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Klassiker und Großsegler

Rolex Baltic Week 2011

Daniel Forster 14

Eine kräftige Brise und Böen bis an die Grenze des Segelbaren bestimmten am Donnerstag den zweiten Tag der Rolex Baltic Week auf der Flensburger Förde. In Windstößen bis zu 28 Knoten, das ist Stärke sechs bis sieben, hielten nicht alle Crews und Yachten der Robbe & Berking Weltmeisterschaften in der 8mR- und 12mR-Klasse den Belastungen stand. Am härtesten erwischte es den Achter „Svanevit“ von Karsten Niehus aus Köln, bei dem zuerst das Achterstag und in der Folge der Mast brach. Weitere Materialschäden und Segelverluste sorgten zudem für Gesprächsstoff im Hafen. Auch sportlich gab es reichlich Diskussionen, die bis in den Abend bei einigen Protestverhandlungen fortgesetzt wurden. An der Spitze des ... weiterlesen

Sea Cloud – die legendäre Viermastbark

Die Sea Cloud (seit 2001 auch Sea Cloud I wegen der Reedereischwester Sea Cloud II) ist ein Luxuskreuzfahrtsegelschiff mit Viermastbarkrigg. Im Jahre 1931 wurde sie im Auftrag des US-amerikanischen Multimillionärs und Börsenmaklers Edward Francis Hutton (1875-1962) als größte und luxuriöseste je gebaute Privatsegelyacht der Welt mit der Takelage einer Viermastbark von der Germaniawerft in Kiel unter dem Namen Hussar II gebaut. Sie war auch in ihrer Zeit die größte und teuerste Yacht überhaupt. Nach Kriegseinsätzen als US-Küstenwachschiff, mehr als sechsfachem Besitzerwechsel, langen Liegezeiten und drohendem Abwracken wurden die Luxusräume Restaurierungsarbeiten unterzogen. Heute wird sie unter dem Namen Sea Cloud (Sea Cloud I) von der Firma „Hansa Cloud Ltd.“ auf Malta bereedert und von „Sea Cloud Cruises GmbH“ für Kreuzfahrten betrieben.

mehr Informationen über das Schiff bei Wikipedia

Klassischer Schoner “Altair”

Bei der Yacht handelt es sich um die im Mai 1931 bei William Fife & Sons in Fairlie vom Stapel gelaufene “Altair” (Baunummer 789). Der berühmte Konstrukteur und Erbauer William Fife III war zum Zeitpunkt der Fertigstellung bereits 75 und die Altair also eines seiner letzten Werke. Das Gaffelschonerrigg war zu diesem Zeitpunkt bereits aus der “Mode” gekommen und galt als überholt, war aber unbedingter Wunsch des ersten Eigners, einem gewissen Guy H. MacCaw. In den späten 80igern wurde die Yacht von dem Schweizer Unternehmer Albert Obrist in Southampton aufwendig restauriert. Obrist legt bei der Restauration klassischer Yachten, von denen er schon einige besessen hat, sehr viel wert darauf, die Schiffe nah am Originalzustand zu erhalten. In einem Interview gegenüber dem Freundeskreis klassischer Yachten sagte er dazu: “Wer Ästhetik, Klasse und Wertbeständigkeit einer authentischen alten Yacht sucht, hat in meinen Augen die Pflicht, zu retten, was zu retten ist. Wer das Bequeme sucht, sollte neu bauen/kaufen.” Das entsprechende Interview dazu findet ihr hier.
Im Jahr 2007 war die Yacht erneut in Southampton zum Refit bei bei Fairlie Restorations Ltd. Das Ergebnis dieser Arbeit und den aktuellen Zustand der Yacht zeigt der Film.

