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Wenn man keine Ahnung hat einfach mal die Fr**** halten

Dass die Berichterstattung seitens der Medien zum Thema Piraterie unvollständig und teilweise schlicht und ergreifend falsch ist, hat der aufmerksame Leser in diesen heißen Zeiten sicherlich längst mitbekommen.

Allerdings schien der vor einigen Tagen erschienene Artikel auf Spiegel-Online zu zeigen, dass es in Sachen journalistischer Inkompentenz zu immer neuen Höhepunkten kommt. So erschien an oberster Stelle eine Eilmeldung dass das deutsche Kreuzfahrtschiff „MSC Melody“ von Piraten angegriffen worden sei.  Jeder Kreuzfahrt oder maritim interessierte Leser dürfte bereits beim Lesen der Schlagzeile festgestellt haben, dass es sich bei der „MSC Melody“ um kein deutsches Schiff handelt. MSC ist die Abkürzung der italienischen Reederei Mediterranean Shipping Company. Und MSC ist sicherlich keine unbekannte Reederei. Denn direkt nach der dänischen Reederei Maersk gilt MSC als die zweitgrößte Reederei der Welt.
Aber wenn man wie vermutlich einige deutsche Redakteure lediglich den Schiffsnamen „MSC Melody“ googelt gekommt man als Treffer das deutsche Buchungsbüro MSC-Kreuzfahrten in München. Da liegt die Vermutung natürlich nahe, dass es sich auch um ein deutsches Schiff handeln muss. Für mich war das mal wieder ein eindeutiger Beweis, dass den betreffenden Redaktionen die Zusammenhänge im globalen Schiffahrtsgeschäft nicht einmal annähernd bekannt sind.
Aber eigentlich ist das ja auch egal, schließlich muss die Meldung nur vor der Konkurrenz erscheinen, und der sachlich richtige Inhalt wird schnell zur Nebensache. Traurig aber wahr. Leider auch beim Spiegel.

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