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Kapitän Johannes zum Thema Piraterie!

Ich habe gestern von unserem Blog-Kapitän Johannes eine Email bekommen. Wir hatten uns unabhängig vom Blog über Piraten unterhalten und ich hatte ihn gefragt, ob er die Kaperung der „Sirius Star“ mitbekommen hätte. Seine Antwort darauf fand ich ganz interessant und deshalb will ich sie euch nicht vorenthalten:

“Die Piratenstory bekommen wir hier auch täglich mit, allerdings kann ich Dich beruhigen, unsere Route ist hinsichtlich der Piratengebiete außergewöhnlich sicher.

Wir müssen nicht einmal die Straße von Malakka durchfahren und der Suez liegt zum Glück auch nicht auf der Route. Dennoch ist es ziemlich übel was da gerade so passiert. Tanker sind von je her die beliebtesten Opfer. Aufgrund ihres niedrigen Freibordes und der geringen Geschwindigkeiten sind sie relativ einfach von Piraten zu boarden. Große und schnell fahrende Containerschiffe dagegen haben ein hohes Freibord und erzeugen eine kräftige Heckwelle in die sich höchstens lebensmüde Piraten begeben würden; und schon bei dem Versuch des Boarding eines Schiffes zu
sterben, wollen die sicherlich auch nicht. Anders sieht es aus, wenn die demnächst mit Helikoptern kommen…die Kriegskassen dürften sich ja langsam füllen. Übrigens ein großer Nachteil von AIS: Ursprünglich wurde das System aus sicherheitsrelevanten Gründen eingeführt, und dennoch gibt es Piraten schon aus großer Entfernung und ganz ohne Radar vorzügliche Informationen über ihr nächstes potenzielles Opfer. Ein Kapitän sagte einst zu mir: „In den übertragenen Schiffsparametern fehlt noch eine Angabe: Amount of Cash in Masters Safe!“. Ein Grund warum viele Kapitäne Ihr AIS in diesen Gebieten einfach komplett abschalten.”

… an dieser Stelle beende ich das Zitat, da sich Johannes dazu äußert welche Werte in besagtem Mastersafe zu finden sind.

Bilder: Wikipedia; Seabreeze.com

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