12 mR Yacht Sphinx steht zum Verkauf

Aktuell gehört die 12 mR Yacht Jochen Frank und Gorm Gondesen. Ursprünglich gehörte auch Oliver Berking, von Robbe & Berking zu den Eignern dieser Schönheit. Letzterer hat sich aber mittlerweile anderen Projekten zugewandt und deshalb suchen die beiden übrig gebliebenen Eigner jetzt einen Käufer oder einen neuen Partner um das Schiff zu unterhalten.

"Jenetta"

Mit anderen Projekten ist hier zum Beispiel die Restauration der “Jenetta” gemeint oder wie ein Bekannter von mir gestern meinte, als wir über den Verkauf der Sphinx sprachen: “davon hab ich gelesen, die Flensburger haben ein moderndes Stück Holz in Kanada gekauft”. Wenn man die Bilder der Jenetta sieht, kann man auf jeden Fall gespannt sein was da raus kommt und ich kann mir gut vorstellen, dass wir über das neue Projekt auch noch berichten werden.

Aber zurück zur Sphinx und ihrer Geschichte:

Die Sphinx wurde 1939 als Clubschiff für den Norddeutschen Regattaverein (NRV) bei Abeking & Rasmussen gebaut.  ... weiterlesen

Bastian Hauck und sein Folkeboot Refit!

Wenn ich mal mehr Zeit habe, dann stelle ich euch Bastian und seine Projekte noch einmal genauer vor. Für den Moment sei nur so viel gesagt: Ich habe Bastian vor einigen Wochen kennen gelernt und teile die Meinung des Meisters im Video. Bastian ist ein netter Kerl den man ruhig mal unterstützen kann. Bastians letzten umfangreichen Reisefilm könnt ihr hier kaufen.

Rigolo wurde verkauft! Welche Yacht ist die Nächste?

Vor einigen Wochen habe ich euch die klassische Tore Holm Sloop Rigolo vorgestellt. Gestern hat mir der ehemalige Eigner erzählt, dass er sie am Wochenende gerade verkauft hat und damit recht glücklich ist, denn die klassische Schönheit segelt demnächst auf dem Attersee in Österreich. Ein Revier das der Schönheit gerecht wird und Sie nicht übermäßig fordert. Auf den Verkauf hatte das zwar keine Auswirkungen mehr, aber das Rigolöchen modelt gerade in der aktuellen Yacht (6-2011) auf Seite 10. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal mein Angebot wiederholen mir auch eure Yachten anzusehen, sie zu fotografieren, vielleicht ein Videointerview mit dem Eigner zu führen und sie dann hier vorzustellen. Meldet euch bei mir info@yachtblick.de

Classic Yacht Pier in Rostock


Es gibt wohl kaum ein Berufszweig auf dieser Erde, der das Produkt seiner Arbeit so liebt wie der Bootsbauer seine Yachten. Gerade bei diesen Profis unter den Yachteignern ist der Hang zu klassischen Yachten besonders groß, was zum einen daran liegen mag, dass die Kosten für den Erhalt der Yacht eher durch eigene Arbeitsleistung gedeckt werden können und zum anderen an dem vorhandenen Wissen über den Wert dieser klassischen Yachten.
Die hohe Affinität zu Klassikern findet sich natürlich auch bei den Mitarbeitern von TAMSEN MARITIM in Rostock, einer der modernsten europäischen Werften.
Unter ihnen befinden sich beispielsweise die Eigner der Rigolo, einer 1947er Tore Holm Sloop und der 1948er 10,1KR “Atalanta”, die bis vor kurzem noch unter dem Namen Monsun auf der Marineschule Mürwick als Segelschulschiff diente.
Neben einigen anderen nutzen diese Klassiker bereits die Infrastruktur der „Classic Yacht Pier“ in Rostock.
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Ein Brief von der Besatzung der Gorch Fock!

Den unten stehenden Text habe ich gerade von Leo bekommen, der auch den ersten Artikel zur Gorch Fock geschrieben hat. Die Erklärung dazu fiel recht kurz aus, denn Leo ist gerade irgendwo unterwegs um zu dem Thema zu recherchieren. Die Mail war nur mit dem Hinweis versehen, dass der Text direkt von der Besatzung der Gorch Fock kommt.

