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Expeditionen & Törnberichte

Der Albatros

“Ich bin der Albatros, der am Ende der Welt auf dich wartet.
Ich bin die vergessene Seele der toten Seeleute,
die zum Kap Hoorn segelten, von allen Meeren der Erde.
Aber sie sind nicht gestorben im Toben der Wellen,
denn jetzt fliegen sie auf meinen Schwingen für alle Zeit in die Ewigkeit,
wo am tiefsten Abgrund der antarktische Sturm heult.”

Dieses Werk der chilenischen Dichterin Sara Vial findet sich neben dem Denkmal von Kap Hoorn, welches an die tausende von Seeleuten erinnern soll, die hier auf See geblieben sind. Das Denkmal zeigt einen stilisierten Albatros. Spätestens seit Coleridge’s “The Rime of the Ancient Mariner” ist der Albatros ein fester Bestandteil der Maritimen Symbolik. Auf dem Wappen verschiedener Reeder oder Segelclubs zu erscheinen, hilft ihm nur leider nicht beim Überleben.

Fotograf Chris Jordan dokumentiert mit seinem Projekt “Midway: Message from the Gyre” eine Reise zu den Midway Inseln, einem jener unsäglichen Plätze, in dessen Nähe sich ein sogenannter Müllstrudel gebildet hat. Ein Ort an dem Meeresdriftströmungswirbel Plastikteile und deren Zersetzungsprodukte sammeln. Einer der größten dieser Art ist der Nordpazifikwirbel, dem der Müllteppich mittlerweile den Beinamen Great Pacific Garbage Patch zu verdanken hat.

Jeder muss für sich entscheiden, wie er mit dieser Welt umgeht und ich bin der Letzte, der den Finger hebt und zum CO2 freien Leben aufruft. Wenn man sich aber die Bilder von Chris Jordan ansieht, muss man innerlich schon ziemlich tot sein, um beim nächsten Törn seine Kippen und den Plastikmüll im großen Teich zu entsorgen. Mehr muss dazu auch nicht gesagt werden, die Bilder sprechen für sich!

Wilfried Erdmann – Seglerjahre

seglerjahre_topDas es hier schon seit einiger Zeit recht ruhig ist liegt daran, dass mir einfach die Zeit fehlt mich so um Yachtblick zu kümmern, wie ihr es eigentlich verdient habt (Bewerbungen von freien Redakteuren/Mitarbeitern werden jederzeit angenommen) … das es bei segel-filme.de in den letzten Monaten “gefühlt” ein wenig ruhiger lief war der Tatsache geschuldet, dass sich Jochen um die im Folgenden beschriebene DVD Box gekümmert hat. Ich möchte euch hiermit das Ergebnis ans Herz legen.

Das Wilfried Erdmann „Seglerjahre” 3er DVD Boxset sowie das gleichnamige Film-Download Bundle ist nun erhältlich. Ob als DVD Box Set oder Download Bundle, enthalten sind 3 Filme mit insgesamt rund 240 Minuten Spielzeit. Da wären das völlig neu produzierte “Gegenwind im Paradies”, die dreijährige Südssereise der Erdmanns mit Sohn Kym sowie remastered “Die magische Route”, das wohl erfolgreichste Video über eine Weltumsegelung von Wilfried Erdmann. Und “last but not least” die “Seglerjahre”.

Denn es waren ungewöhnliche “Seglerjahre” für Wilfried Erdmann, Deutschlands wohl renomiertestem Extremsegler. Der Film “Seglerjahre” erzählt auf Basis von ganz unterschiedlichen Gesprächen mit Wilfried die Stationen seines bewegten seglerischen Lebens. Der viermalige Weltumsegler hat für die Produktion der Filme darüber hinaus bisher nie veröffentlichtes Filmmaterial zur Verfügung gestellt. Entstanden ist ein Film der Wilfried Erdmanns seglerisches Leben beginnend mit einer Radtour über die Hochzeitsreise rund um die Welt sowie familiäres Segeln in der pazifischen Südsee bis hin zu seiner Nonstop-Weltumsegelung gegen die vorherrschende Windrichtung erzählt. Einen kleinen Vorgeschmack bietet der 5minütige Teaser.

Das 3er DVD Boxset und das Download-Bundle sind hier im Shop erhältlich.

 

SWT- Baltic Race

Surfer fordern High Tech Yacht Illbruck heraus 

Heute startet erstmalig das SWT- Baltic Race.

