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Kein Sun-Blogger!

 

Blogger sind schon komische Menschen! Abgesehen davon, dass sie sich hinsetzen und sich für Lau einen Haufen Arbeit machen, schicken sie ihre mühsam erworbenen Leser auch noch quer durchs Internet und verweisen auf „Konkurrenten“ – total bescheuert! Sowas würde dem Webableger einer Zeitung niemals einfallen, selbst wenn man bei Blogs abschreibt, würde man in den Verlagshäusern nie auf die Idee kommen auf die Quelle der Information zu verlinken. (Liebe Yacht.de der Vorwurf richtet sich nicht gegen euch)

Was ich heute vorhabe, ist euch den Blog des Hamburger Seglers Gero Brugmann vorzustellen. Im Design hat Gero seinen Blog aufs wesentliche Reduziert – reicht aber, denn Gero glänzt mit Inhalten und darauf kommt es an. So wie sich das mir darstellt, ist Gero eine echte Stütze des deutschen Segelsports, neben der Vereinsarbeit ist Gero Geschäftsführer der Nordseewoche GmbH, soweit ich weiß alles nebenberuflich.

Ich habe dem Macher von www.lobster-one.de per Mail einige Fragen gestellt, hier die Antworten:

Was ist deine Motivation zu bloggen, wozu der ganze Ärger? =)

In meinem Blog schreibe ich, was ich am Offshoresegeln international interessant finde und worüber in Deutschland nicht berichtet wird oder ich poste einfach nur Bilder die mir gefallen, das sagt oft genauso viel. Der Schwerpunkt liegt aber auf Regatten, ganz besonders auf den Highlights wie Fastnet, Hobart, Bermuda, Transpac, Volvo Ocean Race, natürlich besonders gerne, wenn Deutsche teilnehmen, wie z.B. beim Portimao Global Ocean Race. Für mich ist das Schreiben Entspannung, und ich finde, dass die deutsche Yachtpresse mit ganz wenigen Ausnahmen kaum über die internationale Regattaszene schreibt und dort passiert so viel, sind so heiße Boote in interessanten Feldern unterwegs.

Lobster One gibt es ja schon ganz schön lange, was war die Initialzündung und wie kam es zum Namen „Lobster-One“?

Beim HSH Nordbank blue race war ich 2007 im Wettfahrtteam in Newport. Unser stellvertretender Wettfahrtleiter schrieb über unsere Zeit dort einen Blog und ich war begeistert, wie einfach man sein eigenes “Magazin” veröffentlichen konnte. Am ersten Tag in Newport bekam ich einen heftigen Sonnenbrand, als wir am selben Abend vom Wettfahrtteam des New York Yacht Club zum Lobster-Essen eingeladen wurden, hatte mein Gesicht dieselbe Leuchtfarbe wie der Lobster. Am nächsten Tag wurden Rufzeichen für den Funkverkehr verteilt und ich bekam für mein Leuchtgesicht “Lobster One” verpasst, dass hat sich dann über die Regatta hinweg gehalten.

Segelst du aktiv und regelmäßig Regatten?

Ich segle am liebsten Langstreckenregatten. Als Schüler und Student bin ich Skagen, Fastnet und Round Britain & Ireland gesegelt, eine Saison in Sydney, eine Saison auf dem Lake Ontario in Kanada, etwas in Südafrika und mehrmals über den Atlantik. Seitdem ich berufstätig bin, bleibt mir wenig Zeit für lange Strecken und ich mache Vereinsarbeit, Wettfahrtorganisation, und schreibe übers Segeln. Ein Schiff zur Cowes Week zu überführen war dieses Jahr mein Highlight auf dem Wasser. Ich hoffe, das wird wieder mehr.

Wie ihr dem Interview entnehmen konntet schreibt Gero über all die Themen die hier auf Yachtblick zu kurz kommen, mein persönliches Highlight auf Lobster-One ist der „History Channel“ wo Videos von den Regatten vorgestellt werden, die irgendwann zwischen Gestern und der Erfindung der Kamera stattgefunden haben.

@Gero – also ich den Artikel „netzfertig“ gemacht habe, musste ich an ein echtes „United Internet Team Germany“ denken =)

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