Als ich den Film zum ersten mal gesehen habe, wollte ich direkt eine Serie daraus machen und den Entstehungsprozess dieser neuen Evolutionsstufe des International 14 begleiten. “Mr. Killing” hat mir zwar das Recht, den Film zu bearbeiten, erteilt. Wollte jedoch, wohl aus Zeitgründen, auf detaillierte Nachfragen nicht antworten. Neben einem Konstrukteur und einigen anderen int. 14 Seglern habe ich auch beim Präsidenten der Klassenvereinigung angefragt ... weiterlesen
Jolle, Dinghi & Skiff
Franziska Goltz erklärt die Olympia-Qualifikation!
Nach einer langen Zeit melde ich mich wieder zurück. 2010 liegt nun hinter uns und ein neues Jahr ist angebrochen. Ein bedeutendes Jahr!
2011…
Das Jahr der Entscheidung. Wer schafft es, sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren? Was muss auf diesem Wege alles geschehen? Wie kann ich mich dafür qualifizieren?
Als erstes, muss ich wieder gesund werden!
Ende letzten Jahres, bekam ich das pfeiffersche Drüsenfieber ohne es wirklich zu bemerken. Als ich pünktlich zu Weihnachten aus Australien wieder kam, haute es mich prompt um. Die Feiertage und Neujahr, musste ich ... weiterlesen
“White Squall” trifft die Teilnehmer der Sail Melbourne
Da hat es ja mal ganz königlich gekachalt! Ab 6:13 min im Video seht ihr auch schön die Audi-Ringe mit dem Wind kämpfen. Was bleibt ist die Erkenntnis, dass Hollywood doch nicht immer lügt (siehe White Squall). Laut Pressetext ist ein 2,4mR untergegangen, RS:X Bretter haben Schaden genommen und einige Segler musste sich medizinisch behandeln lassen. Regattaleiter Ross Wilson wies darauf hin, dass das Wetter rund um den Kurs ständig überwacht wird, aber keiner der Messepunkte im Vorfeld irgendeinen Hinweis auf dieses Wetterphänomen geliefert hat.
Zur Erklärung:
Eine Weiße Bö (engl. white squall) ist eine extrem starke, ohne Vorwarnung aufkommende Fallbö, die teilweise von Nebel, Sturzregen oder sogar Schnee begleitet wird.
Weiße Böen sind ein seltenes und in der Seefahrt gefürchtetes Wetterphänomen auf hoher See. Ohne die sonst üblichen Anzeichen bestimmter Sturmwolken wird die See infolge der plötzlichen Windböen weiß (Schaumkronen auf den Wellen); manchmal baut sich bei sonst klarem Himmel extrem schnell eine aufsteigende weiße Wolke auf. Diese Begleiterscheinungen – weiße Schaumkronen, Nebel, die Wolke und in bestimmten Breiten auch Schnee – gaben dem Phänomen den Namen.
Ursache dieser Erscheinung sind wahrscheinlich starke Veränderungen wie Luftdruck-Einbrüche in Wolkenschichten der oberen Atmosphäre, die quasi eine stoßartige Luftlawine von Orkanstärke auslösen und zu extremen Turbulenzen wie in Hurrikanen bis auf Seeniveau führen. Das Geschehen dauert meist nur wenige Sekunden bis einige zehn Minuten. Besonders gefährlich wird dieses Phänomen Segelschiffen, da es nur sehr schwer früh genug erkennbar ist und damit keine Möglichkeit für Gegenmaßnahmen – wie Reduktion der Segelfläche und Kurskorrektur – lässt.
Quelle: Wikipedia
Ob es jetzt wirklich wie beschrieben eine “weiße Bö” war weiß ich nicht. Da die Definition aber recht schwammig ist, behaupte ich zugunsten der Dramaturgie einfach das es eine war! =)
Bericht von Anke Helbig:
Auch für den heutigen Tag waren 3 Rennen geplant, die Windvorhersage versprach gute Bedingungen mit bis zu 18kn. Aber es kommt ja bekanntlich immer anders als man denkt.