Dabei fordern zwei Surfer das Siegerboot des Volvo Ocean Races (2001/02), die legendäre Illbruck heraus. Das Rennen wird gegen 13.00 Uhr vor der Südspitze Dänemarks gestartet. Es wird erwartet, dass beide Kontrahenten die gut 40 Kilometer in unter zwei Stunden zurücklegen und gegen 15 Uhr die Ziellinie vor Warnemünde überqueren.

„ Für die beiden Surfer wird es sehr schwer werden die Illbruck zu schlagen. Schließlich ist die gesamte Performance dieser High Tech Yacht auf Rennen wie diese ausgelegt“ so Martin Buck (Team Speedsailing / Steuermann der Illbruck). Die beiden Surfer, Mathias Bethke und Thomas Brandt, vertrauen jedoch auf ihre höhere Maximalgeschwindigkeit. „Natürlich wird es schwer werden aber wir haben uns lange und sehr akribisch auf diese ausdauernde Belastung vorbereitet.

Oberste Priorität während des gesamten Rennens hat natürlich die Sicherheit aller Beteiligten, denn neben Wind und Wellen verläuft der Kurs auch durch die stark frequentierte Kadettrinne.

„Es wird sicherlich ein sehr enges und spannendes Rennen“, so SWT- Geschäftsführer Mikael Widmark.

„Neben der sportlichen Herausforderung soll dieses Event aber auch zeigen, wie Technologie und Entwicklung Distanzen verkürzen kann und dies ist eben auch ein wichtiger Grundsatz unseres Unternehmens.“

Die Neuauflage dieser Auseinandersetzung soll es dann 2013 geben, denn beide Kontrahenten haben schon angekündigt im Falle einer Niederlage den sportlichen Gegner erneut herauszufordern.

Vielen Dank für diesen Beitrag von Mathias Bethke

Weitere Informationen findet ihr hier. Bilder werden wir euch hoffentlich nachliefern können

Raus ins Blaue – Film von Bastian Hauck in voller Länge!

Kurz vor Haparanda liegt die nördlichste Tonne der Ostsee – mit einem Briefkasten. Und Bastian Hauck hat eine Mission: Post aus Haparanda. Mit seiner 50 Jahre alten Tadorna, einem umgebauten Folkeboot, macht er sich auf den Weg.

Bastian‘s Film ist eine Liebeserklärung an die Ostsee und an die Menschen, denen er unterwegs begegnet: Eine Gruppe junger „Couchsurfer“, die ihn zu einer finnischen Saunaparty mitnimmt; schwedische Fischer, die ihn zu „Surströmming“ und Selbstgebranntem einladen; und Kristina, die kurzerhand die Pantry ihres Großseglers gegen die enge Koje der Tadorna eintauscht und Einhandsegler Bastian Hauck die Zweisamkeit lehrt. Zweieinhalbtausend Seemeilen ohne Motor, auf einem Boot, das Kielbolzen und Oberwanten verliert und gegen Ende beinahe aufgegeben werden muss: Zusammen mit Bastian Haucks erster Ostseeumrundung nach St. Petersburg wurde diese Reise übrigens mit dem Langfahrtpreis des Freundeskreis Klassischer Yachten ausgezeichnet.

Bastian hat vor einiger Zeit seine Erfahrungen mit dem Folkeboat professionalisiert – wenn ihr eure Holzschätzchen in die Hände eines Liebhabers geben wollt, dann schaut euch www.bootswerft-schleswig.de an

Jens is rum! PlanetSolar beendet Weltumrundung

Ich gehe mal davon aus das einige sicher bereits mitbekommen haben, dass die PlanetSolar mit unserem Kumpel Jens an Bord die Weltumrundung erfolgreich beendet hat. Wir gratulieren dem Team von PlanetSolar zu dieser großartigen Leistung und freuen uns Jens bald wieder öfter zu sehen. Ich hoffe das wir auch bald noch einen persönlichen Bericht vom letzten Teil der Reise bekommen … da Jens im Moment sicher andere Dinge im Kopf hat als Artikel schreiben, muss ein Auszug aus der Pressemitteilung vorerst reichen.

Die MS Tûranor PlanetSolar hat ihre Route nahe am Äquator zurückgelegt, ist durch den Panama- und Suezkanal gefahren und hat an zahlreichen Ortschaften Zwischenstops eingelegt, wie zum Beispiel in Tanger, Miami, Cancun, den Galapagosinseln, Französisch-Polynesien, Brisbane, Hong Kong, Singapur, Bombay oder auch Abu Dhabi und Doha. Insgesamt besuchte die Crew 28 Länder. Diese Zwischenhalte waren einzigartige Gelegenheiten, Einheimische zu treffen und für die Nutzung von Solarenergie zu werben. Die Crew der MS Tûranor PlanetSolar ist die erste, die eine Weltreise einzig mit Solarenergie geschafft hat. Nachdem das Schiff am 27. September 2010 Monaco verlassen hat, segelte es unter Schweizer Flagge während 585 Tagen ohne einen Tropfen Treibstoff. PlanetSolar hat so das Potenzial und die Zuverlässigkeit der Solarenergie demonstriert.

