsfall wäre die Yacht zum Lazarettschiff umgebaut wurden.
Nach der „Außerdienststellung“/Wende wurde die Yacht an einen Eigner verkauft, dessen Identität nicht so ganz klar ist. Fakt ist, sie wurde unter Maltesischer Flagge betrieben und in den Hafen von Kopenhagen verlegt. In selbigem lag sie dann bis zur Zwangsversteigerung am 1. Mai 1998. Als Mindestgebot wurden 26.000 DM aufgerufen – was den über die Jahre aufgelaufenen Liegegebühren entsprach! Den Zuschlag erhielt ein türkischer Kaufmann mit Namen Senol Yegin für 313.000 DM. Sie wurde daraufhin nach Istanbul verlegt. In der Folgezeit sollte die „Aniara“, wie sie damals hieß, einem 5 Millionen Mark teuren Refit unterzogen werden, um unter dem Label Blue-Marlin-Charter Ostalgie-Kreuzfahrten zu ermöglichen. Dieses Projekt scheiterte aber an finanziellen Schwierigkeiten. Wie weit dieses Projekt und das Refit zum Zeitpunkt des Scheiterns bereits vorangeschritten war, vermag ich nicht zu sagen. Die Bilder der „Falcon“, wie sie wohl heute heißt, sprechen aber nicht unbedingt für ein umfangreiches Refit.
Das letzte Mal tauchte die „letzte Deutsche Staatsyacht“ im Jahre 2005 in der öffentlichen Wahrnehmung auf, als sie über einen Hamburger Makler auf gebrauchtboote.de angeboten und für angeblich 700.000 Euro an einen Käufer aus Dubai verkauft wurde. Selbiger lies im Nachgang verlauten, dass ihn die Geschichte des Schiffs nicht interessiere und er sie umbauen werde.
… sowie es etwas neues gibt setze ich diesen Artikel fort!
Die Bilder wurde mir freundlicherweise von Jukka Koskimies zur Verfügung gestellt.
Die letzte deutsche Staatsyacht! Erichs Ostseeland!
Die Partei, die Partei, die hat eine Yacht!
Und Genossen es bleibe dabei;
Denn wer kämpft für das Recht,
Der braucht so eine Yacht.
Wer die Menschheit verteidigt,
der hat das Recht,
auf Luxus und Völlerei.
Wer von der Yacht spricht der
ist dumm oder schlecht.
So, gegen leninschen Geist,
wächst, in Wolgast geschweißt,
Die Partei – die Partei – die Yacht der Partei.
Hätte ich einen derartigen Text vor der „Wende“ verfasst, dann wäre das möglicherweise das Ende dieses Blogs gewesen. Aber wieso hätte man im Osten auch über Yachten bloggen sollen – diese bösen kapitalistische Protzkisten. Der Ostbürger war gleich und wenn er ein Boot hatte, dann eins aus dem Osten – am besten alle das Gleiche. Für Erich galt das natürlich nicht, denn als geborener Saarländer durfte er natürlich ein etwas größeres Schiff haben.
Die Recherche für diesen Artikel gestaltete sich etwas schwierig, es gibt zwar einige verfügbare Quellen, allerdings sind selbige streckenweise so von Widersprüchen und Ideologien durchtränkt, dass man ihnen kaum Glauben schenken kann. Ich bin also statistisch vorgegangen. Je häufiger ein Fakt erwähnt wurde, umso wahrscheinlicher erschien er mir. So blieb mir auch nix anderes übrig, als mich an den Fakten entlang zu hangeln und die Geschichten und Legenden, die sich um die „letzte deutsche Staatsyacht“ ranken, weitestgehend außen vor zu lassen.
Erichs Staatsyacht, die „Ostseeland“, war nichts, worauf ein guter Sozialist stolz war. Sie war fast sowas wie ein kleines Geheimnis. So wundert es nicht, dass es keinen Staatsakt, keine Medienberichte und noch nicht einmal eine Schiffstaufe gab, als die Yacht am 30. Juni 1971 zu Wasser gelassen wurde. Basierend auf den Plänen eines Minensuchbootes der Kondorklasse (MSR-lang), wurde sie bei der Peene-Werft in Wolgast gebaut. Der ursprüngliche Entwurf wurde zu Gunsten eines Sonnendecks um 5 Meter verlängert und misst nun stolze 61 m Länge, bei einer Breite von nur 8 m.
