
Nach der bereits seit einiger Zeit insolventen Kaiserwerft, hat es nun auch den zweiten Saaler Yachtbauer getroffen. Die Leitung der PR-Marine AG hat bereits im Juni einen Antrag auf Insolvenz gestellt. Der zuständige Insolvenzverwalter bestätigte dies und prüft derzeit ob das Verfahren überhaupt eröffnet werden kann. Nur wenn die Kosten des Verfahrens gedeckt werden, kann dieser Schritt überhaupt gegangen werden.
In diesem Zusammenhang besonders unschön, sind laufende Ermittlungen der Regensburger Staatsanwaltschaft gegen die Geschäftsleitung wegen Untreue. Ein weiteres Indiz für den desolaten Zustand des Unternehmens liefert der Yachtmakler Darius Wozniak ( Marine Projekt Inc. ). Wozniak, dem nach eigenen Angaben ein Schaden von 430.000 € durch die Firma PR-Marine entstanden ist, hat das Unternehmen wegen Insolvenzverschleppung angezeigt. In diesem Zusammenhang hat er bereits Ende Mai die Kriminalpolizei Regensburg darüber in Kenntnis gesetzt, dass PR-Marine „alles verschiebt was werthaltig ist“.
Wie die Mittelbayrische Zeitung berichtet, hatte Wozniak für 3,2 Millionen € Yachten in Saal bestellt und mehrere hunderttausend Euro angezahlt. Die einzige Yacht, die innerhalb dieses Kontraktes fertig gestellt wurde, sei jedoch an einen anderen Kunden verkauft worden. Als der Makler seine Anzahlung zurück forderte, wurde ihm von Seiten der Geschäftsleitung mitgeteilt, dass man nicht zahlen könne.
Äußerst unschön das Ganze. Möglicherweise hat auch diese Geschichte zwei Seiten – sollten die Vorwürfe des Maklers sich aber bestätigen, hätten wir hier wieder einen Fall der belegt, dass die sogenannte „Wirtschaftskrise“ erfolgreich alle schwarzen Schafe aus dem Markt filtert.

Pleite, Insolvenzverschleppung und was es sonst noch in diesem Bereich gibt sind bei PR – Marine (= Peter Rammelmeier) ja nicht nichts Neues.