Der erste Artikel zum Thema hat im Moment 177 “Likes” – Rekord bei Yachtblick und für mich ein Indiz dafür, dass zum einen das Thema und zum anderen die Sichtweise bei den Lesern ankommt. Wenn in den klassischen Medien Bilder einer Äquatortaufe als Folter gedeutet werden, dann ist für mich nicht nachvollziehbar, wie jemand der solchen Bullshit zu Papier bringt sich ernsthaft Journalist nennen und seine Arbeit für wichtig halten kann.

Ich weiß auch nicht was wahr ist und was nicht, aber was die letzten Tage definitiv gezeigt haben ist, dass wenn Norbert Schatz sein Schiff jemals so geführt hätte wie Herr zu Guttenberg seine Krisen bewältigt, dann müssten wir über die Gorch Fock nur noch im Rahmen eines Tauchfilms berichten.

Der Brief:

“Freund, Mentor, Kapitän und Kommandant”

Vier Worte; und gerade in dieser Reihenfolge kommen sie uns, der
Besatzung, in den Sinn. Kapitän zur See Norbert Schatz lies uns dafür fünf: “Ich war gerne Ihr Kommandant”. Es waren die letzten, die er im Rahmen der Kommandantenmusterung am 21. Januar 2011 an uns richtete. Der traurige Abschied kommt am 30. Januar 2011 auf ... weiterlesen

Lotsenschoner No.5 Elbe – Der Film!

Ich habe den Film vor kurzem auf www.lotsenschoner.de gesehen und auf Anfrage war die Stiftung Hamburg Maritim so freundlich uns den Film zu Verfügung zu stellen.

Der Lotsenschoner ist Hamburgs letztes erhaltenes Seeschiff aus der Ära des Holzschiffbaus. “No. 5 Elbe” lief 1883 auf der Werft von H.C. Stülcken auf Steinwerder vom Stapel. Über 30 Jahre lang hat der Gaffelschoner Lotsen in der Elbmündung und der Deutschen Bucht versetzt. 13 mal überquerte er den Atlantik, umrundete 1937 Kap Hoorn, erreichte San Francisco und diente unter anderem den Kindern des „Sommer of Love“ als Gewächshaus.

2002 ließ die Stiftung Hamburg Maritim ihn nach Hamburg zurück bringen und restaurieren. Ein sehenswerter Film wurde produziert und Freunde traditioneller Seefahrt können ihn nun wieder für Tagesfahrten und Chartertörns buchen.

Die Gorch Fock – eine wiedergegebene Meinung

Die Vorfälle auf der Gorch Fock bewegen im Moment die Gemüter und da die alte Dame nun mal unter Segeln unterwegs ist, geht das Thema auch an den Segelmedien nicht vorbei. Für unsere Kollegen von segelreporter.com hat sich Jan von der Bank, der seinerzeit selbst Rekrut auf der Gorch Fock war, zu dem Thema geäußert.

Ein weiterer sehr geschätzter Blogger-Kollege, der seit vielen Jahren professionell für gedrucktes Wort rund um die Seefahrt sorgt, ist Leo Walotek-Scheidegger. Leo und ich haben schon seit langem immer mal wieder Mailkontakt und der Link aus unserer Blogroll zu “4mare.com” ist gefühlt so alt wie Yachtblick selbst.

Als anerkannter Insider zu dem Thema hat sich Leo zu den Vorfällen auf der Gorch Fock in seinem Blog und gegenüber dem MDR geäußert. Er vertritt einen anderen Standpunkt als Bild, Spiegel & Co, den ich persönlich sehr interessant finde und euch vorstellen möchte:

1. Artikel: Die Gorch Fock Meuterei – ein politisches Spiel

erschienen am 20.01.2011

Die sogenannte Meuterei ... weiterlesen