Aufgrund von zwei Dieselmotoren aus russischer Produktion (M40 von Bryansk), mit jeweils 2500 PS, erreichte die Ostseeland eine Reisegeschwindigkeit von 18 kn. Im Wesentlichen hat man sich bei der Ausrüstung der Yacht an Ostprodukte gehalten, bis auf Kleinteile waren nur die britische Schlingerdämpfungsanlage und die weiße Farbe aus westlicher Produktion. Immerhin 15 Millionen volkseigene DDR-Mark soll die Yacht seinerzeit gekostet haben.
Tamsen Maritim übernimmt Rostocker SMG Werft!
Es muss irgendwann in der letzten Woche im Allgäu gewesen sein, als mich im Kreise der Laser-Recken die Nachricht ereilte, dass die Insolvente und von mir kritisierte SMG-Werft aufgekauft wurde. Heiner Tamsen, der Hamburger Ex-Autohändler, der mittlerweile zum Yachtbauer geworden ist, übernimmt die technisch gut ausgerüsteten Werfthallen, die zuletzt mit dem Label Mazarin-Yachts erfolglos versucht hatten schwarze Zahlen zu schreiben. Ich bin kein Lokalpatriot, ich bin im Geiste immer noch kein Rostocker, aber trotzdem habe ich mich über diese Neuigkeit durchaus gefreut. Sicher ist es auch gut für die Region und die Arbeitsplätze, aber das betrifft mich alles nur peripher. Für mich als Schiffbaustudent ist es gut, endlich wieder einen Marktfähigen Player vor der Haustür zu haben. Die Freude wäre auch gedämpfter ausgefallen wäre es nicht Tamsen Maritime, sondern irgendein anderes Unternehmen gewesen. Der wache Beobachter hat schon längst gesehen, dass sich bereits seit geraumer Zeit die Tamsen 41M bei Yachtblick durch den Header bewegt. Die Wahl der Yachten im Header ist natürlich meinem persönlichen Geschmack zuzuschreiben und nach meinem dafürhalten, ist Tamsen ein Unternehmer von dessen zukünftigem Erfolg in der Yachtszene, ich überzeugt bin. Die Vorgänger auf dem Gelände der SMG haben eine Yacht gebaut und sich danach Gedanken gemacht, wie sie zu verkaufen ist. Heiner Tamsen ist ein Mann der sich seine Sporen im Vertrieb & Verkauf verdient hat, der Focus liegt hier also sicher in erster Linie auf den Bedürfnissen der Kunden und des Marktes. Nach meinem dafürhalten ist das der einzig richtige Weg, um in einem derartig komplexen Markt bestehen zu können.
Als Stichtag für die Übernahme ist der 1. November diesen Jahres angesetzt. Die derzeit beschäftigten 67 Angestellten und 7 Auszubildenden sollen komplett in das neue Unternehmen übernommen werden. Der eingesetzte Insolvenzverwalter Brinkmann sagte gegenüber dem THB, dass Heiner Tamsen für die Rostocker Werft eine eigene Baulinie entwickeln wird, um nun auch Yachten „Made in Germany“ produzieren zu können. Derzeit werden die von Tamsen angebotenen Yachten in der Türkei gebaut.
Ich muss zugeben, dass es mir schon ein wenig in den Fingern juckt, meine Bewerbungsunterlagen einem „Refit“ zu unterziehen und mich bei Tamsen Maritime als Werkstudent zu bewerben … aber wie ich mich kenne, würde mein Studium zu doll leiden =(

Die hässlichsten Yachten der Welt – Teil 8
Schönheit ist bekanntlich eine Frage der Symmetrie! Symmetrie ist eine elementare Grundlage im Schiffbau! Wo ist der Fehler im Bild? Hier gehts zum Artikel über die “Asean Lady”!