Gegen 1300 verließ ich den Hafen, um zum Regattagebiet auszulaufen. Ich segelte mich bei sehr unkonstanten Bedingungen ein und stellte fest, dass der Wind sowohl in seiner Richtung, aber auch in seiner Stärke stark pendelte. Mit einem soliden Start konnte ich meinen taktischen Plan, Streckbug segeln und eher rechts orientiert, gut durchsetzen. Vor der Tonne kam es dann aber von links nochmal ordentlich, sodass ich nur mit Anschluss an die erste Marke kam. Leider erwischte ich einen schlechten ersten Downwind, ich fand meinen Rhythmus nicht und kam nicht richtig ins fahren. Die zweite Kreuz war dann eine solide, bei der ich sowohl taktisch als auch Geschwindigkeitstechnisch etwas Meter und Plätze gutmachen konnte. Und auch beim 2.Vorwind fand ich nach Anlaufschwierigkeiten meinen Rhythmus und konnte einige gute Surf´s mitnehmen. Im Ziel steht dennoch wieder nur ein 21.Platz zur Buche. Also sollte im 2. Rennen alles besser werden…
Kurz vor dem 2. Start des Männerfleets kam dann das, was unseren 5. Wettkampftag enden ließ. Eine Front zog über die gesamte Bucht, mit Regen und bis zu 40kn Wind befand sich fast das gesamte Laserfeld auf ihren gekenterten Booten und warteten auf ein Ende. Dies war aber nicht wirklich in Sicht und so entschied die Wettfahrtleitung uns alle in den Hafen zu schicken, mit der Option nocheinmal auf´s Wasser zu gehen! Aber dazu kam es nicht mehr, sodass wir auch heute wieder nicht alle Rennen fahren konnten.
Für mich steht im Moment ein 22. Rang auf der Ergebnisliste. Ich bin ein wenig enttäuscht aufgrund des heutigen Rennens und den vielen kleinen vermeidbaren Fehlern im Laufe der gesamten Woche. Morgen steht noch ein Rennen für uns aus und ich hoffe, dass ich nocheinmal einen versöhnlichen Abschluss für mich zu Stande bringe, auch fürs Ego.
Ich schick euch liebe Grüße aus Melbourne
Anke
Bericht und Filme vom 3. und 4. Tag der Sail Melbourne
Bericht von Anke Helbig: Und wieder haben wir einen sonnigen Segeltag hinter uns gebracht. Da gestern aufgrund der Wetterlage um 1130 alle Rennen abgesagt wurden, starteten wir heute um 11Uhr unser Erstes von 3 Rennen. Ich hatte mir vorgenommen mich auf meine Anfahrbewegung beim Start zu konzentrieren.
Doch diesmal lag der erste große Fehler in meiner Nachstartphase. Mit zu vielen Wenden und kleinen Schlägen verpasste ich den Anschluss auf der linken Seite. Auf der zweiten Kreuz passierte mir fast der selbe Fehler nocheinmal, aber ich konnte mich nocheinmal besinnen und folgte dann dem hohen Bein, welches mich noch auf Platz 10 hiefte.
Das 2. Rennen war vom Start an eher schlecht, ich fuhr zu lange gegen den ersten Dreher und konnte mich nur mühsam auf Platz 19 nach vorn arbeiten. Im letzten Rennen kann ich eigentlich nur sagen, dass ich zu “doof” war, mit auf die linke Seite zu fahren. Ich hatte einen guten Start in Lee und wollte ersteinmal abkassieren, dann verpasste ich aber den Absprung wieder nach links. Sehr ärgerlich, weil es eigentlich so einfach gewesen ist.