Der Initiator und Expeditionsleiter von PlanetSolar, der Schweizer Raphaël Domjan, hat sich nach dem Verlassen des Bootes sehr bewegt geäussert: « Wir sind sehr glücklich, diese erste Weltreise mit Solarenergie geschafft zu haben! Wir haben gezeigt, dass wir die Technologie und das Wissen haben, um nachhaltig zu werden und unseren blauen Planeten zu schützen! Diese hervorragende Leistung wäre nicht möglich gewesen ohne die Unterstützung aller unserer Partner und vor allem dem deutschen Pionnier der Solarenergie und Mitbegründer von PlanetSolar, Immo Ströher, der sich persönlich und finanziell stark engagiert hat, um dieses einzigartige Abenteuer zu ermöglichen », fügte ein dankbarer Raphaël Domjan hinzu. 

Der Richter der Guiness Weltrekorde, Gareth Deaves überreichte dem Team der PlanetSolar während der Willkommenszeremonie die neuen Zertifikate für die längste je in einem Solarschiff zurückgelegte Distanz sowie das Zertifikat für die erste Weltumrundung mit Solarenergie. Während seiner Reise erhielt PlanetSolar bereits das Zertifikat für die schnellste Durchquerung des Atlantiks und des chinesischen Meers mit einem Solarboot. 

Zur weiteren Nutzung des Schiffes sagte Immo Ströher “In einer ersten Phase werden wir verschiedenste Optionen für eine neue Nutzung der MS Tûranor PlanetSolar evaluieren. Wir beabsichtigen, das Schiff für wissenschaftliche oder kommerzielle Verwendungen zu vermieten oder es zu verkaufen. Wir sind offen für Ideen und Diskussionen mit potenziellen Partnern – von dessen Nutzung als “grüne” Luxusyacht bis zu wissenschaftlichen Nutzungen und dessen Verwendung als die weltgrösste mobile Solarplattform und -batterie, alles ist möglich”. 

“Die See gehört mir” – Der Film in voller Länge!

Rund 10 Jahre ist seine Weltumsegelung jetzt her und Uwe Röttgerings Film „Die See gehört mir“ ist mittlerweile so etwas wie „ein kleiner Klassiker des Segelfilms“. Pointiert, humorvoll und kritisch berichtet Uwe eine gute Stunde lang von seinen „26 schönsten, freiesten, spannendsten, aber auch anstrengendsten Monaten“ auf See. Prädikat äusserst sehenswert.

50 000 Seemeilen durch alle Weltmeere auf seiner FanFan. Von Hooksiel über Jan Mayen nach Grönland, den Atlantik der Länge nach bis zu den Inseln der Südpolarmeere, weiter nach Neuseeland, in den Nordpazifik zum Midway-Atoll, über die Südsee nach Chile und um Kap Hoorn herum, einen Abstecher nach Südgeorgien, dann Kapstadt, von dort 6750 Meilen nonstop bis ins amerikanische Newport und schließlich über die Färöer zurück nach Hooksiel.

Zum verschenken bei segel-filme.de auch als DVD erhältlich! 

Golf von Aden achteraus – MS Tûranor PlanetSolar ist durch!

An die Yachtblicker,

Nach 30 Tagen Angst vor Piraterie haben wir sicher die 17° Nord im Roten Meer erreicht. Wir befinden uns östlich vom Sudan, mit Kurs auf den Suez Kanal. Wenn ich auf die letzten Wochen zurückschaue, liegen hinter uns Wochen voller Spannung, Angst und Unsicherheit.

Am 05.02 13.00 Uhr hieß es in Abu Dhabi Leinen los. Die Sonne steht gut und der Wind weht schwach aus NO. Es hatte den Anschein, als liegt eine von vielen gewöhnlichen Etappen vor uns, um die Turanor ein Stück dichter an Monaco zu bringen – doch der Anschein trügte. Wenn man in die Gesichter der Crew schaute, sah man einen Ausdruck von Ungewissheit und Angst. Beim genaueren betrachten der Yacht kann man sehen, dass die Turanor mit einer Barriere aus Stacheldraht verkleidet wurde, die Crew mit kugelsicheren Westen, sowie Helm ausgestattet wurde und sich eine Spezialeinheit von der Sicherheitsfirma G4S an Bord der Turanor verschanzt hat. Desweiteren hat der erste Kapitän der Turanor, Patrick Marchesseau, das Ruder für diese gefährliche Etappe übernommen, da er bereits 2008 von Piraten entführt wurde und bei einer abenteuerlichen Geldübergabe freigekommen ist, somit also über die nötige Erfahrung für die kritischste Etappe auf unserer Weltreise verfügt.

