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Mit der Badewanne über die Ostsee.

Das Erlebnis „Meer“ fühlt sich nicht mehr ganz so intensiv an, wenn man in einer Höhe von etwa 40 Meter übers Meer rauscht. Ich weiß es, denn so hoch befindet sich mein Arbeitsplatz, an dem man selbst zehn Meter hohe Wellen als nicht weiter dramatisch empfindet.
Grund genug für mich im Urlaub der Wasseroberfläche etwas näher zu kommen. Mitte August 08 machte ich mich mit einer kleinen Crew vom Darß Richtung Rostock zur Hansesail auf. Als Untersatz diente erneut unser geliebtes Zeesenboot FZ86 „Godewind“. Wie zu erwarten, konnten wir schon während der Ansteuerung jede Menge klassische Prominenz unter Segeln bestaunen. Mit knapp 100qm Segelfläche gehörte die „Godewind“ definitiv zu den kompakteren Schiffen der Hansesail.

Umso erstaunlicher war mein Erlebnis während der Rückreise mit einem Fahrzeug noch viel kleinerer Art. Es soll ja immer wieder mutige Segler geben, die ausgedehnte Küstentouren in sehr kleinen Jollen auf der Ostsee unternehmen, aber die Begegnung mit der „Arved Fuchs“ wird vermutlich einzigartig bleiben.
Irgendwo zwischen Rostock und Darßer Ort verweigerte der Wind uns gänzlich seinen Dienst und unter „Bronze-Spinnaker“ tuckerten wir schließlich ganz langsam unserem Ziel entgegen.
In regelmäßigen Abständen sah ich achteraus und traute meinen Augen kaum, als ich dieses Fahrzeug entdeckte. Mit einem Blick durchs Fernglas konnte ich mich vergewissern, dass es sich tatsächlich um ein Boot und nicht etwa um Treibgut handelte.

Wenig später konnte man den in großen Lettern am Rumpf aufgeklebten Namen erkennen: „Arved Fuchs“.
Nachdem ich „Arved“ zugewinkt hatte, kam er auch schon längsseits. Natürlich handelte es sich bei dem Insassen nicht um den „echten“ Arved Fuchs, dafür aber sicherlich um eine nicht minder spezielle Person.
Unser Seemann stammte ursprünglich aus Berlin und tourte nun schon die zweite Saison auf der Ostsee herum. Die Aussage, dass bereits 3 Windstärken für ihn schwere See bedeuten würden, glaubte ich ihm sehr gerne.
Allerdings konnte man dem Faltboot (mit Optisegel!) eine gewisse Seetüchtigkeit nicht absprechen. In wasserdichten Kanistern war alles was für den Blauwasser(ostsee)segler von Notwendigkeit war, inkl. GPS, Karten, Proviant, etc. vorhanden.

Dennoch erschien mir „Arved“ doch etwas ausgemergelt zu sein, zumal sein Budget nach eigenen Angaben wirklich sehr, sehr klein war.
Somit wechselten eine Dose Ravioli und eine Flasche Bier den Besitzer und ein glücklicher Arved setzte seine Reise Richtung Rügen fort.
Mal sehen, wen ich nächste Saison so auf der Ostsee treffen werde. Bobby Schenk vielleicht…?

Anmerukung der Readaktion: Ich wäre sehr dankbar für die Kontaktdaten von “Erwin”, wie er wohl mit bürgerlichem Namen heißt. Kennt jemand diesen Segeler oder hat ihn auch schon jemand gesehen? 

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One Comment

  1. Thomas Mittrenga sagt:

    Hallo, Du wolltest die Kontaktdaten von “Klein” Arved lach

    wir trafen ihn auf unserem Trip zurück vom Mittelmeer auf dem Doubs und dann am 24. Oktober in der Schleuse Kleinmachnow.

    Erwin Dräger
    16792 Zehdenick
    Str. der Jugend 19

    Beste Grüße von der christho

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