Und genau das ist es. Es sind viele einfache Dinge, mit denen ich mich im Moment auseinander setzen muss, was auf der einen Seite schlecht ist, denn mit ein wenig Konzentration zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, würden diese Dinge einfach nicht passieren! Aber auf der anderen Seite weiß ich auch, dass, wenn ich das umsetzen kann, ich in der Lage bin hier mitzufahren.
Morgen ist nun ein neuer Tag und ich möchte weiter auf meine Anfahrbewegung am Start achten und vllt ein/zwei kleine Fehler abstellen
;) Also schauen wir nach vorne und gehen frisch in den vorletzten Regattatag!
Liebe Grüße nach Hause
Anke
Bericht und Film von der Sail Melbourne
Großartiger Film für einen Weltcup – so hätte ich das in der nächsten Saison gerne bei jedem Weltcup der olympischen Klassen!
Der Bericht von Anke Helbig
Guten Morgen an alle, die uns in Deutschland mitverfolgen. Nachdem wir am ersten Tag leider kein Rennen ins Ziel bringen konnten, erlebten wir gestern einen wunderschönen Segeltag. Bei 5-9kn Wind segelten wir 3 Rennen bei flachem Wasser und sehr fairen Bedingungen. Im ersten Rennen wurde ich aufgrund eines Frühstartes nach dem Zieldurchgang disqualifiziert (Zielplatzierung:8). Das zweite Rennen startete schon nicht gut und es schlichen sich zu viele unnötige Fehler ein, sodass ich es nur auf Platz 28 beenden konnte. Leider konnte ich auch im 3. Rennen nicht das umsetzen, was wir besprochen hatten und ich startete wieder eher schlecht als recht. Dennoch fand ich im Laufe des Rennens in meinen Rhythmus und konnte dank einer guten 2.Kreuz mich noch auf Platz 14 nach vorne segeln. Viele kleine Dinge gilt es abzustellen und ich muss versuchen, zum Zeitpunkt des Startes, meinen Fokus im Boot zu haben und nicht zu viel zu wollen – wir sagt Thomas so oft:” Mach das, was du im training machst.”
Aber irgendwie setzt es immer kurz vor dem Start bei mir aus ;)
Also gilt es für heute, an unserem 3. Wettkampftag, sich auf die Starts zu konzentrieren und das Boot schnell zu machen. Im Moment aber warten wir an Land, da alle Starts verschoben worden sind, aufgrund von zu viel Wind und Frontenduchzüge, die am Nachmittag erwartet werden. Also lassen wir uns überraschen was noch folgt.
Ich wünsch euch erst einmal einen schönen Tag und hoffe ihr drückt weiterhin die Daumen!
Liebe Grüße aus Sandringham
Anke
Promo Video der F18 Katamaran Klasse! Rio 2016?
Der Katamaran ist so gut wie zurück im olympischen Programm, trägt allerdings noch den Status “equipment evaluation”, soll heißen, man hat sich für das Boot noch nicht entschieden. Roland Gäbler wünscht sich sicher seinen Tornado zurück ins olympische Programm – bei seinem kontinuierlichen Engagement dafür, hätte er das ja auch irgendwie verdient. Betrachten wir das ganze mal realistisch und ohne Emotionen. Der Hobie 16 ist der meistverkaufte Katamaran der Welt – mit 16 Füßen für “Mixed” aber sicher zu klein! Der 20 Fuß lange Tornado hat zwar schon olympische Erfahrungen, ist aber leider auch recht teuer! Was liegt also näher als auf die F18 Katamarane zu setzen. In den letzten Jahren ist diese Klasse wirklich stark gewachsen und die Boote wurden beachtlich weiterentwickelt. Die französische F18 Klassenvereinigung hat gerade diesen Film veröffentlicht … es würde mich schon doll wundern, wenn man damit nicht auf die nächste ISAF Konferenz im Mai in Sankt Petersburg schielt. Die Finns haben auch einen Film veröffentlicht und waren Erfolgreich – warten wir ab was passiert!