Wir verließen den Hafen von Abu Dhabi, um durch den Golf von Aden nach Djibouti und dann ins Rote Meer zu gelangen. Das Problem in diesem Gebiet – Piraten aus dem 20sten Jahrhundert, die ihre Säbel gegen automatische Waffen und Panzerfäuste getauscht haben. Sie haben ihren Ursprung in Somalia, wo sie einst als Fischer ihren Lohn verdienten. Nach der Überfischung der Weltmeere gehen ihnen jetzt vorwiegend Tanker, Containerschiffe und Privatyachten ins Netz. Und es lohnt sich für die somalischen Seemänner. Für eine gekaperte Yacht verlangen sie zwischen 750.000 und 3.000.000 Euro, je nach Herkunft, Größe und Anzahl der Crew.

Unser Trip war 2200nm lang – von Abu Dhabi bis 17° Nord im Roten Meer. Davon befinden wir uns 1700nm in der High Risk Area und 1400nm im Brennpunktbereich, was uns genug Grund zur Sorge gab. Der Ex Armeechef der Schweiz, Christophe Kekeis, sagte im Interview, dass die Turanor Planetsolar von einer 90% Sicherheit ausgehen muss, angegriffen zu werden und zum sogenannten “Catch of the Year” für die Piraten zählt. Fast der komplette nördliche Indische Ozean wurde vor ein paar Jahren zur High Risk Area erklärt, doch der Brennpunkt ist der Golf von Aden. Dort spricht man schon in Fachkreisen vom Kriegsgebiet. Unsere größte Schwäche im Kampf gegen die Piraten war unsere Geschwindigkeit von etwa 5kn, was das Kapern der Yacht sehr vereinfachen würde. Die zu empfehlende Mindestgeschwindigkeit im Golf von Aden liegt bei 18kn!!

Wir waren nur 4 Wochen in der High Risk Area, aber es kam uns vor wie eine halbe Ewigkeit. Alle von uns waren zu jeder Sekunde konzentriert, denn wir durften uns keine Fehler erlauben. Die Aufgabe für die Crew bestand darin, alle Bewegungen von Booten aufzuzeichnen, auszuwerten und Fischer von Piraten zu unterscheiden. Wir hatten alle möglichen Situationen im Vorfeld durchgespielt, doch es war einfach nicht das Gleiche wie im Training. Wir hatten einige Situationen dabei, in denen wir uns Gefechtsbereit machte und die Präsenz der Waffen aufzeigen mussten. Zum Glück kam es jedoch nie soweit, dass die Waffen benutzt werden mussten, dieses hing auch mit unserer ausgezeichneten Zusammenarbeit mit der französischen Marine, der Bundespolizei und allen vor Ort stationierten Kriegsschiffen zusammen. Jeden Tag bauten wir den Kontakt zu Kriegsschiffen auf, kurz vor Sonnenuntergang wurde unser Gebiet von Hubschraubern der deutschen, französischen und japanischen Marine nach möglichen Piraten-Schiffen abgesucht. Doch all dies gibt keine 100% Sicherheit. Während wir den Golf von Aden durchquerten wurden 3 Schiffe von somalischen Piraten geentert und vor die somalische Küste verschleppt, wo nun Lösegeldforderungen gestellt werden.

All das liegt jetzt hinter uns und wir können mit einer großen Erleichterung sagen, dass die Turanor das erste Solarboot ist, welches den Golf von Aden durchquert hat. Nun können wir uns wieder auf unsere eigentliche Expedition konzentrieren, welche uns unter anderem in die Fußstapfen von Jacques-Yves Cousteau und seine alte Unterwasserstadt führte.

Grüße Jens

Gefahr auf den letzten Metern

Im April soll die PlanetSolar wieder wohl behütet in Monaco an den Steg gehen, aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg. In der jüngsten Vergangenheit schockierten die Medien immer wieder mit Überfällen im Golf von Aden. Eben durch dieses Gewässer führt der direkte Weg der PlanetSolar. Sind wir ganz ehrlich, dieses Boot sieht im Vergleich zu einem “Container-Riesen” doch eher wie ein UFO aus und wird dadurch leider auch wesentlich interessanter für die somalischen Piraten.

Jemand, der sich mit diesem Thema auskennt, hat sich vor einigen Tagen im Schweizer Tagesanzeiger zu Wort gemeldet – Ex-Armeechef Christophe Keckeis, der seines Zeichen mit der Betreuung der Solar beauftragt wurde.

Ein Einsatz von Söldnern scheint nicht ausgeschlossen  zu sein!

Wir wünschen den Mannen der PlanetSolar eine entspannte überfahrt und eine baldige Meldung über die hoffentlich erfreulichen Ereignisse.

Comino – ein Inselleben!

Comino liegt zwischen den beiden größeren maltesischen Inseln Malta im Süden und Gozo im Norden in dem etwa sechs Kilometer breiten Meeresarm Il Fliegu. Die Insel ist etwa drei Quadratkilometer groß und ein zwischen zehn und zwanzig Meter aus dem Meer ragendes Felsplateau. Die Küste fällt fast überall steil ab und ist mit zahlreichen Höhlen durchsetzt.

Comino die kleine Insel zwischen Malte und Gozo

Während Malta aus den Nähten platzt, herrscht auf Comino die große Einsamkeit. Die Brüder Salvu und Angelu leben hier, eine Tante und eine Cousine.

Die Bebauung der Insel besteht aus dem Comino Hotel mit 95 Zimmern an der San Niklaw Bay im Norden, eine Ferienbungalowsiedlung mit 46 Wohneinheiten und der kleinen Annunciation Church an der Santa Marija Bay im Nordosten, einer Polizeistation, dem Santa Marija Tower und einer ehemaligen Quarantänestation, in der die ständigen Bewohner Cominos leben. Den Tower nutzen heute die maltesischen Streitkräfte.

Eine Schweinefarm befindet sich am anderen Ende der Insel. In den 1990er Jahren wurden aus Schweden per Flugzeug angelieferte Schweine per Hubschrauber aus veterinärmedizinischen Gründen direkt dahin weitergeflogen.

Im Mittelalter lebten zeitweise bis zu 200 Menschen auf der Insel und man baute den für die Insel namensgebenden Kümmel an. In dieser Zeit war Comino Stützpunkt von Piraten, die an der höhlenreichen Küste günstige Schlupfwinkel fanden. Sie wurden Anfang des 17. Jahrhunderts von den Johannitern vertrieben. Ihr Großmeister Alof de Wignacourt ließ 1618 durch den Festungsbauer Vittorio Cassar einen Wachturm errichten, der heute Santa Marija Tower heißt. Zur Abwehr der Türken wurde er mit 130 Soldaten besetzt und mit 18 Kanonen bestückt. Im 16. und 17. Jahrhundert war Comino Gefängnisinsel. Von 1814 an waren die Briten Herren des maltesischen Archipels. Sie richten auf Comino eine Quarantänestation für Seeleute ein.

Quellen: wikipedia, trymalta.net

Sailing Conductors – Klampfe an Bord

Den ersten Kontakt zu Hannes hatte ich schon vor einigen Monaten. Ich weiß nicht mehr, ob wir nur gemailt oder auch telefoniert haben. Nachdem ich irgendwo von dem Projekt gelesen hatte, waren Fragen aufgetaucht, die mir Hannes gern beantwortete. Meine Euphorie nach dem Telefonat war aber eher verhalten, denn ich hatte befürchtet, dass dieses Projekt den gleichen Weg gehen könnte, den so viele ehrgeizige Segelprojekte gehen – sie scheitern an der Finanzierung!
Um so größer die Freude, als ich vor einigen Tagen auf diesen Film hier gestoßen bin, der die beiden vergnügt und behaart auf ihrer “Marianne” zeigt. Der Rest lief so wie ich es gern hab – 3 Mails hin und her – ein Mann ein Wort und dann war der Film bei segel-filme.de! Wenn die Jungs ihre filmische Qualität so beibehalten, werden wir das Ganze in jedem Fall weiter verfolgen – denn dieses Projekt gefällt! Ausnahmsweise mal jemand, der nicht um die Welt segelt, um sie damit zu retten. Wenn dann auch noch gute Musik bei raus kommt … alles richtig gemacht!
Bei guten Projekten kommt die Aufmerksamkeit fast von allein – ein Aspekt über den sich die bisherigen Sponsoren offensichtlich im klaren sind. Ich könnte mir vorstellen, dass man sich an Bord der Marianne über neue Sponsoren aber auch nicht ärgert … und deshalb werde ich jetzt auch erst mal ein paar Sex-Sails T-Shirts verschicken! =)

Sailing Conductors bei Facebook

www.sailingconductors.com